Für die Gegner von Studiengebühren dürfte die Nachricht Wasser auf ihre Mühlen sein: Zahlreiche Hochschulen in NRW setzen das Geld aus den Studienbeiträgen nicht zügig genug zur Verbesserung von Forschung und Lehre ein. Das ist nicht nur deshalb ein Skandal, weil es einen Verstoß gegen den Geist der gesetzlichen Bestimmungen darstellt, wonach die Verwendung der Mittel “zeitnah” erfolgen soll. Vielmehr müssen sich alle Studierenden hintergangen fühlen, die zwar ihre Beiträge gezahlt, aber keinen angemessenen Gegenwert erhalten haben. Zum Glück sind nicht alle Hochschulen so schludrig. Von 61 Einrichtungen landesweit haben bislanglediglich 29 Studiengebühren eingeführt, und von denen sind jetzt 13 ertappt worden. Man mag ihnen zugute halten, dass Erfahrung und Umgang mit Studienbeiträgen in NRW noch relativ neu sind. Aber auch hier gilt: Wehret den Anfängen. Dass NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart ihnen jetzt klargemacht hat, dass das Land eine angemessene Mittelverwendung erwartet, ist nur selbstverständlich. Man könnte es überdies den düpierten Studierenden nicht verdenken, wenn sie ihre Gebühren zumindest teilweise zurückfordern. Immerhin hat Pinkwart eine “Geld-zurück.-Garantie” ausgesprochen. Der Garantiefall, so scheint es, ist an mancher Hochschule eingetreten. Liest man in der Rheinischen Post.
FDP-Vordenker Pinkwart ist offensichtlich ein schlechter “Geldwart”. Früher wurde so ein komödiantischer Minister entlassen. Heute, im Zeitalter der Gauner, Gaukler, Hütchenspieler natürlich nicht mehr. Wie aber hält es die Uni Bielefeld mit den Studiengebühren. Was macht sie damit?




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