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Mai '09

Merkel startet Wahlkampf bei Mohn

2009 stehen in Deutschland die Bundestagswahlen an. Klar, dass das auch im Fernsehen ein großes Thema ist – und das nicht etwa nur bei den öffentlich-rechtlichen Programmen. Im Gegenteil: Eröffnet wird der Wahlkampf im TV ausgerechnet vom Kölner Kommerzsender RTL. Diesen wird Angela Merkel bereits am 17. Mai mit ihrem Besuch beehren und sich dabei den Fragen von rund 100 Bürgern stellen. 75 Minuten Zeit nimmt sich die Bundeskanzlerin für dieses sogenannte Townhall-Format, das von “Spiegel TV”-Moderatorin Maria Gresz und RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel präsentiert wird. Besonders pikant: Der Sendeplatz von “Zuschauer fragen – Bundeskanzlerin Angela Merkel antwortet” ist Sonntagabend um 21:45 Uhr. Um genau diese Zeit läuft der ARD-Polittalk “Anne Will” – eine klare Kampfansage des Privatsenders RTL an den öffentlich-rechtlichen Konkurrenten.

Ein Schelm, wer sich da wundert. Der Kanzlerübenden wird RTL-Eignerin Elisabeth Mohn aus dem benachbarten Straßendorf Gütersloh das Händchen halten. attestiert von BILd-Springer Blauhändchen Friede Springer. Mit solchen neoliberalen, menschenfeindlichen Assistentinnen kann ja nix mehr schief gehen für Dr. Murkel.

Das Saugbedürfnis der Kellerkinder

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 Jetzt wissen wir, warum es bei Arminia Schnuller gibt!

(Die kann man aber auch verschenken. Zum Beispiel an Totti und all die andern Nuckelbrüder im Trikot.)

Fälscht die Arbeitsagentur die Statistik?

Die offizielle Statistik nennt 3,585 Millionen Arbeitslose für den Monat April. Die Zahl an sich ist schon bedrückend genug. Viel schwerer aber wiegt, sie vertuscht die tatsächlichen Verhältnisse. Realistischerweise müssen wir von etwa sechs Millionen Menschen ohne Job ausgehen. Doch Politik und Arbeitsagentur drücken sich davor, die Wahrheit zu sagen.

Dass wir uns in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinden, dürfte inzwischen auch dem letzten Optimisten klar geworden sein. Dass es sich um eine ausgewachsene Krise handelt, versucht die Politik hingegen immer noch zu vertuschen. Und so werden auch jetzt Zahlen “zurechtgebogen”. Doch um eine Krise von diesem Ausmaß zu bewältigen, muss man Tacheles reden. Darum sollten die Regierenden in Berlin endlich dem Motto einer alten Fernsehsendung folgen: “Sag die Wahrheit”. Allerdings ist man davon weit entfernt, wie der Umgang mit den Arbeitslosenzahlen leider nur zu deutlich zeigt.

Die Agentur für Arbeit hat für den Monat April eine Arbeitslosenzahl von rund 3.585.000 bekannt gegeben. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechnet in diesem Jahr mit durchschnittlich 3,7 Millionen Arbeitslosen und für 2010 mit 4,6 Millionen Menschen ohne Arbeit. So weit – so schlecht. Aber was sagen diese Zahlen aus? Sind alle anderen entweder noch zu jung für den Arbeitsmarkt oder sind sie bereits Rentner und Pensionäre? Sind mit diesen Zahlen wirklich alle Arbeitslosen erfasst? Die Antwort ist ebenso klar wie bitter: nein. Das schreibt das manager-magazin heute.

Die beamteten Pfeifen der Arbeitsagentur fälschen munter weiter und verschicken diese Pressemeldung:

Der heute in der Financial Times Deutschland veröffentlichte Artikel “Bundesagentur frisiert ab sofort Arbeitslosenstatistik” ist irreführend. Die Überschrift erweckt den Eindruck, die Bundesagentur für Arbeit (BA) fälsche Zahlen. Die Tatsachen sehen anders aus: Die Erfassung von Arbeitslosen ist gesetzlich vorgeschrieben. Grundlage sind die Vorschriften im Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III). Danach gelten unter anderem Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen nicht als arbeitslos
(§ 16 Abs. 2). Am 1. Januar 2009 trat das Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in Kraft. Darin wurden die positiven Elemente der bisherigen Instrumente “Beauftragung Dritter mit der Vermittlung”, “Trainingsmaßnahmen”, “Beauftragung von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen” sowie “Aktivierungshilfen für Jugendliche” zu einer neuen Maßnahmeart zusammengefasst, den Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (§ 46 SGB III). Alle Arbeitslosen, die in eine Maßnahme auf der neuen gesetzlichen Grundlage eintreten, sind demnach während der Maßnahmeteilnahme nicht als arbeitslos zu zählen. Bisher waren Personen, die in die Betreuung Dritter übergeben wurden, weiterhin arbeitslos.

Hahahaha. Selten so gelacht. Wir haben fast 8 Millionen sogenannte “Leistungsempfänger” plus eine sehr hohe Dunkelziffer, die in den Agenturstatistiken gar nicht erst auftauchen. Die Bundesrepublik Deutschland hat eine um ein paar Millionen höhere Arbeitslosenzahl als das Deutsche Reich unter Gröfaz Hitler 1933- 34 (Knapp über 6 Millionen).

Und nun, Frau Dr. Murkel, Herr Po falla, Herr Scholz, Herr Kauder, Herr Steinbrück, Herr Steinmeier? Gefällt Ihnen die Fälschungspolitik unter ihrer Ex-DDR-Chefin? Sind Sie stolz auf Ihre “Leistungen”? Diese Regierung ist die mit Abstand schwächste und arroganteste, die jemals in der Bundesrepublik regierte. Mit Großmäuligkeit kann man aber die größte Volkswirtschaft Westeuropas nicht führen. Außer in den Abgrund.

Vom kleinen und großen Gelde

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Da wir mächtige Bedenken haben, Peer Steinbrück auch nur kleinste Geldstücke anzuvertrauen, sammeln wir dieses Klimpergeld in einem großen blauen Glase. Heute ging es damit zum Zählautomaten der Spaßkasse. Ich wettete eine Summe, die schönere und bessere Hälfte sagte “2 Euro mehr”. Wir lagen beide ziemlich daneben, denn der Inhalt des blauen Glases wird locker die Fähre der kommenden nordischen Reise bezahlen und noch für ein paar Smörrebröd obendrauf reichen. Skål schomma.

Wie das mit dem großen Geld geht, hat Peer Steinbrück über die Presseagenturen verlauten lassen und mal wieder das beliebte Spiel abgehobener Politiker, denen jegliche moralische Maßstäbe abgehen gespielt. Hier der Originalton:

Steuerhinterziehung wird nach Auffassung von Finanzminister Peer Steinbrück zu unkritisch bewertet. “Es ist kein ‘Räuber- und Gendarm-Spiel’ der Politik, sondern ihre unbedingte Pflicht, gegen alle vorzugehen, die Steuern hinterziehen”, schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für das “Hamburger Abendblatt”. Steuerhinterziehung sei “kein Kavaliersdelikt”. Die Zeiten der “Bagatellisierung von Steuerhinterziehung” müssten vorbei sein. “Wer Steuern hinterzieht, schadet seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.”

Was ist dann ein Minister, der seiner Aufsichtspflicht bei den Banken nicht nachkommt und seinen Staatssekrerär Asmussen Finanzrambo spielen läßt? Wer gibt dem Hohlkopf das Recht, pauschal Menschen zu beschimpfen? Hätte er seinen versifften Laden so im Griff, wie man das bei einem gut bezahlten Minister erwarten kann, könnte er gerne seine arroganten Sprüche absondern. So aber nicht. Abgesehen davon, ist der Mann sowas von peinlich. Vor allem wenn man sich an sein Versagen auf der ganzen Linie hier in NRW erinnert.

Luftschiffhafen im Speckgürtel

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Gestern mußte man wegen eines Radrennens im Ortskern das Schnapsdorf Steinhagen weiträumig umfahren, wollte man zB. nach Brockhagen oder Halle. Das Schild am Straßenrand läßt dann schon staunen: Luftschiffhafen. Was es hier alles so gibt…..

(Betrieben wird er von der Firma Air-Taxi -Service, Bielefeld)

Rechnen konnte sie noch nie

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Schon grandios, was der Kanzlerlehrling in Berlin so alles von sich gibt. Offensichtlich reicht Erich Honeckers FDJ-Kaderschulung aber nicht mehr aus. Wie sonst sind angesichts von erwarteten Steuermindereinnahmen von 300 Milliarden Euro Steuersenkungen für die “Leistungsträger” nach der Butawahl möglich? Vielleicht hat die Dame aber auch entdeckt, wie man mit Microsoft Paint und einem guten Farbnadeldrucker Euros nachdruckt.