Archiv für den Monat: April 2009

„Steini, Du kannst Gott“

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Da stand er nun gestern im Hallensischen Gerry-Weber-Stadion, der Kandidat. 450 Sozen im Tennismekka zu Füßen. Es war Landesparteitag der SPD. Als Landesvorsitzende Hannelore Kraft abschließend Obamaisierte „Frank-Walter, Du kannst Kanzler“ soll bösen Zungen zufolge neben der Halle ein Blitz eingeschlagen sein. Wandeln wir es doch einfach ab. Zu den unbescheidenen Zielen der roten charakterlosen Wendehälse paßt doch viel besser: „Steini, Du kannst Gott“. Wir messen sie nach den Wahlen doch ohnehin nicht an dem, was sie jetzt versprechen.

Letztendlich ist es egal, wer die nächste Große Koalition führt und Deutschland noch tiefer in die Scheiße reitet. Ob Frank ohne Walter oder Dr. Murkel.

Sonntagssplitter

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Gestern Abend „Wilsberg“ im ZDF. Jener leicht trottlige Privatdetektiv, dessen Episoden stets mit einem „Bielefeld-Satz“ gekrönt weden. Gestern also: „Zahlst Du mir auch sehr viel Geld, ich geh nicht weg von Bielefeld“. Muuuaaarggg. Es ging in Münster um „Schüttelreime“. Beachten Sie bitte das T-Shirt mit der Aufschrift „Preußen Münster“.

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Unten links sehen Sie den Fotografen bei der Aufnahme eines alten ostwestfälischen Kottens.

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Brauchen Sie ein bißchen Geld? Wo diese Dinger stehen fließt Gold zu Ihren Füßen. Bohren Sie mal nach (Ferngasleitung des RWE).

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Heavy on whire. Anzeige der Disco „Go Parc“ Herford im ERWIN.

Arminenblau, Klassik und Siesta

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Arm. Bielefeld spielt heute nicht. Aber „die anderen Blauen“ aus Schalke könnten heute Klinsi die Suppe versalzen.

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Was die gelbe Klassik aus Dortmund freuen würde.

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Der Hund läßt sich in seiner Siesta weder von Blau noch Gelb stören und auch die angeblich „völlig geheimen“ Nachrichten vom seltsamen Schwachmaten-Gebilde namens Bafin, wonach über 800 Milliarden „toxische Papiere“ bei den Banken lagern, wird ihn kaum aufregen. Warum eigentlich „geheim“, wenn wir als Steuerzahler für das Spiel der Idioten grade stehen sollen? Ich werde noch eine „rote Karte“ fotografieren müssen.

Boombranche?

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Sollten sich die Unkenrufe der „Weisen“, „Experten“, und von Oberjammerer Peer „Hochstirn“ Steinbrück sowie diversen Klageweibern und – männern erfüllen, werden Etablissements wie dieses auf der Detmolder bald zu ungeahnter Blüte aufsteigen.

Was vom Wend(e) blieb

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Wenn man aktuell „R. Wend“ in den Suchmaschinengiganten eingibt, kommt die obige Seite. Da hat der jetzt Postgelbe also nichts mehr zu sagen und ist nun in toller Gesellschaft „zu verkaufen“. Schade, hat immer Spaß gemacht, über seine beknackte Politik, das kolossale Engagement für „Agenda 2010“ und Hartz 4 und die kleine Müntesplitterpartei mit dem hölzernen Beamten und Kanzleranwärter Frank ohne Walter Steinmeier aus dem lippischen Geizlandstrich ein wenig zu schnacken.

Summ summ

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Keine Ahnung, ob die Webcam aus dem Langnese Bienenhaus im Botanischen Garten noch Bilder liefert. Betreut wurde sie – 2002/2003 ging es bundesweit durch die Medien – von Helmholtz-Lehrkräften und Schülern. Gefunden habe ich weder auf der Langnese-Seite noch auf dem Metropole-Webauftritt etwas Aktuelles. Wäre ja mal schön, so ein paar Bielefelder Bienen im Web zu sehen, die eine „Lange Nese“ machen. Vielleicht ist die Cam aber auch dem Uschi-Filter des BKA zum Opfer gefallen, weil da Bienenkinder gezeigt werden könnten…..

„Die Faust bleibt in der Tasche“

Straßensperren, brennende Autoreifen, Top-Manager in Geiselhaft ihrer Angestellten: Sieht so der heiße Herbst des Jahres 2009 aus? Das müsste man glauben, wenn die Drohgebärde des DGB-Chefs wahr werden sollte. Völlig überzogen: Michael Sommer müsste sich eigentlich mit einem Tag Abstand über seine Worte erschrocken haben. Soziale Unruhen drohten, wenn die Arbeitslosigkeit weiter steige und die Wirtschaft in den Keller rasselt. Mit diesem Szenario wollte der Gewerkschaftsführer die Notwendigkeit eines weiteren Konjunkturprogramms unterstreichen. Das zu fordern, ist ja durchaus legitim – abgesehen von den Kosten, der derzeitigen Staatsverschuldung und der grundsätzlichen Frage, ob ungezügeltes Geldausgeben des Staates sinnvoll ist.
Die Bürger sind bereit zum Streik und gehen für ihre Interessen auf die Straße. Die Demos der Achtundsechziger, der Friedensbewegungen und der Hartz-IV-Gegner haben – wenn auch nicht immer gewaltfrei – Hunderttausende mobilisiert. Und auch bei der Aufarbeitung der jetzigem Krise kann manchmal die blanke Wut hochkommen, die Faust bleibt aber in der Tasche – anders als beispielsweise in Frankreich. Die Arbeitnehmerbewegung in Deutschland hat in der 60-jährigen Geschichte der Bundesrepublik immer vor Augen gehabt, dass Gewalt-und Zerstörungsorgien ihre eigenen wirtschaftliche Situation nicht verbessern.

Liebes Westfalen-Blatt, das ist Deine Meinung, die sich mit der Meinung der Murkels, Strucks, Steinbrücks im abgehobenen politischen Berlin deckt. Millionen von denen, die sich nicht einmal leisten können, Dich zu abonnieren, denken da aber ganz anders. Angesichts der Tatsache, daß sich eine charakterlose Mischpoke mit Hilfe ebenso charakterloser Berufspolitiker Hütchenspiele geleistet hat, deren Folgen nun die zu bezahlen haben, die weder teilgenommen noch profitiert haben, könnten einige Schläge mit der bloßen Faust auf Bankster – und Politikerschädel vielleicht mal ganz heilsam sein. Früher haben sie Dreschflegel genommen und sind losgezogen….

Fiat? Ausgerechnet Fiat?

Als es kürzlich aus den Kreisen unserer Berliner Amateurregierung hieß, der bei Fiat involvierte Superhecht Roland Berger (Spitzname: „DDR-Plattmacher“) drehe an diversen Rädchen auch bei Opel schwante mir schon Böses. Nun scheint es Realität zu werden. Wie schrieb auf einem Forum jemand mit italienischen Wurzeln:

Fiat schickt hier in Italien seine Arbeiter in ‚cassa integrazione‘, d.h sie schicken sie nach Hause und Werke sind von Schliessung bedroht. Die Autos (abgesehen vom neuen 500er) verkaufen sich schlecht und auch in Italien nur mit Abwrackpraemie.
Dann gibt es Plaene mit Crysler (pleite!) zu fusionieren (hat Daimler Benz schon nicht geschafft) und jetzt noch Opel?
Da denke sich Jeder seinen Teil …

Genau, den Teil denke ich mir nicht nur, den schreibe ich sogar auf: Superberater wird etliche Millionen dafür bekommen, den Deal mit Mafiageldern einzustielen. Fiat selbst schrammt seit Jahren am Rande der Insolvenz entlang. Aber das sind ja Vorgänge, wie Templins Widerstandskämpferin unter Onkel Erich sie offensichtlich liebt. Wir haben eben „kein ewiges Recht auf Demokratie“. Auf Merkelianismus, Guttenbergensis und Steinbrückis aber auch nicht. Wo Berger die Pfogten drin hat, kann nichts wirklich Gutes herauskommen.

Motorradrennen auf dem Richtplatz

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Da wo heute ein gelbes Schild am Rande des Buswendeplatzes oberhalb Gadderbaums auf die „Galgenheide“ hinweist, führt der Weg in Richtung des ehemaligen mittelalterlichen Richtplatzes. Tausende besuchten die in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg dort angelegte Motorradrennstrecke. Immerhin war die Metropole einmal die Stadt mit der zweitgrößten Motorradproduktion der jungen Bundesrepublik. Auf der Homepage des DMCS e.V. Bielefeld finden sich dazu neben Bildmaterial auch noch spannende Geschichten.

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(Quelle: Homepage DMSC e.V. Bielefeld)

Endlich: Uschisiegel für jeden Bürger

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Das habe ich auf diesem Blog gefunden und entführe es grad mal: Uschisiegel für jeden Bundesbürger. Geniale politische Leyendarsteller denken für uns in Berlin. Schalten nach der Wahl jede Seite ab, die nicht in das eigene Denkschema aus Keksen und sieben Kindern paßt. Vor allem Blogs, die nicht auf strammer schwarzgelber Linie sind. Dr. Murkel findet das auch Klasse. Schließlich ist sie mit dem Stasiblockwartwesen 35 Jahre lang sehr vertraut gewesen und hat sich nicht eine Sekunde gewehrt oder Kritik geübt. Im Gegenteil, Ihr Pastorenvater Kasner hat fleißig mitgemischt. Wer solche Politiker hat, darf sich über die Panikmache vor möglichen sozialen Unruhen nicht wundern. Was der Gummistiefelnapoloen aus dem Lippischen in grandioser Negierung seiner kleinen Herkunft zur Blüte gebracht hat, trägt jetzt unter der Templiner Rouladenbraterin kolossale Früchte. „Wir sitzen alle in einem Boot“ hört man es aus Berlin und auch hier in OWL von den Politdummbeuteln schwafeln. Nö, das tun wir ganz sicher nicht. Aber Millionen Bürger haben bereits den Bohrer in der Hand, um das morsche Berliner Boot namens „Regierung“ absaufen zu lassen.

Bis dahin basteln wir uns aus dem Uschisiegel und dem Grundgesetz eine Kladde und schlagen sie denen um die Ohren, die den ganzen Mist mit angerührt haben.

Laßt uns das Uschisiegel vorne aufs Grundgesetz kleben und einen bestimmten Paragraphen ganz laut aufsagen:

§ Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus

Wahl: Mitbestimmung des Volkes an der Verteilung der Macht

* Nach einer bestimmten Zeit (Legislaturperiode) soll das Volk die Möglichkeit haben, die „Machthaber“ im Staat zu bestätigen
oder durch andere Personen abzulösen: „Herrschaft auf Zeit“
* Die gewählten Vertreter bzw. Repräsentanten des Volkes üben dann die Staatsgewalt aus (repräsentative Demokratie)

ZDF endlich wieder entkernt

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Na das ist doch endlich mal eine Seite-1-würdige Meldung der NW. „Kerner verläßt ZDF“. Wunderbar, einer der größten Dummschwätzer des deutschen Fernsehens geht wieder da hin, wo er hingehört. Ums Geld gings, hört man. Hat das ZDF ihm also nicht genügend Millionen geboten um kostenlos für seinen Gutfried-Schrott mit dem Hinhalten der ungleichen Ohren werben zu können? Bravo. Schade nur, daß sie den Über-den-Tisch-Kriecher Beckmann nicht auch gleich genommen haben.

Hexenjagd? Nö. Mediengeilheit

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Die Wochenfrage des Westfalen-Blattes bezüglich der öffentlichen Hinrichtung der „No Angels“-Sängerin Nadja Benaissa ist eigentlich müßig. Schließlich hat man sich doch ebenso wie fast alle Medien an der Jagd und Vorverurteilung des Mädels fleißig mitbeteiligt. Wenn Staatsanwaltschaften heutzutage die elementarsten Regeln mißachten und sogar Fernsehsender bestellt werden, um die Abführung von Steuersündern, die man mit Hilfe von DVD´s herausfindet, die man Kriminellen abkauft, in Echtzeit zu filmen, stimmt eine ganze Menge in diesem Staate nicht mehr. Die Käfige am Münsteraner Dom St. Lamberti sind ja noch gut intakt. Könnte man da nicht demnächst wieder öffentlich ausstellen? Und wie wärs statt der „Uschisperre“ bei willfährigen Providern mit der Nennung der echten Namen im Internet? Ist doch egal, ob sie später mal verurteilt werden oder unschuldig sind.

Abwrackprämie für Porsche-Pläne?

Ein leises, feines Lächeln konnte ich mir dann doch nicht verkneifen, als eben Pressemeldungen von den Problemen des Hauses Porsche berichten, die VW-Übernahme zu stemmen. Sitzt da an der Spitze des Rasekistenbauers nicht ein Marketingübermensch mit weit über 100 Mio. Einkommen per anno? Jener Wiededings? Offensichtlich kocht man in Zuffenhausen auch nur mit gepumptem Wasser……. Wurde uns da nicht kürzlich Kunde gebracht von Milliardengewinnen bei Porsche? Wohin sind die?

Kann sein, daß man nun am Panamera/VW-Kuchen ebenso erstickt wie Schaeffler am Wahn der Contiübernahme. Deutschlands Top(f)manager. Genial blöd.

..schaut auf diese Stadt

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Wo auch immer auf der Welt Bielefelder sich befinden, dieser Anblick hat sich in ihre Netzhaut eingebrannt und führt sie zielsicher zurück in die geduckte Metropole am Teutoburger Wald: die Sparrenburg. Sie können die Augen schließen und brauchen nur ihrer Netzhaut zu folgen. Hoch oben, fast schon den Wolken nah, thront sie wehrhaft über dieser Stadt. Was nicht unbedingt immer ein Vorteil ist, lenkt sie doch die Blicke der Honoratioren und politisch Verantwortlichen eher in Richtung Himmel statt da haften zu bleiben, wo es angebrachter wäre. Vielleicht ist es aber auch ein Stück Bielefelder Befindlichkeit, ein wenig Wirklichkeitsfremd zu sein. Immerhin befinden sich im Wappen der Stadt Balken, höflich „Sparren“ genannt. Und wenn man die ständig vor den Augen hat ……

Dieser Blick eröffnet sich, wer oben auf dem Haller Weg/Botanischer Garten steht und nicht auf einen Superpömpel, ja gradezu einen Musterpömpel, zu seinen Füßen schaut.

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Nicht viele Schritte weiter betritt man die Brücke, die den Straßenlauf hinunter nach Gadderbaum lenkt. Zuvor eröffnet sich der Blick auf die Pulsader der Metropole, den Ossidamm (Ostwestfalendamm). Am Horizont der trutzige Bau jener vollendet verblödeten Institution, die gestern nahezu sämtlichen Handyisten von D1 das Netz wegen eines „Softwarefehlers“ kappte. (Dereinst wird ein Denkmal die Spitze dieses neokapitalistischen Baues zieren. „Er hat es versucht, der Holger Obermann. Aber er scheiterte dadran“. Holger Obermann ist der CEO, der Chief, der Häuptling der Telekom und war früher Telekom-Mobilfunker. Nüchtern betrachtet eine Niete in Nadelstreifen. Was bei einem Zumwinkelschen Ziehkind auch nicht anders zu erwarten ist).

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Aber ich schweife schon wieder ab. Eigentlich wollte ich nur noch von Gärtners Himmel und Allergikers Hölle berichten. Dem im Blütenmeer fast ertrinkenden botanischen Garten am Kahlenberg.

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Wo öffentlich gegrillt werden darf

Diese Pressemeldung der Stadt Bielefeld mit der unvermeidlichen Drohung am Textende klärt auf, wo man überall in der Metropole „öffentlich“ grillen kann/darf:

Nicht jeder verfügt über eine geeignete Grillfläche im eigenen Garten. Viele zieht es daher bei schönem Wetter mit der Familie oder Freunden und Bekannten in die öffentlichen Grünanlagen.

Der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld und das Ordnungsamt appellieren eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger lediglich auf den ausgewiesenen Grillplätzen zu grillen. „Wildes Grillen“ auf städtischen Grünflächen oder im städtischen Forst führte in der Vergangenheit immer wieder zu unerwünschten Verunreinigungen und kann gerade in trockenen Tagen auch Brände verursachen.

Bevor das Grillvergnügen beginnen kann, hat der Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld noch einige Tipps:

. Nehmen Sie stets genügend Wasser oder andere Flüssigkeiten zum Löschen des Feuers und der Glut mit.

. Bitte verlassen Sie den Platz nach dem Grillvergnügen so, wie sie ihn selbst gerne vorfinden möchten.

. Werfen Sie ihre Abfälle in die dafür bereitgestellten Mülleimer. Sollten diese nicht ausreichen, nehmen Sie den eigenen Müll bitte mit nach Hause. Das Verunreinigen von Verkehrsflächen und Anlagen ist verboten.

Die Stadt hat daher einige Plätze im Stadtgebiet eingerichtet, die von Privatpersonen und von Schulen aber auch von Vereinen und Verbänden genutzt werden können. Diese Liste, mit Stadtplanausschnitten, findet man auch im Internet unter: www.bielefeld.de (Umwelt und Natur / Grünunterhaltung).

Brackwede: Im Gleisdreieck Brackwede, an der B 68 gelegen, ist das Grillen auf der gekennzeichneten Fläche ohne Voranmeldung zulässig. Die Nutzerinnen und Nutzer dieses Platzes werden gebeten, einen Grill selbst mitzubringen.

Dornberg: Über die Deppendorfer Straße erreicht man die Straße „Hasbachtal“. Hier ist ein Spielplatz mit angeschlossenem Bolz- und Grillplatz zu finden. Ein Grill muss von den Benutzern des Platzes mitgebracht werden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Heepen: In dem Grünzug „Sieben Teiche“ in Bielefeld-Brake, Glückstädter Straße, ist das Grillen auf der ausgewiesenen Fläche auch ohne vorherige Anmeldung zugelassen.

Im Freizeitpark Oldentrup
, erreichbar über die Zufahrt Spannbrink, ist Grillen auf der ausgewiesenen Fläche ohne Voranmeldung erlaubt. Ein Grill muss jedoch mitgebracht werden.
Jöllenbeck: Am Oberlohmannshof an der ehemaligen Kleinbahntrasse ist das Grillen auf der dortigen ausgewiesenen Grünfläche gestattet. Ein Grill muss jedoch von den Benutzern selbst mitgebracht werden. Eine Anmeldung braucht nicht zu erfolgen.

Mitte:
In der Grünanlage zwischen Zaunkönigweg und Schlangenstraße befindet sich ein einfacher Grillplatz. (Keine Anmeldung erforderlich).
Auf der Grünfläche vor dem Ententeich in den Heeper Fichten sowie auf der daran angrenzenden Fläche ist Grillen ohne vorherige Anmeldung zulässig. Der Grill muss jedoch von den Benutzern mitgebracht werden.

Schildesche:
Am ehemaligen Freibad Schildesche, im Grünzug zwischen Westerfeldstraße und Am Johannisbach, können Grillbegeisterte auf der ausgewiesenen Fläche ohne vorherige Anmeldung ihrem Grillvergnügen frönen. Das Grillgerät ist selbst mitzubringen.

Senne: Festplatz am Senner Waldbad, Am Waldbad (Zufahrt über Windelsbleicher Straße). Die Grillhütte ist für 10 bis 15 Personen geeignet, davor befinden sich einige Bänke. Für die Nutzung werden ein Entgelt sowie eine Kaution erhoben. Die Kaution wird nach ordnungsgemäßer Nutzung zurückerstattet. Eine Anmeldung ist erforderlich, Ansprechpartner ist das Bezirksamt Senne, Telefon: 0521 51-5512.

An der Osningstraße, stadtauswärts in Richtung Sennestadt, am Wendeplatz „Togdrang“, befindet sich ein Grillplatz am Ende der Bewaldung, der sich auch für größere Gruppen eignet. Ein Grill muss mitgebracht werden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sennestadt:
Im Grüngelände an der Travestraße, zwischen Hallenbad und Sporthalle gelegen. Die Grillhütte ist ausreichend für 15 bis 20 Personen und verfügt über einen neuen Grill mit Edelstahl-Grillroste. Für die Nutzung werden ein Entgelt sowie ein Pfand für den benötigten Schlüssel erhoben. Das Pfand wird nach ordnungsgemäßer Nutzung zurückerstattet. Die Gebühr beinhaltet auch die Nutzung einer Toilettenanlage (Sporthalle Nord), die rund 100 Meter vom Grillplatz entfernt ist.
Eine Anmeldung ist erforderlich, im Bezirksamt Sennestadt, Frau Schwabedissen, Telefon: 0521 51- 5654.

Stieghorst: Am Freizeitzentrum Stieghorst kann ebenfalls auf der gekennzeichneten Fläche ohne vorherige Anmeldung gegrillt werden. Ein Grill ist selbst mitzubringen.

Der Außendienst des Ordnungsamtes führt Kontrollen durch. Festgestellte Verstöße werden im Rahmen von Verwarn- oder Bußgeldverfahren geahndet.

Ein paar – mögliche, da brache – Plätze wurden höflich vergessen: Ehemalige Daimler-Benz-Niederlassung an der Herforder, der Platz neben der Hauptpost, der Neumarkt, der Kesselbrink, das Gelände nahe den Stadtwerken……

Mehr „Netto“ vom Brutto?

Ein Fillialleiter packt aus: Beim zweitgrößten Discounter-Unternehmen Netto werden unbezahlte Überstunden systematisch einkalkuliert. Der Discounter spricht von “Einzelfällen”. Gewerkschafter beobachten bei Netto immer häufiger Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, aber auch katastrophale Arbeitsbedingungen. Diese Discounterkette gehöre momentan zu den “schlimmsten” der Branche, sagt Jörg Lauenroth-Mago, Ver.di-Fachbereichsleiter für den Handel. Netto weigert sich, die Tarifverträge des Einzelhandels zu akzeptieren. Es zahlt Löhne “in Anlehnung an die Verträge”. “Für die betroffenen Kolleginnen, das sind hauptsächlich Frauen, führt das häufig dazu, dass sie quasi für die Hälfte des Geldes arbeiten, das ihnen zusteht”. Quelle: taz Tja, da toppt wohl jemand die andere Discounter-Mischpoke noch. Laut Website von „Netto“ gibt es eine Filiale auf der Detmolder Straße. Es ist also nicht schwer, angesichts solcher Meldungen auf „Mehr Netto vom Brutto“ zu verzichten.

Staat: 1,642 Billionen Schulden in 2008

Die deutschen Staatsschulden haben zum Ende des vergangenen Jahres in der Abgrenzung des Maastricht-Vertrages und nach Berechnungen der Bundesbank rund 1,642 Bill EUR bzw. 65,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen.

Damit erhöhten sich der Schuldenstand um 65 Mrd. EUR und die Schuldenquote um 0,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr, wie die Deutsche Bundesbank am Dienstag mitteilte. Trotz des Anstiegs lag die Schuldenquote immer noch unter dem Wert des Jahres 2005, als eine Verschuldung von 67,8% verzeichnet wurde. Quelle: Dow Jones Deutschland Na, ist das eine Zahl? 1,642 Billionen? Noch das Geschafel von Hochstirn Steinbrück im Hinterkopf (Grad mal 6 Monate her) vom „Sparen, Haushalt ausgleichen, etc. pp.“ Dann kam da so einfach aus dem tiefen, undurchdringlichen Dschungel eine „Krise“ daher. Einfach so. Wenn man so dämlich ist wie dieser Mensch und sein stets Sphynxhaft doof grinsender Staatsekretär Asmussen, dann kann man sowas nicht mal ahnen.

Wenn man dann noch liest, wie das „Bankenstabilsierungsgesetz“ zustande kam, geht nicht nur der Hut hoch. Die Fäuste ballen sich gefährlich:

Banken dürfen ihre schlechten Wertpapiere an den Staat verkaufen, die Bürger haben keine Möglichkeit, sich ihre Verluste ausgleichen zu lassen. Dass Banken bevorzugt werden, führen Fachleute darauf zurück, dass am Finanzmarktstabilisierungsgesetz ausgerechnet eine Kanzlei, die sonst Banken berät, am Gesetz mitgeschrieben hat.

Nach Recherchen von report MÜNCHEN saßen Bankenanwälte beim Gesetzesentwurf mit am Tisch, als Deutschlands Finanzsystem vergangenen Oktober akut gefährdet war! Hier, am Potsdamer Platz, in der renommierten amerikanischen Kanzlei Freshfields wurde Tag und Nacht am Finanzmarktstabilisierungsgesetz gefeilt, heißt es hinter den Kulissen. Im Telefonat mit report MÜNCHEN räumt die Kanzlei ein, ja, man habe “mitgearbeitet” am Gesetzesentwurf.

Mit der Antwort auf die parlamentarische Anfrage von Frank Schäffler (FDP) teilt das Finanzministerium jetzt mit: Die Kanzlei Freshfields sei seit Ausbruch der Krise für insgesamt drei Vorhaben beauftragt worden. Pikant: Freshfields gilt als banknah…So hat die Kanzlei an der Fusion von Hypo-Vereinsbank mit Unicredito mitgewirkt. Und auch zur Krisenbank Hypo Real Estate gibt es enge Verbindungen, von deren Kreditverkäufen bis hin zum Kauf der DEPFA, die schon lange zur Kundschaft zählte. Quelle: report München. Aha, der Brandstifter wird jetzt Feuerwehrmann.

Held Arne

Ex-Armine Arne Friedrich ist schon ein cooler Typ. Jetzt schnappte er seinen Erpresser und das liest sich in der Berliner B.Z. so:

Friedrich schnappt Erpresser
21. April 2009 20.47 Uhr, Carsten Priefer

Das Drama um Arne Friedrich: In der B.Z. erzählt er, wie er einen Ganoven in die Falle lockte.
„Bei der Geldübergabe trug ich eine kugelsichere Weste. Vier Polizisten stürmten auf den Erpresser zu und schnappten ihn!“ Da bist du Fußball-Profi, und plötzlich steckst du mittendrin in einem handfesten Kriminalfall! Arne Friedrich ist es passiert. Herthas Kapitän wurde erpresst – und überführte den Täter selbst. Bei einer Geldübergabe lockte er den Dieb in die Arme der Polizei: Verhaftung!

Die unglaubliche Geschichte begann beim Reha-Training (Ort und Zeit dürfen aus Ermittlungsgründen nicht genannt werden). Wie vor jedem Training legte Friedrich seine Uhr in einem Schrank ab, ein Modell der Marke IWC. Wert: 8900 Euro. Die Uhr hatte Friedrich vor der Europameisterschaft 2008 von der Nationalmannschaft als Glücksbringer erhalten. Auf der Rückseite sind Name und Trikotnummer eingraviert.

Nach der Übungseinheit der Schock. Die Uhr war weg. Gestohlen! Plötzlich begann die Erpressung – und Friedrich schaltete sofort die Polizei ein! Der Nationalspieler: „Eines Tages klingelte mein Handy. Ein mir unbekannter Typ sagte, dass er meine Uhr gefunden hätte. Wenn ich ihm 5000 Euro geben würde, dann würde er mir die Uhr an einem geheimen Ort zurückgeben.“

Die Polizei entschied sich für eine Geldübergabe. Und plante die Festnahme des Täters – mit Friedrichs Hilfe! Der Hertha-Kapitän: „Ich habe nach Absprache mit den Beamten einen Ort und einen Zeitpunkt mit dem Erpresser ausgemacht. Es sollte zur Uhren- und Geld-Übergabe kommen.“

Das ist die hohe Schule der Arm. Bielefeld. Da wirste unerschrocken, so nah am Abgrund. Das bleibt fürs Leben.

Forsa: „59% trauen keiner Partei Lösungskompetenz zu“

Auch bei der Frage, welcher Partei am ehesten die Lösung von Problemen zugetraut wird, liegt die SPD abgeschlagen hinter der Union. „Weniger als zehn von 100 Wahlberechtigten trauen der SPD die Lösung der Probleme zu“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber stern.de. CDU und CSU erreichten dagegen stets Werte von mehr als 20 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen traut jedoch keiner Partei Lösungskompetenz zu (59 Prozent).

Siehste Manfred Manipulinski, wenn wir jetzt noch min 20% auf diesen erfragten „Wert“ von 59% drauflegen, wird ein Schuh draus. Da kannste umfragen wie von Frau Dr. Murkel und Herrn Po falla bestellt, die Leute haben die Nase gestrichen voll. Gülli, heb mal Deinen Hintern und geh mal über einen Markt. Zum Beispiel Kesselbrink oder Siegfriedplatz. Und dann stell Deine dämlichen Fragen noch mal. Vielleicht fliegen auch Tomaten.

Angesichts der beginnenden Diskussion über das „Gewaltpotential innerhalb der Bevölkerung“ schiebt GülliManipulinski schnell noch einen nach. Hier die Pressemeldung des neoliberalen Kampfblättchens aus dem BertelsmannMohn-Dunstkreis:

Während sich die Politik infolge der Wirtschaftskrise auf steigende Arbeitslosenzahlen einstellt, sehen immer mehr Bürger das Ende der Krise nahen. In der wöchentlichen Umfrage des Hamburger Magazins stern sowie des Fernsehsenders RTL gaben 32 Prozent der Deutschen an, dass sie für die Zukunft mit besseren wirtschaftlichen Verhältnissen rechnen. Im Juli vergangenen
Jahres hatten sich lediglich 14 Prozent optimistisch gegeben. 46 Prozent der Deutschen erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert – im Sommer 2008 lag der Anteil der Pessimisten noch bei 62 Prozent.

Kann man noch bescheuerter belegen, wessen vorgefertigte Antworten auf Fragen man da gegen Honorar exakt „umfragt“?

Beim Kauf der Buchenhecke

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Ganz früh zu einem gestandenen Gartenbaubetrieb im Speckgürtel vor der Metropole. „Hainbuchenhecke im Container“ werden ein paar Meter Häßlichkeit im ostwestfälischen Bauern/Phantasie/Wild/Durcheinander-Garten aufhübschen. Die Chance, die Gärtnerin nach den Problemen der über 4 Meter hohen Bambusstöcke befragt. „Es war einfach zu kalt. Uns ist vieles erforen oder hat stark gelitten“. Dabei zeigte sie mit ihrem grünen Daumen auf ziemliche Lücken im sonst so prallen Sortiment. Bezüglich Bambus gab sie den rat „Abwarten, ob er austreibt, wenn es wärmer wird“. So bleibt also nur die Hoffung und die Arbeit mit dem Einpflanzen der Hainbuckenhecke.

Nein, nein. So weit ist die NW noch nicht

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Ein bekannter NW-Schreiber bat: „Schreibt doch mal was Positives über uns“. Gehört, getan. Das hier gezeigte Ausschnittelchen ist nicht NW, sondern BLÖD. Deutschlands ältester Schülerzeitungschefredakteur hat mal wieder zugeschlagen und seine feuchten Träume in Zeilen gegossen. Also, liebe NWler, weiterhin gut lesen, was Onkel „Gelhaar“ Euch an Qualitätsjournalismus vorgibt. Vor allem dieser unappetitliche Mix aus devotem „Uschi verhindert Kinderpornoseiten“, „dicken Titten“ und „Barmen um Deutschland“ ist es doch, was Millionen am frühen Morgen zu dem Dreck aus bedrucktem Altpapier greifen läßt. Gibt Auflage, gibt Kohle für „Blaufinger“ Friede Springer. Dr. Murkels beste Freundin.

Das müßte es auch für Schrottpolitik geben

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Das müßte es auch für Politik, Politiker und Regierungen geben. Einfach bei Abfallentsorger Fischer in der Metropole anrufen, 3 Kubikmeter-Mulde kommen lassen, zu Entsorgende rein und ab die Luzy ins Nirwana. Kann allerdings sein, daß Nachbarn heimlich zwei Einwegpaletten dazustellen, deren Parteizugehörigkeit nicht eindeutig ist. Hätten sie die Dinger wenigstens schon oben auf die Mulde geworfen, hätten man sich das Anfassen des Drecks erspart.

Vereint am T-Griff

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Ne wat sind das noch für niedliche Kerlchen. Fröhlich haben sie den T-Griff des neuen „Britta“-Spatens (wie genial) in den kleinen Fäustchen und machen einen auf „Working Hero“. Geht ja auch nur um 14,3 Mio. Euro, die da für den so immens wichtigen Stadthallenanbau in den Sand der Metropole gesetzt werden. 5000 Leute können stehend in dem Bau Platz finden, jauchzt das Metropolenblättchen. Ob das alles wirklich Sinn macht, fragt keiner. Dann tun wir es hier mal.

Macht das Sinn?

Futter für die Affenrunde

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Phantastischer Vorgang: Während heute Nachmittag die Affenrunde mit Dr. Murkel, Peer „Hochstirn“ Steinbrück, dem Bundesbank-
Fuzzy Weber und Soffin-Häuptling Rehm über die Gründung einer „Bad Bank“ tagt, um die armen, gebeutelten Banken zu entlasten, die von alledem nichts wußten, ist aus OWL eine gelbe Kiste unterwegs. Bananen – natürlich Chiquita, weil das vom neoliberalen Charakter her passt – für die tagenden Affen. „Nichts sehen, nichts hören, nichts reden“. Politik am Bürger vorbei. Mögen sie ihnen schmecken, die gelben Futtermittel. Ach ja, ein paar Schälchen Monsanto GEN-Mais sind auch noch dabei. Dann knabbert sichs besser, wenn uns die vier Gestalten über den Tisch ziehen wollen.

Der Pate ist wieder da

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Um das Bundesland Thüringen – ohnehin fast am Ende der Länderskala nach den grandiosen „Leistungen“ eines gewissen Herrn Althaus – muß man sich schon Sorgen machen. Nun ist der Pistenrambo wieder da. Gibt sich eiskalt und spielt den Retter der thüringischen CDU. Während sich die Journalisten dort in Erfurt zurückhielten, gab er großkotzig der BLÖD Interviews, der Wahl seiner Partei zum Spitzenkandidaten blieb er aus „Krankheitsgründen“ fern. Superdemokrat. Die „Basler Zeitung“ schreibt dazu schon am 16.04. 09 unter einem Bild, das die ganze Abgebrühtheit des egomanischen Wendehalses in Boxhandschuhen zeigt:

In Thüringen hat die Art und Weise, in der Althaus seine Rückkehr über eine Boulevardzeitung inszenierte, Kritik ausgelöst. Nach seinem Sturz auf der Skipiste war die Berichterstattung überwiegend von menschlichem Mitempfinden gekennzeichnet. Auch die Oppositionspolitiker hielten sich zurück, um dem Gestürzten nicht noch weitere Treffer zu verpassen. Diese hatte das Schicksal ohnedies weiterhin für Althaus parat: Sein Vater starb.

Ein sichtlich schwer gezeichneter Sohn nahm an der Trauerfeier im thüringischen Heiligenstadt teil. Doch während Fotografen mit aufgespannten Regenschirmen an ihrer Arbeit gehindert wurden, erschien später in der «Bild»-Zeitung ein offenbar gestelltes Foto des Ministerpräsidenten mit seiner Frau Katharina am Grab des Vaters.

«Bild»-Zeitung offenbar instrumentalisiert

Bei dem überraschend anberaumtem Gerichtstermin am 3. März im österreichischen Irdning war neben derselben Zeitung kein sonstiger Vertreter der deutschen Presse zugegen. Und während Althaus auf dem CDU-Parteitag in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten gekürt wurde und ins thüringische Waltershausen eine Grussbotschaft per SMS sendete, gab er der «Bild»-Zeitung nahezu zeitgleich ein Exklusiv-Interview.

Mit dieser als fragwürdig kritisierten Inszenierung sorgte Althaus nicht nur bei seinen Parteifreunden für Stirnrunzeln, sondern auch bei den Journalisten in Thüringen, die sich ganz bewusst zurückgehalten hatten und dem Rat der Ärzte «Althaus braucht Ruhe zu seiner Genesung» gefolgt waren.

Keine Gnade von der Opposition

Auch die Opposition, die dem Rekonvaleszenten eine Schonzeit gewährt hatte, gab ihre Zurückhaltung auf. Der Spitzenkandidat der Linken, Bodo Ramelow, nannte es im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP «einen völlig inakzeptablen Vorgang, dass die Boulevardzeitung als amtliches Verlautbarungsblatt der Familie Althaus» benutzt worden sei.

«Was Dieter Althaus dort praktiziert hat, ist für mich auch ein Zeichen für ein, wie ich finde, gestörtes Demokratieverständnis», sagte Ramelow. Unabhängige Medien seien die vierte Säule in einer Demokratie. Man könne sie nicht instrumentell so benutzen, wie man es gern hätte.

Opel-Krise als das drängendste Problem

«Um Opel hat sich bisher die Landesregierung nicht in dem Masse gekümmert, wie es notwendig wäre», kritisierte Ramelow. «Ich erwarte ein Eingreifen des Chefs am Beispiel Opel, aber gleichzeitig braucht die gewerbliche Wirtschaft in Thüringen dringend Unterstützung im Bereich Eigenkapital.» Angesichts der Weltfinanzmarktkrise müsse man in Thüringen neue, eigene Wege gehen, damit kleine und mittelständische Betriebe diese schwierige Phase überstehen.

Für SPD-Landeschef Christoph Matschie hat Althaus jede Menge Dauerbaustellen vor sich. Mit seinen Äusserungen seit der Rückkehr aus der Reha-Klinik in Allensbach habe er ein «politisches Desaster» angerichtet. «Zu keinem aktuellen Problem hat er eine befriedigende Antwort gegeben», sagte Matschie. (raa/ap)

Mit der Demokratie hat er es nicht so ganz, der Unsympath Dieter. Aber er ist ein wichtiges Hätschelkind von Dr. Murkel im eher unterbelichteten CDU-Osten der Republik.

Jetzt hat „die Krise“ aber Angst

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Grandios, wie Templins beste Rouladenbraterin (Bundes-Horst Köhler: „Wunderbar kross und die Sauce so schön braun“) ihre Plattitüden raushaut. Jetzt auf der Hannover-Messe, wo ja auch etliche OWL-Unternehmen ausstellen: „Vielleicht ist die Hannover-
Messe ein kleines Signal, dass wir langsam am Tiefpunkt angekommen sind“. Aha. Mal wieder eine Ankunft. Kürzlich sah sie den Aufschwung ankommen, jetzt den Abschwung. Eine echte Seherin. Dazu das Westfalen-Blatt, das ebenfalls das Pfeifen im Walde zu hören glaubt:

Leiser Optimismus in der für Ostwestfalen-Lippe so wichtigen Maschinenbaubranche: Das ist eine gute Nachricht von der
Hannovermesse. Von Wachstum oder gar vom Boom der zurückliegenden Jahre spricht freilich noch niemand – doch das ist in diesen Zeiten auch nicht zu erwarten. Immerhin: Nach dem freien Fall in den ersten drei Monate des Jahres erwarten die Maschinenbauer nun einen – hoffentlich kontrollierbaren – Sinkflug. Im Sommer könnte sogar ein leichter Aufwind wehen. Diese Aussicht wird das eine oder andere Unternehmen hoffentlich dazu veranlassen, vorerst weiter auf Kurzarbeit zu setzen und Entlassungen zu vermeiden. Denn qualifizierte Mitarbeiter sind neben guten Ideen das wichtigste Pfund, mit dem die deutsche Vorzeigebranche wuchern kann. Klasse statt Masse: Nur mit dieser Strategie lässt sich der immer mächtiger werdenden Konkurrenz aus China Paroli bieten. Das Reich der Mitte, einstmals kaum mehr als eine verlängerte Werkbank der westlichen Industriestaaten, hat sich zum Weltmarktführer gemausert. Und nicht nur das: Auf annähernd zwei Billionen Dollar beläuft sich das aktuelle Devisenvermögen Chinas. Damit lässt sich trefflich auf Einkaufstour gehen – ohne jeglichen Bankkredit. Und das nicht nur in
der deutschen Maschinenbaubranche. Wer weiß: Vielleicht kommt die Rettung für Opel ja schon bald aus Peking.

Hanoi, kann man da nur sagen. Die Unternehmen, mit denen ich gesprochen habe, reden unter leicht vorgehaltener Hand von „kommenden Kündigungswellen, tiefem Tal“ und anderem ungutem Zeugs. Sie sollten auf Dr. Murkel hören. Bei Bielefelds größtem Reeder, der Oetker-Gruppe, sieht das auch irgendwie düster aus. Die Chinesen schicken auch nicht mehr so viele Container durch die Gegend.

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Morgen beginnt NRW-Zentrabi

Der Aufwand ist enorm, nicht zuletzt der finanzielle. Deswegen sollte, deswegen muss beim NRW-Zentralabitur diesmal alles klappen. Nicht, dass das viele Geld für die Vorabprüfung der Prüfung schlecht angelegt wäre. Schließlich kann uns die Bildung unserer Kinder gar nicht teuer genug sein. Aber man muss sich schon fragen, warum fehlerfreie Abituraufgaben nicht auch vom
normalen, also kostengünstigeren Behördenpersonal herzustellen sind. NRW-Schulministerin Barbara Sommer (Bielefeld), selbst Mutter von fünf Kindern, wird nicht nur mit Spannung auf die Reifeprüfung ihrer jüngsten Tochter schauen, die in diesem Jahr ansteht, wie am Freitag letzter Woche zu erfahren war. Auch für sie selbst ist das Zentralabitur ein Prüfstein. Bei erneuten medienwirksamen Pannen entstünde ein erheblicher Druck auf die Ministerin. So muss man es wohl als vorbeugende Maßnahme verstehen, dass Frau Sommer am Freitag allen Abiturienten zusicherte, dass sie keine Nachteile erleiden, falls sich doch Fehler in die mehr als 1000 Aufgaben eingeschlichen haben sollten. Uneingeschränktes Vertrauen in die Arbeit der eigenen Mannschaft sieht anders aus. Aber das ist nach zwei fehlerhaften Durchgängen nur zu verständlich.

Wir, die wir auch mit einem Zentralabiturienten beglückt sind, finden es lächerlich, was das Sommerministerium da mal wieder laut Westfalen-Blatt von sich gibt. Warum ist es a priori nicht möglich, rund 1000 Abiaufgaben fehlerfrei zu erstellen? Von den Prüflingen wird doch auch erwartet, daß sie fehlerfrei gelernt haben. Ob Frau Sommer wirklich die richtige Schulministerin ist? Chef Rüttschers scheint ja einen Narren an dem Blondköpfchen gefressen zu haben …… Vielleicht auch, weil sie das Pendant zur Leyendarstellerin im Bundesfamilienministerium zu sein scheint.