Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
30
Apr '09

Von Deppendorf nach Jöllenbeck und in den tiefen Westen

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Wenn man so ein wenig durch die gigantische Metropole unter der weltberühmten Sparrenburg mäandert, stößt man irgendwann unweigerlich auf den derzeit grüngelb eingekesselten Dornberger Ortsteil Deppendorf. Das Ortsschild habe ich fotografiert, um jemand da draußen zu beweisen: Deppendorf gibt es wirklich.

Auf dem Siegfriedplatz ist Markt. Einen Strauß von jenem Kraut, mit dem man Maibowle macht, wollte ich haben. “Ham wa nich”, murmelte die Landfrau, auf deren Kräuterwagen irgendwas mit Werther/a.Tw. stand. Na gut. Dann eben nicht. Ob Pusteblumen auch gingen, wollte ich wissen? “Junger Mann, scherzen Sie?” entgegnete sie. Daraus könne man einen Salat machen, wurde ich aufgeklärt.

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So auf die Schnelle in neuem Küchenlatein unterrichtet, verließ ich den kuscheligen Westen der kleinen Großstadt, fragte mich aber, ob die Aufschrift dieses Fleischwagens wohl die Wahrheit erzählt.

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Weiter geht die Reise in den hohen alten Norden. Jöllenbeck heißt der liebliche Stadtteil am Ende der elend langen Straße. Geschäftig sind die Jöllis auf der elend langen Vilsendorfer auf der Suche nach Nahrung und tändeln zwischen den Automassen.. Hin. Und wieder her.

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Neuer Arminenstürmer auf Torsuche

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Die Stunden der Wahrheit rücken auch für unsere kleine Arm. Bielefeld immer näher, nachdem die weißroten Cottbus-Riesen ja wieder mal dreifach gepunktet haben. “Zecki” Frontzeck soll aber für das Samstagspiel gegen den VfB Stuttgart einen Wunderstürmer ausgegraben haben. Hier läuft er sich schon mal warm.

DSDS – Das Symposion der Sparrenburg

Als ich am Mittwoch in den Einzugsbereich von Radio Bielefeld kam, hörte ich doch glatt, wie man dort über die Sparrenburg sinnierte.

Was die sich alle vorgenommen haben, naja, da musste sich Bielefeld erst von Anderen anhören, was für eine tolle und wohlerhaltene Burg wir haben, die dem Stadtkern so nahe ist, wie keine Andere. Die Einzige in ihrer Art, jedenfalls in Norddeutschland, so musste man hören. Ein seltenes Stück was wir da haben und nicht wirklich eingebunden in das Stadtmarketing. Was wir schon alle wussten und unseren Gästen von weit her immer zuerst zeigten, die Sparrenburg nämlich, geht wohl so langsam in den Kopf der Marketing(un)experten hinein. Warum jetzt erst mit 100% Einstellung dahiner stehen? Und warum muss erst ein Symposion, wenn doch für viele “Außerstädtische” schon jetzt klar ist, wir haben ein Schmuckstück mitten in der Stadt, zentrumsnah, vermarktungstechnisch optimal, gemacht werden … ich glaube es liegt nicht an der Burg, die kann nichts dafür, ich glaube es liegt an der Stadt und deren Köpfe. Null Bock? Null Ahnung? Null Kompetenz? Aber ein fürstliches Gehalt? Wer weiß das schon.

“Über ein Gesamtkonzept für die Sparrenburg ging es jetzt auf einem Symposion mit über 60 Denkmal- und Naturschützern, Marketing- und Tourismusexperten. Das Ziel dabei: die Burg soll in Zukunft ein Kultur-, Natur- und Erlebnisort werden. Dabei sollen auch die Bürger ihre Vorstellungen über die Sparrenburg einbringen können. Außerdem soll ihnen die Burg durch Führungen nähergebracht werden.” So hörte man im Radio, nachzulesen auch auf deren I-Net-Seiten.

Wahrheit II

Eine selbstbewusste Gesellschaft kann viele Narren ertragen. (John Steinbeck)

Wahrheit

Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele.
Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende,
und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage.
Das ist das Wahnsinnige daran.

John Lennon

Schweinegrippe als Unterdrückungsinstrument?

Der amtierende WHO-Generaldirektor für Gesundheitssicherheit, Keiji Fukuda, teilte in Genf nach einer Sondersitzung einer Expertengruppe mit, dass die Alarmstufe auf Rang 4 angehoben wurde und jetzt sogar auf die zweithöchste Stufe 5. Gleichzeitig wurden viele Stimmen laut, die die angeblichen Todesfälle stark relativierten. Was ist da wirklich los?

Sehr schnell entschieden sich die Experten zu diesem Schritt, obwohl kein einziger schwerer Krankheitsverlauf, geschweige denn ein Todesfall ausserhalb Mexikos bekannt wurde. Zusätzlich entschieden sie sich dazu, die Definition der Warnstufen kurz vor der Bekanntmachung zu ändern, das heisst, zu verschärfen. Dadurch können schneller verschärfte Vorsorge- und Koordinierungs – massnahmen ergriffen werden.

Stufe 4 bedeutet Übertragung des Virus vonTier auf Mensch und von Mensch zu Mensch und warnt vor grösseren Menschenansammlungen. Auch wurde das Kriterium für die folgende Stufe 5 neu formuliert. Sie soll künftig ausgerufen werden, wenn sich das Virus in mindestens zwei Ländern einer Weltregion anhaltend verbreitet – wie es aktuell in Mexiko und den USA droht. Selbst wenn die meisten Staaten in diesem Fall nicht betroffen wären, soll Stufe 5 ein “starkes Signal” schicken, dass eine Pandemie unmittelbar droht und die Vorbereitungsmaßnahmen dringend abgeschlossen werden müssen – bevor die höchste Stufe 6 erreicht wird, der Ausbruch in mehreren Weltregionen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Anzahl der wissenschaftlich bestätigten Fälle weltweit auf 75 erhöht. 40 in den USA, 26 in Mexiko, 6 in Kanada, 1 in Spanien und 2 in Schottland – hier handelt es sich nicht um Todesfälle, alle Fälle hatten einen leichten Grippeverlauf aufgewiesen. Mexikos Gesundheitsminister José Ángel Córdova nannte zwar die Zahl 149 Tote, ließ aber zunächst offen, ob alle Opfer – die meisten zwischen 20 und 50 – mit dem mutierten Virus H1N1 infiziert waren.
Felipe Solis, der Archäologe, der Präsident Obama bei dessen Staatsbesuch am 16.April in Mexiko-City durch das Museum geführt und ein paar Tage später verstorben war, angeblich an Schweinegrippe, ist offenbar an einer Lungenentzündung verstorben.

Man brauche sich keine Sorgen machen. “Die Gesundheit des Präsidenten ist nicht in Gefahr.” meint der Regierungssprechers des Weissen Hauses, Robert Gibbs. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei 1614 Erkrankten um Verdachtsfälle!
Das Robert-Koch-Institut meldet auf seiner Webseite keine neuen dramatischen Entwicklungen.

Auch auf der Startseite des Auswärtigen Amtes findet man nur die Erklärung: “Auch in den USA wurden mehrere Patienten mit Verdacht auf “Schweinegrippe” untersucht. Die dortigen Krankheitsverläufe waren allerdings eher mild und entsprachen weitgehend “normalen” Grippeerkrankungen”. “Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit dringend abgeraten” so das Auswärtige Amt.

Für den genau beobachtenden Bürger ist die Einstufung auf Rang 4 nicht so recht nachvollziehbar, obwohl die Pressemeldungen in Zeitung und Rundfunk die Gefahr einer Pandemie herauf beschwören und nicht deutlich die Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und wissenschaftlich bestätigten Fällen herausstreichen. Und immer noch bleibt die Frage offen über die unterschiedlichen Verläufe der Krankheitsbilder in Mexiko und in den anderen Ländern. Es müsste geprüft werden, ob die Todesfälle durch den Schweinegrippevirus in Mexiko, die wissenschaftlich bestätigt wurden, durch zusätzliche gesundheitliche Risikofaktoren begünstigt wurden.

Mit der Ausrufung der Warnstufe 4 wird vor grossen Menschenansammlungen gewarnt, da hier erhöhte Ansteckungsgefahr besteht.
Was das für die Protestkundgebungen und Demonstrationen bedeutet, dürfte jedem klar sein. Morgen ist der 1.Mai, ein traditioneller Tag mit vielen Aktionen und Kundgebungen. Wir werden sehen, wie weit die Bundesregierung bereit ist, die Warnungen der WHO vor grösseren Menschenansammlungen in der Praxis umzusetzen. Verbal als Empfehlung für den Einzelnen oder mit Verboten der Veranstaltungen.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß wir nach der “Finanzkrise” einer neuen, noch größeren Verarsche unterzogen werden. Mit Massenhysterie und Angst lassen sich ganze Völker wunderbar sanft “regieren”. Sprich “unterdrücken”.

Zu diesem ganzen, an sich schon unglaublichen Vorgang gibt es eine Dokumentation auf “Radio Utopie”, in dem auch die drei Bielefelder “Fälle”, die sich im nachhinein als stumpfe Panikmache herausstellten, eine Rolle spielen.

Zweiklassen-Studien zementiert

Nun haben wir’s höchstrichterlich: Die Studiengebühren verstoßen nicht gegen den verfassungsrechtlich garantierten Grundsatz der freien Berufs- und Studienwahl. Die Leipziger Bundesverwaltungsrichter haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und erst nach stundenlanger interner Beratung die vorinstanzlichen Urteile aus Minden und Münster bestätigt. Das Urteil ist bitter vor allem für Studierende aus einkommensschwächeren Familien. Wer von zu Hause kaum unterstützt werden kann, muss während des Semesters jobben und verlängert dadurch möglicherweise sein Studium. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Einführung der Studiengebühren allerdings durch ein System günstiger Studentenkredite abgefedert, das niemanden aus finanziellen Gründen von einem Hochschulstudium ausschließt. Mit maximal 10 000 Euro Schulden aus Bafög-Unterstützung und Semesterbeiträgen lässt es sich nach dem Examen leben – wenn der Wechsel auf einen gut dotierten Arbeitsplatz gelingt. Verbesserungsbedürftig bleibt die Verwendung der von den Hochschulen nach Gusto bis zur Höchstgrenze von 1000 Euro im Jahr eingetriebenen Studienbeiträge. Sie sollen eigentlich dafür verwendet werden, die Studienbedingungen nachhaltig zu verbessern. Gut zwei Jahre nach der Einführung der Gebühren können die meisten NRW-Unis aber im Kampf gegen die Überfüllung kaum Erfolge vermelden. Quelle: Westfalen-Blatt.

Seltsames Urteil. Zur wirklichen Verwendung der Mittel und mangelnder Transparanz fanden die Richter keine Worte.

Und ewig lockt die Kohle

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Sollte es den Tatsachen entsprechen, daß Magath zu Schalke geht, bleibt die alles beherrschende Frage offen: Was treibt den Typ außer Kohle? Wer tut es sich freiwillig an, beim Fleischhauer aus Rheda-Wiedenbrück und seinem Operettenclub der Herzen anzuheuern? Wat ham was doch gut, dat dat bei Aminnia nich gibt.

Händlerfalle Abwrackerei

Die Abwrackprämie hat die Finanzsituation zahlreicher Autohändler verschärft. Viele Autohäuser haben ihren Kunden die 2500 Euro vorgestreckt und warten seit Monaten auf die Rückerstattung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Laut dem Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) haben große Autohändler teilweise mehr als eine Million Euro Außenstände wegen der Abwrackprämie. Gibt es irgendetwas außer immer mehr sich verstärkender Schnüffelei, General-verdacht gegen die Bürger wegen angeblicher Terrorgefahr, Überwachungswahn, Steuergeldstütze für aus eigener Schuld bankrotte Banken, was diese Regierung hinbekommt? Abwracken!