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Mi
29
Apr '09

Unter 20 Cent/Liter für OWL-Milchbauern

Da kommt nichts Gutes auf die Milchbauern in OWL zu. Rund ein Dutzend Basis-Milchprodukte werden wohl spätestens kommende Woche im Handel deutlich im Preis gesenkt. Die ersten Kontrakte sind unterschrieben. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung in
ihrer morgigen Ausgabe. Anfang dieser Woche hat der Discounter Aldi die neuen Kontrakte für Trinkmilch, Quark, Sahne und weitere Basisprodukte der Weißen Linie mit den Molkereien abgeschlossen. Marktteilnehmer berichten von deutlichen Abschlägen im zweistelligen Prozentbereich gegenüber den seit November 2008 geltenden Verträgen. So soll der Preis für Trinkmilch um 6,5 Cent pro Liter sinken. Die Molkereien erwarten, dass Aldi die niedrigeren Einkaufspreise an die Verbraucher weitergeben wird. Demnach könnte ein Liter fettarme Milch künftig 43 Cent und Vollmilch 49 Cent kosten. Die Milchindustrie erwartet, dass die Aldi-Kontrakte wie üblich Vorbildfunktion für andere Handelsunternehmen haben werden. “Der Markt schlägt brutal zu, die Folgen sind nicht abzuschätzen”, so ein Molkereimanager gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Der Milchauszahlungspreis für die Landwirte werde flächendeckend unter 20 Cent pro Liter fallen. Branchenbeobachter rechnen nun damit, dass Molkereien verstärkt über Kooperationen und Fusionen reden werden.

“Geiz ist geil” wieder im Kommen?

So sah mal richtiges Geld aus

p1030830.JPG

Damals, als die Leute wie die Irren an die Geldautomaten strömten, um endlich diesen beknackten Euro in den Händen zu halten, zu beriechen, dran zu knabbern, da herrschte Euphorie. Heute, wo wir wissen, wie wir mit diesem Zahlinstrument betrogen, abgezockt, belogen und von der internationalen Finanzmafia über den Tisch gezogen wurden, erregt ein gefundenes 5-Mark-Stück Aufsehen. “Wow, richtiges Geld”. Genau. Es war sogar richtig was wert. Nehmen Sie heute mal einen Zehner-Euro. Schnödes, doofes braunes Stück Papier mit erschreckend wenig Wert. Ich mag ihn immer noch nicht, den (T)euro. Ich bin auch nicht in den Schlangen vor den Automaten der BI-Spaßkasse gestanden. Meine Skepsis hat sich leider bewahrheitet.

Von der Leyen-Predigt über “Internetnutzung”

http://www.youtube.com/watch?v=rp2vfurkgos

So wird man wohl, wenn man eine solche Kindheit hinter sich hat. Hier ein Ausschnitt eines Essays auf “Duckhome” über die grandiose Frau mit dem großen Anspruch und den verquasten Ansichten:

Aus diesem Blickwinkel heraus ist auch die Familiengeschichte der Frau Ursula von der Leyen zu betrachten anzunehmen, wenn wir lesen müssen mit welchen Strafmaßnahmen ihr Bruder Harald zu rechnen hatte, wenn er sich dem Willen seiner Eltern widersetzte. Dr. Harald Albrecht, Gründer ARBOmedia.net AG und heute wohnhaft in Starnberg, wurde laut einer -von seiner Mutter wiedergegebenen -Geschichte die 1978 in deutschen Zeitungen kursierte, zum Brennesselpflücken mit bloßen Händen verdonnert. Glaubt man diesem Artikel, so kam der kleine Harald mit roten, dicken Fingern von dieser “Züchtigungsmaßnahme” nach Hause zurück. Im Jahre ’78 wurde diese Strafe im Hause Albrechts “noch manchmal verwendet”, so wird Frau Heide-Adele Albrecht zitiert. Aus dem Zitat geht indirekt hervor, daß diese Strafmaßnahme wohl auch andere Kinder des Hauses Albrechts bei Widerspruch zu erwarten hatten. Welch psychische Auswirkungen das auf die Kinder hatte, läßt sich nur erahnen.

Dazu kommen dann noch scheinheiliges Grinsen, gemeinsames Musizieren im “Zeitfenster von 10 Minuten” (WDR-Persiflage “Die VonderLeyens”). Warum werden wir vor solchen Gestalten eigentlich nicht geschützt?

Abitur im Speckgürtel

http://www.youtube.com/watch?v=Qc_z1nnpPmM

Einfach mal anclicken. Dahinter steckt ein Schulabschlußvideo, das Abiturienten zum Gedenken an “Ihr” Gymnasium und die Zeit in der Anstalt drehten. Die Hauptrolle spielen nicht die OberprimanerInnen sondern der Hausmeister des KGH, der jetzt in Pension geht. Was wir von den Letztklässlern nicht hoffen wollen. Aber in diesen Zeiten, wer weiß…

Ah ja, der Rheinfluss

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NW vom 29. April 2009. Schön ist auch immer der Beginn eines Nachrufes: “Wir trauern um den Tod von XXX, der jetzt auf einem
weißen Schimmeln reitend das Firmament erklimmt, während Tausende an den Hängen standen und Pisten”.

Manager verhalten sich immer mehr wie Dreck zu Untergebenen

Zurück vom Kurztrip in das Ruhrgebiet. Im Autoradio begleitet von min. 122 mal “Schweinegrippe”. Wie blöd müssen Medien eigentlich noch werden? Dann diese chice Pressemeldung gelesen:

Mit der Wirtschaftskrise verflüchtigt sich auch die viel gepriesene Führungskultur in deutschen Unternehmen. So das Ergebnis einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins ‘Capital’, das jetzt auf der Website capital.de veröffentlicht wird. Konkret spüren 68 Prozent der Befragten, dass Vorgesetzte mit Verweis auf die wirtschaftliche Lage, die Konkurrenz und anstehende Umstrukturierungen im Betrieb verstärkt Druck ausüben. Deshalb haben bereits 40 Prozent der Mitarbeiter Angst, Fehler zu machen. Jeder Zweite glaubt sogar, eine Entlassung sowieso nicht beeinflussen zu können. Dies führt zu einem enormen Vertrauensverlust. So trauen 45 Prozent ihrem Vorgesetzten nicht mehr über den Weg. Annähernd jeder Dritte vermutet, sein Chef misstraue ihm ebenso. Die Mehrheit der Beschäftigten ist laut capital.de deshalb auch deutlich weniger loyal, leistungsbereit und engagiert. “Die Vertrauensbasis zwischen Chef und Team ist dahin”, stellt Marcus Schmitz von der Kölner IGS Organisationsberatung fest. Schmitz, der die Studie konzipiert und ausgewertet hat, beruft sich auf die Antworten von 498 Managern und Fachkräften, die online zur aktuellen Führungspraxis Auskunft gaben. Managementberater und Bestseller-Autor Reinhard Sprenger hat für dieses frustrierende Bild des Arbeitsalltags eine Erklärung: “Viele Mitarbeiter empfinden ihren
Vorgesetzten als Agenten des Kapitals. Sie projizieren alle beruflichen Ängste auf ihn und unterstellen ihm eine Gestaltungs- und
Entscheidungsmacht, die der faktisch oftmals nicht hat.”

Und Manipulinski Forsa-Güllner veröffentlicht sowas:

Die Bundesbürger haben keine Furcht vor sozialen Unruhen. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern teilen lediglich 29 Prozent der Befragten die Ängste von DGB-Chef Michael Sommer und SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, die beide
kürzlich vor Unruhen beziehungsweise gar einer “sozialen Explosion” gewarnt hatten. 68 Prozent der Bundesbürger rechnen nicht mit Unruhen als Folge der Wirtschaftskrise. Am stärksten ist der Glaube daran noch bei den Anhängern der Linkspartei (44 Prozent).

Datenbasis: 1.000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 23. und 24. April 2009. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Forsa-Institut, Berlin. Auftraggeber: stern

Abgesehen davon, daß es bei Sommers und Schwans Bemerkungen nicht um die “Angst der Bundesbürger vor sozialen Unruhen ging”, verrär Güllners Umfragemethodek, wike manipuliert wird: “Nein, nein, Bundesbürger sind so doof, träge und uninteressiert, daß die keine Angst vor sozialen Unruhen haben. Sie sind ohnehin zu träge für sowas”. Wenn der Affentanz und das charakterlose Auftreten a la Schmierenkomödiant Ackermann so weitergehen, wäre ich mir nicht mehr so sicher, ob die Leute nicht auch wie in Island eine Regierung wegschreien. Die Zeit wäre reif dafür. Abgesehen davon finden die Manager doch ihre Vorbilder in Gestalten wie zB. “Schmarotzerbeschimpfer” Clement und anderen neoliberalen Typen. Man sollte das “öffentliche Ohrfeigen” solcher Leute wieder einführen.

Danke für Brandstiftung?

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Natürlich machen heute alle Blätter mit dem ewig grinsenden Gesicht des Schweizer Dummbeutels auf. Wenn der häßlich-pervertierte Turbokapitalismus ein Gesicht hat, dann ist es das des ehemaligen Credit Suisse-Bankers, der 1996 in Unfrieden das Schweizer Institut verließ. Ob er da gelernt hat, wie man zusammen mit Goldman Sachs in NY eine Weltfinanzkrise anzettelt, bei der man schließlich mit seiner unsympathischen Bude auf der Gewinnerseite steht? Gedeckt von Politikern, die alles abnicken, was der Gauner in Nadelstreifen und häufig ungeputzten Schuhen so an finanztechnischen Perversitäten ausbrütet?

Ein Lob muß man den beiden Redakteurinnen der NW, Andrea Früauf und Nicole Hille-Priebe aussprechen, die hart und so ganz anders als viele ihrer schleimenden Kollegen in anderen Redaktionen mit dem angeblich so “charmanten” Hütchenspieler ins Gericht gehen. Der Tanz um “Goldene Geldkalb” wird also weitergehen. Wie gehabt. Der Steuerzahler darf Ackermanns pervertierte Wahnsinnsideen letztlich bezahlen.