Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Apr '09

Von wegen “Babyboom”

Die nächste Pleite einer desaströsen, zeitweilig über das PR-Instrument willfähriger SpringerBertelsmannMohn-Medien schlicht und einfach schön gelogenen Bundespolitik:

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr entgegen den bisherigen Erwartungen zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte, wurden 2008 in Deutschland 675.000 Kinder lebend geboren. Das sind rund 8000 oder 1,1 Prozent weniger als 2007, als 683.000 Kinder zur Welt kamen. Noch zu Anfang dieses Jahres hatten die Statistiker mit etwa 680.000 bis 690.000 Geburten für 2008 gerechnet. Grund für den Rückgang sei die schwächere Geburtenentwicklung in den letzten Monaten des vergangenen Jahres

Noch im Februar hatte “Keksröschen” von der Leyen lauthals in Berlin getönt ob des “Erfolges” ihrer Politik.

Aber noch braucht die “bürgerliche Mitte” (Was bitte ist das genau?) ja keine große Angst zu haben. Forsa-Manipulinski Güllner erfragt exakt die Zahlen, die zuvor bei den Epigonen von SchwearzGelb bestellt worden waren. Ob Außenminister Westerwelle sich schon mal warm reist?

Die “unabhängigen” Einflüsterer aus dem Straßendorf

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Warum die, die der Studiengebühr und dem Zweiklassen-”Elite”-Schulsystem das Wort reden, immer wieder derart viel Raum in der NW Neue Westfälische, bekommen, ist nur mit wirtschaftlichen Interessen der Verlagssteuerer zu erklären.

Sind Änderungsbedarf und -richtung erst einmal in der öffentlichen Meinung verankert, stellt sich selbstverständlich die Frage, wie diese Nachfrage nun befriedigt werden kann. “Und siehe da, Bertelsmann hat ein weltweit vernetztes Tochterunternehmen Arvato, das Medien-, Kommunikations- und Verwaltungsdienstleistungen anbietet”, sagt der Bremer Soziologieprofessor Rudolph Bauer.
Genau darum geht es. Aufträge für den Konzern. Nicht mehr und nicht weniger. Die angeblich “gemeinnützige menschenfreundliche” Verpackung dient nur als Augenpulver und Steuersparmodell.

Demütigungsversuch

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Sie beanspruchen den “einzig wahren Varusschlacht-Ort” für sich. Sie schleichen sich mit einer bunten Zeitungsbeilage in die Herzen der OWLer vor dem tiefen dunklen Teutoburger Wald. Sie erzählen von der über 80 Jahre alten Freilichtbühne in Tecklenburg. Sie säuseln, in Osnabrück sei besser einkaufen als in Bielefeld. Kann doch alles nicht sein. OS-Niedersachsen ist nun mal nicht Ostwestfalen.

Westfalen-Blatt mag Obamas Türkei-Einmischung nicht

Der glanzvolle Auftritt Barack Obamas in Europa – zum Schluss hat er doch noch einen Kratzer bekommen. Mit seiner Forderung an die 27 EU-Staaten, die Türkei in die Europäische Union aufzunehmen, hat der US-Präsident nicht nur die deutsche Bundeskanzlerin brüskiert. Wenn die Worte Obamas nur eine Geste gewesen sind, um die Türken für ihre lange verweigerte Zustimmung zum neuen Nato-Generalsekretär Fogh Rasmussen zu belohnen, dann darf man diese Äußerung schnell wieder vergessen. Sollte sich der amerikanische Präsident aber in Sachen EU-Beitritt weiterhin zum Sprachrohr Ankaras machen, muss ihm klargemacht werden, dass er sich damit ungefragt in ureigenste Belange Europas einmischt. Natürlich käme es den USA gelegen, wenn die Türkei als militärisches Sprungbrett für Einsätze in Asien über die Nato hinaus noch enger an den Westen gebunden wäre. Aber was wäre der Preis, den wir Europäer zu zahlen hätten? Ein Land, in dem Buchautoren wegen »Beleidigung des Türkentums« um ihr Leben fürchten müssen, in dem Christen drangsaliert werden, in dem es »Ehrenmorde« und Zwangsheiraten gibt – ein solches Land ist noch lange nicht reif für die EU. Kommentiert das Westfalen-Blatt auf strammer Unions-Parteilinie.

Ok. Dann dürfen wir uns demnächst ja auch zu Wort melden, wenn Obama Deutschland als 51. Bundesstaat der USA verkündet. Scheiss Situation, gell Frau Dr. Murkel?