Verfasst von textexter - Kategorie: Allgemeines und Sonstiges
Besonders schlimm treibt es wieder einmal die Bundesregierung. Da erklärt die Bundeskanzlerin vor dem Gipfel in der Financial Times: „Die Krise ist nicht eingetreten, weil wir zu wenig ausgegeben haben, um Wachstum zu schaffen, sondern zu viel. In USA wurde der Geldumlauf zu sehr erhöht.” Und dann diese schier unglaublichen Worte: „Deutschland kann den Binnenverbrauch nicht zu Lasten des Exports steigern. Das ist nichts, was wir überhaupt ändern wollten. Wir wollen statt dessen versuchen, die Turbulenzen durchzusitzen und dabei nicht zu viel industrielle Kraft zu verlieren, so daß wir von dem Aufschwung profitieren, wenn er kommt”. Also ein klares „weiter wie bisher” mit den irrsinnigen Ungleichgewichten. Dazu der berechtigte Kommentar in der Financial Times vom letzten Samstag: „Offensichtlich soll der Rest der Welt einen Weg finden, die deutschen Überschüsse weiter zu absorbieren, aber bitte schön nach den Geboten der Nachhaltigkeit.”
Wenn Deutschland, China und Japan nicht bereit sind, ihre Binnenachfrage durch eine ausgeglichenere Verteilung der Einkommen anzuregen, dürfen sie nicht erwarten, daß die Defizitländer, wie die USA, dies durch noch mehr öffentliche Verschuldung kompensieren und so die Importe aus diesen drei Ländern weiter fördern. Diese deutsche Verweigerungshaltung grenzt schlicht an Unanständigkeit im internationalen Verkehr und wir die Krise noch erheblich verschärfen. Sie gleicht in der Bedeutung dem Hochfahren der Zollschranken in der ersten großen Depression der 30er Jahre. So langsam sickert durch, was die Welt wirklich von den schön geredeten Ergebnissen des G20-Gipfels zu halten hat. Aber unsere Chefökonomin wird den Weg schon weisen……
Quelle: “Informationsportal Globalisierung“
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