Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Apr '09

Er Schütternd

armschlake.jpg

Da kommt so ein Billigstfleischhauerclub und was macht Arminia? Schreit “Schnitzel” und baut ihn auf. Schade, kein Blitzer auf der Gütersloher nach Rheda war für den schwarzen M-Mercedes eingeschaltetet, das breite Grinsen zu blitzen.

Hurra, eine neue Broschüre!

“StadtParkLandschaft” und “NaturSchauSpiel 2009″ sind
die neuesten Kreativ-Ergüsse aus der städtischen Wortschöpferei.

Da freut sich Hans-Rudolf gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsausschussvorsitzenden
und man fragt sich, wieso der nicht konsequent als “
StadtEntwicklungsAusschussVorsitzender”
bezeichnet wird.


Stadtansicht

momentaufnahme-mit-telekom.jpg

Momentaufnahme über den WB-Platz hinweg rüber zum Telekom-Hochhaus.

Doch, doch. Es geht noch blöder

Bei diesen Absätzen wird Victoria Beckham mit Sicherheit vor Neid erblassen: Topmodel Heidi Klum lief bei einem Foto-Shooting für die deutsche “Vogue” mit 30(!)-Zentimeter-Absatz-Stiefeln über den weltberühmten Rodeo-Drive. Unsere Heidi ist einfach die Perfektion in Person, das merkte man auch daran, dass ihr das Laufen in den Mega-Plateau-Stiefeln nicht wirklich Probleme bereitete. Im Gegenteil: Heidi kletterte damit sogar auf eine Parkbank. Bewundernde Blicke heimste die dreifache Modelmutter aber nicht nur für ihre Selbstsicherheit auf den hohen Stöckeln ein, sondern auch für ihren Sexappeal. Doch sehen Sie selbst, wir haben die Bilder des Shootings in unserer Fotoshow zusammengefasst. Sind das alle Sorgen von “T-online powered bei BILD”? Wieso ist sie eigentlich dreifache Mutter von “Modeln”?

Bielefeld. “Insel der Gückseligkeit”

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Schon sensationell, was das Städtchen unter der Sparrenburg da so alles über seine Einzelhandelskoofmichs verbreiten läßt. “Keine Krise in Bielefeld”. Und so werden die Massen am verkaufsoffenen Sonntag durch die Gassen latschen, da ein Eis, hier einen Latte Dingsbums abgreifen und sich selig fühlen. “Nein. Wir haben keine Krise”. Wie auch. Bielefeld ist einfach erprobt. In der Krise. Sportlich dank Arminia Jahr für Jahr einen Punkt vor dem Abstieg schwebend, hat es sich auch die Politik in dieser Stadt in dieser Haltung gemütlich gemacht. “Nichts tun heißt, nichts falsch machen”. Das große Credo der Angela Lama in Berlin, dieses Zeitlupenhaft im Quadrat springen und den Choral “Ich tue nichts. Dann tut sich auch nichts” retournierend wie eine gesprungene Schellackplatte.

In der “Lebensmittelzeitung” steht: Ungewohnt. Umsätze bei Aldi und Lidl sinken seit Jahresanfang deutlich. Frequenz steigt trotz massiver Werbung nicht. Marktanteile gehen zurück.

Das alles berührt Bielefeld nicht. Die “Krise” umfliegt das geduckte Dörfchen unter der Sparrenburg weiträumig. So große Taschen kann man als Einzelhändler gar nicht haben, um sich ständig da hineinzulügen.

Was ich fast vergaß in meiner Euphorie: Es gibt bald wieder Leineweber zum Anmalen, die Staragentur von Bielefeld-Marketing hat wieder ihr grandioses Volksbelustigungsprogramm vorgestellt. Ich spare mir die Aufzählung. Ist wie immer. Nichts Neues. Der übliche La-Strada-Kram. Im eigenen Rauch gut abgehangen. Laßt uns listig über die Obernstraße tändeln. Uns gehts ja sooooooooooo gut.

Wie schrieb da jemand in einem Forum? Übrigens, heute morgen im Radio die Kanzlerdarstellerin wortwörtlich: “Das wichtigste für mich bei diesem Gipfel war die gute Absicht aller Beteiligten”, bei dieser blanken Realsatire kann man dann nur noch sagen: “Helm ab zum Gebet, alle Mann auf verlorene Posten”. Zum Staatsoberhaupt hat sich dieser Witz auf zwei Beinen ja bereits kürzlich ernannt……

Neues Benzin für die Finanzfeuer

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Ne, ne, was haben sie sich doch selbst gefeiert in London. Die Merkels, Sakrotzys, Brawns, Obamas. Was rausgekommen ist, mag Klein Fritzchen die Nullen in die Augen treiben, unterm Strich ist es lediglich eine Zahl. Sieht toll aus. “Wir tun was”. Wirklich? Das Casino kriegt neue Ladungen Spielgeld, ansonsten Absichtserklärungen. Der “Spiegelfechter” kommentiert das so:

Die von den USA, Großbritannien und Japan erhoffte Koordination zusätzlicher Konjunkturmaßnamen scheiterte am vehementen Widerstand Deutschlands und Frankreichs. Chinas Traum, eine wichtigere Rolle in der Weltfinanzarchitektur zu spielen und eine internationale Reservewährung zu etablieren, die die Abhängigkeit vom Dollar mindert, ging sang- und klanglos unter. Was übrigblieb, sind kosmetische Korrekturen am Weltfinanzsystem und eine Stärkung des IWF. Wohlfeile Worte, die dem eigenen Volk als Meilensteine auf dem Weg zur Bändigung des Finanzmonsters verkauft werden können. Ob diesen Worten auch Taten folgen werden, hängt nun von den Arbeitskreisen ab, die sich in den nächsten Monaten mit der Umsetzung der Detailfragen beschäftigen werden. Hier werden nationale Interessen eine übergeordnete Rolle spielen. Die Krise ist global und lässt sich nur global lösen. Die Führer der Welt haben eine historische Chance verpasst und dort nationale Egoismen gepflegt, wo internationale Kooperation von Nöten gewesen wäre.

Eben!

Dämliche Populisiererei

Die Hochstilisierung der Berliner Kanzleuse nimmt immer mehr absurde Züge an, die der Politbüroverehrung in der ehemaligen DDR ähneln. Neuestes Beispiel aus Reichspropagandaministerium zu Berlin:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat persönlich in die Gestaltung der Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik am 23. Mai in Berlin eingegriffen. Nach dem wegen parteipolitischer Querelen gescheiterten Konzepts einer dreitägigen Veranstaltung mit Auftritten der Rolling Stones und des Leipziger Dirigenten Kurt Masur nahm Merkel Kontakt zum Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin, Daniel Barenboim, auf, um ihn zu einem Auftritte mit der “Staatskapelle” zu bewegen “Dies hat Herr Barenboim zugesagt”, sagte ein Sprecher der Staatsoper Berlin. Ebenfalls aufgrund persönlicher Kontaktaufnahme seitens der Kanzlerin wird Schlager-Veteran Udo Jürgens in Berlin auftreten. Jürgens Agentur, Freddy Burger in der Schweiz, bestätigte, Merkel habe “direkt beim Udo angerufen, weil die kennen sich schon seit längerem aus Urlauben in der Schweiz”. Dem Vernehmen nach soll auch das Engagement von Altrocker Udo Lindenberg auf einen direkten Kontakt Merkel zurück zu führen sein.

Gehts noch lächerlicher? Frau Dr. Murkel bestimmt also “persönlich” den Geschmack der Mehrheit der Deutschen? Kein Wunder, ist sie doch “Honeckers Rache an der BRD”.