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Zukünftig wird es keine Eier aus Käfighaltung bei real,- geben. Schrittweise stellt das SB-Warenhausunternehmen sein Angebot in allen 340 deutschen Märkten um. Ab Oktober 2009 wird es dann nur noch Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung im Sortiment geben. “In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund e. V. haben wir uns dazu entschieden, unser Eier-Sortiment umzustellen und den Verkauf von Käfi geiern einzustellen. Wir nehmen damit einen vielfachen Kundenwunsch auf und unterstreichen unser Engagement im Bereich artgerechter Tierhaltung”, so Klaus Sauer, Geschäftsführer Food bei real,-. “Wir freuen uns sehr über das Engagement von real,-”, sagte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Bei der Hennenhaltung in alternativen Haltungsformen ist das Unternehmen bereits heute einer der Vorreiter: Schon seit 1996 nimmt unter anderem real,- aktiv im Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung e.V. (KAT) teil. Über diesen Verein werden sämtliche Eierlieferanten regelmäßig neutral kontrolliert. Bereits in der Vergangenheit führte real,- gemeinsam mit dem
Deutschen Tierschutzbund die Aktion: “Ich empfehle: Kein Ei mit 3″ durch. Dabei wurden die Kunden in den real,- Märkten animiert, auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten, die üblicherweise mit einer 3 gekennzeichnet werden.
Aus einer Pressemeldung der Warenhauskette. War ja wohl auch mehr als überfällig.
Der Beruf des Journalisten genießt in der Bundesrepublik ein hohes Ansehen, doch an der Unabhängigkeit der Journalisten hat die Mehrheit der Deutschen ihre Zweifel. So meinen 54 Prozent der Befragten, dass Journalisten “nicht wahrheitsgemäß” berichten, mehr als jeder Zweite vermutet Beeinflussbarkeit durch Wirtschaft und Politik. Vor allem Frauen und Ostdeutsche zeigen sich
kritisch. Andererseits gibt sich die Mehrheit überzeugt, dass Journalisten für ihre Artikel “gewissenhaft recherchieren”. Dies
zeigen die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Befragung “Journalismus 2009″, die vom Kölner Markt- und Organisations – forschungsinstituts YouGovPsychonomics in Kooperation mit der Macromedia Hochschule für Medien- und Kommunikation, München,
durchgeführt wurde. Insgesamt wurden repräsentativ 1.000 Personen aus der deutschen Bevölkerung befragt.
Gegenüber einem Freund, der eine Karriere als Journalist plant, würden sich 77 Prozent der Befragten wohlwollend äußern. 61 Prozent der Befragten stimmten zudem voll oder teilweise der Aussagen zu, der Beruf des Journalisten besitze ein “hohes gesellschaftliches Ansehen”. Dass Journalismus ein anstrengender Beruf ist, glauben allerdings die Wenigsten: In einer Rangfolge mit sechs Berufen (Arzt, Bauarbeiter, Unternehmer, Lehrer, Hausfrau / -mann, Journalist, PR-Mitarbeiter) landeten Journalisten auf dem vorletzten Platz. Ärzte haben nach Meinung der Bürger den stressigsten Beruf.
Dass Journalisten an einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung interessiert sind, glauben lediglich 46 Prozent der Bundesbürger, ein
Anteil von 55 Prozent widerspricht. Noch deutlich skeptischer sind allerdings die ostdeutschen Bürger: In den fünf östlichen
Bundesländern bestreiten zwei Drittel, dass Journalisten mit ihrer Arbeit sich an der Wahrheit orientieren, vielmehr stimmen lediglich
ein Drittel dem Statement zu, Journalisten strebten eine “wahrheitsgemäße Berichterstattung” an. Unter allen Bürgern (West und
Ost) zweifeln aber auch Frauen (56 Prozent) und die Mittelalten 40 bis 49-Jährigen (58 Prozent) an der wahrheitsgemäßen
Berichterstattung von Journalisten.
Lassen wir das mal so stehen und vergkleichen es mit der täglichen Realität. Weitaus mehr Boulevard als Hintergrund. GTingel Tangel statt seriöser Hinterfrage. Tam Tam mit eingesprungenener Pirouette ist wichtiger als Ernsthaftigkeit. “Meine Leser wollen das so”. Ach ja? Was war früher da, Huhn oder Ei? Journalismus a la BLÖD oder einschlägiger TV-Formate hat wenig mit Journalismus zu tun. Es ist Tittitainment mit Halbwahrem, Halbgarem, Unappetitlichem.
Vielleicht hat man aber auch nur 1000 BLÖD-Leser gefragt……
Eine der hervorstechendsten Fähigkeiten des dahinlavierenden Beamten Steinbrück mit dem ministerialbeamteten Einflüsterer Assmussen (Eine der schlimmsten Hauptfiguren im Finanzdesaster) im Nacken ist es, die ganze Bandbreite der verbalen Knüppel für die Bürger zu benutzen. Mal hat die “Krise Deutschland nicht erreicht”, mal sind wir “viel besser aufgestellt”, mal “blickt er in einen Abgrund”. Auf gut Deutsch oder hessisch: Ein “Schlärchtschwätzer, ein Dummbabbeler”. Aber arrogant wie Bolle, als ihm die Butter in der Sonne auf einen Sitz schmolz. Nun hat er wieder eine Gruselstory zum Besten gegeben. Im “stern”, jenem Blatt, das sich von dunnemals Regierungskritisch zu heute willfährig wandelte:
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fürchtet, dass Deutschland sich nur schwer von der Wirtschaftskrise erholen wird. “Wir haben jetzt einen scharfen Absturz, aber aufwärts wird es irgendwann nur sehr, sehr langsam gehen. Das wird Jahre dauern. Wenn
wir Glück haben, beginnt es 2010″, sagte Steinbrück in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. “Wir werden im Mai erhebliche Einbrüche bei den Steuereinnahmen haben – und das ist freundlich ausgedrückt”, sagte der SPD-Politiker weiter. Auch die Wachstumsprognose, die die Regierung im April vorlegen wird, werde “deutlich schlechter sein” als die letzte, die ein Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes um 2,25 Prozent vorhergesagt hatte.
Scharfe Kritik äußerte der Finanzminister an der “unmoralischen Raffgier” einzelner Banker. “Diese Leute haben ihre Institute an die
Wand gefahren und jetzt plündern sie sie noch aus”, sagte Steinbrück über ehemalige Bankvorstände der HRE, der Dresdner Bank und der KFW, die Abfindungen und Pensionen einklagen. “Es sind solche Leute, die Risse in das Fundament der sozialen Marktwirtschaft ziehen”, so Steinbrück zum stern. “Die Menschen verlieren Vertrauen, sehen die Gerechtigkeit verletzt und stellen fest, wie gierig Teile der Eliten geworden sind. Das gefährdet den Zusammenhalt der Gesellschaft. Das ist brandgefährlich.” Diese Maßlosigkeit könne dazu führen, dass auch in deutschen Wohnvierteln “die Autos brennen” und der “Finanzkapitalismus irgendwann zugrunde gehen” könnte. Von dem G-20 Treffen der Staats- und Regierungsschefs in London erhofft sich der Finanzminister, dass die Staatengemeinschaft Verkehrsregeln für die Finanzmärkte erlässt. “Die Zeit der Exzesse ist vorbei”, sagte Steinbrück. “Das Kapital muss damit rechnen, dass die Ampel gelegentlich auf Rot steht.”
SPD-Vize Steinbrück setzte sich im stern auch von der Kritik ab, die sein Parteivorsitzender Franz Müntefering an Kanzlerin Angela
Merkel übt. “Für mich wäre das stilistisch falsch, und politisch bringt es keinen Gewinn”, sagte Steinbrück. “Die Bürger wollen in
einer so scharfen Krise keine Wirtshausschlägereien. Die Leute wollen, dass die Regierung – im Jargon meines Sohnes – ihren Job
macht.” Historiker würde in der Rückschau “einmal sagen, es war eine äußerst glückliche Fügung, dass wir in den Jahren 2008/2009 eine Große Koalition hatten.”
Trotz der wirtschaftlichen Krise lehnte Steinbrück im stern ein weiteres Konjunkturpaket ab. Würde sich der Staat noch weiter
verschulden, könne er damit eine neue Krise auslösen. “Uns könnte nach der Überwindung der Rezession eine Inflation drohen und zwar eine massive.” Um dies zu vermeiden müsse der Staat im nächsten Aufschwung einen strikten Sparkurs betreiben. “Es wird lange Zeit fast nichts zusätzlich zu verteilen geben.” Steinbrück kündigte an, dass eine Art Solidaritätsabgabe für höhere Bildungsausgaben “Bestandteil des SPD-Wahlprogramms” sein dürfte. Man könne “die Einkommensteuer so ändern, dass der Spitzensatz und im obersten Bereich auch die Einkommensgrenzen früher greifen”.
Ach weißt Bub. Hör endlich auf zu labern. Leuten Deines Schlages und insbesondere Seeheimer SPD-Kreiseln glaube ich. Nichts. Dein Ziel ist die Beibehaltung der Großen Koalition. Das sichert Dir Deine Pfründe. Mehr kanns Du nicht.
Es müssen im Morgengrauen des heutigen 1. April unbeschreibliche Szenen gewesen sein, die sich im Privathaus des Oh B. und in der geduckten Stadt unter den hohen Wipfeln abspielten. Aber nun streng chronologisch der Ablauf des Unglaublichen:
Kurz nach Mitternacht erscholl der kräftige Altsopran eines Mannes in gelber Postuniform oben auf Johannisbergs Höhen: “Nessun dorma, Nnnneeeenneeeessssun ddddddormaaaa…….” Es war Ex-MdB-SPD R. W.
Minuten danach zeigte der noch aus Beständen der Währungsreform stammende und grün auf schwarz anzeigende Laptop eines gewissen Oh B. David im Privathaus: “Ju hef Mehl”. Also eine Mail von der Unesco drüben überm Teich. Da er nicht wußte, wie man das aufmacht, rief er seine des Computerns (VHS-Kurs “Mehl und andere Dinge”) durchaus kündige, schlaftrunkene Gattin. “Ochottochottochott” sagte die nur, drückte aber mit den bereits für die Nacht eingecremten Fingern 2 Tasten (Eine vorwärts, 1ne seitwärts). Eine Mail aus New York kam zum Vorschein:
“We, the Academy of the Unesco decided to give Bielefeld the title Worldcapital of Pudding”. Da stand das nun. Grün auf schwarz. Wie eingebrannt. Der Oh Be wußte nicht, wohin mit seiner Rührung. Seine Gattin barmte nur “Ochootoochottochott”. Aus der Ferne zog immer noch das markante postgelbe “Nessun dorma” durch das beengende Tal der reißenden Lutter.
Bielefeld also “Weltkulturhauptstadt des Pudding”. Endlich. David sah sein Lebenswerk vollendet. Nun würde man der Metropole unter der Sparrenburg die Krone aufsetzen können: Einen goldgelben Sahnepudding von Dr. Oetker. Als er sich endlich gefasst hatte, wählte er die 08/15-112. Die Geheimnummer des Baudezernten. “Sie werden es nicht glauben”, erzählte er zitternd der wie immer schlaftrunkenen Stimme des Herrn der Brachflächen. Wir sind soeben Welthauptstadt des Puddings geworden”. Stille am Ende der analogen Leitung aus dem Kriegswinter 1870/71. Dann ein Jauchzen aus vollem Herzen. “Ochottochottochott. Ich habe es immer gewußt. Nichtstun zahlt sich aus. Ich komme, Chef. Ich komme”. Bevor der noch fragen konnte, ob das immer so schnell geht, hörte er noch, wie der Hörer aus englischen Armeebeständen sich senkte und ein letztes, zierliches Scharren sein inneres Ohr sanft streichelte. Das mußte der berühmte Spaten sein, den sich der Dezernent angewöhnt hatte, wie ein “Eisernes Kreuz 1. K. ” über der rechten Schulter zu tragen. Symbol händisch geglätteter Brachflächen. Nun mußte er sich auf dem Weg zu ihm raus gemacht haben. Er, Oh B. einer einzigartigen Stadt, einer Metropole des Puddings. Der Metropole des Puddings.
Wie die Historiker heute in der Früh allerdings notierten, habe die Fahrt raus zum Oh B. über die Bozi-Straße einem einzigen Triumpfzug geglichen. Er, der Herrscher der Brachflächen, auf dem chromblitzenden Dürkopp-Damenfahrrad, Modell “33 war auch ein Ja”, den Spaten, das Symbol, auf der rechten Schulter, rechts und links die begeisterten Bürger, die das Ganze natürlich schon im Internet als Sensationsmeldung gelesen hatten. Endlich hatte ihre Stadt eine Bedeutung bekommen. Eine einzigartige Bedeutung. Was war Letzter-Platz-vor-Abstieg-Kandidat Arminia dagegen.
Gestern, ganz kurz nach der Bilanzpressekonferenz, heizten die Otti Doetkers ihre größten Kessel an. Ließen Sonderladungen Milch herankarren und ganze Brigaden hatten die güldenen Riesenspeziallöffel “Edition August” schon in den Armen und rührten und rührten. Rührend sah es aus. Der künftige O.-Chef Richard segnete die Seinen mit leise weiß herniederrieselndem Backpulver. Es hatte etwas Benedettohaftes. Wahrhaft anrührend.
Heute um elf wollen sie oben von der Sparrenburg runter die kleine Weltmetropole mit dem zuschütten, was diese Stadt nun endlich berühmt gemacht hat: Pudding. Goldgelber Pudding. Der Große Kurfürst wird zugucken, ab und zu den rechten Zeigefinger an die Stirn führen und vor sich hinmurmeln: “Ich habs ja immer gewußt. Das ist alles, was die können”.
“Hi Bielefeld, allwege”. Schönen 1. April!





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