Archiv für den Monat: April 2009

Von Deppendorf nach Jöllenbeck und in den tiefen Westen

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Wenn man so ein wenig durch die gigantische Metropole unter der weltberühmten Sparrenburg mäandert, stößt man irgendwann unweigerlich auf den derzeit grüngelb eingekesselten Dornberger Ortsteil Deppendorf. Das Ortsschild habe ich fotografiert, um jemand da draußen zu beweisen: Deppendorf gibt es wirklich.

Auf dem Siegfriedplatz ist Markt. Einen Strauß von jenem Kraut, mit dem man Maibowle macht, wollte ich haben. „Ham wa nich“, murmelte die Landfrau, auf deren Kräuterwagen irgendwas mit Werther/a.Tw. stand. Na gut. Dann eben nicht. Ob Pusteblumen auch gingen, wollte ich wissen? „Junger Mann, scherzen Sie?“ entgegnete sie. Daraus könne man einen Salat machen, wurde ich aufgeklärt.

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So auf die Schnelle in neuem Küchenlatein unterrichtet, verließ ich den kuscheligen Westen der kleinen Großstadt, fragte mich aber, ob die Aufschrift dieses Fleischwagens wohl die Wahrheit erzählt.

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Weiter geht die Reise in den hohen alten Norden. Jöllenbeck heißt der liebliche Stadtteil am Ende der elend langen Straße. Geschäftig sind die Jöllis auf der elend langen Vilsendorfer auf der Suche nach Nahrung und tändeln zwischen den Automassen.. Hin. Und wieder her.

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DSDS – Das Symposion der Sparrenburg

Als ich am Mittwoch in den Einzugsbereich von Radio Bielefeld kam, hörte ich doch glatt, wie man dort über die Sparrenburg sinnierte.

Was die sich alle vorgenommen haben, naja, da musste sich Bielefeld erst von Anderen anhören, was für eine tolle und wohlerhaltene Burg wir haben, die dem Stadtkern so nahe ist, wie keine Andere. Die Einzige in ihrer Art, jedenfalls in Norddeutschland, so musste man hören. Ein seltenes Stück was wir da haben und nicht wirklich eingebunden in das Stadtmarketing. Was wir schon alle wussten und unseren Gästen von weit her immer zuerst zeigten, die Sparrenburg nämlich, geht wohl so langsam in den Kopf der Marketing(un)experten hinein. Warum jetzt erst mit 100% Einstellung dahiner stehen? Und warum muss erst ein Symposion, wenn doch für viele „Außerstädtische“ schon jetzt klar ist, wir haben ein Schmuckstück mitten in der Stadt, zentrumsnah, vermarktungstechnisch optimal, gemacht werden … ich glaube es liegt nicht an der Burg, die kann nichts dafür, ich glaube es liegt an der Stadt und deren Köpfe. Null Bock? Null Ahnung? Null Kompetenz? Aber ein fürstliches Gehalt? Wer weiß das schon.

„Über ein Gesamtkonzept für die Sparrenburg ging es jetzt auf einem Symposion mit über 60 Denkmal- und Naturschützern, Marketing- und Tourismusexperten. Das Ziel dabei: die Burg soll in Zukunft ein Kultur-, Natur- und Erlebnisort werden. Dabei sollen auch die Bürger ihre Vorstellungen über die Sparrenburg einbringen können. Außerdem soll ihnen die Burg durch Führungen nähergebracht werden.“ So hörte man im Radio, nachzulesen auch auf deren I-Net-Seiten.

Wahrheit

Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele.
Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende,
und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage.
Das ist das Wahnsinnige daran.

John Lennon

Schweinegrippe als Unterdrückungsinstrument?

Der amtierende WHO-Generaldirektor für Gesundheitssicherheit, Keiji Fukuda, teilte in Genf nach einer Sondersitzung einer Expertengruppe mit, dass die Alarmstufe auf Rang 4 angehoben wurde und jetzt sogar auf die zweithöchste Stufe 5. Gleichzeitig wurden viele Stimmen laut, die die angeblichen Todesfälle stark relativierten. Was ist da wirklich los?

Sehr schnell entschieden sich die Experten zu diesem Schritt, obwohl kein einziger schwerer Krankheitsverlauf, geschweige denn ein Todesfall ausserhalb Mexikos bekannt wurde. Zusätzlich entschieden sie sich dazu, die Definition der Warnstufen kurz vor der Bekanntmachung zu ändern, das heisst, zu verschärfen. Dadurch können schneller verschärfte Vorsorge- und Koordinierungs – massnahmen ergriffen werden.

Stufe 4 bedeutet Übertragung des Virus vonTier auf Mensch und von Mensch zu Mensch und warnt vor grösseren Menschenansammlungen. Auch wurde das Kriterium für die folgende Stufe 5 neu formuliert. Sie soll künftig ausgerufen werden, wenn sich das Virus in mindestens zwei Ländern einer Weltregion anhaltend verbreitet – wie es aktuell in Mexiko und den USA droht. Selbst wenn die meisten Staaten in diesem Fall nicht betroffen wären, soll Stufe 5 ein „starkes Signal“ schicken, dass eine Pandemie unmittelbar droht und die Vorbereitungsmaßnahmen dringend abgeschlossen werden müssen – bevor die höchste Stufe 6 erreicht wird, der Ausbruch in mehreren Weltregionen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Anzahl der wissenschaftlich bestätigten Fälle weltweit auf 75 erhöht. 40 in den USA, 26 in Mexiko, 6 in Kanada, 1 in Spanien und 2 in Schottland – hier handelt es sich nicht um Todesfälle, alle Fälle hatten einen leichten Grippeverlauf aufgewiesen. Mexikos Gesundheitsminister José Ángel Córdova nannte zwar die Zahl 149 Tote, ließ aber zunächst offen, ob alle Opfer – die meisten zwischen 20 und 50 – mit dem mutierten Virus H1N1 infiziert waren.
Felipe Solis, der Archäologe, der Präsident Obama bei dessen Staatsbesuch am 16.April in Mexiko-City durch das Museum geführt und ein paar Tage später verstorben war, angeblich an Schweinegrippe, ist offenbar an einer Lungenentzündung verstorben.

Man brauche sich keine Sorgen machen. „Die Gesundheit des Präsidenten ist nicht in Gefahr.“ meint der Regierungssprechers des Weissen Hauses, Robert Gibbs. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei 1614 Erkrankten um Verdachtsfälle!
Das Robert-Koch-Institut meldet auf seiner Webseite keine neuen dramatischen Entwicklungen.

Auch auf der Startseite des Auswärtigen Amtes findet man nur die Erklärung: „Auch in den USA wurden mehrere Patienten mit Verdacht auf „Schweinegrippe“ untersucht. Die dortigen Krankheitsverläufe waren allerdings eher mild und entsprachen weitgehend „normalen“ Grippeerkrankungen“. „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit dringend abgeraten“ so das Auswärtige Amt.

Für den genau beobachtenden Bürger ist die Einstufung auf Rang 4 nicht so recht nachvollziehbar, obwohl die Pressemeldungen in Zeitung und Rundfunk die Gefahr einer Pandemie herauf beschwören und nicht deutlich die Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und wissenschaftlich bestätigten Fällen herausstreichen. Und immer noch bleibt die Frage offen über die unterschiedlichen Verläufe der Krankheitsbilder in Mexiko und in den anderen Ländern. Es müsste geprüft werden, ob die Todesfälle durch den Schweinegrippevirus in Mexiko, die wissenschaftlich bestätigt wurden, durch zusätzliche gesundheitliche Risikofaktoren begünstigt wurden.

Mit der Ausrufung der Warnstufe 4 wird vor grossen Menschenansammlungen gewarnt, da hier erhöhte Ansteckungsgefahr besteht.
Was das für die Protestkundgebungen und Demonstrationen bedeutet, dürfte jedem klar sein. Morgen ist der 1.Mai, ein traditioneller Tag mit vielen Aktionen und Kundgebungen. Wir werden sehen, wie weit die Bundesregierung bereit ist, die Warnungen der WHO vor grösseren Menschenansammlungen in der Praxis umzusetzen. Verbal als Empfehlung für den Einzelnen oder mit Verboten der Veranstaltungen.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß wir nach der „Finanzkrise“ einer neuen, noch größeren Verarsche unterzogen werden. Mit Massenhysterie und Angst lassen sich ganze Völker wunderbar sanft „regieren“. Sprich „unterdrücken“.

Zu diesem ganzen, an sich schon unglaublichen Vorgang gibt es eine Dokumentation auf „Radio Utopie“, in dem auch die drei Bielefelder „Fälle“, die sich im nachhinein als stumpfe Panikmache herausstellten, eine Rolle spielen.

Zweiklassen-Studien zementiert

Nun haben wir’s höchstrichterlich: Die Studiengebühren verstoßen nicht gegen den verfassungsrechtlich garantierten Grundsatz der freien Berufs- und Studienwahl. Die Leipziger Bundesverwaltungsrichter haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und erst nach stundenlanger interner Beratung die vorinstanzlichen Urteile aus Minden und Münster bestätigt. Das Urteil ist bitter vor allem für Studierende aus einkommensschwächeren Familien. Wer von zu Hause kaum unterstützt werden kann, muss während des Semesters jobben und verlängert dadurch möglicherweise sein Studium. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Einführung der Studiengebühren allerdings durch ein System günstiger Studentenkredite abgefedert, das niemanden aus finanziellen Gründen von einem Hochschulstudium ausschließt. Mit maximal 10 000 Euro Schulden aus Bafög-Unterstützung und Semesterbeiträgen lässt es sich nach dem Examen leben – wenn der Wechsel auf einen gut dotierten Arbeitsplatz gelingt. Verbesserungsbedürftig bleibt die Verwendung der von den Hochschulen nach Gusto bis zur Höchstgrenze von 1000 Euro im Jahr eingetriebenen Studienbeiträge. Sie sollen eigentlich dafür verwendet werden, die Studienbedingungen nachhaltig zu verbessern. Gut zwei Jahre nach der Einführung der Gebühren können die meisten NRW-Unis aber im Kampf gegen die Überfüllung kaum Erfolge vermelden. Quelle: Westfalen-Blatt.

Seltsames Urteil. Zur wirklichen Verwendung der Mittel und mangelnder Transparanz fanden die Richter keine Worte.

Und ewig lockt die Kohle

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Sollte es den Tatsachen entsprechen, daß Magath zu Schalke geht, bleibt die alles beherrschende Frage offen: Was treibt den Typ außer Kohle? Wer tut es sich freiwillig an, beim Fleischhauer aus Rheda-Wiedenbrück und seinem Operettenclub der Herzen anzuheuern? Wat ham was doch gut, dat dat bei Aminnia nich gibt.

Händlerfalle Abwrackerei

Die Abwrackprämie hat die Finanzsituation zahlreicher Autohändler verschärft. Viele Autohäuser haben ihren Kunden die 2500 Euro vorgestreckt und warten seit Monaten auf die Rückerstattung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Laut dem Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) haben große Autohändler teilweise mehr als eine Million Euro Außenstände wegen der Abwrackprämie. Gibt es irgendetwas außer immer mehr sich verstärkender Schnüffelei, General-verdacht gegen die Bürger wegen angeblicher Terrorgefahr, Überwachungswahn, Steuergeldstütze für aus eigener Schuld bankrotte Banken, was diese Regierung hinbekommt? Abwracken!

Unter 20 Cent/Liter für OWL-Milchbauern

Da kommt nichts Gutes auf die Milchbauern in OWL zu. Rund ein Dutzend Basis-Milchprodukte werden wohl spätestens kommende Woche im Handel deutlich im Preis gesenkt. Die ersten Kontrakte sind unterschrieben. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung in
ihrer morgigen Ausgabe. Anfang dieser Woche hat der Discounter Aldi die neuen Kontrakte für Trinkmilch, Quark, Sahne und weitere Basisprodukte der Weißen Linie mit den Molkereien abgeschlossen. Marktteilnehmer berichten von deutlichen Abschlägen im zweistelligen Prozentbereich gegenüber den seit November 2008 geltenden Verträgen. So soll der Preis für Trinkmilch um 6,5 Cent pro Liter sinken. Die Molkereien erwarten, dass Aldi die niedrigeren Einkaufspreise an die Verbraucher weitergeben wird. Demnach könnte ein Liter fettarme Milch künftig 43 Cent und Vollmilch 49 Cent kosten. Die Milchindustrie erwartet, dass die Aldi-Kontrakte wie üblich Vorbildfunktion für andere Handelsunternehmen haben werden. „Der Markt schlägt brutal zu, die Folgen sind nicht abzuschätzen“, so ein Molkereimanager gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Der Milchauszahlungspreis für die Landwirte werde flächendeckend unter 20 Cent pro Liter fallen. Branchenbeobachter rechnen nun damit, dass Molkereien verstärkt über Kooperationen und Fusionen reden werden.

„Geiz ist geil“ wieder im Kommen?

So sah mal richtiges Geld aus

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Damals, als die Leute wie die Irren an die Geldautomaten strömten, um endlich diesen beknackten Euro in den Händen zu halten, zu beriechen, dran zu knabbern, da herrschte Euphorie. Heute, wo wir wissen, wie wir mit diesem Zahlinstrument betrogen, abgezockt, belogen und von der internationalen Finanzmafia über den Tisch gezogen wurden, erregt ein gefundenes 5-Mark-Stück Aufsehen. „Wow, richtiges Geld“. Genau. Es war sogar richtig was wert. Nehmen Sie heute mal einen Zehner-Euro. Schnödes, doofes braunes Stück Papier mit erschreckend wenig Wert. Ich mag ihn immer noch nicht, den (T)euro. Ich bin auch nicht in den Schlangen vor den Automaten der BI-Spaßkasse gestanden. Meine Skepsis hat sich leider bewahrheitet.

Von der Leyen-Predigt über „Internetnutzung“

http://www.youtube.com/watch?v=rp2vfurkgos

So wird man wohl, wenn man eine solche Kindheit hinter sich hat. Hier ein Ausschnitt eines Essays auf „Duckhome“ über die grandiose Frau mit dem großen Anspruch und den verquasten Ansichten:

Aus diesem Blickwinkel heraus ist auch die Familiengeschichte der Frau Ursula von der Leyen zu betrachten anzunehmen, wenn wir lesen müssen mit welchen Strafmaßnahmen ihr Bruder Harald zu rechnen hatte, wenn er sich dem Willen seiner Eltern widersetzte. Dr. Harald Albrecht, Gründer ARBOmedia.net AG und heute wohnhaft in Starnberg, wurde laut einer -von seiner Mutter wiedergegebenen -Geschichte die 1978 in deutschen Zeitungen kursierte, zum Brennesselpflücken mit bloßen Händen verdonnert. Glaubt man diesem Artikel, so kam der kleine Harald mit roten, dicken Fingern von dieser „Züchtigungsmaßnahme“ nach Hause zurück. Im Jahre ’78 wurde diese Strafe im Hause Albrechts „noch manchmal verwendet“, so wird Frau Heide-Adele Albrecht zitiert. Aus dem Zitat geht indirekt hervor, daß diese Strafmaßnahme wohl auch andere Kinder des Hauses Albrechts bei Widerspruch zu erwarten hatten. Welch psychische Auswirkungen das auf die Kinder hatte, läßt sich nur erahnen.

Dazu kommen dann noch scheinheiliges Grinsen, gemeinsames Musizieren im „Zeitfenster von 10 Minuten“ (WDR-Persiflage „Die VonderLeyens“). Warum werden wir vor solchen Gestalten eigentlich nicht geschützt?

Abitur im Speckgürtel

http://www.youtube.com/watch?v=Qc_z1nnpPmM

Einfach mal anclicken. Dahinter steckt ein Schulabschlußvideo, das Abiturienten zum Gedenken an „Ihr“ Gymnasium und die Zeit in der Anstalt drehten. Die Hauptrolle spielen nicht die OberprimanerInnen sondern der Hausmeister des KGH, der jetzt in Pension geht. Was wir von den Letztklässlern nicht hoffen wollen. Aber in diesen Zeiten, wer weiß…

Ah ja, der Rheinfluss

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NW vom 29. April 2009. Schön ist auch immer der Beginn eines Nachrufes: „Wir trauern um den Tod von XXX, der jetzt auf einem
weißen Schimmeln reitend das Firmament erklimmt, während Tausende an den Hängen standen und Pisten“.

Manager verhalten sich immer mehr wie Dreck zu Untergebenen

Zurück vom Kurztrip in das Ruhrgebiet. Im Autoradio begleitet von min. 122 mal „Schweinegrippe“. Wie blöd müssen Medien eigentlich noch werden? Dann diese chice Pressemeldung gelesen:

Mit der Wirtschaftskrise verflüchtigt sich auch die viel gepriesene Führungskultur in deutschen Unternehmen. So das Ergebnis einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘, das jetzt auf der Website capital.de veröffentlicht wird. Konkret spüren 68 Prozent der Befragten, dass Vorgesetzte mit Verweis auf die wirtschaftliche Lage, die Konkurrenz und anstehende Umstrukturierungen im Betrieb verstärkt Druck ausüben. Deshalb haben bereits 40 Prozent der Mitarbeiter Angst, Fehler zu machen. Jeder Zweite glaubt sogar, eine Entlassung sowieso nicht beeinflussen zu können. Dies führt zu einem enormen Vertrauensverlust. So trauen 45 Prozent ihrem Vorgesetzten nicht mehr über den Weg. Annähernd jeder Dritte vermutet, sein Chef misstraue ihm ebenso. Die Mehrheit der Beschäftigten ist laut capital.de deshalb auch deutlich weniger loyal, leistungsbereit und engagiert. „Die Vertrauensbasis zwischen Chef und Team ist dahin“, stellt Marcus Schmitz von der Kölner IGS Organisationsberatung fest. Schmitz, der die Studie konzipiert und ausgewertet hat, beruft sich auf die Antworten von 498 Managern und Fachkräften, die online zur aktuellen Führungspraxis Auskunft gaben. Managementberater und Bestseller-Autor Reinhard Sprenger hat für dieses frustrierende Bild des Arbeitsalltags eine Erklärung: „Viele Mitarbeiter empfinden ihren
Vorgesetzten als Agenten des Kapitals. Sie projizieren alle beruflichen Ängste auf ihn und unterstellen ihm eine Gestaltungs- und
Entscheidungsmacht, die der faktisch oftmals nicht hat.“

Und Manipulinski Forsa-Güllner veröffentlicht sowas:

Die Bundesbürger haben keine Furcht vor sozialen Unruhen. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern teilen lediglich 29 Prozent der Befragten die Ängste von DGB-Chef Michael Sommer und SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, die beide
kürzlich vor Unruhen beziehungsweise gar einer „sozialen Explosion“ gewarnt hatten. 68 Prozent der Bundesbürger rechnen nicht mit Unruhen als Folge der Wirtschaftskrise. Am stärksten ist der Glaube daran noch bei den Anhängern der Linkspartei (44 Prozent).

Datenbasis: 1.000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 23. und 24. April 2009. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Forsa-Institut, Berlin. Auftraggeber: stern

Abgesehen davon, daß es bei Sommers und Schwans Bemerkungen nicht um die „Angst der Bundesbürger vor sozialen Unruhen ging“, verrär Güllners Umfragemethodek, wike manipuliert wird: „Nein, nein, Bundesbürger sind so doof, träge und uninteressiert, daß die keine Angst vor sozialen Unruhen haben. Sie sind ohnehin zu träge für sowas“. Wenn der Affentanz und das charakterlose Auftreten a la Schmierenkomödiant Ackermann so weitergehen, wäre ich mir nicht mehr so sicher, ob die Leute nicht auch wie in Island eine Regierung wegschreien. Die Zeit wäre reif dafür. Abgesehen davon finden die Manager doch ihre Vorbilder in Gestalten wie zB. „Schmarotzerbeschimpfer“ Clement und anderen neoliberalen Typen. Man sollte das „öffentliche Ohrfeigen“ solcher Leute wieder einführen.

Danke für Brandstiftung?

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Natürlich machen heute alle Blätter mit dem ewig grinsenden Gesicht des Schweizer Dummbeutels auf. Wenn der häßlich-pervertierte Turbokapitalismus ein Gesicht hat, dann ist es das des ehemaligen Credit Suisse-Bankers, der 1996 in Unfrieden das Schweizer Institut verließ. Ob er da gelernt hat, wie man zusammen mit Goldman Sachs in NY eine Weltfinanzkrise anzettelt, bei der man schließlich mit seiner unsympathischen Bude auf der Gewinnerseite steht? Gedeckt von Politikern, die alles abnicken, was der Gauner in Nadelstreifen und häufig ungeputzten Schuhen so an finanztechnischen Perversitäten ausbrütet?

Ein Lob muß man den beiden Redakteurinnen der NW, Andrea Früauf und Nicole Hille-Priebe aussprechen, die hart und so ganz anders als viele ihrer schleimenden Kollegen in anderen Redaktionen mit dem angeblich so „charmanten“ Hütchenspieler ins Gericht gehen. Der Tanz um „Goldene Geldkalb“ wird also weitergehen. Wie gehabt. Der Steuerzahler darf Ackermanns pervertierte Wahnsinnsideen letztlich bezahlen.

Bielefeld soll schöner werden!

Da jubelt die Presse:

Endlich wird auch am Einfallstor zur Innenstadt gezeigt, was die Ostwestfalenmetropole so einzigartig macht.

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Reißt endlich die alten Häuser ab und errichtet Büros im modernen Bielefelder Stil, der schon andere Orte in der Stadt weltberühmt gemacht hat (Kesselbrink, Jahnplatz usw.).

(Sollen Nostalgiker doch nach Detmold fahren …)

Ackermann mit angeblichem Milliardengewinn…..

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Irgendwie geht einem das Gequatsche des Schweizer V-Mannes Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank auf den Senkel. Auch in den Wirtschaftsnachrichten des WDR wird er über den grünen Klee gelobt für seine Tricksereien. Kein Wort davon, wie sein toller Quartalsgewinn zustandegekommen ist. Die Süddeutsche Zeitung klärt bereits am 9.03.2009 darüber auf:

Edward Liddy (Chef des vom Staat gestützten US-Versicherers) machte keinen Hehl daraus, wohin das Geld der amerikanischen Steuerzahler geflossen ist. Mit Notkrediten von 150 Milliarden Dollar und weiteren 30 Milliarden Dollar Eigenkapital hat die amerikanische Regierung den Versicherungskonzern AIG seit September vergangenen Jahres gestützt. Vergangene Woche nun stellte sich AIG-Chef Liddy hin und räumte frank und frei ein, ein großer Teil des Geldes sei „über AIG an andere Finanzdienstleister geflossen“. Das Wall Street Journal bezifferte den Betrag auf 50 Milliarden Dollar. Ein Aufschrei der Empörung ging durch die amerikanische Politik, als bekannt wurde, dass häufig ausländische Institute in den Genuss des Geldes kamen.

Doch die Beträge, die an Kunden der AIG geflossen sein sollen, machen vor allem deutlich, warum der einst weltweit größte Versicherungskonzern überhaupt gerettet wurde. Allein die Deutsche Bank soll in den Genuss von sechs Milliarden Dollar gekommen sein, genauso die Investmentbank Goldman Sachs. Die Deutsche Bank wollte das Thema nicht kommentieren, dementierte die Zahl jedoch auch nicht. Milliardenbeträge nennt die internationale Presse auch für die französischen Banken Société Générale und Calyon. Auch die DZ Bank, das Spitzeninstitut der deutschen Genossenschaftsbanken, sowie andere deutsche Kreditinstitute sollen indirekt von Staatshilfen für AIG profitiert haben.

Komisch. Von diesem Tricky-Vorgang erzählte Joe Ackermann nichts auf seiner Bilanzpressekonferenz. Auch nicht von IKB und HRE, wo er einen Teil seiner faulen Papiere hinverramschte. 3 Jahre darf er jetzt weiterwurschteln und kann so in Ruhe alle Spuren seiner Tricksereien verwischen. Er nahm und nimmt ja „keine staatlichen Hilfen in Anspruch“ und macht einfach so weiter wie gehabt. Bei heise.de gibt es zu Ackermännchens Mondfahrt auch noch eine hübsche Geschichte.

Die oben gezeigte Deutsche Bank steht auf dem Johannisfriedhof und sieht reichlich derangiert aus.

Gutti legte Hand auf

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„Es sind Momente wie diese, die Wahlkämpfer vor Ort so genießen“. Auah. Dabei war nur Gutti da. Gutti, Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg aus Franken. Der so unnachahmlich glatte, gebügelte „Heiße Luft“-Verbreiter aus dem Fränkischen. Als er dem OB-Kandidaten Landgraf in Anwesenheit des David und der herben Lena „Ich schweig im Bundestag“ die Hand auflegte, erhellte ein Heiligenschein den Himmel über der Metropole. Gottähnlich schwafelte er sodann über „die Krise“ und goß Manna über die Region OWL. Auch ein Seitenhieb für Bundeshorstens Gegenkandidatin Gesine Schwan war drin. „Es ist dumm, darüber überhaupt zu murmeln“, meine er zu den Bemerkungen über mögliche soziale Unruhen und zeigte damit, daß er absolut nicht verstanden hatte, was Gesine Schwan wirklich gesagt hatte. Aber muß man als Wirtschaftsminister in diesem unserem Lande tatsächlich was können? Nein. es genügt, gut frisiert, fesch gekleidet und in der CDU oder CSU zu sein.

Kleiner wär auch gegangen

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Was bisher nur Arm. Bielefeld fertig bringt, schaffte jetzt die Schweinegrippe: Die Metropole auf den Topplätzen der Horrornachrichten. Ein bißchen kleiner wärs bei der NW sicher auch gegangen, denn zum Zeitpunkt des Anlaufes der Rotationsmaschinen hatte unsere Anja schon längst „Vorläufige Entwarnung“ gegeben.

Schweine-Journalismus!

Jedes Schwein wusste es bereits gestern, dass die Grippefälle in Bielefeld keine „Fälle“ sind…was macht ein Schweineblatt daraus? „Schweinegrippe in Bielefeld“, so der Riesen“Bild“-nachäffende Aufmacher der nw heute morgen? Ist das seriös? Professionell? Aufrichtig? Eher nicht, wahrscheinlich „hilflos“! Auf jeden Fall aber ziemlich albern und wichtigtuerisch…keine News? Draußen im Lande liegen sie zuhauf auf der Straße herum, mann muss sie halt finden….?! ;-)))

Das sagt unsere Anja

In Bielefeld gibt es keine Verdachtsfälle auf Schweinegrippe. Das gab Anja Ritschel, zuständige Dezernentin der Stadt Bielefeld, am Montagabend bekannt. Im Laufe des Tages waren zwei Mexiko-Reisende, ein Geschwisterpaar, mit Erkältungssymptomen in das städtische Klinikum Mitte eingeliefert worden. Ein dort durchgeführter Schnelltest verlief negativ. Nach Rücksprache mit dem Robert Koch Institut in Berlin kann nach diesem Befund nicht von Verdachtsfällen gesprochen werden. Die beiden Personen verbleiben zunächst in der Klinik, es werden aus Sicherheitsgründen weitere Tests vorgenommen, detaillierte Laborergebnisse liegen am Dienstag, 28. April, gegen 15 Uhr vor. Die in verschiedenen Medien genannte Zahl von drei Fällen konnte nicht bestätigt werden.

Mundschütze gib es hier:

Filligent, das in Hongkong ansässige Biotechnologie-Unternehmen, stellt Bestände seines vor Infektionen schützenden BioMask-Mundschutzes bereit, um zum Kampf gegen die weltweite Ausbreitung des neuen, tödlichen mexikanischen Stamms des
Influenza-A-Erregers beitragen zu können. Der BioMask-Mundschutz ist der erste medizinische Mundschutz, der das Influenza-A-Virus bei Kontakt innerhalb von Sekunden abtötet, dabei aber das Atmen nicht behindert. Dies ist besonders für an vorderster Front Tätige und für Kinder, die häufig der Ansteckungsgefahr am stärksten ausgesetzt sind, von grosser Bedeutung. „Humanitäre Organisationen und staatliche Stellen kämpfen an vorderster Front, um die Ansteckung einzudämmen, insbesondere bei Kindern“, sagte Melissa Mowbray-d’Arbela, CEO von Filligent. „Wir mobilisieren unsere Ressourcen, um ihren Anforderungen genügen zu können. Der BioMask-Mundschutz wurde speziell für Situationen wie diese entwickelt.“

Tja. so isses mit die Glochballichierisirung gell? Odda so.

„Schreib mal was zur Schweinegrippe“

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Wollt ich eigentlich nicht. Tun doch schon genug andere Medien. Außerdem gibt es doch jedes Jahr etwas, was die Menschheit angeblich ausrottet. Terror, Atom, Meteoriten, Vogelgrippe, BSE, Marburg-Virus, Norovirus, die Krise.

Was auffällt: Diesmal sind es blaue Mundschütze. Bei den Vögeln waren es weiße. Und gegen die Krise gibt es schwarzgelbblaue mit großen Blockbuchstaben: „Gegen Krise hilft CDU/CSU/FDP wählen. Damit es so bleibt wie es ist“.

So ist das mit den Krisen. Sie werden meist gemacht, damit ein paar wieder mehr in die Taschen stecken können. Vor allem die Pharamfritzen, denen es schon fast zu ruhig war. Krankenkassenkrise reicht eben noch nicht.

Die braune Gedankenwelt der U. v.d.L.

Am 15. Januar 1976 wurde Ernst Albrecht als Oppositionskandidat überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt. Eigentlich sollte der damalige Finanzminister Helmut Kasimier (SPD) als Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Minister-
präsidenten Alfred Kubel (SPD) gewählt werden. Doch einige Landtagsabgeordnete aus der Koalition von SPD und FDP verweigerten Kasimier die Stimme. Am Abend traf sich dann die Führung der CDU im Central-Hotel in Hannover, um gemeinsam mit dem langjährigen NPD-Vorsitzenden Adolf von Thadden Albrechts Wahl zu feiern.

1979 setzte die niedersächsische CDU zur ersten Europawahl auf ihren Kandidaten Hans Edgar Jahn. Dieser hatte sich durch ein 1943 erschienenes europapolitisches Buch für diesen Posten qualifiziert, mit dem Titel „Der Steppensturm – Der jüdisch-bolschewistische Imperialismus“. Darin prophezeit er die endgültige Zerschlagung des Judentums und die Sammlung der „germanischen Völker“ um einen Herd. „Noch nach Jahrtausenden aber wird die Menschheit und vor allem die Jugend mit Achtung und Ehrfurcht einen Namen nennen: Adolf Hitler.“

1976 machte Albrecht ein ähnliches Kaliber gar zum Justizminister: Hans Puvogel. Dieser trat in seiner Amtszeit vor allem gegen den Gedanken eines liberaleren Strafvollzugs und die Idee der Resozialisierung auf. In seiner Doktorarbeit von 1935/36 hatte Puvogel die Gründe für seine Haltung dargelegt. Er schrieb von „Vererbung krimineller Neigungen“, von „anlagebedingten Verbrechern“ und von „minderwertigen Menschen“, die „aus der Gemeinschaft ausgeschieden werden müssten“. „Nur ein rassisch wertvoller Mensch“ habe „innerhalb der Volksgemeinschaft eine Daseinsberechtigung“.

Wo immer sie konnte hofierte die Landesregierung unter Ernst Albrecht Alt-Nazis. Wilfried Hasselmann (CDU), stellvertretender Ministerpräsident, bescheinigte 1978 der „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“, einer Vereinigung von alten Wehrmachtsoffizieren und SS-Männern, in einem Grußwort, dass sie „Mut gezeigt und anderen ein Vorbild gegeben“ haben. Hasselmann sei „tief beeindruckt vom Zusammenhalt ihrer Ordensgemeinschaft. Sie haben in vorbildlicher Weise als Soldaten ihre Pflicht erfüllt. Das bleibt gültig für eine nachwachsende Generation.“

Da ist es nicht verwunderlich, dass die niedersächsische CDU unter Albrecht regelmäßig gegen die nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegte Oder-Neiße-Grenze zwischen der DDR und Polen polemisierte. […]

Ihr christliches Menschenbild hat die Bundesfamilienministerin auch in ihrem „Bündnis für Erziehung“ demonstriert, das sie Ende April 2006 ausrief. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche wolle sie „Werte in der Kindererziehung“ neu definieren. Muslimische, jüdische Verbände oder gar Wohlfahrtsverbände und kommunale Träger von Kindergärten, Schulen und Jugendzentren waren bei der ersten Sitzung des Bündnisses nicht geladen.

Blogger „Duckhome“ listet heute auf, was es mit der Gedankenwelt der zensierwütigen Ursula von der Leyen auf sich hat und in welchem Elternhaus sie aufwuchs. Ganz schön dunkelbrauner Keks……

Wohl „Aus“ für Grinsmann

Der FC Bayern München hat sich nach übereinstimmenden Medienberichten von Trainer Jürgen Klinsmann getrennt. Der deutsche Meister zog damit zwei Tage nach dem 0:1 gegen den FC Schalke 04 die Konsequenzen aus dem Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft. Klinsmann war nur zehn Monate im Amt. Dabei können die Bayern sogar noch Meister werden. Also mal wieder „Osram“ (Jupp Heynkes mit der meist roten Birne). Wär doch ein Fall für Udo Lattek gewesen. Oder Peter Neururer. Oder Lodda M.

Und nochmal schnell bei Arm. Bielefeld nachgetreten. Da schreibt einer im Forum „Bundesliga-Absteiger“ auf Spiegel online:

Weder noch. Cottbus ganz sicher nein. Eher hauen die die Bayern weg. Bielefeld wohl auch nicht. Auch die sind sehr abstiegserprobt und werden sich schon durchschlagen. Absteigen werden die Gladbacher (Katastrophe für Stadt und Region) und mittlerweile rechne ich auch relativ fest mit den Kölnern – die spielen desolat und haben ein schweres Restprogramm.

Bielefeld packt’s in der Relegation gegen den Club. Das entspricht auch der fränkischen Mentalität… Ach was, Arm. Bielefeld schlägt den VfB Stuttgart durch ein Eigentor von VfB-Gomez.

Auf einem Bielefelder Bahnsteig

Ruhe

Ruhe. Ich saß ganz am Ende des Bielefelder Bahnsteigs. In der Sonne. Montag morgen, auf dem Weg zur Arbeit. Der ICE hatte Verspätung. 20 Minuten. Die Welt war ruhig und freundlich. Und ich hab mein Brötchen geknurpst und eine Caprisonne getrunken.

Das war nett. Wirklich. Ich habe ja keine Zeit für sowas – sonst. Da aber gerade schon. Verlangsamung. Das fühlte sich da gerade herrlich an. Der Welt ein wenig beim Dasein zusehen. Wachwerden. Sonne tanken. Die Gedankenmaschine für den Tag anwerfen.

Siehste. Es gibt auch noch nette Worte zur kleinengroßenunbekannten Weltstadt am Rande des Teutoburger Waldes. Aus dem Blog „anmut und demut„.

Nun öffnen sich Google-Viewschleusen endgültig

Googles Street View kommt nach Deutschland: Noch in diesem Jahr will der Internetgigant seine virtuelle Straßenrundfahrt auch mit Fotos aus deutschen Städten anbieten. Das wird möglich durch eine Einigung mit deutschen Datenschützern. Die standen dem Projekt bisher skeptisch gegenüber. In den Gesprächen soll Google nun Zugeständnisse gemacht haben, spezielle Tools sollen die Sicherheit der Privatsphäre deutscher Bürger gewährleisten.

Hahahahaha. In einem Land, wo der Innenminister in bester Stasi-Manier schon in den Computern sitzt, die Handyverbindungen vorratsdatenspeichert und eine ganze Bevölkerung bei Hochstirn Steinbrück unter Steuerhinterziehungsgeneralverdacht steht, hätte es auch sehr gewundert, wenn das anders ausgegangen wäre. Was man dagegen tun kann: Wenn der Kamerawagen sich nähert, Hosen herunterlassen und mit dem Allerwertesten Richtung kameras an den Bordsteinrand stellen. Das werden die Datengeier von Google garantiert schwärzen. Abgesehen davon. Wer braucht diesen neuesten Google-Scheiss eigentlich außer den BKA-Auswertern, die sich das begierig reinziehen werden? Dazu noch die Netzzellen der Handyveranstalter abfragen und schon hat man die auffällige Frau mit den hellen Haaren und diesem gradezu obszönen Gang ausgespäht. Geht nicht? Von wegen. Geht noch viel mehr in diesem Land, das von Paranoiden gesteuert wird.

Muffensausen in Passau auch hier möglich?

Man ist ja immer wieder versucht, den lokalen Holzblättern die Leviten zu lesen. Allzu ulkig ist einiges, was uns da tagtäglich aus Jöllenbeck, Heepen, Schildesche, Brackwede, Dornberg, Gadderbaum und Senne serviert wird und zum Kauf des Blattes auf dem Boulevard animieren soll. All zu sehr rückt man sich oft in die Nähe der BLÖD, deren journalistische Qualität dank Deutschlands ältestem Schülerzeitungschefredakteur nahe an der untersten Socke ist und vor allem bleibt. Ex-Kinderfrau Friede Springer, Ex-Telefonistin Elisabeth Mohn und die Kanzlerin-Auszubildende Dr. Murkel können ja eventuell keinen intellektuelleren Inhalt konsumieren. Das würde diese Einfalt und Einfachheit der 500 maximal benutzten Buchstaben erklären.

Was aber im tiefsten Bayern, in Passau beim dortigen Käseblättchen „Passauer Neue Presse“ (um 28.000 Auflage) unter der Ägide einer absolut unfähigen Erbin abgeht, spottet jeder Beschreibung:

Die Zentralredaktion der Passauer Neue Presse sieht mit gemischten Gefühlen einer Osterüberraschung entgegen: Gerd Hertle, Bildzeitungs-Feder im Ruhestand und einer der großen Haudegen des Boulevardblattes in den 90er Jahren, trainiert für mindestens drei Monate die PNP-Mannschaft.

Kommt bekannt vor? Nein, der Zeilenkomiker war noch nicht in Bielefeld bei NW oder Wefabla. Obwohl es sich manchmal so liest und anschaut.

Reinwaschung für ein paar Stunden

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Ein wenig Regen in der Nacht hatte einen durchaus guten Effekt: Die ostwestfälische Luft ist staubfreier geworden. Schade, man hätte die hannoversche Zensurulla mitsamt ihrer siffigen Politmischpoke mit in den Regen stellen sollen. Zu der seltsam tickenden Dame lesen wir heute im Berliner Blog „wirres“ :

so kann man die initiative der familienministerin zenzursula von der leyen ja durchaus sehen: als einen durchsichtigen versuch ein delikates und hochkomplexes thema für wahlkampfzwecke, also machterhalt zu instrumentalisieren.

deshalb glauben politiker unverdrossen wiedergewählt zu werden, wenn sie sagen:

* zensur ist scheisse, aber wir beschliessen sie trotzdem
* vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig, aber wir stimmen ihr nichtsdestotrotz zu
* wir sind für freie märkte, aber enteignung muss einfach manchmal sein
* das „börsencasino“ und die „Jagd nach Maximalrenditen“ in der wirtschaft verletzen „das Gerechtigkeitsgefühl vieler Menschen“ aber die politiker in den aufsichtsräten der landesbanken und anderen maximalrenditefordernden aufsichträten haben da rein gar nichts mit zu tun

dieses ganze verlogene und verantwortung von sich weisende kasperletheater das die CDU und SPD derzeit veranstalten hat aber vielleicht doch einen gewaltigen vorteil. nämlich dass sich erstmals seit langem wieder echter widerstand bildet, echte und tatkräftige unzufriedenheit, die der herrschenden kaste zur wahl klar macht, dass sie sich von denen die sie wählen sollen so weit wie nie entfernt haben.

Auf den Punkt auch Blogger Malte Welding:

Ursula von der Leyen instrumentalisiert die Sorge und Unaufgeklärtheit der Wähler, um an den Urnen zu triumphieren. In den Särgen liegen deswegen nicht weniger Kinderkörper, keine Kinderseele wird gerettet – es handelt sich um ein derart widerwärtiges Polit-Placebo, dass es nicht übertrieben ist, wenn man sagt: Diese Politikerin passt nicht in eine Demokratie. Entweder lässt sie sich von ihren Mitarbeitern einreden, ihre Maßnahmen könnten erfolgreich sein – dann ist sie dumm. Oder sie weiß, dass sie im Wahlkampf ist – dann ist sie bösartig. Vielleicht aber ist es sogar so, wie in Foren, Blogs und mittlerweile sogar in meinem Bekanntenkreis geunkt wird: Dass die Internetsperren nur ein Testballon sind für weitere Deliktfelder und für immer weitere Kontrolle über das Verhalten der Bürger – dann wäre “bösartig” ein viel zu schwaches Wort.

Es ist wirklich an der Zeit, zu fragen: Wie weit sind wir noch von Gestapo und Stasi entfernt? Technisch wurden sie doch schon längst übertrumpft. Warum lassen sich mündige Bürger den Kampf, die Bespitzelung und die Gängelung der Regierung und Parteien gegen ein ganzes Volk noch gefallen? Es sind letztlich nur knapp 1,4 Millionen Parteimitglieder, die sich aufspielen, als ob ihnen das Land gehört.

Der V-Mann tönt wieder

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Nein, nein. Das sind nicht die Wurstfinger von Guido Westerwelle. Auch nicht eine einzelne V-Zeigung nach dem Arminen-Punktgewinn in Möglaba. Erst recht kein Anwohner der Detmolder Straße angesichts eines neuen Bürgersteiges.

Das ist Joe Ackermanns klassisches „V“ für „Versager“. Die Woche verspricht spannend zu werden und gekonnt in den „Maitanz“ einzumünden. „Versager“ Ackermann tönt über seine im ersten Quartal erzielte „Eigenkapitalrendite“ von 25%. Keine Kunst, wenn man so wenig Eigenkapital braucht wie eine Bank. Dann spielt man ein bißchen Hütchen, zockt hier, zockt da, berät Frau Dr. Murkel, läßt das „Bankenrettungsgesetz“ von seinen eigenen Leuten schreiben und schon klappts wieder mit dem „V“.

Wann sagt dem geschmacklosen Kerl endlich mal jemand, wie das geht mit der PR in einer Zeit, wo der Steuerzahler ihm und seinen charakterlosen Kumpels den Arsch retten muß?

Ab 15% Regierungsuntüchtig

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Beinahe vergessen. Die gelbblauen Neoliberalen waren ja auch noch in der Metropole. Gelb flaggten sie an der „Tüte“. Ein Bild mit Symbolkraft. Ziemlich blau, die Mitbrandstifter der gegenwärtigen „Krise“. Den Bielefelder Seidenberg jedenfalls haben sie auf der Landesliste für die Landtagswahl 2010 ziemlich weit nach hinten geschoben. Sie denken eben stets voraus, die gelbblauen Neoliberalos.