Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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März 2009
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Mo
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Mrz '09

Was ist eigentlich wirklich los bei der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld?

judische-gemeinde.jpg

Weil man mir seinerzeit ob meiner Stellungnahme zum Streit um die Umwidmung einer christlichen Kirche in eine Synagoge nahezu an die Gurgel ging, habe ich mich bis heute bedeckt gehalten, was die Jüdische Kultusgemeinde in Bielefeld betrifft. Nun hat die grad mal 300 Personen umfassende Gemeinde an der Detmolder Straße ein sogar optisch gelungenes Bauwerk und es ist nach wie vor keine Ruhe. Im Verhältnis zu Größe und Bedeutung ist die Jüdische Gemeinde konkurrenzlos in Bielefeld und seinen Medien. Niemandem aus dem Kreise der religiösen Vereinigungen wird mit seinen – von außen betrachtet meistens unverständlichen – Querelen derart viel Zeitungsraum gewidmet. Oder ist es das Pendant zu den ständigen Äußerungen des Zentralrates der Juden in Deutschland und ihrer nicht unbedingt wahnsinnig sympathischen Vorsitzenden Charlotte Knobloch, das hier im Mikrokosmos kopiert werden soll?

Warum müssen Fragen wie, “Hat Mark Mazur (Der jetzt nicht zur Neuwahl der fünfköpfigen Gemeindevertretung antreten darf) Kultusgeld bezahlt oder nicht” eigentlich derart öffentlich behandelt und beschrieben werden? So, lieber Arno Ley, der Sie den obigen Bericht in der NW verfasst haben, klären Sie uns auf.

Zu wenig geschnackselt?

Na, liebe Bielefelder? Lieber “Grinsbombe” Heidi K. mit ihren Topfmodels im TV geguckt anstatt vaterländische Pflichten zu erfüllen? 2007 stiegen die Geburten zwar noch leicht an, doch Ende des vergangenen Jahres ist die Anzahl von Neugeborenen massiv gesunken. Im November wurden im zweiten Monat in Folge weniger Babys geboren als im entsprechenden Vorjahresmonat – der Einbruch ist so stark, dass er höchstwahrscheinlich gleich das ganze Jahr ins Minus zieht. Das wird “Kekstochter” Ursula von der Leyen überhaupt nicht gerne hören. Aber keine Angst, “Röschen” sucht schon krampfig nach einer Erklärung, ist doch Familienpolitik einer der “fundamentalsten” Bestandteile der Unionspolitik. Sagt Frau Dr. Murkel. Auch da hat “König Horst I. von Bayern”, Seehofer der Erste, schon was vorgelegt. Gott schütze Dich, Du Land der Bayern. Sowas wie unsern Obersee würden die gleich zuschütten lassen.

Wahrscheinlich liegt die Geburtenmisere aber wohl an der grandiosen Berliner Kackophonie, die den Leuten jegliche Lust raubt.

Nun kommt noch ein Buch vom Oberzyniker

Wolfgang Clement, das schiefe, zynische und manchmal ziemlich geschmacklose Gesicht des gehobenen Lobbyismus hat ein Buch geschrieben. Darin rechnet er mit SPD-Chef Franz Müntefering ab und entwirft allerlei Horrorszenarien: Clement schreibt, er sei aus der SPD “auch deshalb ausgeschieden, weil die Parteiführung keinen klaren Trennungsstrich zur PDS/Die Linke zieht – obgleich deren Stasi-Verstrickung offenkundig ist.” Clement bezweifelt, dass für Müntefering ein Bündnis zwischen SPD und Linkspartei wirklich ausgeschlossen ist und wirft ihm Machtgier vor: “Es gibt nicht nur eine Gier auf Geld, wie uns nur allzu viele Investmentbanker und durchaus auch einige Anleger lehrten. Es gibt auch die Gier auf Macht.” Um an die Macht zu kommen wolle Müntefering sogar mit einer Kaderpartei, die Stasispitzel in den Bundestag entsende, paktieren, moniert Clement. Der Weg des SPD-Vorsitzenden sei “schrecklich falsch”.

Warum kann dieser widerliche Mensch, der auch schon mal Schwächere “Schmarotzer” betitelte, das Horrorszenario Hartz 4 miterfand und ansonsten wohl einer der fleißigsten Totengräber der SPD war, sein billiges Mietmaul eigentlich nicht halten? Er würde einem Großteil der deutschen Bevölkerung einen Riesengefallen tun. Seine Sätze grenzen schon an Volksverhetzung. Aber vielleicht wird man so, wenn man da sitzt, wo er überall saß und immer noch sitzt: An der unscharfen aber lukrativen Kante der Verquickung zwischen Amt, Ämtern und eigentlichen Auftraggebern. Gelesitet hat er weder als Minister und Minipräses in NRW, geschweige denn als Superminister unter GAZgerd. Unvergessen bleibt aber die verkniffene Fratze eines durch und durch unzufriedenen Menschen.

Almbuben, vermeidet den Krombacher

Mario Gomez steht Ärger ins Haus. Der Deutsche Fußball-Bund will angeblich Ermittlungen gegen den Stürmer des VfB Stuttgart einleiten wegen versteckter Werbebotschaften beim Torjubel. Das berichtet die “Bild”-Zeitung.

Nach seinem 2:1-Treffer gegen Dortmund überraschte Halbspanier Gomez, der normalerweise im Stile eines Stierkämpfers jubelt, die Fans mit einer Flatter-Einlage. Eine klare Anspielung auf seinen Privatsponsor “Red Bull”, dessen Energy-Drinks bekanntlich Flügel verleihen sollen.

Und so sah der Torjubel aus: Erst öffnete er eine imaginäre Dose, tat so, als nehme er einen Schluck, und setzte dann mit seinen Armen zu Flügelschlägen an. Während der 25-jährige Nationalspieler die Szene nicht weiter kommentieren wollte, sagte sein Berater Uli Ferber in der “Bild”: “Es war sicherlich keine Anweisung von Red Bull, sondern eine spontane Entscheidung. Er hat mir nachher gesagt, dass er sich wie beflügelt gefühlt hat.” Gelesen auf Deutschlands BLÖDstem Blatt.

Nun denn, setzen wir das mal auf die großen Sponsoren der Arm. Bielefeld um:

- Krombacher. Schmeckt wie Flasche leer: Einfach fallenlassen
- Schüco: Fenster, Türen, Solar: Schlecht zu tragen beim Jubel

Herrlich der Kommentar auf T-online dazu:

09. März 2009, 09:11 Uhr “Werbung” von Gucker
Ich weiß nicht was das Theater soll,er macht das wofür er seine Kohle bekommt,man kann doch alles hoch stichmatisieren.Man soll doch froh sein…

Wer so ein “Stichma” hat, dem sollte man auch ein Döschen Red Bull gönnen. Verleiht vielleicht sogar Hirn. So lange sie nicht öffentlich für Kondomhersteller werben….. Oder ist Arm. BI bei unserem heimischen Verhüterliproduzenten engagiert? Bzw. umgekehrt?

Nachgetreten

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Nein, nein, ich möchte jetzt nicht in die manchmal ziemlich kleinen Fußstapfen NW-journalistischer Sportkommentare schlüpfen. Aber ein bißchen nachtreten wollen wir bei Arm. Bielefeld schon noch. Wie meinte doch Trainer “Zecki” Frontzeck nach dem Spiel seiner “blauen Almdudler”?: “Natürlich wollten wir heute unbedingt gewinnen”. Hat auch was mit dem Sinn eines Fußballspieles zu tun. Jetzt geht es am Samstag in Karlsruhe gegen den Tabellenletzten, der sich wahrscheinlich zerreißen wird. Hoffen wir mal, daß die Arminen das auch tun.

Wenn Möntmann von gefüllten Konten träumt

Auf 35 Millionen Euro schätzt Projektentwickler Ulrich Möntmann die Kosten für sein Untersee-Vorhaben. Letzte Woche stellte er Details eines städtebaulichen Strukturkonzepts vor. Danach soll die Seefläche 44 Hektar betragen. Möntmann möchte sieben »Baufelder« mit einer Gesamtfläche von 300 000 Quadratmetern schaffen, wovon Grün- und Erschließungsflächen wiederum abgezogen werden müssten.

Möntmanns Finanzierungsidee: »Den Bau des Sees gegen die Grundstücke tauschen.« Er stehe mit verschiedenen Investoren, darunter auch eine Reihe von Banken und Fondsgesellschaften, in Gesprächen, die bereit seien, in das Projekt einzusteigen, wenn die Stadt die notwendigen planerischen Voraussetzungen schaffe. 95 Prozent des Seeufers sollen nach den Überlegungen des von Möntmann beauftragen Dortmunder Planungsbüros »Stegepartner« für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein. Entstehen könnten ein Bootsanleger, eine Seeterrasse in Höhe des Hofes Meyer zu Jerrendorf und eine Uferpromenade im nordöstlichen Bereich. Das Wasser des Sees könne Badequalität erreichen ist Möntmann sicher. Er will auch einen kleinen Badestrand einplanen.

Aufgegriffen wird in dem Planungsvorschlag auch die von Möntmann bereits 2003 ins Gespräch gebrachte »Pitch-&-Put-Anlage« für Golfspieler. Die Beweidungsflächen für die Heckrinder bleiben erhalten.

So las man es im Westfalen-Blatt. Möntmanns größter Traum hat sicher zunächst einmal mit sich im Falle des Zubaus der Johannisbachaue füllendem Bankkonto zu tun. Alles Andere ist schlicht und einfach Mumpitz. Bielefeld hat derart viele andere strukturelle Probleme, die der Klärung bedürfen, daß ein Untersee ganz hintenan stehen sollte. Außerdem hätte man ja die Chance “Sennesee” ergreifen können. Laßt die Aue, wie sie ist und Basta. Aber interessant wäre, wie sich die drei OB-Kandidaten dazu stellen……

Nicht zu toppende Glanzleistung

Aus einer dpa-Meldung vion heute Morgen: Die Finanzkrise hat nach einer Studie der Asiatischen Entwicklungsbank weltweit Vermögenswerte im Umfang von umgerechnet knapp 40 Billionen Euro vernichtet. Asien war nach dem Berechnungen stärker betroffen als andere aufstrebende Regionen, teilte die ADB in Manila mit. Der Chef der Bank sprach von der schlimmsten Krise seit der großen Depression im vergangenen Jahrhundert. Doch werde sich Asien als eine der ersten Regionen von der Krise erholen. Schon von einem einzigen Bankster gehört oder gelesen, der einschlägig verurteilt worden ist?

Mit 20% Wählerstimmen Bielefeld-OB?

Die ab diesem Jahr erstmals geltende Abschaffung des Stichentscheids bei der Wahl der Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen wird möglicherweise die Gerichte beschäftigen. Die SPD prüfe derzeit, ob sie gegen den Beschluss der schwarz-gelben
Landesregierung juristisch vorgehen soll, sagte SPD-Landeschefin Hannelore Kraft der Rheinischen Post (Heutige Ausgabe). Wenn die Beteiligung an den Kommunalwahlen am 30. August unter 50 Prozent liege und ein Kandidat mit 20 Prozent der Stimmen als Sieger aus der Wahl hervorgehe “wo bleibt denn da dessen demokratische Legitimation?”, fragt Kraft. Es sei aberwitzig, dass Deutschland Stichwahlen im Kongo absichere, Nordrhein-Westfalen diese aber abschaffe, sagte die Parteichefin und fügte hinzu: “Ich mache mir wirklich große Sorgen um unsere Demokratie.”

Liebes SPD-Hannelörchen, diese Sorgen mache ich mir auch. Zumal die SPD keine Anstrengungen unternimmt, zB. “Stasi 2.0″-Schäubles Attacken gegen die bürgerlichen Rechte anzuprangern. Diese 20% liegen angesichts der drei Kandidaten in der wunderschönen kleinen Metropole unter der Sparrenburg durchaus im Bereich des Möglichen.