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Sa
7
Mrz '09

Westfalen-Blatt: Requiem für Angela

Einfach zu niedlich, wenn das andere Provinzblatt aus der alten Holzklasse seine Kommentarkarten auslegt. Irgendwie reicht der Blick – wie auch bei der NW – immer nur bis zum Tellerrand. Daß Frank-Walter aus Lipperland da schon mal zu Franz-Walter wird, sei der strammen schwarz-Springerschen Ausrichtung in der Sudbrackstraße verziehen. Warum aber kein Wort in diesem Szenario fällt, daß hunderte von versenkten Milliarden in bekiffte Banken versenkt wurden, geißelt, versteht man nicht. Der ganz stinknomale Wähler auch nicht. Der liest nämlich weder NW noch Westfalen-Blatt sondern handelt nach seinem Bauch. Der sagt ihm: Alles Betrüger. Womit er nichtmal falsch liegt. Bitteschön, hier das Westfalen-Blatt:

Opel steht vor einer Kreuzung. Die Weiterfahrt entscheidet über die Zukunft des Konzerns. Unter der Flagge von General Motors (GM) einfach geradeaus fahren würde geradewegs in die Pleite führen. So versammelt sich eine lange Schlange – Beschäftigte, Gewerkschafter, Politiker – derzeit in der linken Spur. Diese Straße ist breit, scheint gut ausgebaut. Nur ist die Weiterfahrt an eine teure Maut gebunden. Unter fünf Milliarden scheint es nicht zu gehen. Bezahlt werden soll das Geld von anderen. Es beim Staat zu besorgen ist Aufgabe der Politiker. Prominente Namen haben die Sache der Opelaner zur ihren gemacht: Franz-Walter Steinmeier, Jürgen Rüttgers, Roland Koch. In der anderen Spur versammeln sich vor der Kreuzung diejenigen, die fest zur Marktwirtschaft stehen. Sie wollen nicht Steuergelder in ein privates Unternehmen geben, um damit grobe Fehler des Managements auszugleichen. Der Mindener CDU-Finanzexperte Steffen Kampeter ist einer von ihnen; Innenminister Wolfgang Schäuble und der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) scheinen zumindest eine gewisse Sympathie zu empfinden. Dominiert aber wird diese Spur von den Liberalen in der FDP. Alle schauen nun auf die Kanzlerin. Sie befindet sich im Zentrum des Geschehens. Aber es ist ganz offensichtlich, dass ihr die Entscheidung schwer fällt Biegt Angela Merkel nach rechts ab, riskiert sie, weitere Sympathiewerte im Kampf gegen ihren Konkurrenten und neuen Arbeiterführer Steinmeier zu verlieren. Fährt sie nach links, kann sie sich als Retterin der Großen Koalition und von 28 000 Arbeitsplätzen feiern lassen. Gleichzeitig wird Merkel jedoch weiter Stimmen vor allem aus dem Mittelstand an die FDP verlieren. Politisch gesehen könnte Merkel auf diese Weise die Mehrheit für eine schwarz-gelbe Koalition sichern, aber die Unterstützung eines Teils ihrer eigenen Partei verlieren. Fraglich ist, ob die Milliarden, die der Staat in dem Fall zu zahlen hat, Opel dauerhaft retten werden. Fraglos werden weltweit zu viele Automobile produziert. Möglicherweise geht Opel nur den früheren Weg des Baukonzerns Holzmann, bei dem die Gelder aus der Staatskasse den Tod nur hinauszögerten. Dann nicht lieber doch sofort in die Insolvenz? Das neue Recht ist darauf ausgelegt, ein Fortbestehen gesunder Unternehmensteile zu ermöglichen. Am Ende könnten dadurch möglicherweise mehr Arbeitsplätze gerettet werden als durch einen langsamen Tod. Fest steht: Angela Merkel darf mit ihrer Entscheidung nicht zu lange warten. Sonst fährt Opel weiter geradeaus – in den gleichen Abgrund wie GM. Damit es weiter gehen kann, braucht Opel die Verfügung über die Patentrechte. Das gilt sowohl für den Fall der Insolvenz wie auch für den staatlichen Rettungsschirm. Dass die Verfügung über die Patente von GM zur US-Administration und damit zu Barack Obama gewechselt ist, macht das Geschäft nicht leichter.

Keine Angst. Angela wird es nicht mehr lange machen. Wer das Wochenend-Podcast der Freizeitkanzleuse gehört hat, zweifelt an etwas ganz Bestimmtem. Nein, ich schreibe das hier nicht, Herr Schäuble liest grad mit. Noch ist er auf der Seite der Kanzleuse. Kann sich aber abrupt ändern.

Hertha hält Arm. BI Cottbus vom Leib

Die Almbuben haben es im Sonntagsspiel gegen Eintracht Frankfurt selbst auf dem Fuß, Distanz zwischen die Mitabstiegsaspiranten – bis auf Gladbach verloren Karlsruhe und Cottbus – und sich zu legen. Zum Glück müssen sie ja nicht gegen die sicher wieder fast leere Haupttribüne spielen….

Monsanto, die “stille” Gefahr auf den Äckern

Zur Zeit hört man kräftige Schreie am Himmel und sieht große Züge großer Vögel: Kraniche queren dieses Jahr verstärkt den Himmel über Ostwestfalen auf dem Weg nach Skandinavien. Und auf unseren Äckern wird Mais ausgesät als ob es kein Morgen gäbe. Kaum jemand ist bewußt, welche Gefahren da in die Erde versenkt werden. Dahinter steckt der unheimliche Saatgigant Monsanto, eines der Unternehmen, über die viel zu wenig aufgeklärt wird.

Hier ein Auszug aus einem Bericht der “Torgauer Zeitung”: Allein in Deutschland sind etwa 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten akut gefährdet und finden hier in Nordsachsen ihre letzten Rückzugsgebiete. Doch ausgerechnet vor den Toren einer so sensiblen Naturlandschaft, die touristisch auch als Anziehungspunkt für viele Naturinteressierte, vor allem aus dem Ballungsgebiet Leipzig dient, wird der umstrittene Gen-Mais MON 810 des amerikanischen Konzerns Monsanto angebaut. Wie eine österreichische Fütterungsstudie, die im Auftrag des Gesundheits- und des Lebensministeriums unter der Projektleitung von Universitätsprofessor Dr. Jürgen Zentek von der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt wurde, beweist, hatten die Nachkommen der mit Gen-Mais gefütterten Mäuse ein signifikant geringeres Gewicht. Die Multi-Generationsstudie beweist Veränderungen der Organe nach der Fütterung des Gentech-Mais. Der amerikanische Wissenschaftler Vincent Gerry von der Universität Minnesota fand bei Forschungen heraus, dass das Herbizid Roundup, was bei Gen-Mais zum Einsatz käme, Hormon schädigend ist und es zu dreibeinigen Fröschen und zum Froschsterben kam. Weiterhin fand er heraus, dass die Zahl der Samenzellen bei Bauern abgenommen hatte und defekte Gene vorhanden waren. Kinder kamen missgebildet auf die Welt. Als Prof. Gerry diese Untersuchungen veröffentlicht hatte, wurde er mundtod gemacht und sein Fachbereich geschlossen.

Einer der größten Befürworter und Förderer der Gentechnik und Genmanipulation ist Bayerns Ministerpräsidentenrambo Horst “König” Seehofer. Noch Fragen?

Mir ist so Röttgerich

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Da wird einem so richtig röttgerich vor Augen, wenn man den Schwachsinn liest, den Norbert Röttgen, MdB-CDU da wieder mal von sich gibt. Trudchen Templin und “verläßlich”. Meint er das ernst oder scherzt er? Kann aber auch sein, daß der kleine, der drallen Frau im Hosenanzug treuest ergebene Mann den Schalk im Nacken sitzen hat und seiner Chefin indirekt eine reinwürgen wollte. Immerhin haftet Dr. Angela Dorothea “IM Erika” Murkel ja persönlich für unsere Spareinlagen. Das ist ungefähr so viel wert wie die Aussage eines Schwerstalkoholikers: “Abba ab mmmorgggennn ttrinkkee ich nichhh meeehrrr. Wirkkkllichhhh”. Darauf einen eisgekühlten Steinhäger. Brrrrrrrrrrrrrrrr.

An die nächste Laterne

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So sieht jemand aus, der entweder mit krimineller Energie vorsätzlich gehandelt hat oder mit völliger Blödheit geschlagen ist. Der aber auch jetzt noch der wahnwitzigen Meinung ist, ihm stünden 3,5 Mio. € Gehalt nach dem Rausschmiß zu. Über 100 Milliarden € wurden in eine Bude versenkt, die laut Dr. Murkel und Hochstirn Steinbrück “Systemimmanent” ist. Wie wär es, dem Typ eine schöne Laterne zu suchen und das Problem auf eine bewährte handfeste Art zu lösen? Allerdings würde man ihm mit einem schnellen Ende noch etwas Gutes tun. Das restliche Leben mit Hartz 4 und Zwangsarbeit im Steinbruch zu verbringen, wäre köstlicher.