So mussten Price-Waterhouse-Coopers (PwC) sowie deren Tochtergesellschaft FMP im Fall des Sportbodenherstellers Balsam 24,54 Mill. Euro zahlen. KPMG wurde im Fall Flowtex mit 51,13 Mill. Euro zur Kasse gebeten. Der Grund: Die Gesellschaft hatte neben der Jahresabschlussprüfung auch eine Sonderuntersuchung der Leasingverhältnisse vorgenommen. Dabei verzichteten die Prüfer aber auf die wichtige Kontrolle vor Ort. Dass Wirtschaftsprüfern immer mehr Fehler unterlaufen, geht auch aus Studien der Universität des Saarlandes und der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) hervor.
Na, erinnert sich noch jemand an die Milliardenpleite vor den Toren der Stadt, als ein Herr Balsam draußen in Steinhagen “dem Sport den Boden bereitete” und aus einer Klitsche ein Milliardenunternehmen auf dem Papier zauberte? Insofern waren er und sein damals geflüchteter Finanzjongleur kleine Vorgänger der heutigen Billionenbetrüger. Aber man hätte ja mit den Aufgaben wachsen können…..
Warum ich das schreibe? Nur Geduld. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damals hieß Price Waterhouse Coopers. Siehe oben. Und genau diese Price Waterhouse Coopers wurde jetzt zur Prüferin der Anträge im neuen 100 Mrd. Geschenkpaket – zuallererst für Großunternehmen – von der grandiosesten Regierung, die jemals die Bundesrepublik beherrschte, engagiert. Na dann können die Nieten in chicen Nadelstreifen ja wieder “dem Sport den Boden” bereiten. Das ausgekungelte Honorar – gab es überhaupt eine offizielle europaweite Ausschreibung? – dürfte den Verlust der 24,54 Mio. DM “Strafe” wegen Falschtestierung nun locker übersteigen können.
Was ich niemals vergesse werde, ist der kleinlaute Anruf einer jungen Dame im schwarzen Escada-Kostümchen der “Berater” von Price Waterhouse Coopers, die exakt am Tag des Bekanntwerdens der Balsam-Großgaunerei als wichtigtuende “Späherin” an einem Termin teilnehmen wollte, den Friedel Balsam mit einer sehr bekannten Agentur im Rheinischen vereinbart hatte. Ich wäre sein Gesprächspartner gewesen……
Und nochmal Price Waterhouse Coopers. Diesmal in Japan praktisch pleite:
Während ein möglicher Käufer als Gewinner aus Nikkos Krise hervorgehen könnte, steht Nikkos Abschlussprüfer, eine Partnergesellschaft von Pricewaterhouse Coopers, dagegen vor dem Aus. Anfang der Woche kündigte die Misuzu Audit Corp. ihre Selbstauflösung an. Jetzt schon laufen ihr die 2500 Mitarbeiter und gut 500 Kunden in Scharen davon. Misuzu hatte die Bilanz des Fiskaljahrs 2004/2005 von Nikko Cordial abgesegnet. Damals hieß das Unternehmen noch Chuo Aoyama Pricewaterhouse Coopers. Die Wirtschaftsprüfer hatten sich umbenannt, nachdem sie bereits eine falsche Bilanz des Kosmetikkonzerns Kanebo durchgewinkt hatten. Mit dem zweiten Skandal sieht das Management nun keine Chance mehr.
Ob “El Gelhaar” zu Guttenzwerg, Titel “Wirtschaftsministereleve” doch nicht so mit “Google” umgehen und einfach nachgucken kann? Die Nüstern kann er ja in seinen grandiosen TV-Interviews richtig fränkisch-ländlich wissend blähen. Vielleicht imponiert man damit der Wirtschaftsnull aus Templin.







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