Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

März 2009
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Mi
4
Mrz '09

Gedanken zum Mett

mettgedanken.jpg

Als bekennender Mettbrötchenesser führt mich der Weg immer mal wieder zum gut im Zuritt liegenden Bürenkemper. Brötchen frisch, Mett gut. Rabatt bekomme ich aber noch nicht.

Dafür bringt das genußvoll – langsame Kauen einen schreibenden und lichtbildnernden Menschen dazu, genauer zuzuhören. Zum Beispiel Kabarettist Fritz Eckenga im WDR, der heute in seiner Rolle “auf Schalke Platzwart” über “Managergehälter und Spielergehälter” resümierte. Dabei erwähnte er auch die charakterlosen Perverslinge vom ehemaligen Vorstand der grandiosen HRE Hypo Real Estate, die jetzt hunderttausende Euro an “zustehenden Vergütungen” einklagen. Vielleicht hat Steinbrück sie schon heimlich zugesagt. Besser wären Stricke und öffentliche Erledigung auf dem Münchner Stachus. Der liegt dafür schön zentral und ist von allen Seiten einsehbar.

Oder diese geniale Aussage des Opel-Chefschwachmaten Forster, 3000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen/müssen/sollen. Rechnen Sie mal: Vom Staat gefordertes Überlebens-Handgeld 3 Milliarden, geteilt durch 3000 in die Arge Geschickte. Na, dämmerts? Klar. Da werden sie wieder aufgefangen und mit Steuergeldern über Wasser gehalten, bis zu in den vierten Hartz dürfen.

Da sind ja die Millionengagen der Schalker Kicker ein Dreck dagegen. So ein Kurany schießt wenigstens mal alle Jubeljahre ein Törchen. Bankster betrügen und belügen und zocken dagegen erst mal heimlich. Oder maximal unter Abnicken durch den Bundesfinami oder Dr. Murkel. “Sozial ist, was geht. Basta”.

Sagte ich Mett? Ach ja, besteht ja aus Hackfleisch. Könnte man all die Verbrecher, die jetzt auffliegen nicht dazu verarbeiten und an die Schweine verfüttern? Dann wären sie wenigstens da, wo sie hingehören statt auf staatlich alimentierte und ergaunerte Yachten im Mittelmeer und in die feinen Villen in München-Bogenhausen.

Tod eines MACchens

totes-macchen.jpg

Lange Jahre muckte MACchen nicht auf, egal welche Gemeinheit auf ihm geschrieben, gespeichert und verwahrt wurde. Niemals sah MACchen seinen Verkäufer, einen gewissen Gravis im Wellehaus wieder, seit seinen Tagen der Abholung gegen Bares. Einmal bekam MACchen mehr Gehirnzellen, dann ein neues Laufwerk, dann eine neue Festplatte. MACchen werkelte weiter, bis sein Herz immer schwächer wurde. MACchen blieb wie ein unwilliger Schüler immer häufiger hängen. Dann verbannten wir MACchen gegen etwas was viel, viel, viel schneller, leiser und viel mehr Hirn hatte. MACchen sah es, ließ sich vom Strom abschalten und wartete auf die Stunde, bis noch einmal eine gütige Hand den “Ein”-Schalter betätigte. Ein Familienmitglied hatte Interesse an der weißen Computerlampe.

So erlebten wir MACchens Todesstunde. Das Kerlchen röchelte, hängte sich auf und ließ sich nicht mehr beleben. Zuvor teilte es uns noch mit: “Laßt mich in Ruhe sterben. Ich möchte nicht zu Gravis zurück”. Dennoch versuchten wir das Unmögliche, die Operation am offenen Herzen. Trotz viel Sauerstoff, Tupfern und etlichen Herzstärkungsmitteln wollte MACchen nicht mehr. Wir entnahmen die Speicherplatte und bewahrten damit MACchens Erbe. Der Nachfolger hat bereits alle Daten von MACchen übernommen.

So bleibt uns die Hülle des weißen Kerlchens aus Cupertino CA 95014 1 Infinite Loop. “Made in China”.

Althaus “kein Pistenrowdy”?

milde-fu-eine-pistensau.jpg

Da hat der NW Chefboulevardeur in der Eile des täglichen Zeitungsmachens ja mal wieder was rausgehauen. “Dieter Althaus ist kein Pistenrowdy”. Nein nein, er fuhr nur ein klein wenig zu schnell und nebenbei die in vielen der gleichgeschalteten Medien ständig als “Slowakin” titulierte vierfache 41 jährige Mutter zu Tode. Kostet schlappe 5.000 €. Vernehmungsfähig ist Thüringens nicht nur auf Ski häufig als “Rambo” bezeichneter Politwendehals bis heute nicht, konnte aber 1200km quer durch Deutschland zur Beerdigung seines Vaters gurken.

Der Prozeß in Österreich dauerte grad mal so lange wie eine Verhandlung gegen eine 81 jährige Oma, die aus Hunger ein Brötchen mitgehen läßt. Und ungefähr so hoch ist die “Strafe”: 33.300 €. Peanuts. Das zahlen sicher Sponsoren.

Zurück bleibt ein Würgen im Hals und die Frage, was solch ein Typ noch im Amt eines Ministerpräsidenten zu suchen hat. Oder braucht es da mittlerweile keinen klaren Kopf mehr? Mag schon sein, trägt er eben Helm im Parlament. Wie der Torwart eines englischen Premier-League-Clubs. Allerdings kannn der mehr als Dieter A. Es wird jetzt politisch sehr schwer sein für seine politischen Gegner, mit den fälligen Tomaten und faulen Eiern zu werfen, obwohl dieses Urteil zum Himmel stinkt. Seine Busen – und Parteifreundin Dr. Murkel, die sich gerne mit zwielichtigen und devoten oder gar sichtbar irren – dafür aber leicht und gefüg handelnden – Gestalten umgibt, hält als Kanzleuse die dicke Pfote über Thüringens gloriosen Helden, dem das Denken nicht erst vor dem Unfall abhanden gekommen ist. Das erklärt auch die extreme Kürze und das seltsame Verfahren in der Sache Althaus. Wie man als Vorsitzende des Politbüros eingreift weiß sie ja noch von vor der Zeit, als die für ihre Moskautreue Sicht sehr bequeme Mauer noch oben war. Danach ergriff der Wendehals die “politische Chance”. Gott sei es geklagt.

Darf ich jetzt zum Kotzen gehen? Nein, Uwe Zimmer, ich nehme Sie nicht mit. Würgen Sie bitte alleine in der Niedernstraße.

Ergänzung aus dem Blog “Alter Falter”:
Was mich beim österreichischen Blitzurteil gegen den alpinen Geisterfahrer und Thüringer Ministerpräsidenten am meisten verwundert, ist, dass Dieter Althaus im Monat bloß 5.550 Euro netto verdienen soll, nämlich 185 Euro pro Tag. Skiunfall Althaus: Rechts vor links? Kann das wirklich sein? Was macht er falsch? Ähnlich erstaunlich finde ich, dass man für eine tote Ehefrau und Mutter in Österreich nur die doppelte Abwrackprämie bekommt, nämlich 5.000 Euro. Das ist zumindest das Schmerzensgeld, das Dieter Althaus an den Ehemann der verstorbenen Beata C. abdrücken muss. Also einen Tacken weniger, als Dieter Althaus jeden Monat von Thüringen aufs Konto überwiesen kriegt. Eventuell hat ja strafmildernd gewirkt, dass Dieter Althaus von rechts kam, wie die Rekonstruktion des Unfallhergangs belegt. Dass Dieter Althaus gegen die Fahrtrichtung bergauf gekurvt ist, entspricht allerdings sicher nicht den Verhaltensregeln des internationalen Skiverbandes FIS. Insofern geht die Verurteilung des Thüringer Ministerpräsidenten aus meiner Sicht in Ordnung. Das menschliche Drama des Skiunfalls ist zweifelsohne hollywoodreif. Vielleicht sollte Dieter Althaus deshalb mal den umgekehrten Weg gehen und Schauspieler werden anstatt Politiker zu bleiben.

Althaus bekommt als Ministerpräsident des kleinen Landes eine Aufwandsentschädigung von 12.800 €/monatlich brutto. Wahrscheinlich hat er nichts abzusetzen und muß viel mehr Steuern zahlen als der Herr Schumacher. Dafür kriegt die Familie der Toten die doppelte “Abwrackprämie”. Pervers. Jetzt bin ich gespannt, wie der thüringische Unsympath glaubt, Manna aus der Story ziehen zu können. Wären Wähler klug, würden sie ihm jetzt die “Rote Karte” zeigen. Tragik hin oder her.

Soso. Wie man grad erfahren darf, hat sich Thüringens Pistenrowdy schriftlich! geäußert. Er sei “bereit für weitere 5 Jahre”. Leute mit Größe hätten jetzt ihren Abschied erklärt. Vorbestrafte Leute mit Dachschaden machen einfach weiter. Eine Äußerung zum tragischen Tod der Mutter, die er über den Haufen fuhr, unterblieb. Offenbar braucht Thüringen und die CDU aber wohl jeden Geisterfahrer. Murkel wird sich freuen. Die Chancen am Rennsteig steigen. Hoffentlich macht er nicht noch eine finale Abfahrt vom Kyffhäuser und es stellt sich jemand einfach in die Spur, wenn er ultrarechts abbiegt.

Nun fliegt die FDP übers Kuckucksnest

kuckucksnest.jpg

Na, das werden die Neoliberalen doch ihren schwarzen Busenfreunden nicht antun. Oder? Klingt mal wieder alles nach Partei –
geklüngel. Interessiert den Wahlpöbel, der gut genug fürs Kreuzchen an der “natürlich richtigen Stelle” ist, herzlich wenig. Ansonsten Bürger, halte den Mund und lass uns Egomanen an der Spitze der Metropole gefälligst in Ruhe. Wäre ja noch schöner, wenn die Masse eine Meinung zu den wenigen Parteimitgliedern hat, die aber letztlich die Politik bestimmen. Nennt man Demokratie. Noch nicht gewußt? Wie man grad im Bund sieht, ist die FDP bei Windfähnchenhängungen allererste Sahne.

Berliner Kakophonie

Die Berliner Kakophonie um Frau Dr. Murkel und Karl-Theodor “Nüsternbläher” zu Guttenberg geht weiter. Anstatt mit klaren Ergebnissen vor die Medien zu treten, wird in feinstem DDR-Reichspropagandastil unterminiert, lanciert, durchgestochen und gedroht. Wie kann es sein, daß angeblich “interne Informationen” an die geifernd-sabberig Reporternde Öffentlichkeit gelangen? Wie kann es sein, daß Kloschüsselsätze wahrheitsgetreu auf den Schmierblöcken oder in den Mikrofonen drittklassiger Journaille landen? Hier ein Beispiel:

Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Opel kein systemrelevantes Unternehmen. Das sagte sie nach Informationen der “Rheinischen Post” (heutige Ausgabe) in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. “Es gibt systemrelevante Finanzinstitute. Es gibt aber keine systemisch wichtigen gewerblichen Unternehmungen”, sagte Merkel nach Informationen aus Teilnehmerkreisen. Die Kanzlerin fügte demnach hinzu, Opel habe aber “nach einem geordneten Verfahren” das Recht, Staatshilfen zu beantragen “wie andere Unternehmen auch”. Wie es aus den Kreisen weiter hieß, einigte sich die Unions-Fraktion auf ein mehrstufiges Verfahren zur möglichen Rettung Opel. Demnach müsse zunächst die Unternehmensführung ein schlüssiges Rettungskonzept vorlegen; darin müssten die rechtliche Trennung von GM und die Rückgabe der an GM
abgetretenen Patentrechte geklärt sein. Dieses Konzept werde der Bundeswirtschaftsminister prüfen. Als nächstes müsse Opel einen “zweiten Investor” finden, wie Merkel laut Teilnehmern sagte; GM könne als Minderheitsaktionär an Bord bleiben. Schließlich kämen Garantien, Bürgschaften oder ein Darlehen für Opel in Frage. Eine direkte Bundesbeteiligung an Opel schlossen die Kanzlerin und die Unionsfraktion demnach kategorisch aus.

Klasse. “Systemimmanent” ist also eine Gangster- und Gaunerbank Hypo Real Estate? Dito edine völlig überflüssig gewordene Staatsbank Commerzbank plus Zockertochter Dresdner? Alle Landesbänkchen, die dem Größenwahn verfielen? Wahrscheinlich haben die Herrschaften da nach Papierchen liegen. So gesehen, ist die dillettierende Kanzlermimin sicher auch nicht “Systemrelevant”. Manchmal wäre es eben viel klüger, mal den Schnabel zu halten, wenn man sehr wenig Ahnung hat. Oder war Chefeinflüsterer Roland Berger mit V-Mann “Joe” Ackermann grad mal im Urlaub?

Wer mehr darüber wissen will, warum sich Brandenburgs so ahnungslos tuendes Obertrudchen so vehement für die versifften und verlogenen, aber gleichwohl “Systemimmanenten” Banken einsetzt, guckt hier. TSI GmbH, die Hüter der Hütchenspiele, die Garanten des “deutschen Verbriefungsmarktes”. Also jenem Dreck, der jetzt als “faul” systemimmanent durch die Weltgeschichte geistert. Dem hat Frau Murkel immer wieder das Wort geredet. Wer weiß, wieviel sie davon in ihrem Tresor neben der Stasisakte liegen hat. “Leistung muß sich lohnen”. Vor allem, wenn man sich für Banken einsetzt, die wirklich kein Mensch braucht und die auch nach Spritzen von hunderten Milliarden Steuergeldern keine Kredite vergeben. Selbst, wenn sie angeblich “systemimmanent” sind. Frau Dr. Murkel, im Himmel ist Jahrmarkt. Geht nur keiner hin. Glaubt auch keiner. Hören Sie einfach auf, sich in die Taschen ihres prallen Hosenanzuges zu lügen.

Schalker Kriesel hat ausgebrummt

schalker-kriesel.jpg

Wir, die wir hier in OWL ebenfalls mit dem Schicksalschlag und Stigma “Westfalen” belegt sind, verspüren ja ab und zu eine gewisse Sympathie für die ebenfalls wie Arm. Bielefeld blau gewandeten Schalker. Momentan hält sich diese Sympathie aber eher in engen Mitleidsniederungen auf. Wer gestern Abend gesehen hat, wie das Narrenschiff Mainz 05 im DFB-Pokal GAZprom Schalke versenkt hat, der fragt sich nichts mehr, der hat die Antwort: Die infernalische Viererkette aus Billigstfleischhauer Tönnies als Aufsichtsrat, Präsident “noch ne Zigarette hust” Schnusenberg, “Mänätscher” Müller und Fred “Walking Zero” Rütten als Trainer hat auch das letzte Billigschnitzel aus Rheda-Wiedenbrück verbrannt. Den GAZprom-Deal in X Millionenhöhe hat einst der GAZkanzler Gerd vermittelt, gemacht wurde daraus nichts. Der Liebling der Billig-Massenfleisch verkloppenden Discounter aus der tiefen Provinz Rheda-Wiedenbrück, Tönnies plus seinem Steuerberater Schnusenberg sind schlicht und einfach: unfähig. Kolossal unfähig. Paßt aber zu dem primitiv-ekligen Formfleischstück aus einem Betrieb des Fleischhauers, daß man nicht “Schnitzel” nennen darf, weil es getoastet werden kann. Wer solche Ideen hat, der richtet auch einen Fußballclub zugrunde.

Schade Schalker. Aber so isset. Steckt Eure Viererkette in einen Toaster und schießt sie zur Arena raus.