Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
26
Feb '09

Theo, laß den Hut lieber auf

Wie haben Sie die Stimmung hier im Stadion empfunden?
Ich war heute zum ersten Mal im Bielefelder Stadion. Es hat
mich sehr beeindruckt. Die Arena ist sehr großzügig gebaut,
wirkt trotzdem kompakt. Das Publikum heute war Klasse. Wenn
zu einem Freundschafts-Länderspiel über 17.000 Zuschauer
kommen, dann muss man vor Bielefeld den Hut ziehen. Gerade
auch in Anbetracht der Live-Übertragung und der frühen Anstoßzeit.
Man mag sich kaum vorstellen, welche Stimmung hier erst herrscht,
wenn das Stadion bis auf den letzten Platz gefüllt ist

Theo war da. Theo Zwanziger. Der Vorturner des DFB Deutscher Fußballbund. Artig hat er nach dem Damenfußball-Spiel Deutschland gegen China sein Sprüchlein aufgesagt, immerhin haben sie ja beim DFB in der Gespensterkulisse des Bundeskanzlerinnenamtes zu Berlin Magdeburg und Bielefeld um Spiele bei der Frauen-WM im Fußball beschissen und lieber den fußballerisch eher der Sahel-Zone ähnelnden Kraichgau mit Sinsheim-Hoppenheim zur Spielstätte erkoren. Kniefall vor den Milliarden des SAPisten Dietmar Hopp.

Wir, lieber Theo Zwanziger, können uns allerdings nicht vorstellen, wie es ist, wenn das Stadion bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Siehe Diskussion über des Vorstandes Glanztat: die neue Ost/Haupttribüpne mit der aseptischen Kaviarschnittchen – Etage und den regenüberströmten königsblauen VIP-Sitzchen. Aus dem Handgelenk kann ich 10 ehemalige Dauerkarten nennen, die heute statt Stadiontribüne lieber Premiere gucken. Wenn dann im TV die leere Tribüne genüßlich abgefahren wird, stöhnen sie auf.

Es ist wirklich einfach, Deutschland zum Lachen über Bielefeld zu bringen. Ist schon eine ziemlich schlingelige Stadt da unter der Sparrenburg.

Min. 9,5 Millionen Menschen “nicht erwerbstätig”, aber erfasst

Von wegen “3,5 Millionen Arbeitslose”. Auf Seite 46 des von der “Bundesagentur für Arbeit” vorgeklegten Februar-Berichtes zur Arbeit (Neuerdings von trägen Journalisten gemäß McKinsey/R. Berger-Definition “Jobs” genannt) offenbart sich das Gesamtbild:

… mindestens 9,5 Millionen Menschen, die nicht erwerbstätig (ALG I + II, Qualifizierungsmaßnahmen) sind. Denen gegenüber stehen 27.893.600, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.

So, und auch diese Statistik ist mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit stellenweise geschönt, getürkt, umgestrickt, kanalisiert. Na Frau Dr. Murkel, dann garantieren Sie mal schön….

Der nächste Riesenhumbug rollt an

Ende Februar startet Nordrhein-Westfalen mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Kliniken werden dann mit neuen Kartenterminals und angepassten Verwaltungssystemen ausgestattet. Allein in der Region Nordrhein werden nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung mehr als 22.000 Kartenterminals ausgeliefert. Dies ist ein wichtiger Meilenstein des Zukunftsprojekts, mit dem Deutschland international technologische Trends im Gesundheitswesen setzen will. Im Zuge der Einführung muss jedoch sichergestellt werden, dass die Betriebsabläufe bei den Leistungserbringern nicht beeinträchtigt werden. Ein zentrales Rollout-Management ermöglicht eine bessere Koordinierung sowie eine neutrale Beratung und hilft damit, anfängliche Schwierigkeiten bei der Einführung zu vermeiden. Das sind die Erfahrungen von Steria Mummert Consulting als Projektverantwortlicher in der Testregion Rheinland-Pfalz/Trier.

“Die elektronische Gesundheitskarte ist ein sehr ehrgeiziges Projekt, bei dem es sich um eines der großen Zukunftsthemen handelt. Schwierigkeiten bei der Umsetzung lassen sich durch ein gutes Rollout-Management beheben, dem neben der Klärung der Finanzierungsfrage besondere Beachtung geschenkt werden sollte”, so Horst Martin Dreyer, verantwortlich für den Bereich Health Care bei Steria Mummert Consulting. “Der nächste große Meilenstein, der Start des Online-Rollouts, schafft die Voraussetzung für zahlreiche Anwendungen mit hohem Mehrwert wie beispielsweise den elektronischen Arztbrief oder die elektronische Patientenakte”.

Man beachte bitte die feine, geschliffene Sprache dieser Pressemitteilung zu einem der größten Humbugs der an Humbugen reichen Geschichte der Gesundheitsreform. So ist das, wenn nasalierende Stümper ministrieren und gemeinsame Sache mit den abzockenden Lobbyistebn machen.

Und wer kauft die Gebrauchten?

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Der Mann bei Hagemann schüttelt den Kopf und schwenkt den Arm ausladend über die riesige Menge Gebrauchtwagen im weiten Rund. “Wie Blei. Die kauft jetzt keiner mehr, kosten aber Finanzierung”. Tja, in all den Jubel und Trubel, die Dankesgebete an eine so “freigiebige” Regierung, den nationalen Abwrackwahn weihnachtlichen Ausmasses, mischen sich tatsächlich nachdenkliche Töne? Jetzt, wo die Saabchen heim zu Mamma Hagemann rollen und keiner sie mehr will, macht sich Verwunderung breit bei den Autoleuten. Hagemann begegnet dem mit Nostalgie, man rollt alte Schätzchen heraus. “Senator” aus der Zeit vor Einsparungs – totengräber Lopez. Als die Schweller noch nicht programmiert rosteten und Bleche nicht wie zu dünn gebackene Eierkuchen mit Magermilch wirkten. Es war die Zeit, als Opel noch eine Automacht war in Deutschland, mit Marktanteilen, die GM in Detroit richtig mästeten und niemals an Kleinwagen denken ließ.

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“Manchmal”, sagt der Mann von Hagemann in die Stille hinein, “manchmal glaube ich, es wäre besser, Opel ginge in die Insolvenz und losgelöst von General Motors und schlanker Ausrichtung neu in den Markt”.

“Löst das Ihr Gebrauchtwagenproblem?”, frage ich.

“Nein”, sagt der Mann von Hagemann, “natürlich nicht”.

Dazu passen die Zahlen aus einer aktuellen Pressemeldung:

– In den letzten drei Monaten gab es 22 Insolvenzen von
Automobilzulieferern, davon sind 32.000 Mitarbeiter betroffen
– Insolvenzwelle wird im März 2009 ihren Höhepunkt erreichen
– 2009 könnten in Deutschland weitere 50 bis 80 Zulieferer
zusammenbrechen
– 100.000 Arbeitsplätze bei insolventen Zulieferern in Gefahr
– Renditen fallen um 65 Prozent

Quelle: Oliver-Wyman-Analyse “Krise in der Automobilindustrie”.

Merke: Unsere oberklugen Faseler in Berlin halten es für viel viel wichtiger, Steuergelder in “Systemimmanente Banken” zu versenken. Wie verlogen und absolut unwahr das ist, belegen derzeit aktuelle Analysen berufener Leute. Man könnte auch unhöflich sagen: “Die Politiker sind mit den Banken verwoben und versuchen, die Rettung ihrer Ärsche zeitlich hinaus zu zögern bis es nicht mehr geht”. Auf Dauer wird das nicht gelingen. Aber hat Frau Dr. Murkel nicht für alle Sparkonten persönlich gebürgt? Na bitte. Jeder kriegt dann eine hausgebratene Roulade, die laut unserem Horst “so lecker und toll sind”. Mehr kann das Kanzler aber auch wirklich nicht. Erinnert ihre Politik doch täglich an Rouladenbraterei.

Baby, es brennt….

Zu Ostern brennen im Ostwestfälischen traditionell viele Feuer. Nicht immer geht es dabei um die Brauchtumspflege. Häufig werden auf diese Weise Grünschnitt und Gartenabfälle entsorgt. Die Folge: erhebliche Luftverschmutzungen und gesundheitliche Beschwerden bei empfindlichen Menschen. Dies soll ab 2009 besser werden. Auf die neuen Regelungen der Osterfeuerverordnung weisen das Ordnungsamt und das Umweltamt hin.

Private Osterfeuer sind danach verboten. Erlaubt sind öffentliche, für jedermann frei zugängliche Veranstaltungen, die auf schriftlichen Antrag vom Ordnungsamt genehmigt werden. Um die negativen Folgen für die Luftqualität und den Gesundheitsschutz zu begrenzen, erhalten nur solche Veranstalter eine Erlaubnis, die auf eine langjährige Tradition verweisen können oder deren Vorhaben im öffentlichen Interesse liegt. Das Abbrennen der genehmigten Osterfeuer ist von Karsamstag bis Ostermontag jeweils in der Zeit von 16.00 Uhr bis 24.00 Uhr möglich. Anträge müssen spätestens am 13. März 2009 für die Stadtbezirke Mitte, Schildesche, Stieghorst, Dornberg und Gadderbaum beim Ordnungsamt und für die übrigen Bezirke beim jeweiligen Bezirksamt vorliegen. Notwendig sind genaue Angaben zum Ort, zum Zeitpunkt, zum Brennmaterial, zur verantwortlichen Person mit Name, Anschrift und Mobiltelefonnummer.

Sollte bereits Verbrennungsmaterial für ein nicht genehmigungsfähiges Osterfeuer zusammengetragen worden sein, gibt die Abfallberatung des Umweltbetriebes Informationen über Möglichkeiten einer ökologisch sinnvollen Verwertung (Telefon: 51-33 41).

Aus einer Pressemeldung der Metropole. Warum sind die eigentlich immer mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben und mit offenen Drohungen garniert?

Keine Keeper in Kölle?

Arm. Bielefeld hat vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln große Personalprobleme im Tor. Ersatzkeeper Rowen Fernandez fällt wegen eines schweren Magen-Darminfekts definitiv aus. Und auch Stammtorhüter Dennis Eilhoff liegt seit heute Nacht mit einem Virus flach. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass er bis Freitag fit wird. Ansonsten muss der dritte Keeper Alexander Bade ins Tor. Über 2.000 Arminenfans wollen ihre Mannschaft zum Spiel nach Köln begleiten. Wenn es kein Punktgewinn wird, dürften die Almdribbler wohl auf einen Abstiegsplatz in der Tabelle fallen. Aber das ist ja nun keine wirklich neue Erfahrung.

Der Gipfel der EU-Blödheit

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Kaum haben sie ihm per Unfähigkeit der SPD und schleimender Willfährigkeit der FDP den Arsch wieder zementiert, schlägt Hessens brutalstmöglicher Ministerpräsident zu und schafft Fakten, die einen an den Kopf greifen lassen. In Frankfurt wird am Giganto-Airport die unnötige weitere Landebahn in den grünen Wald der praktisch enteigneten Gemeinde Kelsterbach geschlagen und das Flughäfelchen Kassel-Calden wird für 114 Mio. zum Konkurrenten von Paderborn-Lippstadt ausgebaut. Die ebenso bekloppte wie unfähige EU in Brüssel nickt das auch noch ab. Die vorsichtige Stimme des Paderborner Flughafenchefs, wonach “beide Flughäfen kostendeckend nebeneinander zu betreiben möglicherweise nicht möglich ist”, wird in den hessischen Wind geschlagen.

Solche Ministerpräsidenten braucht die deutsche “Elite”. Dann klappts auch mit Abgreifen von Steuergeldern durch gierige Banken. Ach, ich vergaß. Die sind ja alle “Systemimmanent”. Sind deutsche Märchen auch. Die muß man aber nicht glauben. Obwohl, bei Licht gesehen, sieht ein gewisser Koch schon aus wie der verkleidete Wolf aus “Hänsel und Gretel”.

“Mutter Koch”, warum hast du so dicke Lippen? “Damit ich schneller fressen kann, als Ihr kotzt”. Und im Hintergrund pfeift das hessische FDP-Hähnchen sein neoliberales Lied.

Volkes Mund …

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Wer wirklich wissen will, was Volkes Meinung ist, liest nicht ergeben Forsa-Manipulinski Güllners gekaufte Umfragen sondern stöbert in Leserbriefen und einschlägigen Foren. Da sieht das Bild sehr viel anders aus und der gelbe FDP-Schein schrumpft eher zu dem was es ist : “FDP-Fähnchen im Wind”, wie dieser Leserbrief in der NW es ausdrückt:

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Wer nicht glauben mag, daß FDP lediglich eine umgefärbte und verschlimmerte Union ist, mag sich verdeutlichen, was passiert, wenn “Ihro heilige Unfähigkeit aus Meck-Vop” mit “Mister Laberlaber” in gemeinsame politische Bett steigt:

- Zementierung dessen, was soeben weltweit zusammengebrochen ist und den Mist eingebrockt
Neoliberalismus in seiner häßlichsten Form
- Steuerreform, die noch mehr nach “oben” verteilt
- Korrigierte Erbschaft zugunsten großer Vermögen
- Wirtschaftspolitik wie “es ist ja nichts geschehen”
- weitere Reduzierung staatlicher Aufgaben zugunster solcher Gebilde wie Bertelsmann-Arvato
- weiterer Abbau der Hartz IV-Leistungen
- noch stärkerer Einfluß charakterloser Typen a la “Mißfelder”

Für Quote jaucht und kernerts um die Wette

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Der Mord an der kleinen Kardelen aus Paderborn ist schrecklich. Keine Frage. Final aufgeklärt ist er aber bis heute nicht. Also ein sogenanntes “schwebendes Verfahren”. Warum also die Eltern beim Dackelblicker und Wichtigtuer Jauch in der Sendung sitzen und der Schwiegervater beim Oberlaberer und Dünnbrettbohrer Kerner auf der Couch sitzend noch einen draufsetzt, ist sehr fraglich. Das Fernsehen giert nach Quote und da wird letztlich alles genommen, was passt oder passend gemacht werden kann, um die Breitwandflachbildschirme neuester Generation zu füllen. Das unsere Holzmedien – hier die NW -da auf dem vorletzten Loch pfeifend sich berichterstattend gemein mit dem Fernsehen machen, ist ein Phänomen unserer Zeit. Ein kritisches Wort zu dieser Art Sensationshatz habe ich allerdings nicht gelesen. Oder überlesen?