Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Fr
20
Feb '09

En “Doof Nuß” schlägt wieder zu

Empörung über Philipp Mißfelder: “Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie”, soll der Chef der Jungen Union bei einem Frühschoppen im Westfälischen gesagt haben. Er habe nur auf Missstände hinweisen wollen, relativiert der CDU-Politiker seine Aussage inzwischen. Es war ein lange vereinbarter Termin im heimischen Wahlkreis. Philipp Mißfelder, CDU-Präsidiumsmitglied und Chef der Jungen Union (JU), hatte seiner Partei im westfälischen Haltern diesen Besuch versprochen. “Wir schätzen ihn sehr, er sucht Kontakt zur Basis”, sagt Bruno Kleine Stegemann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Haltern am See.

Vergangenen Sonntag kam Mißfelder dann zum Frühschoppen ins Hotel Himmelmann in den Ortsteil Lippramsdorf. “War gut besucht, 40 bis 45 Leute”, erinnert sich Kleine Stegemann. Mißfelder habe eine “größere Rede” gehalten. Und darin fiel dann irgendwann dieser Satz. “Ich hab nur gedacht: Um Gottes Willen!”, so Kleine Stegemann zu SPIEGEL ONLINE. Da hatte der JU-Chef gerade seine Attacke gegen Arbeitslose geritten: “Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.”

Im kölschen Karneval gibt es eine Figur namens “Doof Nuß”. Ein gewisser Philip Mißfelder, Vorsitzender JU-Bubi und völlig unbeleckt von jeglicher Arbeitserfahrung, toppt diese Figur bei weitem. Ob dem charakterlosen Menschen eigentlich klar ist, wer ihn relativ fürstlich - gemessen an seinem marginalen Können - bezahlt? Der Berliner Reichstag ist ein derartiger Saustall und Sammelbecken dubios gescheiterter Existenzen geworden, daß Schreikämpfe nicht mehr genügen. Die Fenster dort können gar nicht so weit aufgerissen werden, um Mief und Dreck schnell genug heraus zu kehren. Herr Mißfelder stünde in der ersten Reihe, wenn die Berliner Stadtrreinigung kommt. .

Merkel, Steinbrück. Treten Sie zurück!

Beim angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) sind laut einem Zeitungsbericht Geschäfte in Milliarden-Höhe getätigt worden, die nicht in der Bilanz auftauchen. Diese seien zum Teil hochspekulativ gewesen, berichtet die “Hannoversche Allgemeine Zeitung”. Zusammen mit der offiziellen Bilanzsumme von etwa 400 Milliarden Euro ergebe sich eine Summe von knapp einer Billion Euro, die die Bank laufend mit neuen Krediten refinanzieren müsse.

Der ebenso ahnungslose wie arrogante Finanzminister “rettet” scheibchenweise und was wir von Templins grandioser Rouladenbraterin Dr. Angela Dorothea “IM Erika” zu halten haben, offenbart sich in ganzer epischer Breite.

Dazu kommt über die Ticker aktuell: Der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hermann Otto Solms, hat Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD) zum Rücktritt aufgefordert. “Peer Steinbrück trägt die Verantwortung dafür, dass der Steuerzahler die Boni für die schlechten Manager der Commerzbank-Tochter Dresdner Kleinwort zahlen muss. 400 Millionen Euro sind einen Rücktritt wert”, sagte Solms der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Morgige Ausgabe). Hintergrund sind Prämienzusagen für die Investmentbanker in Höhe von 400 Millionen Euro für 2008. Der Staat ist inzwischen Miteigentümer der Commerzbank und stützt das Institut mit Milliarden.

Es schlägt dem Faß gleich mehrere Böden aus …..

Umwelt-Rischel:”BI Teil eines EU-weiten (Klima)Netzwerkes”

Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 19. Februar einstimmig beschlossen, dem Konvent der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen zur Erreichung der EU-Klimaziele beizutreten. Oberbürgermeister Eberhard David wird die Beitrittserklärung unterzeichnen. Zum Hintergrund: Auch die Europäische Union (EU) hat sich Klimaziele gesetzt. Unter dem Motto “20-20-20 by 2020″ soll eine zwanzigprozentige Steigerung der Energieeffizienz, eine zwanzigprozentige Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und eine Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2020 erreicht werden.

Um diese Ziele auch tatsächlich zu realisieren, wendet sich die EU gezielt an die Städte und Gemeinden, denen sie eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung dieser herausragenden Zukunftsaufgabe zuweist. Dazu wurde im letzten Jahr der EU-Konvent ins Leben gerufen. Am 10. Februar 2009 war der Start mit einem Festakt im EU-Parlament, wo 346 europäische Städte vertreten waren. Bislang sind 21 deutsche Städte - darunter Aachen, Dortmund, Hamburg, Hannover, Köln und München - dem Konvent beigetreten.

Die mit dem EU-Konvent verbundenen Verpflichtungen kann Bielefeld angesichts seines eigenen ehrgeizigen Klimaschutzprogramms problemlos gewährleisten. Anja Ritschel, Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz: “Wir werden sicherlich in Bezug auf Ideentransfer und Kooperation davon profitieren, Teil eines EU-weiten Netzwerks zu sein.” Zudem wird den beteiligten Kommunen in Aussicht gestellt, dass der Zugang zu Fördermitteln für den Klimaschutz erleichtert und Unterstützung bei Entwicklung und Einsatz innovativer Techniken und Vorgehensweisen gegeben wird.

Aus einer Presseerklärung der Metropolverwaltung. Das kleine geduckte Haufendorf unter der Sparrenburg hat wohl noch nicht mitbekommen, das “Klima” kein Thema mehr ist. Frau Dr. Murkel selbst hat sich längst anderen Zielen zugewandt: Freie Fahrt für Kuh sieben mit 5 Litern Hubraum und Porsches mit Pfeffernamen. Aber man ging hier ja immer schon mit der Zeit. Die Uhren ticken allerdings immer 10 Jahre zurück.

BI beim Gaspreis Champions-League

gaspreis.jpg

Wie dieser von der NW aufbereiteten Tabelle des Internetportals “verivox” zu entnehmen ist, belegt das Metropölchen einen der ganz vorderen Plätze beim Gaspreis der bundesrepublikanischen Städte. Verglichen wurde ein Verbrauch von 20.000 kWh/Jahr. Frankfurt/Main, gewiß kein Kleinverdienerpflaster, verlangt dafür 1.113 €, die Stadt an der reißenden Lutter 1.507 € ab 1. April. Da wird es aber gewaltigen Erklärungsbedarf im Hochhaus der Stadtwerke an der Bahnklinie nach Hannover geben. Besonders das SPD-Männlein mit dem Schnauzbart an der Spitze wird Rede und Antwort stehen müssen.

Und dann säuselt Seeaal ins Mikro

Bevor aber die hübschen Blondinen, Brünetten, Kurz- und Langhaarigen ins Rampenlicht treten durften, bekam Heidi Klum ihren dramatischen Auftritt. Countdown, Jubelschreie und eine große Begrüßungsrede, die eher einer Selbstbeweihräucherung nahe kam. Erst nach dem großen Tamtam um Klum durften auch die Jurymitglieder Peyman Amin und Rolf Schneider ihre zarten Gesichter in die Kamera halten und sich feiern lassen. Nach den ersten beiden Runden, in denen die Jury im Schnellverfahren die hübschesten Gesichter und “Fahrgestelle” aussortiert hatten, blieben 45 Mädchen übrig. Für diese Schönheiten gab weitere zwei Durchgänge zu bewältigen: Erst mussten sie im Bikini antreten, was für die extravagante Olivia tatsächlich zum Problem wurde. Bei er letzten Station hieß es “bitte recht freundlich” – beim Foto-Shooting sollten die Grazien ihr Können vor der Kamera unter Beweis stellen. So hofberichtet die Unterhaltungspresse heute.

Massenhysterie um Heidi K. Wie meinte doch die recht attraktive 17 jährige Freundin des Jüngeren gestern?

“Wie, Du magst die Tusse nicht?”.
Ich: “Nein. Merkt man das?”.
Sie: “Ja. Aber tröste Dich, ich finde die Frau auch unmöglich”.
Ich: “Willst Du da nicht mal mitmachen?”.
Sie: “Pffffftt. Um Gottes Willen. Am Ende schreibt der Seeaal noch ein Lied für mich und der dümmliche Papa von der Almdudlerin vermarktet mich. Nein danke. Ich mache lieber mein Abi und studiere dann”.

Richtig. Aber es rennen genügend hin, um sich bei der Prekariatsshow begaffen zu lassen und Heidi K.´s halbgare Sprüche anzuhören. “Tu Glas. Macht das Leben schöner. Zack, zack. Yes, yes, yes”.

Dieses Jahr laufen wir bisher noch nicht Gefahr, daß eine Bielefelderin mitmacht und auf den Kopf fäll.

Autoverwerter greifen sich an den Kopf

Gestern erzählte mir jemand von einem der größten Autoverwerter hier in der Gegend. Dem Besitzer tat es sichtbar leid, voll funktionstüchtige Wagen verschrotten zu müssen. Er hat wohl einigen Leuten angeboten, den Wagen für 2.500 EUR zu kaufen, weil sie noch gut in Schuss und somit mehr wert waren, aber dieses Ansinnen wurde wohl mehrfach abgelehnt. Er konnte sich das auch nicht mehr erklären, die Leute wären so geil auf diese Prämie, dass der Verstand offensichtlich aussetzt.

Was mich zu dem Schluß kommen läßt, daß Frau Dr. Murkel die Umwelt völlig egal ist, wenn man mit exakt den gegenteiligen Aussagen Wählerstimmen haschen kann. Momentan liegen übrigens rund 85.000 Anträge bei der zuständigen Behörde vor. Wenn das angeblich schon solch einen “Boom” auslöst, was ist, wenn die geplanten 600.000 Autos zur Abwrackung anstehen? Die Stahlpreise und damit die Preise für Alteisen sind im Keller. Von der Umwelt - und Energiebilanz wollen wir mal höflich nicht schreiben.

Warum verschweigen das unsere Zeitungen?

Die Opposition im Bundestag verlangt von der Regierung Aufklärung über die Vorgänge um den angeschlagenen Immobilien- und Staatsfinanzierer Hypo Real Estate (HRE). Linksparteichef Oskar Lafontaine machte sich für einen Untersuchungsausschuss stark und forderte FDP und Grüne zur Unterstützung auf. Für ein solches Gremium muss ein Viertel der Abgeordneten im Bundestag votieren. Lafontaine erhob schwere Vorwürfe gegen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Er soll den ehemaligen Eigentümer, die jetzt zur italienischen UniCredit gehörende HypoVereinsbank, absichtlich aus seiner Verantwortung für die HRE entlassen haben.

Lafontaine erklärte, nach dem Umwandlungsgesetz hätte die heute zum italienischen UniCredit-Konzern gehörende HypoVereinsbank bis zum 28. September 2008 für die Schulden der HRE haften müssen. Einen Tag nach Ablauf dieser Frist habe der Bundesfinanzminister die erste Bürgschaft für die HRE abgezeichnet. Lafontaine: “Der Verdacht, dass hier zum Nachteil der Steuerzahler die Haftungsfrist versäumt und die private HypoVereinsbank geschont wurde, ist nicht ausgeräumt.” Eine entsprechende Anfrage des FDP-Abgeordneten Volker Wissing habe das Finanzministerium unzureichend und ausweichend beantwortet.

Die seltsamen Vorgänge um die Hypo Real Estate und all die anderen Saubanken stinken zum Himmel. Der Geruch breitet sich auch über Ostwestfalen aus. In unseren Zeitungen wird er allerdings nicht wahrgenommen. Da versuchen ein paar Wirtschafts - redakteure immer noch, “Äppel für Eier” zu verkaufen und uns weis zu machen, der Bundesfinami mit der hohen oder hohlen? Stirn “täte alles, die Krise zu bewältigen”. Wer tiefer hinter den Kulissen liest und vor allem sich über Medien informiert, die nicht dem Reichspropagandastream aus Berlin ergeben sind, der liest Erstaunliches. Vor allem wird deutlich, wie die Hohlpfeifen um Dr. Murkel die Bürger im wahrsten Sinne des Wortes “verarschen”. Wer soll denn noch glauben, daß eine Bankruine mit grad mal 300 Millionen Börsenwert Verbindlichkeiten von bisher bekannten 120 Mrd. aufbauen kann? Und warum hat die Deutsche Bank von V-Mann “Joe” Ackermann nur ein paar lässige Milliardchen “Faules” in der Bilanz?

Freuen wir uns doch einfach über die Sonderbeilage “Dornberg” in der NW. Ein Ortsteil heißt ja nicht ohne Grund “Deppendorf”.

Beantragt doch Abwrackprämie

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Vor dem Spiel gegen Bochum am Samstag gehts das Jammern mal wieder um bei Arm. Bielefeld. Das Stadion wird wieder nicht voll. Auf der pompösen neuen Haupttribüne werden wieder große Sitzreihenlöcher gähnen. Tja Arm. Bielefeld, dumm gelaufen. Bei den Preisen im Mittelfeld der Liga, bei den Leistungen wieder da, wo man immer ist: Kurz vorm Sturz in Liga 2. So lange die Vereinsführung nicht kapiert, daß man keine Lust hat, Jahr um Jahr Not gegen Elend zu sehen, wird sich das auch nicht ändern. Eine Tribüne für 10 Mio. hätte es locker auch getan und für das Gesparte hätten sich sicher hoffnungsvolle Spieler gefunden. Hoppenheim, das nun so gar keine Erstligatradition hat, kriegt seine neue Butze jedenfalls locker mit 30.000 voll. Und das im “Kraichgau”, wo sich sonst Fuchs und Spätzle “Gute Nacht” sagen.