Empörung über Philipp Mißfelder: “Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie”, soll der Chef der Jungen Union bei einem Frühschoppen im Westfälischen gesagt haben. Er habe nur auf Missstände hinweisen wollen, relativiert der CDU-Politiker seine Aussage inzwischen. Es war ein lange vereinbarter Termin im heimischen Wahlkreis. Philipp Mißfelder, CDU-Präsidiumsmitglied und Chef der Jungen Union (JU), hatte seiner Partei im westfälischen Haltern diesen Besuch versprochen. “Wir schätzen ihn sehr, er sucht Kontakt zur Basis”, sagt Bruno Kleine Stegemann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Haltern am See.
Vergangenen Sonntag kam Mißfelder dann zum Frühschoppen ins Hotel Himmelmann in den Ortsteil Lippramsdorf. “War gut besucht, 40 bis 45 Leute”, erinnert sich Kleine Stegemann. Mißfelder habe eine “größere Rede” gehalten. Und darin fiel dann irgendwann dieser Satz. “Ich hab nur gedacht: Um Gottes Willen!”, so Kleine Stegemann zu SPIEGEL ONLINE. Da hatte der JU-Chef gerade seine Attacke gegen Arbeitslose geritten: “Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.”
Im kölschen Karneval gibt es eine Figur namens “Doof Nuß”. Ein gewisser Philip Mißfelder, Vorsitzender JU-Bubi und völlig unbeleckt von jeglicher Arbeitserfahrung, toppt diese Figur bei weitem. Ob dem charakterlosen Menschen eigentlich klar ist, wer ihn relativ fürstlich - gemessen an seinem marginalen Können - bezahlt? Der Berliner Reichstag ist ein derartiger Saustall und Sammelbecken dubios gescheiterter Existenzen geworden, daß Schreikämpfe nicht mehr genügen. Die Fenster dort können gar nicht so weit aufgerissen werden, um Mief und Dreck schnell genug heraus zu kehren. Herr Mißfelder stünde in der ersten Reihe, wenn die Berliner Stadtrreinigung kommt. .





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