
Da prangt er auf Seite 3 der NW. Eigentlich müßte seine Nase aus dem Papier herausragen. Aber Gunter, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftungskrake, wandelt auch übers Wasser, wenn seine Herren das verlangen. Selbst wissend, daß er dabei absäuft. So macht er eben öffentlich den Guttenberg. Ach, Sie wissen nicht, was das ist? Dann erinnere ich mal an die Antrittspressekonferenz des Bürschchens im Wirtschaftsministerium. Da wurde aus einer 3-Mann-Firma gleich ein Weltkonzern und da begleitete man als 18 jähriger bereits einen veritablen Börsengang. Solche Koniferen braucht die zusammenbrechende Welt der Neoliberalen.
Wer Insiderkenntnisse hat, weiß, wie sehr die Mohnsuppe drüben im Straßendorf brodelt. Nicht ohne Grund legte der Personalrat dem Vorstand 62 Fragen vor:

In Zeiten wie diesen wird es langsam aber sicher ungemütlich für die Murkels, Steinbrücks, Po fallas, Guttenbergs, Mohns und Schaefflers dieser Welt. Und es fahren nicht immer Züge, hinter die man sich werfen kann. Ach doch, der ICE Hannover-Hamm hält ja nicht im Gütersloher Hauptbahnhof. Auch Kumpel “Paranoika” Schäuble ist noch nicht so weit, die Bundeswehr gleich gegen die aufgebrachten Bürger im Innern in Stellung zu bringen, obwohl er das so super Gipfelmäßig in Heiligendumm trainieren ließ.
Ach seufz. Während Mohndruck grad die kollabierte “Vanity Affair” als Druckobjekt verloren hat, geht im schwedischen Trollhättan die Marke “Saab” über die Wupper. Herzlichen Glückwunsch, Mr. “Tricky” Wagoner in Detroit. Glanzleistung. Noch einer: Die HRE (Hypo Real Estate), Papierwaschanlage einer Deutschen Bank, braucht schon wieder so “um die 20 Milliarden). Wieviele davon kassiert eigentlich die Heuschrecke, die als Hauptaktionär dahinter sitzt? Müssen Firmen, die überschuldet sind, nicht Insolvenz anmelden, Herr Steinbrück und Frau Murkel? Aber davon haben Sie ohnehin so gut wie keine Ahnung.
Was stell ich bloß für dusselige Fragen.
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