Während die offiziellen Wetterfrösche für andere Regionen schon wieder barmen und ab Mittwochfrüh erschröckliche Kälte nebst Schnee herbeibarmen, erscheint unser Gebiet auf der Bundesunwetterkarte völlig grün. Also harmlos. Unterlegt man die politische Karte, deuten sich in und um Berlin orkanartige Gebilde in Tiefschwarz an. Das Dunkelrot der SPD darf man dabei natürlich nicht ernst nehmen. Das ist nur Theaterdonner.
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I fahr ganz aloa durch d’ Nacht auf der BAB 2
von München nach Hamburg is’ weit und I schlaf scho fast ei
drum fahr’ I auf an Rastplatz, I brauch jetzt an starken Kaffee
und wiar I grad wieda fahrn wui da sig I’s an der Tankstelln steh
sie schaut so verlorn aus drum sag I zu ihr, steig doch ei
I fahr bis nach Hannover und der Platz neben mir is no frei
sie sagt sie war in Frankfurt – Frankfurt is OK
doch jetzt wuis wieda hoam, nach BaTW
nach BaTW*
a sie wui wieda hoam,
Ja sie wui wieda hoam,
Ja sie wui so gern wieda hoam, nach BaTW
sie wui so gern wieda hoam, nach Bielefeld am Teutoburger Wald
Irgend ein Stoff im Oetkerschen “Wölkchen” muß fast 330.000 Bielefelder so benebeln, daß sie von dieser Metropole nicht los kommen, ja gar nicht genug bekommen. Ob es am weißen Sandstrand der Lutter liegt?
(Basis: “Fürstenfeldbruck” von der Spider Murphy Gang/MUC / *BaTW = Bielefeld am Teutoburger Wald)
Eih Alda, isch sach jetz mal so: “In Kopp musst Du nichs haben. Aber gut aussehen und riechen tun musst Du”. Das mußte mal raus, weil es nahezu O-Ton eines besonderen Exemplares eines 17-jährigen ist, den man gestern Abend im TV “bewundern” durfte. Belegt wird das durch eine Pressemeldung:
Styling und Trendbewusstsein spielen für Jugendliche eine zentrale Rolle. Das belegt die neue Studie BRAVO Faktor Märkte “Mode & Beauty” aus der Bauer Media KG, Anzeigen- und Onlinevermarkter der Bauer Media Group. Zudem verfügen Jugendliche
über eine enorme Kaufkraft. Die jährlichen Ausgaben der Zwölf- bis 19-Jährigen in Deutschland liegen bei etwa 20,7 Milliarden Euro und am liebsten geben sie ihr Geld für Mode und Beauty aus. Allein auf diesen Bereich entfallen 5,3 Milliarden Euro. Dahinter folgen die Ausgaben für Weggehen (2,7 Milliarden Euro) und das Handy (2,1 Milliarden Euro).
Na dann Bravo. Klar, daß die sich zu 99,9% mit der oberflächlichen Oberflächlichkeit beschäftigen und darauf auch noch sehr stolz sind.
Irgendwie tickt diese Stadt nicht richtig. Und mit ihr ein paar honorige Typen, oder die, die sich für “Trendsetter” unter der Sparrenburg halten. Jetzt tickt die Zeitbombe “Museum”. Eine Museumsmeile für Bielefeld. Für Fächer, Naturkunde, Leinen, ja, was noch? So richtig viel ist es ja nicht, was das geduckte Dorf am Teuto an Geschichte zu zeigen hat. Aber eine Museumsmeile muß her. Den Kurator hätten wir ja schon: Prozeßgeldverbrenner Thomas K. Der mit dem Engelshaar. Und ausrichten könnte das Yoko Ono, die sicher gerne noch mal in die wunderhübsche Metropole mit der “Nice Kunsthalle” käme. Im Leichenwagen natürlich.
Für wen und was also eine Museumsmeile? Wer soll in die Museen gehen, wen sollen sie mit was anlocken? Vielleicht könnte man die “Geschichte des Hafers in der Region Bielefeld” editieren, jenes Grundsatzwerk eines Unbekannten über die Ideen der schildaesk und bizarr daherkommenden Puddingstadt. Ach ja Pudding. Denn stellt Otti Doetker bereits selbst in seiner “Welt of…..” entlang des Ostwestfalendammes aus. Vielleicht soll die Museumsmeile da aber auch beginnen. Gestärkt mit “Ofenfrischer” und “Wölkchen” gehts dann zuerst ins Museumsdorf Bethel, Barmherzigkeit gucken, dann Kunsthalle, Kellein gucken, dann die umgewidmete Handwerkskammer-Butze, wo man “die großen Bielefelder” sieht. Also Artur Wichniarek neben Rudolf-August und David neben Goliath “Brachfläche” Moss. In der Raspi gelänge sicher großflächig das Werk “Wie Bielefelder Politiker die Weltpolitik umgestalteten”, gezeigt an einem vibrierenden Pudding, Einblendung des Reiner W. unter Abspielung der Internationale. Auf der AlmSchücoArena schließlich zeigt der Club unter Dauerflutlicht weltweit erst – und einmalig “Heroen des Rasens”. Was sich mit der einmaligen Auf – und Abstiegsorgie des “Clubs der Ostwestfalen” beschäftigt. Diesmaliger Ausgang noch ungewiß.
Ach ja, Museumsmeile. Macht doch einfach das ganze Metropolchen zur Museumsmeile. Das wäre dann “Bielefeld. Public viewing”.
blitzmerker hat es in einem seiner gewohnt süffisanten Kommentare ja schon angedeutet: einer unserer geliebten und das Bielefelder Stadtgebiet so entscheidend prägenden Brachflächen ist es nicht vergönnt, sich mit wilden Birken, Gaukleranemonen, Hasenfutter und Fluggras selbst zu begrünen. Das den Stadtwerken gehörende Brachgelände (ehemals Droop & Rein) gegenüber dem gewaltigen Hochhaus der städtischen Gas – und Strommacher hat die Begehrlichkeit der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld (herrlich, dieser Name) geweckt, die ihren Klassikbau nahe der Kunsthalle aufgeben wollen. Nicht auszudenken, welche Gedanken den ICE-Reisenden aus und nach Berlin kommen, wenn sie da dereinst einen jener Goldbeckschen Kästen erblicken, mit denen das Bahnhofsviertel ja schon halb vollgestellt ist. Und wenn der Blick dann noch zum orientalisch angemuteten Ishara – Bad schweift, werden sie in Scharen dem Zug entfliehen. Bielefeld, Du herrliche Perle unter der Sparrenburg.
Ob Handwerkskammer-Präsidenta Lena S. schon mal planen läßt?
“Unverändert viele Schlägereien in Bielefelder Diskotheken” und “Studenten mit Mütze geschlagen”, titelt die NW heute auf ihren Lokalseiten. Was ist los im Gebiet der Königin der Brachflächen? Auswüchse einer beschissenen Zeit? Agressionen? Zu wenig Überwachung? Oder einfach nur Panikmache? Ich wüßte gerne mehr. Psychologen und Verhaltensforscher an die Front. An der Uni gibt es doch welche.
Es ist weit und breit kein Gipfel in Sicht, von dem die “mächtigste Frau der Welt” mit ihren Kaffeetanten Liz Mohn und der intriganten Friede Springer huldvoll herabsteigen könnte. Ihre Führungsqualitäten sind auf das reduziert, was sie ohne die Bertelsmann SpringerMohnsche Hochschreibtitrade immer waren: heiße Luft, Landeigeschwafel. Jetzt, wo es in der Republik und der Welt neoliberal zusammenkracht, steht sie im Dalai-Lama-orange da und hat nichts zu bieten. Der Hundling Seehofer, Horst, vormals begnadeter Lobbyist, Fädenspinner und Intrigant aus dem Audidorf an der Donau, hat gezeigt, wo der Frosch die Locken trägt. Glosens bürgerliches Schauspiel mit Ach und Krach überstanden und dann seinen unbedarften Günstling in die Position des Wirtschaftsministers geschoben. Jo mei, so macht man Politik im tiefen alten Süden Deutschlands. Da fragt man die Kanzleuse nicht, da tut man das einfach, gell? Ach, das schadet Deutschland? Da geh. Wer heimlich Kinder machen kann und die Ex-Geliebte dann im Kasterl verschwinden läßt, dem traut man noch ganz andere Sachen zu. Ging nicht schon mal eine Bewegung von München aus los? Das boarische Schmiererltheater wird Kohls Mädel politisch nicht überleben. Aber am Ende stärkt es nur Guido, die Westerwelle, dessen neoliberale Ideen zwar grad weltweit ad absurdum geführt wurden und dennoch viele Stimmen anziehen. Ewig Gestrige, die eben noch Dr. Murkel “soooooooooo sümpathisch” fanden, schwenken nun zum 18%-Grinsemann über. Obwohl er all das verkauft, was gescheitert ist.
Werfen wir doch noch mal schnell einen Blick auf den Wirtschaftsmini der kommenden letzten Monate der Groko, den Herrn Halbanwalt aus Froanken mit seinem Frauchen. Da hat die NW a scheens Büld rausgsucht, gell?
Ein bißchen halbseiden sieht er ja aus, der Lothar Matthäus-Verschnitt. Und sie hat schon den süffisanten Von-der-Leyen-Zug um den Mund. Kannst ablegen, Mädel. Im September überrollt Euch die Geschichte.
* Schickimicki = das hier
Jetzt also der verdeckt von “Experten” ermittelte Alex C. zum Grand Prix der deutschen Niederlagen. Am 16. Mai in Moskau. Ob es besser wird, weil das deutsche Publikum “endlich” nicht mitvoten durfte? Wohl kaum. Des Ostens Schlagermafia wird schon einen der Ihren auf den Siegerschild heben. Ganz sicher. Das wird wieder zäh bei Käsespießchen und der Erinnerung an en betje freden mit dem goldlockigen Engel und dem Siegel-Song von anno dünnemals.







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