Verfasst von textexter - Kategorie: Allgemeines und Sonstiges
Gestern Abend gab es einen Tatort, der beim Discounter “Billy” spielte. Wobei “Billy” verdammt nah am Original namens “Lidl” orientiert war. Praktiken, Umgang mit Menschen, Druck, Druck, Druck. Arbeitsbedingungen, wie sie im heutigen Neo-Liberalismus als “modern” gepriesen werden. Das alles erinnerte sehr an den Skandal, den der Neckarsulmer Discounter noch gar nicht so lange hinter sich hat. Wie denn auch bei der nachfolgenden “Anne Will” von einer Lidl-Betriebsrätin freundlich bestätigt wurde, habe sich das aber sehr geändert. Hust. Nun ja, wer in seinem Umfeld mit Menschen zu tun hat, die mit dem Marktführer Aldi direkt oder indirekt zu tun haben und tiefere Einblicke ins Milieu hat, der zieht da schon noch Grenzen. Wir haben in unserem Aufmarschfeld Zugriff auf geschätzt 5 Lidls und 6 Aldis. In die Butzen der Neckarsulmer Lidls setzen wir seit dem Skandal strikt keinen Fuß mehr. Bei Aldi ist das aus geschilderten Gründen anders. Und wir haben noch ein Indiz: So lange der Filialleiter eines bestimmten Aldi seinen Kittel nur alle X Wochen wechselt, das Gemüse häufiger mal vor sich hingammelt und Teile der Regale permanent unterbelegt sind, kann der Druck der Bezirksleitung zumindest da nicht so schlimm sein.
Die Masse dessen, was wir so benötigen kaufen wir allerdings meist beim Kult-Nahversorger Jibi, dessen Mitarbeiter häufiger mal in freundliche Gespräche verwickelt sind und der Regalnachschub wie eine “Eins” funktioniert und bei Edeka, jenem Laden, der die “Lebensmittel” liebt. Es hat aber auch sehr lange Zeiten in meinem Leben gegeben, da galt es Familienseits als “äußerst unfein”, auch nur in die Nähe einer Aldi-Tür zu kommen, geschweige denn, den Parktplatz dortens anzufahren.
Berührungsängste habe ich heute nur noch bei Lidl, was aber damit zusammenhängt, die ehrenwerte Familie der ehemaligen Neckarsulmer Fruchtgroßhändler und Aldi-Kopisten relativ nahe zu kennen. Was nicht unbedingt eine Ehre ist.
Hatte ich eigentlich das immense Beilagen - und Anzeigenaufkommen der Centfuchser in den Holzmedien erwähnt, was wiederum “Wohlwollen” auf Verlegerseite produziert? Hatte ich eigentlich erwähnt, daß GAZgerd Schröders “Agenda 2010″ dank Hartzisierung riesiger Bevölkerungsgruppen den Milliardenerfolg der Essener/Mülheimer/Neckarsulmer Pappkartonverkäufer gradezu zementiert hat? Seiner Partei hat es allerdings den berechtigten Vorwurf eingetragen die unsozialste Partei am Markt zu sein und die eigentlich darauf spezialisierten CDU/CSU/FDP noch übertroffen zu haben. Auf gut Deutsch ist es doch wirklich scheißegal, ob die Milch nun 2 Cent weniger kostet oder der angegammelte polnische Porree immer noch für 70 Cent in der Kiste verrottet….. Und bis 20 Uhr den Laden aufzuhalten, ist auch nicht wirklich notwendig, schaffte es doch lediglich unterbezahlte Kleinstjobs.
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