Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
27
Jan '09

Stelenbau auf der Detmolder

stelenbau.jpg

Das in der Mitte auf diesem dramatischen Handyfoto, das ist eine der vielen grauen Stelen, die die “neue” Detmolder Straße zieren. Dazu sagt uns Wikipedia:

Als Stele (griech. στήλη „Grabstein, Grabsäule“) wird seit der griechischen Antike primär ein hoher, freistehender Pfeiler bezeichnet. Sie diente oft als Grabmal oder auch als Inschriften- oder Grenzstein. Stelen sind meist viereckig und verjüngen sich leicht nach oben (siehe auch Obelisk). Wenn sie ein Grabmal markieren, tragen sie auf der Vorderseite den Namen des/der Toten und häufig ein Relief, auf dem auch die Familie oder Szenen aus dem Leben des Verstorbenen dargestellt sein können. Die größte Sammlung solcher Stelen befindet sich im Nationalmuseum Athen.

Unsere Bielefelder Stelen, die mal die Oberleitung der Straba tragen werden, sollen ganz bösen Zungen zufolge von Gunsthallenchef Dr. Kellein entworfen worden sein, als er im aufreibenden Stress mit dem borstigen Kunsthallen-Cafébetreiber etwas Kraftvolles, nach oben Strebendes schaffen wollte. Sozusagen den Kellein-Stelenwald an der Detmolder. Das hat Zukunft. Das wird bleiben. Sieht zwar ein wenig dämlich aus, aber es macht die Puddingmetropole zu einem Ereignis. Sozusagen was Hartes, dynamisch Erhöhendes im ansonsten weichen Keks.

Ein dreifach donnernd “Hi Bielefeld allwege”.

Guido Batman. Can he?

guido-w.jpg

Tschuldigung. Mußte grad lachen. Stelle mir Guido “18%” Westerwelle in Batman-Montur im Weißen Haus in Washington vor. “Oh, you can endlich, Guido?”, sagt Mr. President zu ihm. Der Führer der Junior-CDU ganz devot: “Die Deutschen wollen mich”. Klar, Guido, freu Dich mal bloß nicht zu früh.

Erstaunlich ist aber was Anderes: Kaum hat Dr. Angela Murkel mal wieder in bester FDJ-Agitpropmanier die Propagandakurbel für Schwarzgelb im Herbst dieses Jahres gedreht, werfen sich die Medien drauf, als ob es kein Morgen gäbe. Plötzlich wird die gelbe Partei hochgeschrieben. Dabei ist eigentlich nicht ersichtlich, warum Anhänger der reinen Neoliberalismuslehre nicht gleich das schwarze Original wählen sollten. Guido jedenfalls wird Deutschland nicht retten. Dafür hat das hessische Hähnchen mal eben seinen Duzfreund und besten Kumpel Koch gerettet. Ist das nicht eine tolle Tat?

Die Mischmasch-Steuer

Die gute Nachricht lautet: Endlich herrscht Klarheit bei der Kraftfahrzeugsteuer. Viel mehr Gutes ist über diesen Kompromiss allerdings auch nicht zu sagen. Wieder einmal hat sich die große Koalition um der Einigung willen geeinigt. Dabei ging es doch angeblich darum, CO2-Sünder zu bestrafen und Spritsparer zu belohnen. Herausgekommen ist jedoch eine »Mischmasch-Steuer«, wie es die Deutsche Umwelthilfe nennt. Ein Sockelbetrag nach Hubraum, ein bisschen geringere Belastung für Diesel-Fahrzeuge, dafür nun doch kein Bonus mehr für PS-Protze – logisch ist das wirklich nicht. Und weitere Steuermilliarden kostet diese sogenannte Reform zudem. Dabei wäre es doch so einfach gewesen: Die Kfz-Steuer abschaffen und im Gegenzug die Mineralölsteuer erhöhen, wie es die FDP seit Jahren fordert. Ob Porsche oder Polo – jeder Autofahrer hätte die Umwelt-Quittung unmittelbar an der Zapfsäule bekommen: nach Spritverbrauch und somit direkt nach CO2-Ausstoß. Diese Chance ist vertan. Ebenso die Möglichkeit, die Steuerbürokratie auszudünnen. Nach FDP-Angaben sind 3500 Bedienstete mit der Kfz-Steuerverwaltung befasst. Deren Arbeitskraft könnte der Staat an anderer Stelle gewiss nutzbringender einsetzen.

Liebes Westfalen-Blatt. Ob der Staat freigesetzte Arbeitskräfte anderweitig nutzbringend einsetzen würde, darf bezweifelt werden. Obwohl: Die Verwaltung des Bielefelder Autobahnblitz-Berges bräuchte noch helfende Hände…..