Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

Januar 2009
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Mo
26
Jan '09

Deutsche Klassenjustiz. Zwei(t)klassig

Mal angenommen, Sie fahren mit moBiel und besorgen sich vorher keine Fahrkarte für sagen wir mal, 1,20 €. Werden erwischt und müssen Strafe zahlen. 40 €. Also das 33-fache.

Klaus Zumwinkel, der ehemalige Oberpostler, ist vorsätzlich schwarz gefahren. Hat über eine Million € an Steuern über Liechtenstein hinterzogen, aus denen auf wundersame Weise unter 1 Mio. wurden. Die ermittelnde Staatsanwältin wurde aus der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum weggemobbt.

Vor Gericht forderten die anklagenden Staatsanwälte nun heute 2 Jahre auf Bewährung und eine Geldstrafe in etwa der Höhe der hinterzogenen Steuern. Steuerhinterziehung lohnt sich also in Deutschland. Schwarzfahren nicht. Ein Fall vor dem Landgericht Bielefeld ging 2008 so aus: 420.000 Euro, drei Jahre und zwei Monate. Pech für den Mann. Er hieß nicht Zumwinkel und brüstete sich auch nicht damit, welche “Werte” er dem Steuerzahler geschaffen habe. Klaus Zumwinkel hat mit seiner Fehleinschätzung des US-Marktes ungefähr 5 Milliarden € verbrannt. Darüber hinaus “entsorgte” er Politikfreundlich Tausende von Arbeitsplätzen. So viel zu den “Verdiensten” und dem Managerkönnen des Nimmersatts.

Geiler Transfer gegen KSC-Abstieg?

Wie jetzt herauskam hatte der 27-Jährige vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen England im Oktober 2006 Sex auf dem Spielfeld. Das gab Ehefrau Nives Celsius, die in ihrer Heimat als Model und Sängerin bekannt ist, jetzt im Fernsehen offen zu. “Das war seine Phantasie. Er hat alles perfekt organisiert, auch das Flutlicht war nur für uns zwei an.” Um wen gehts? Dino Drpics, den kroatischen Schwachkopf, der bei Dinamo Zagreb deswegen suspendiert wurde und jetzt zu haben ist. Ob der KSC in seiner Abstiegsnot weiß, was er sich da mit dem antut?

Für Arminia haben wir da schon mal was vorbereitet. Die haben eine Webcam im Stadion. Unter Flutlicht ließen sich da schnell ein paar hunderttausend Zuschauer finden. Na?

amminia.jpg

Da war doch mal was mit Dürkopp?

In der Liste der reichsten Deutschen 2007 des Manager-Magazins stand sie an 22. Stelle. Das Netto-Privatvermögen von Maria-Elisabeth und Georg F. W. Schaeffler wurde auf zusammen etwa 4,85 Milliarden Euro taxiert. Auf der Liste der reichsten Österreicher des österreichischen Wirtschaftsmagazins trend stand die Familie Schaeffler 2007 auf Platz drei[4], 2008 sind sie mit einem geschätzten Vermögen von 4,1 Milliarden Euro auf Platz vier zu finden.[5] Auf der Liste der Reichsten weltweit des Forbes Magazine wurden Mutter und Sohn 2007 mit einem geschätzten Vermögen von 8,7 Milliarden US-Dollar auf Platz 78 geführt, 2008 stehen sie mit geschätzten 8,5 Milliarden Dollar auf Platz 104.

Ach ja. Maria-Elisabeth Schaeffler. Die Provinzmilliardärin aus Schweinfurt, die sich nach heimtückischer Attacke an Conti in Hannover gewaltig verhoben hat. Alte “Dürkoppler” werden ein wenig grinsen, gehörte doch der Bielefelder Nähmaschinenhersteller auch mal zum Wirkungskreis des gierigen Schweinfurter Volkes. Das so “bescheiden” mit mausgrauem Audi A 3 durch die Gegend fährt, vom dämlichen Burda-Blatt BUNTE gefeiert wird und hinter der Maske extrem parasitäre Ansichten pflegt. Jetzt soll der Staat - also wir alle - helfen, den im Morast der Gier versunkenen Schaeffler-Conti-Karren wieder flott zu machen. Schön. Wenn man gut verdient, hat der Staat sich herauszuhalten, geschweige denn die in Liechtenstein heimlich angelegten Milliarden per Besteuerung anzutasten. Wenns schief läuft, gehts Geschrei nach der Steuerzahlerkohle los.

Ich kenne bzw. kannte alle beteiligten Unternehmen, ob Schaeffler-Gruppe, Dürkopp-Adler oder Continental. Mit Maria-Elisabeth habe ich Null Mitleid und empfehle die Merckle-Lösung. Wer zockt und anderer Arbeitsplätze extrem gefährdet, der hat kein Recht mehr auf Hilfen. Dürkopp-Adler hat man damals beinahe erledigt, jetzt schlägt das Schicksal zurück.

6 Meter über der Gartenerde

6-meter.jpg

… und da war dann am frühen Morgen noch die grauschwarze Katze, die sich vor dem Hund 6 Meter hoch auf den Baum flüchtete und nicht mehr herunterwagt. Aber eigentlich sind Katzen ja clever. Oder?

Internet und Politik

Vor Wahlen werden Städte und Gemeinden von den Parteien mit Plakaten zugekleistert. Auf den Marktplätzen schütteln die Spitzenkandidaten Bürgern die Hände, Kindern werden Luftballons und Fähnchen mit den Namen der Parteien zugesteckt, für die Eltern gibt es Kugelschreiber. Noch sieht Wahlkampf so aus. Künftig wird er verstärkt im Internet ausgetragen. Parteien haben
hier bessere Chancen als in Fußgängerzonen, die so wichtige Zielgruppe der Jungwähler zu erreichen. Wenn sie sich nicht nur
darauf beschränken, das Wahlprogramm ins Netz zu stellen, sondern die Mitsprache im Vorfeld politischer Entscheidungen aktiv fördern, steht ihnen ein Erfolg versprechendes Kommunikationsinstrument zur Verfügung. Es ist ein neuer Kanal für das Gespräch mit dem Wähler; der Dialog mit den Bürgern im Ortsverein oder der Fußgängerzone wird dadurch nicht überflüssig, aber ergänzt.
Außerdem bietet das Internet neue Möglichkeiten der Ansprache. Wer auf den Seiten Barack Obamas surfte, hinterließ einen Fußabdruck, das sogenannte Cookie. Längst sammeln Parteien und Firmen diese Spuren und entwickeln daraus persönliche Profile. Auf deren Grundlage können Parteien gezielt Bevölkerungs- und Altersgruppen übers Internet ansprechen - junge Frauen etwa, wenn sie an deren Meinung zur Familienpolitik interessiert sind, oder Politiker schlicht für das schon Geleistete werben möchten.
Das Internet hat als leichter Zugang zu Politik Zukunft, aber als ein Allheilmittel geht es nicht durch. Der Versuch, Barack Obamas
Mobilisierungskampagne in Deutschland zu kopieren, würde scheitern. Die Präsidentschaftswahlen in den USA waren eine Personenwahl. Menschen, gerade wenn sie so viel Ausstrahlung entfalten wie Obama, ziehen ein stärkeres Interesse auf sich als Parteien. In Deutschland wird der Bundeskanzler nicht direkt vom Volk gewählt. Selbst wenn die Parteien das Netz als virtuellen Marktplatz der Meinungen und Chance zum Mitreden etablieren, beseitigt das eine Strukturschwäche des deutschen Politik -
systems nicht. Während die Menschen auf lokaler Ebene, also in Bürgerinitiativen und Stadträten, wirklich Einfluss auf die Entscheidungen vor Ort nehmen können, sieht das auf der höchsten Ebene anders aus. Hier stellen immer häufiger Experten -
kommissionen und nicht die Abgeordneten die Weichen. Lobbyorganisationen spielen ihre Macht aus. Beispiel Kfz-Steuer: Der jetzt so umstrittene Reformentwurf, der Besitzer von Geländewagen stärker entlasten würde als Kleinwagenfahrer, liest sich, als sei er vom Verband der deutschen Automobilindustrie geschrieben worden. Solche Beispiele erzeugen beim Bürger Verdruss, den Eindruck: »Mein Volksvertreter ist auch nur ein kleines Rädchen.« Fazit: Wenn Parteien mehr Bürger für Politik begeistern wollen, dürfen sie das Internet nicht vernachlässigen, müssen aber gleichzeitig den Einfluss der Verbände verringern.

Liebes Westfalen-Blatt. Ihr habt ja im Kern schon Recht. Aber schreibt Ihr denn auch mal was gegen die Tatsache, daß eine Stiftung aus dem Nachbarstrassendorf Gütersloh in jedem Ministerium bereits gekaufte “Experten” und geschmierte Mitmäuler sitzen hat und die eigentliche Politik macht? Es ist gar nicht gewünscht, Bürger am Prozeß der Willensbildung zu beteiligen, würde es doch die Pfründe gefährden und die Machtmaschine ein wenig Richtung Gerechtigkeit und Demokratie verschieben. Das möchte man auf keinen Fall bei den angeblich “Gemeinnützigen” mit dem großen “B” davor. Volk, halte das Maul und gebe Deine Steuern den Gaunern, Versagern und Bankgangstern.

“Ausländische Schulfreundinnen sind entsetzt über Bielefeld”

entsetzt.jpg

Liebe Annemarie Iske. Sie schreiben uns mit Ihrem NW-Leserbrief aus dem Herzen. Aber der Mann, der an vorderster Front als Dezernent für all die Bielefelder Scheußlichkeiten verantwortlich ist, wurde zur Belohnung seines bezahlten Tiefschlafes erst kürzlich wieder für viele Jahre im Amt bestätigt…..

Kunsthalle Bielefeld Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH will Kaffeegesellschaft oBS

…ohne Blumen Schmuck.

pieseligkeiten.jpg

Neue Possierlichkeiten im Bielefelder Kunsthallen-Skandal: Direktor Thomas Kellein reibt sich an Café Schäfers Blumenschmuck. Und wir uns die Augen: Gerade nach jahrelangem Gerichts-Prozess wegen aus den Fingern gesogener Pieseligkeiten schon wieder aus Justitias Waagschale geplumpst, strickt er wie die grosse Unschuld in Person schon am nächsten Bömbchen gegen den Betreiber des Kunsthallen-Cafés. Das mit dem Image unserer international rennomierten Bielefelder Kunsthalle will dem mit dem 1. Bielefelder Ochsen gekrönten Haupt dabei offensichtlich nicht ins Hirn.