Endlich ist es soweit!
Rechtzeitig zum Beginn des Jahres 2009 nimmt uns der kundenfreundliche Handel endlich das Kopfrechnen ab und sagt uns klar, was der Spaß in D-Mark kostet.
So ist es richtig, so soll es sein, das ist der richtige Weg: Keine Vertuschungen mehr, sondern ehrliche Ansage.
Das kann der Bürger erwarten, das kann er ertragen, das hat er verdient!Weiter so! ruft die Altherrenriege.
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Gestern Abend beim Griechen unseres Vertrauens. Die Ouzos nach dem Souflaki und den Extraportionen Tzatziki, geordert von der schöneren und besseren Hälfte, mundeten und verführten zu einer gewissen Leichtigkeit. “Kommen Sie gut rüber”, wünschte der Mann aus Panatinaikos mit der Lizenz zum Küchensirtaki. Wir kamen gut rüber über die Vornacht zum Jahresende, verhalf doch die ostwestfälische Kaltluft mit erheblichem Minusgrad zu einer gewissen Leichtigkeit des Träumens. Warum ich dann ausgerechnet mit Franz Müntefering eine Fahrt im alten offenen ferngelenkten! Dürkopp den Gehrenberg hoch, Am Bach und dann Obernstraße fuhr und er mir zum Abschied nebst: “Klare Kante, fahren wir doch immer” eine feuerrote Flasche “SPD. Mit Duft nach vorne” schenkte, bleibt mir ein Rätsel. Seine Bemerkung: “Die machen se erst auf, wenn ich wech bin”, hatte ich am Endpunkt der Dürkopp-offen-Fahrt auf Höhe “Alex” Obernstraße überhört. Als ich sie öffnete, roch es gewaltig nach Schwefel-Wasserstoff, also Stinkbombe. Ich erwachte, weil die schönere und bessere Hälfte fragte: “Was hast Du denn wohl für einen seltsamen Traum gehabt. Du sprachst wirr von Müntedürkopp”. Aha.
Ich hoffe, heute Nacht nicht vom Silvester-Podcast der Templiner Rouladenbraterin zu träumen…
Etwa ein Jahr ist es her, als sich die deutsche Wirtschaft notgedrungen mit dem Gedanken anfreundete, im Jahr 2009 wohl den wunderschönen Titel »Exportweltmeister« an China zu verlieren. Das Reich der Mitte war zu stark geworden. Mit Riesen-Wachstumsschritten von jährlich zehn Prozent sollte es an den westlichen Industriestaaten vorbeiziehen. So hatte es die Welt erwartet. Und jetzt? Die Experten haben sich offenbar getäuscht. So leicht wie bei den Olympischen Spielen in Peking haben es die Chinesen beim globalen Handel nun doch nicht, sich an die Weltspitze zu setzen. Erstens ist
die deutsche Wirtschaft stärker, als es viele Pessimisten dieser Tage meinen. Im Bereich der Umwelttechnologie etwa ist Deutschland weltweit Marktführer. Zweitens geht die weltweite Rezession auch an aufstrebenden Schwellenländern wie China nicht spurlos vorbei. Zwar kann sich Deutschland für den symbolischen Titel »Exportweltmeister« nichts kaufen. Aber er macht Mut und zeigt, wieviel Potenzial das Land aller Unkenrufe zum Trotz weiterhin hat – auch oder gerade in Krisenzeiten. Die gesamte deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Groß- und Außenhandels im nächsten Jahr um etwa 0,9 Prozent schrumpfen. Damit ist der Verband optimistischer als die Institute, die von einem Minus von etwa zwei Prozent ausgehen. Mal sehen, wo wir Mitte des Jahres stehen.
Wetten wir doch einfach mal mit dem Westfalen-Blatt. Ich sage: Knapp 4 Millionen Arbeitslose in der seit langem schon getürkten Statistik und Minus 3% beim Wiwawachstum. Wer bietet mehr, wer weniger?
Erst fegen, dann feiern. Oder umgekehrt? Die Pressemeldungen der Metropole haben uns das Jahr über begleitet. Klar in der Aussage. Der Ton hart an Hauptmann Köpenicks: “Hamse gejefegt?”:
Alle Jahre wieder werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Umweltbetriebes vor eine besonders arbeitsintensive Aufgabe gestellt: Die Bielefelder Straßen und Grünanlagen müssen von den Überresten der Neujahrsnacht befreit werden. Bereits in den frühen Stunden des neuen Jahres rücken die ersten Kehrmaschinen und mehrere Arbeitsgruppen aus, um die Reste der Feierlichkeiten zu beseitigen. Feuerwerksmüll, Plastikbecher und -flaschen sowie leider auch Glas und Glasscherben zieren in Mengen Straßen und Gehwege, aber auch Grünflächen. Der Umweltbetrieb bittet alle Bielefelderinnen und Bielefelder, ihm unterstützend zur Seite zu stehen und die Überreste der Silvesterfeier zeitnah selbst zu beseitigen, um den Aufwand zu senken. Wer feiert, der kann auch fegen und säubern, meint der Umweltbetrieb. Nach dem Verursacherprinzip sind nicht nur die Gehwege zu reinigen, sondern – bei außergewöhnlichen Verunreinigungen – auch anliegende Straßen. Grünanlagen sind schneller wieder sauber, wenn sich Abfälle, die von der Silvesterknallerei übrig bleiben, nicht erst durch Feuchtigkeit und andere Einwirkungen in kleine Bestandteile auflösen können. Die Abfälle können über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass Böller & Co beim Einwerfen in den Behälter komplett erloschen sind. Glasreste gehören selbstverständlich in die Sammelcontainer, um Menschen, Tiere sowie Auto- und Fahrradreifen nicht zu gefährden.
Was würden unsere Verwaltungsbehörden eigentlich machen, wenn die Bürger die guten, da strafbewehrten Ratschläge einfach mal ad absurdum führen würden?



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