Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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19
Dez '08

Der Herr der Schlitten

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(Foto: Sandra Sanchez)

Wer hierzulande romantische Winterstimmung zaubern will, der verlässt sich lieber auf Horst-August Bollweg als auf den Wettergott. Dem Bielefelder gehört die größte Schlittensammlung in Deutschland, vielleicht sogar in Europa. Prächtige Kufengleiter aus seinem Besitz schmücken in den Wintermonaten Innenstädte, Hotel-Lobbys oder Modehäuser. Für einen Werbespot wurde ein Bollweg-Schlitten vor den Fünfer-BMW gespannt. Und in einem blau-roten Modell nahm Werbeikone Verona Pooth Platz.

Rund 250 Schlitten aus drei Jahrhunderten nennt Horst-August Bollweg sein Eigen. Den allerersten erstand er vor über 40 Jahren, als seine Sammelleidenschaft noch ausschließlich historischen Webstühlen galt. „Ich hatte in einem Antiquitätenladen ein Auge auf ein wertvolles, 300 Jahre altes Stück geworfen. Der Händler gab sein Geschäft auf und wollte mir den Webstuhl nur dann überlassen, wenn ich auch den Schlitten erwerbe.“ Die Suche nach einem neuen Besitzer blieb ohne Erfolg. Das Gefährt stand eine ganze Weile unbeachtet auf der Bollwegschen Terrasse bis, „ja, bis mir die Augen für dieses besondere Stück geöffnet wurden.“ Der Kirchschlitten anno 1885 hatte eine weitere Sammelleidenschaft in dem heute 73-Jährigen entfacht.

Seither hat der Bielefelder manches verkannte Schmuckstück vor dem Verfall bewahrt. Selbst auf die Suche machen muss er sich dafür kaum noch. „Ständig fragt mich jemand, ob ich mal seinen Schlitten auf dem Speicher anschauen will“, berichtet Horst-August Bollweg, der seine Schätze auf mehrere Depots aufteilen muss. Das Gros lagert in einer angemieteten Halle. Im restaurierten Schaf- und Schweinestall von Gut Böckel, einem herrschaftlichen Gut in Rödinghausen bei Bünde, hat er ein schmuckes Schlittenmuseum mit mehr als 50 ausgewählten Exponaten eingerichtet.
(Quelle: Bielefeld-Marketing)

Ach, Frau Murkel….

Die verwelkte “Rose der Uckermark”, Königin des auf der Stelle verharrenden Quadratsprunges und der “Wat jeht mich an, wat ich jestern jesagt hab”-Attitüde an der Spitze einer 1 Jahr vor der kommenden Bundestagswahl abgewirtschafteteten Regierungsmannschaft zieht die Mundwinkel vor den Kameras noch tiefer. Getreu ihrer Devise “Es geht voran. Gehen Sie schon mal los, ich folge Ihnen dann”, verkündet sie ein “Milliarden-Konjunkturpaket No. 2″. Schoßhündchen Peer Steinbrück, der den Hütchenspielerbanken so schöne Milliardengeschenke auf Kosten der Allgemeinheit machte, nickt geflissentlich und setzt sein massiv mit 100.000 Euro PR-gesponsertes Wichtig-Gesicht auf. “Infrastruktur, Bau, etc.” sollen was bekommen. Traumgespinst “Ausgeglichener Haushalt” auf 2055 nach der gigantischen großen Steuerreform der 6. Groko adieu.

Deklinieren wir das mal durch. Die Parade unserer Brachen in der Metropole ist lang. Für die Allermeisten - siehe Kesselbrink - gibts nicht einmal Bebauungs - oder Nutzungspläne. Wie also sollen da die paar Millionen, die letztlich hier ankämen, Wirkung entfachen? Die Konjunktur - anfachungspläne der Berliner Regierung sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie der staunenden willfährig schreibenden Journaille präsentiert werden.

Eine Regierung, die dem Mittelstand immer mehr Steuern aufgezwungen hat und die auch besonders den unteren Mittelstand belastet, bildet sich ein, sie könne die Konjunktur zB durch 1 Jahr Steuergeschenk für die KfZ-Steuer befördern? Da lachen alle Hühner der Republik: wo sollen denn mal so schnell die 20 000 oder mehr Euro für das nette neue Auto herkommen? Diese völlig beliebigen Maßnahmen werden nichts voranbringen. Wenn die Regierung behauptet, Steuererhöhungen würden nur in den Sparstrümpfen landen, hat sie auch nur zum Teil recht. Es stimmt, daß die Leute so sehr besteuert und mit Abgaben belastet werden, daß sie Angst haben und sparen, aber es stimmt auch, daß nur Leute, die etwas auf dem Konto haben, etwas kaufen können. Eine gerechte Steuerreform würde etwa 23 Mrd kosten - aber dann hätten alle etwas davon und nicht nur die, die sowieso wieder profitieren werden. Schreibt jemand im Forum einer Tageszeitung.

Da bleibt uns doch nur, Friedrichs Schillers Drama “Turandot” zu zitieren, in dem ein gewisser Timur zu einem gewissen Barack (Oh Bama?) über Angela Dorothea “Erika” Murkel spricht:

Barak, still! O sprich mir nicht von ihr!
In unserm traur’gen Aufenthalt zu Berlas
Verzehrte sie der Gram um unsern Sohn,
– Sie starb in diesen lebensmüden Armen.

Was passiert, wenn es Welthoffnungsträger Barack Obama nicht gelingt, die Welt und damit auch den Kesselbrink zu retten?

Der Weihnachtsbaum der Familie Griswold

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“Die B 68 stadtauswärts, rechterhand”. Die kurze, knappe Beschreibung des Weges zum Meyer zu Bentrupschen Weihnachtswald nahe Zweischlingen paßte. “Schauen Sie einfach mal durch”, meinte der Sproß der Queller Familie. “Wenns nicht paßt, können Sie ja auch selbst sägen”. Ok. Unter den Geschlagenen gab es keinen, der “unten ausladend wirkt”, wie man mir seitens der “Regierung” aufgetragen hatte. Also ab in den Märchenwald. Mehr als 10.000 Tannen und Fichten stehen da. Da finden Sie mal die raus, die daheim exakt die Vorgaben des weiblichen Lastenheftes erfüllen. “Ausladend, grade gewachsen, nicht zu klein”. Nie zuvor fühlte ich mich in einem Tannenwald so verloren. Wen nehmen? Wen sägen?

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Gedanken an den Film “Griswolds” kamen hoch. Bis ein Sonnenstrahl - exakt wie im Fillm - genau den Baum erhellte, der es sein sollte. Sage niemand, es gäbe keine göttliche Fügung. Sägen und zu Boden legen ging schnell, ebenso einnetzen und erstaunlich wenig bezahlen für den frischen Baum. Mangels Dachreling am Maybach lugte der Baum hinten ein wenig unter der Klappe hervor, kam aber wohlbehalten daheim an.

Weihnachten kann kommen. Der 4,634-Kilo-Partyschinken aus dem hessischen Bad Nauheim ist übrigens auch schon da. Nein, Äppelwoi trinken wir nicht dazu.

Metropolic-Weihnachting goes international!

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“Vor allem an den Wochenenden besuchen Gäste aus den Niederlanden den Weihnachtsmarkt. Hans-Rudolf Holtkamp, Chef der Bielefeld-Marketing GmbH, führt das auf die intensive Werbung im Nachbarland zurück.” (NW-news.de)

Liebe Holländer, vergesst das Sauerland! Brecht auf und macht Euch auf den langen (und auf der B 68 nicht unbeschwerlichen) Weg nach Bielefeld! Besucht die Hauptstadt des Metropolic-Weihnachting! Der weite Weg lohnt sich: In der idyllischen und überaus sehenswerten “Altstadt” gibt es Spezialitäten, die es anderswo garantiert nicht gibt: Glühwein und Bratwurst (gern auch mit Pommes). Und Fischbrötchen! (Nicht so lecker wie bei Euch, aber dafür schön teuer.) Und nicht nur das! Es gibt auch einzigartige rote Resopal-Buden auf dem verkehrsumtosten Jahnplatz (eine echte Sehenswürdigkeit) und natürlich Karstadt und H&M und Douglas … (und bringt reichlich Euros mit, denn Bielefeld hat auch eine lückenlose Parkraumbewirtschaftung.)

So werden Bielefelder Tourismusträume endlich wahr!

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Geht das auch bei Zungen?

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(Aus der NW-Gesundheitsbeilage)

Sparrenburgballerverbot

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Weil ein paar Böllerer beim Jahreswechsel auf 2008 nicht hören wollten, gibts an Silvester oben auf der Burg nun nur noch Tischfeuerwerk.

Verdammt und zugeblitzt

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Zisch. Wumm. Bild. 1500 mal blitzt es jetzt täglich auf der A 2 am Bielefelder Berg. Weil die Leitung des Rathauses am Niederwall aber nicht mit dieser “Ausbeute” an Übertretungen der dort vorgeschriebenen 100 (glaub ich ) gerechnet hat, steht sie vor einem Aktenberg. Nun sind zu wenig Geister da, das Ganze auszuwerten, zu verschicken und zu kassieren. Unsere Schilderianer im Bau mit den Fenstern nach innen sind ratlos. “Normale” Unternehmen spielen vorher durch, was passieren könnte und stellen ein “Worst case - Szenario” auf. Schilderianer mit der Lizenz zum Durchblick stellen erstmal Blitzer auf und fallen dann vom Stühlken. Dabei hat die Stadt doch so brüllante Verwaltungsfachleute, die auch schon mal Lohnsteuerkarten mit falschem Datum drucken und verschicken. Wäre die Verwaltung der Metropole jetzt die Bundesregierung, würde sie “mauten”. Also einfach noch mehr Blitzer aufstellen. Dann könnte man die “Hauptabteilung Blitz und Donner” einrichten, 5 Leute einstellen, die ungefähr das kosten, was die Blitzer incl. Investitionssumme einbringen. Bei nochmal 2 Blitzern mehr an der Ausfahrt Zentrum Bielefeld gelänge es, Zuschüsse aus dem Struktrurtopf “Blitz und Donner” von der EU in Brüssel zu bekommen. Ach ja, das wäre dann schon die Einrichtung eines “Dezernten Autobahnverkehr” wert. Der hätte dann Pensionsansprüche bis dunnemals. Folglich müßten noch 2 Blitzer her. Die stellen wir in Gegenrichtung auf. Warum läßt Schilda bloß in Bielefeld überproportional oft grüßen?