Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
16
Dez '08

Socken. Die gehen wie verrückt

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Sie können sie bei Karstadt, Sinn-Leffers und der Galeria Kaufhof auf der Bahnhofstraße nicht so schnell heranschleppen wie sie gekauft werden. Socken. Socken, Socken, Socken. Dabei sollen sie beileibe nicht wie immer und stets unter den Weihnachtsbaum aus Altenhagen. Nein. Sie wurden heute Mittag auf offener Straße angezogen. Von Leuten die aussahen, als verstünden sie ein wenig von Finanzen und Wirtschaft und Krise. Die bescheidene Frage an die überlastete Sinn-Leffers-Socköse wurde knapp und präzise beschieden: “Den Damen und Herren haben sich die Zehennägel aufgestellt. Sie haben aus dem Kanzleramt gehört, daß Frau Dr. Merkel insbesondere den Straßenbau im zweiten Konjunkturprogramm ankurbeln will”.

Ahaaaaa. Aktuelle Krise bekämpft man am besten mit Programmen, die nur vorziehen, was ohnehin geplant war. Wobei Straßen locker so 2 Jahre Planung, Abwinkung etc. vor sich haben. Wahrscheinlich rechnet die Patrona Mecklenburgensia so: “Die Steuer auf große Hubräumer ist weg. Da brauchen die auch gute Straßen”. Straßenbau als Konjunkturmotor. Hatten wir das nicht schon mal ab 1933? Da hatte ein Österreicher die grandiose Idee.

Schön wa? So geht Politik, die Vertrauen schafft. Zumindest der Sockenverkauf zog rapide an.

Forrest Gump. Architektonisch.

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Forrest Gump: My momma always said, “Jahnplatz was like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get.”

Nun soll es wunderschöne, eckenabgerundete Glasboxen geben, die den Weg in den Jahnplatzhades hinab beschatten. Architektonisch gesehen eine diametrale Spiegelung der Wellblechdächer der Bushaltestellen und der Alcina-Uhr. Einfacher wäre gewesen, die futuristisch-genialen roten Weihnachtshäuschen ein wenig zu verschieben, bis sie über die Rolltreppenabgänge passen…..

Einsichten einer Bielefelderin

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Da saßen wir nun im “Quartier 206″ an der Berliner Friedrichstraße. Die schöne und bessere Hälfte – waschechte Bielefelderin – rührte gedankenverloren in ihrem Cappuccino.

Sie so: “Warum schreibst Du eigentlich immer von Metropole im Zusammenhang mit Bielefeld?”
Ich so: “Nun ja. Eigentlich ein Gag”
Sie so: “Du verkackeierst Bielefeld?”
Ich so: “Brauch ich nicht. Macht die Stadt schon selbst”
Sie so: “Tja. Hast ja recht”.
Ich so: “Zu kleinen Kindern sagt man doch auch wohlwollend: Wenn Du mal groß bist….”
Sie so: “Bielefeld ist doch schon groß”
Ich so: “Naja”
Sie so: “Guck Dir mal Holtkamps Touristenzahlen an”
Ich so: “Frage mich, was die alle bei uns gucken”
Sie so: “Kesselbrink, Alte Post und Deppendorf”
Ich so: “Soll ich Dir mal was zeigen?”
Sie so: “Ok” und trank den Cappu aus.

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Vor der gewaltigen Kuppel des Berliner Doms meinte sie nur: “Aber leben möchte ich hier nicht”. Und das sagt eine, die so ziemlich alle Metropolen der Welt kennt. Einschließlich natürlich Bielefeld a.Tw. u. SpB. (am Teutoburger Wald unter der Sparrenburg).

Hatte ich schon erwähnt, daß der Düsseldoofer Minipräses Rüttschers plant, die Hinweisschilder auf Bielefeld an der A2 entfernen zu lassen und gegen “Dornröschens verwunschene Puddingstadt” austauschen zu lassen? Das führe zwangsläufig bei den neuen Blitzern am Bielefelder Berg zu noch mehr Einnahmen.

Das hier allerdings dürfte bei uns eher nicht möglich sein:

Arme sollen Einkommen mit Rattenjagd aufbessern

Der Fraktionsvize der Berliner FDP, Henner Schmidt, hat mit der Forderung für Empörung gesorgt, arme Menschen sollten sich mit dem Töten von Ratten etwas dazu verdienen.

“Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen”, sagte Schmidt, der FDP-Chef des Berliner Bezirks Mitte und stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus ist, dem “Berliner Kurier”. Einen entsprechenden Antrag will die FDP demnach am Donnerstag in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Mitte einbringen.

Den eklig-zynischen neoliberalen Typen würden die Jöllenbecker wohl im Morgengrauen erschlagen.

Harry holt den letzten Wagen

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Noch einmal geistern die großen Augen hinter aus heutiger Tommy-Hilfiger-Sicht altmodischer Brille durch die Gazetten. “Derrick” prägte die Sicht von Millionen Menschen auf Kriminalarbeit wie kaum ein Anderer. Wenn dann der Satz kam “Harry, hol schon mal den Wagen”, wußte man: Jetzt ist BMW im Spiel. 85 ist er geworden. Da drehte Johannes Heesters erst so richtig auf.