Sosso, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD- Bundestagsfraktion, Rainer Wend aus Bielefeld, wird Manager bei der Deutschen Post. Zum 1. April 2009 (endet die Legislaturperiode nicht später?) übernimmt der 54-Jährige die Leitung des Zentralbereichs Politik und Nachhaltigkeit, wie das Unternehmen heute in Bonn berichtete. Wend wird Nachfolger von Monika Wulf-Mathies, die Ende 2008 in den Ruhestand tritt. Die langjährige ÖTV-Chefin und EU-Kommissarin war vom damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel 2001 als “Cheflobbyistin” zur Post geholt worden.
Dazu die Financial Times Deutschland: “Wend ist einer von vielen Politikern, die sich nach ihrer politischen Karriere als Lobbyisten betätigen. Erst vor kurzem wechselte Kanzleramtsministerin Hildegard Müller (CDU) als Hauptgeschäftsführerin zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Dieter Spöri (SPD) vertritt die Interessen des Autobauers Daimler in Berlin”. Womit klar ist, wie wachsweich das Sprüchlein vom “dem Volke und nur seinem eigenen Gewissen dienen”, ist. Die blauen Stühlchen im Reichstag, auf denen so viele wunderschön ihre Wahlperiode durchschlafen, scheinen eine eingebaute Karriebeschleunigung Richtung “zuvor Kontrollierter” zu besitzen. Da flüchten sich sogar Ex-Kanzler ins GAZ, wenn sie Riesenmist im Hartz gebaut haben. Wärmt und macht reich.
Nachtrag 9. 12. “Nachdenkseiten”: „Als bekannt wurde, dass die Post sich die Option der Fünf-Tage-Briefzustellung gesetzlich festschreiben lassen will, habe seine (Wends) Frau geschimpft: “Kaum hast du den Vertrag unterschrieben, kommt die Post nur noch fünfmal die Woche.”





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