Hinter der von der Hand eines Hamburger Weltarchitekten gezeichneten Stadthalle am Hauptbahnhof geht der Abendstern auf und läutet die “blaue Stunde” des Vergnügens in der Metropole ein. An der “Tüte” stehen sie schon oder noch, das 6te “Oettinger”-Bier vom Aldi ihres Vertrauens in der klammen Hand. Die Begleithunde sind auf nassen Decken an der Häuserwand gebettet. Und in den umliegenden türkischen Restaurants von Klein-Denizli glühen die Holzkohlengrills und summen die Döner-Spieße. Oder sind es die Haarschneidemaschinen der vielen “10 Euro”-Barbershops? An der “Tüte” stimmen sie angesichts der Menschen ströme aus der kürzesten U-Bahn der Welt schon die Gesänge an: “Gimme, Gimme, Gimme an Euro. Gimme just an Euro, an Euro tonight…”. Dazu ein Zug an der niemals verglimmenden Reval. Hust. Aber das ist wohl in jeder Metropole in Bahnhofsnähe so.
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Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit macht die Stadt Bielefeld darauf aufmerksam, dass die Beschäftigten der Stadtverwaltung generell keine Geschenke annehmen dürfen. Die Stadt bittet deshalb ausdrücklich darum, generell keine Präsente zu übergeben oder zu übersenden, da diese andernfalls regelmäßig aufwändig zurückgeschickt werden müssten.
Das generelle Verbot der Annahme von Belohnungen und Geschenken geht auf das Antikorruptionskonzept der Stadt Bielefeld zurück, das bereits im Jahre 1999 vom Rat der Stadt beschlossen worden ist. Es dient dem Schutz des Ansehens der öffentlichen Verwaltung und dem Schutz der städtischen Bediensteten.
Das Überreichen von Aufmerksamkeiten an Geschäftsfreunde, Kunden, Auftraggeber und weitere Partner ist im Geschäftsleben eine Gepflogenheit, die insbesondere in der Weihnachtszeit verbreitet ist. Wenn jedoch Dienststellen und Einrichtungen der Stadtverwaltung oder sogar einzelne Bedienstete begünstigt werden sollen, erscheint jegliche Übergabe von Geschenken in einem kritischen Licht. Die Stadt Bielefeld hofft deshalb auf Verständnis für die dringende Bitte, von jeder beabsichtigten Geschenkübergabe Abstand zu nehmen.
Also auch keine warme Suppe. Dabei wollten wir an der “Tüte” gegenüber Hauptbahnhof für alle Bediensteten einen kostenlosen Suppenstand aufmachen. Schade. Enttäuschend.
Oben ohne: “Ein Autohändler aus Bielefeld lässt auf dem Kiez die Puppen tanzen”, notiert Günter Zint zu diesem Bild. Das Metropölchen muß also schon um 1960 herum ein Synonym für Privinzialismus auf großer Fahrt in die Welt gewesen sein. Schließlich hätte Kiez-Fotograf Zint – wie im Spiegel “einestages” dokumentiert – ja auch einen Cloppenburger oder Konnersreuther Autohändler zeigen können. Aber nein. Ein Bielefelder.
(Zintstoff: Eine Auswahl von Günter Zints Fotos sind als Bildband erschienen: Zintstoff. 50 Jahre Deutsche Geschichte. Fotos von Günter Zint. Mit einem Vorwort von Günter Wallraff. Imhof Verlag; Petersberg; 287 Seiten; 24,90 Euro).
Auftritte am laufenden Band, Autogramme schreiben, Schäferlied trällern: TV-Bauer Heinrich kann sich vor lauter Trubel kaum noch um seine Tiere kümmern. “Das ging alles so schnell, von Null auf Hundert”, wundert er sich selbst über den Hype, der durch “Bauer sucht Frau” ausbrach und sein Leben komplett auf den Kopf stellte. Morgen erscheint sein Schäferlied auf CD, doch Heinrich denkt an die Zukunft und schüttelt locker schon den nächsten Hit aus dem Ärmel. Jaja. Schafbauer Heinrich aus RTL´s Prekariatsschmonzette “Bauer sucht Frau” läßt sich wunderbar vermarkten. (Ach, Sie gucken das nicht und lesen das lieber in BLÖD nach?). Klar, dümmer gehts immer. Deshalb hat die bessere und schönere Hälfte – zu einem mehrtägigen Seminar enteilend – einen gelben Klebezettel da gelassen zwecks Einkaufes Diversem (Ich weiß, dem Genitiv ist das Dativ …..).
Anti-Demenz-Zettel. Hilft einem auch ganz real, Nichts zu vergessen. Sollte ich dann dennoch vorm Eingang eines Großmarktes an der Gütersloher stehen, einen Stab hinter der Hand, den Hund treu zur Seite und hinter mir ca. 120 Einkaufsschafe…. Vergebt es mir. “Hohohio, der Schäfer ist so froh….”
(Wenn sich jemand im Fernsehen dämlich anstellt, ist das einerseits lustig. Andererseits bietet es aber auch eine reizvolle Möglichkeit der Katharsis: Egal, was ich tue, es gibt immer noch Leute, die blöder sind als ich. Versagen kann man akzeptieren, Dummheit scheint nicht mehr schlimm, selbst, wenn sie einem selbst unterläuft. Bonner: Eine wichtige Rolle spielt auch die verdeckte Dummheit, die man nicht im Fernsehen sieht. Die kostet unsere Wirtschaft Unsummen. Schulabgänger und Studienabsolventen sind nur bedingt einsatzfähig, weil sie während ihrer Ausbildung noch gar keinen Plan entwickeln, wo sie hin wollen oder wie sie sich qualifizieren. Viele sind auch so naiv und überzeugt von sich, dass sie den Ehrgeiz verlieren, ihr Leben zu planen. Generation Doof zu “Tausche Goethe gegen Stuckrad-Barre”. stern online).
“Generation doof”. Passt wie Ar…..h auf Eimer. Natürlich auch in Puddingtown.
Über der knalligen Jammerheadline auf dem Titel der NW steht eine Bildzeile: Zu spät gegräscht….von Nationalspieler Simon Rolfes. Wen wunderts? Schließlich gabs vorher “Prämienverhandlungen wegen der Qualifikation zur Fußball-WM”. Die waren schon anstrengend für die Herren Nationalspieler. Und dann mußten sie auch nur zur welken “Rose der Uckermark” ins Kanzleramt. Warum, wieso, weiß nur der Stolz von Berlin-Mitte. Effekthascherei mit peinlichem PR-Lächeleffekt. Aber zurück zum eigentlichen Thema, der “Gewaltkriminalität”. Die Bevölkerung in Deutschland ist so unzufrieden wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Sowohl mit der sozialen Sicherung als auch mit dem persönlichen Einkommen stehen die Deutschen auf Kriegsfuß – und ganz besonders unglücklich sind sie mit der Demokratie.
Auf einer Skala von null bis zehn lag die Zufriedenheit mit der sozialen Sicherung im Westen der Republik im Schnitt zuletzt bei 5,5 und im Osten bei fünf, wie aus dem gestern in Berlin vorgelegten “Datenreport 2008” hervorgeht. Dabei seien Bürger mit höherer Bildung und hohem Einkommen noch vergleichsweise zufrieden. Dagegen sei bei Einkommensschwachen und Arbeitslosen sowie der – das Sozialsystem maßgeblich finanzierenden – Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen die Unzufriedenheit besonders ausgeprägt.
Das subjektive Wohlbefinden der Bürger mit ihren eigenen Lebensumständen habe sich in den letzten Jahren insgesamt nur unwesentlich verändert, erklärten die Forscher. Mit ihrer Wohnung (7,7 in West- und 7,5 in Ostdeutschland) sowie ihrem Familienleben (7,5 im Westen und 7,4 im Osten) seien die Menschen in Deutschland noch am zufriedensten. Am unteren Ende der Skala liegt dagegen das Haushaltseinkommen, das demnach eher für Unzufriedenheit sorgt (6,2 in West- und 5,2 in Ostdeutschland).
Salopp gesagt, haben die Leute die Nase voll von den arrogant-unehrlichen, vollmundigen, verlogenen Versprechungen der “Volksvertreter”. Ganz besonders junge Leute stehen dieser Kaste genauso kritisch gegenüber wie den Bankern, käuflich-schmierigen Journalisten und einer Justiz, die willfährige Urteile am Fließband ausspukt. Von da bis zur Gewaltbereitschaft ist es nur ein kleiner Schritt. das weiß selbst die BLÖD, bauscht aber jeden kleinen abartigen Furz zu einem gewaltigen weltverändernden Wind auf.
Der Bund muss im laufenden Jahr 800 Millionen Euro zusätzlich für das Arbeitslosengeld II ausgeben. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss hervor, die den Medien heute vorliegt. Damit belaufen sich die Ausgaben für Hartz-IV- Empfänger im Jahr 2008 auf insgesamt 21,7 Milliarden Euro. Für 2009 rechnen Haushaltspolitiker mit einem Mehrbedarf von mindestens einer Milliarde Euro. Bisher hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) 20,2 Milliarden Euro für das Arbeitslosengeld II veranschlagt. Der Vorsitzende des Haushaltsausschuss im Bundestag, Otto Fricke (FDP), wirft der Koalition Täuschung vor. “Die Koalition täuscht über die wirkliche Situation beim Alg-2 hinweg, indem sie bewusst den offensichtlichen Mehrbedarf aus diesem Jahr ignoriert und für 2009 schon wieder zu wenig im Haushalt veranschlagt”, sagte Fricke der “Rheinischen Post”. “Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Haushalt nur bis zum Wahltag am 27.09.2009 halten soll. Mit Haushaltswahrheit und Klarheit hat dies nichts mehr zu tun, eher mit Tarnen und Täuschen.”
Makaber, daß die blauäugigen Geisterfahrer in Reichstag, Landtagen, Kreistagen und Stadträten überhaupt noch den Rand aufreißen angesichts der grandiosen, im Orkus der Hütchenspielerbanken versenkten und “einfach so” überwiesenen Millionen und Milliarden. Haltet einfach mal die Klappen.
Wer gestern Abend nicht einschlief und den lahmen Länderspiel-Kick aus Berlin (Deutschland – England) verfolgte, stellte fest, daß die Leverkusener im Nationaltrikot auch nicht mehr als Durchschnitt spielten. Selbst der Adler im Tor der Löw(en) leistete sich Schnitzer, dessen einer sogar zu einem Tor der Engländer führte. Auf der Alm wirds am Samstag also im Fubabuli-Spiel ein paar lahme Leverkusener Beine auf dem Platz und einen aufgeregten Trainer Labbadia an der Seitenlinie geben. Eine kleine Chance für Arm. Bi, als Vorletzter dem Tabellenführer ein Beinchen zu stellen. Wenns nicht gelingt, lassen die sicher ein paar Aspirin da.





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