Die SPD-Chefin in NRW, Hannelore Kraft, hat die Landesregierung aufgefordert, Opel zu helfen. Der Autobauer hatte gestern die Länder und die Bundesregierung um Staatsbürgschaften gebeten. “Auch NRW muss seinen Beitrag zur Rettung von Opel leisten. Die Landesregierung hat eine Mitverantwortung für 6000 Arbeitsplätze von Opel am Standort Bochum”, sagte Kraft der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, morgige Ausgabe).
Zuvor hatte das von Christa Thoben (CDU) geführte NRW-Wirtschaftsministerium erklärt, sich nicht zur Bürgschafts-Anfrage zu äußern. Man stehe aber mit allen Beteiligten im Gespräch, sagte ein Sprecher der WAZ.
Ob denn Frau Thoben überhaupt weiß, wieviele Automobilzulieferer hier in OWL von den Herstellern abhängig sind? Da seien nur Hella/Lippstadt und Benteler/Paderborn unter vielen genannt. Wer Hütchenspielern nahezu bedenkenlos und in vorauseilendem Gehorsam Milliarden zukommen läßt, wird wohl für Arbeitsplatzschaffer auch ein paar Brosamen haben. Oder? Opel könnte ja als Dankeschön jedes Lagerfahrzeug um 2000 € verbilligen. Vielleicht gibt es dann ja ein paar Automobilisten, die zum Blitz statt zum noch billigeren Dacia aus Rumänien greifen. Aber so lange der Mutterkonzern GM in Detroit Opel seine US-Schulden aufhalst, wirds ohnehin nichts.
Übrigens: Mit der “Finanz – und Bankenkrise” hat das alles eher weniger zu tun. Das lief schon, als “Die Rose der Uckermark” noch scheinheilig vom Aufschwung faselte, der irgendwo zwischen Berlin und Cochem oder Paderborn auf der Strecke liegenblieb.








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