Das ist ein Armutszeugnis. Und eine komplette Bankrotterklärung des deutschen Journalismus. Der Artikel stellt fest, dass Zeitungen nichts mehr kritisieren oder gar verändern können. Und sie verbreiten keine Meinung mehr und oft genug verbreiten sie nicht mal mehr die Meldung. Vielleicht, weil sie es nicht wollen, vielleicht, weil sie es nicht mehr können. Stattdessen soll der Bürger sich gefälligst selbst informieren und seinen Protest formulieren. Die Zeitung und ihre Online-Ableger haben sich offenbar endgültig vom “Wachhund der Demokratie” zum hysterisch kläffenden Chihuahua entwickelt, der am liebsten bei Paris Hilton auf den Schoss sitzt. Gelesen auf dem Blog “Don Dahlmann” zum Thema: “Welche Rolle spielen Zeitungen heute?”. Man kann jedes Wort vollinhaltlich nur unterstreichen und sich ansonsten darüber ärgern, wie zahm sich auch unsere Dorfblätter geben. Muß das so sein in der “gleichgeschalteten SpringerBertelsmannRepublik” ? Muß man sich das ständige halbgare Gefasel ziemlich dummer Menschen aus Berlin anhören, geschweige denn lesen?
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Wer selbst einen angehenden Abiturienten unterm Dach hat, weiß, wovon die Schüler sprechen: Leerstunden, zerrissene Stundenpläne, Fehlplanungen, Frust bei Lehreren, Frust bei den Schülern. Das Westfalen-Blatt kommentiert:
Tausende von jungen Leuten gehen auf die Straße, um für bessere Bildung zu demonstrieren. Steht Deutschland tatsächlich vor dem intellektuellen Konkurs? Die Antwort lautet: nein. Trotz immer noch zu großer Klassen, trotz Prüfungsdrucks und sich verschärfenden Fachlehrermangels. Manche Parolen, die gestern auf den Transparenten zu sehen waren, wirkten wie vorgesagt. Was nicht verwundert – hier und da zogen Gruppierungen von links bis ganz links im Hintergrund die Fäden. Das ist schade, denn solcherlei Polit-Klamauk verdeckt die wahren Gründe für den ja in der Tat verbreiteten Lern- und Lehr-Frust. Auf den Schulen lastet der politische Druck, die Pisa-Ergebnisse der Vergangenheit vergessen zu machen – am besten noch vor dem nächsten Wahltermin. Doch Kinder sind wie auch die Lehrer keine Maschinen, die sich mal eben umprogrammieren lassen. Was nicht heißt, dass die Schulen nicht noch besser werden sollten. Tiefgreifende Veränderungen des Bildungswesens aber dauern zehn bis zwanzig Jahre, sagt Pisa-Koordinator Manfred Prenzel. Bleiben wir also gelassen, wenn nächste Woche die neue Pisa-Länderstudie veröffentlicht wird – wie auch immer sie ausfallen mag.
Jaja, Bla-bla. Die allwohlfeilen Sonntagsreden der Politiker sind bereits fertig geschrieben. Bewegen wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach so gut wie nichts.




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