Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
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Nov '08

Hellseher Schöppi

Roland Koch hat nach Ansicht führender Meinungsforscher beste Aussichten, siegreich aus vorgezogenen Neuwahlen in Hessen hervorzugehen. “Ein Wahlsieg von CDU und FDP wäre sehr wahrscheinlich”, sagte Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner (Bielefeld) der “Rheinischen Post” (Mittwoch-Ausgabe). Auch Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen sieht die “Chancen von Koch deutlich gestiegen”, angesichts des “Debakels der SPD” in zügigen Neuwahlen wieder zu einer regierungsfähigen Mehrheit zu kommen.

Genial, wie die Kaffeesatzleser umgehend wissen, was angeblich Volkes Meinung ist. Wenn sie bloß nicht so oft danebenliegen würden. Montagfrüh haben sie wahrscheinlich noch Umfrageergebnist, daß Frau Y. am heutigen Dienstag “mit knapper Mehrheit” gewählt wird……. Komm, geh mir fort mit Umfragen. Ich weiß doch selbst am besten, wie oft ich was Anderes ankreuze, Ätsch, Schöppi. Mal sehen, ob die Amis das mit Obama/McCain besser konnten.

Arminen-Tesches “rohes Spiel”

Nach dem Platzverweis gegen Robert Tesche am Samstag in München hat der DFB-Kontrollausschuss eine Sperre von drei Spielen wegen “rohen Spiels” beantragt. Arminia hat diesem Antrag die Zustimmung verweigert, so dass es nun zu einer mündlichen Verhandlung kommt. Ein Termin steht noch nicht fest. Unterdessen hat der Kontrollausschuss Ermittlungen gegen Artur Wichniarek aufgenommen. Der DSC-Stürmer wurde wegen eines TV-Interviews unmittelbar nach dem Schlusspfiff in München zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Diese soll bis spätestens Mittwochmorgen 10 Uhr erfolgen.

Pfft. Da macht sich der DFB mal wieder wie so oft lächerlich. Wer das Spiel gesehen hat und mit anderen “rohen Fouls” vergleicht, zeigt den Vogel gen Frankfurt.

Rätselhaftes in Bielefeld Vol. 2

Wann platzt die Reklameblase?

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……. heißt die Kanaille

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Die NW Bielefeld retourniert heute nochmals groß die Ereignisse von Wiesbaden, ohne wirklich korrekt Stellung zu nehmen. Raum, seine Giftpfeile gen Wiesbaden zu schicken, gibt sie dabei – warum auch immer – auch einem gewissen Wolfgang Clement, der als Minipräses in NRW so kläglich versagte und heute Energielobbyist ist. Da fügte es sich gut, daß ich gestern beim Vorbeifahren am Bürobüdchen eines Bielefelder Callcenters den Lieferwagen von Feinkost-Klötzer davorstehen sah. Feierte man schon den Sieg des immer noch in der SPD befindlichen Herrn, den Friedrich Schiller in “Die Räuber” seherisch “Kanaille” nannte?

Die wahre Toscana

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Andreas vom Lippstadt-Blog beschrieb kürzlich seine Stadt als “Perle der Toscana”. Da kannte er dieses Bild aus dem Westen der Metropole noch nicht. Was kann in OWL (“Oh wir lachen”) toscanischer sein als die Region um die Hauptstadt des Puddings?

Heute vor einem Jahr um diese Zeit

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.. dauerte der Wechsel auf Winterreifen an einem unserer Autos über 3 Stunden bei einem großen Bielefelder Reifeur mit “T” vorne dran. Hatte wohl was damit zu tun, daß zu viele Wechselwillige, zu wenige Monteure und geringe Planung aufeinander prallten.

Heute Morgen nach einem Jahr dauerte der Wechsel auf Winterlatschen am Maybach grad mal 1 Stunde und kostete weitaus weniger als heute vor einem Jahr um diese Zeit beim “T”. Jetzt schicken wir alle Autos dahin.

Vier wahre “Helden” der Demokratie

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Da prangen sie nun heute Morgen von allen Blättern, die hessischen “Aufrechten”. Betonfrisur Metzger, der man, da sie sich früh erklärte, wenig vorwerfen kann (außer der Interessenvertretung eines Energiekonzerns), Schmollmund und beleidigte Leberwurst Walter sowie zwei, die sich wohl kurz vor Toresschluß mit irgendwas haben kaufen lassen. Nach dem monatelangen neoliberalen Trommelfeuer der SpringerBertelsmann-Hetzblätter von BLÖD bis Spiegel erst ggen Beck, dann Ypsilanti hat der Machterhalt des brutalstmöglichen Aufklärers Koch ja doch noch geklappt. Wohl der Partei, die solche Dummköpfe hat. Wie hieß es dann doch gestern aus der mafiösen Rentnerhauptstadt unseres Nachbarlandes, Wiesbaden?

Von Walter und Tesch bestärkt

Die SPD-Chefin sagte zudem, dass zwei der jetzigen Abweichler, Jürgen Walter und Silke Tesch, selbst Ypsilanti zu einem zweiten Versuch ermuntert hätten, in Hessen an die Macht zu kommen. Um so enttäuschter sei sie nun über deren Entscheidung. Auch sei der innerparteiliche Willens – bildungsprozess lange und offen genug gewesen, um Bedenken oder Kritik zu äußern.

Die Website der SPD Bielefeld ist wieder erreichbar und trägt einen Kommentar von Hannelore Kraft, SPD-Vorsitzende NRW:

Der Vorsitzende der NRWSPD, Hannelore Kraft,
erklärt zur aktuellen Situation in Hessen:

Die neue Entwicklung in Hessen hat die SPD in eine schwierige Situation gebracht.
Die Abgeordneten, die jetzt von den Entscheidungen der hessischen SPD abweichen, berufen sich auf einen Gewissenskonflikt. Abgeordnete unterliegen Gewissensentscheidungen. Das ist und bleibt so. Doch der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist nicht akzeptabel. Dagmar Metzger hat schon früh ihre Haltung offengelegt. Es ist jedoch moralisch verwerflich und persönlich unglaubwürdig, wenn die drei anderen Abweichler quasi auf dem Weg in die Wahlkabine ihre Bedenken offenlegen. Wenn der Gewissenskonflikt so groß war wie jetzt dargelegt, dann hätten die Abweichler Zeit genug gehabt, ihre Bedenken frühzeitig klar und eindeutig zu erklären.

Es ist nun Aufgabe der hessischen Parteifreunde, mit der sich daraus ergebenen Situation umzugehen. Hier werden wir keine Ratschläge von außen geben.

Die NRWSPD fühlt sich in ihrer Position, die sie seit langem hat, bestätigt, die Auseinandersetzung und nicht die Zusammenarbeit mit der Partei “Die Linke” zu suchen.

Wie ein herrliches Bonmot liest sich dann auch die Rede von Frank-Walter S. auf dem Parteitag vom 18. Oktober:

Willy Brandt hat einmal gesagt: „Sozialdemokratie ohne Hoffnung ist wie eine Kirche ohne Glauben.“ Ich sage heute: Hoffnung und Zuversicht sind wieder zurück. Dieser Tag, das wird ein Tag des Aufbruchs. Wir haben Streit begraben, Gräben zugeschüttet, uns untergehakt. Und wir glauben wieder an uns! Das macht uns stark! Und die anderen merken das! Manche hatten uns schon abgeschrieben, Volksparteien adé, sagen die Kommentatoren. Ich höre das alles. Nur ich bin ich ganz anderer Meinung! Ich spüre: Der SPD wird wieder etwas zugetraut. Viele Menschen kommen auf uns zu und wünschen uns Glück. Ich sag euch: Wir sind wieder im Spiel! Mit der Geschlossenheit der letzten Wochen haben wir nicht nur andere überrascht, sondern auch uns selbst.

Kamelle, de Zoch kütt. Die nächsten Wahlen werden Quittungen für die SPD bringen, wie sie sie in ihrer langen Geschichte wohl selten bekommen hat. Einen Karnevalsverein haben selbst die Gleichgültigsten ungern in Regierungsverantwiortung. Was diese Partei macht, ist schlicht Wählververhöhnung.

Ergänzung um kurz nach 10 Uhr:

Nach dem geplatzten Machtwechsel von Rot-Grün mit Hilfe der Linkspartei in Hessen schließt die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Lopez Bestechung nicht aus. “Ich hätte nicht erwartet, dass die mächtige Energiewirtschaft doch noch siegt. Es ist doch nicht normal, dass nach über 95 Prozent Zustimmung auf dem Parteitag einige plötzlich ihr Gewissen entdecken”, sagte sie der “Wetzlarer Neuen Zeitung”. Dagmar Metzger klammerte Lopez in ihrer Stellungnahme “ausdrücklich” aus. Bei den drei anderen Abweichlern Carmen Everts, Silke Tesch und Jürgen Walter vermutet die Bundestags – abgeordnete aus dem Lahn-Dill-Kreis jedoch: “Vielleicht stimmten die Silberlinge ja.”

Nein, auszuschließen ist das in derart mafiösen Strukturen wahrlich nicht. Dazu passt die Meldung aus den USA, daß die “geretteten Banken” bereits rund die Hälfte des Rettungsfonds an die Aktionäre ausgeschüttet hätten…… Wie wärs da mal ganz schnell mit einem “V” von Joe Ackermann?