Archiv für den Monat: November 2008

Landfrauensüppchen

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Nun war die besagte Landfrau zwar heut in der Früh stinkig, gab aber gleichwohl eine Handvoll Porreestangen mit auf den Weg und ein wunderbares Rezept für ein Gemüsesüppchen mit Fleischeinlage. Kochte sich so nebenbei. Das Rezept können Sie haben, wenn Sie einen frankierten Umschlag an „Mein Restaurant“ senden und gleichzeitig für 0,50 € die Minute für dieses Rezept per Handy voten. Na, wie wär´s? „Ruf………mich………an“. Gibt auch was mit der Suppenkelle. Wobei mir so nebenbei einfällt: hatte der Hüser vom Museumshofenschen „Le Concarneau“ nicht auch mal einen Stern? Der kann das Süppchen auch und kriegt seine Porreestangen von der Landfrau aus dem Speckgürtel um die Metropole. Wenn die Zeiten bald laut der „welken Rose der Uckermark“ noch härter werden, sollte man einen guten Draht zu den Landfrauen im Speckgürtel haben. Die Speisekammern sind überall gut gefüllt.

Wefabla widmet „Heinrich“ die Sonntagsfrage

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Erbost hält mir die gestandene Brockhagener Landfrau, auf deren 170 Jahre alter Deele wir schon so manchen Schwof und manches Fest hingelegt haben, das Anzeigenblatt des Westfalen-Blattes vor die Nase. „Was für ein grenzenloser Scheiss da auf RTL“. Ich versuche sie zu beruhigen. „Die mitmachenden Bauern kriegen jeden Tag 3000 Euro, die Damen 350. Das ist es wohl was reizt. Es sitzen doch genug Bekloppte davor und gucken sich Mohns Mist an“. Auweia, da hatte ich was gesagt, grenzen doch gewisse Äcker des Landfrauhofes an den Boden des Doyens der Gütersloher Traktatdruckerei. „Der Schäferkordt pack ich heut noch eine Mail ins Postfach. So ein Schwachsinn“. Tja, die heutigen Bauern sind eben nicht wie die, die sich RTL da rauspickt und vorführt. Die heutigen Bauern wissen, wer Anke Schäferkordt ist: Chefin von RTL und verantwortlich für den Mist, der über den Sender geht. Anke wird höflich aber reserviert antworten. Schließlich wird sie indirekt mit Mohnkuchen bezahlt.

Offfensichtlich nichts gelernt

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Das ist ein Ausschnitt aus einer Mail von heute. Da bietet der „Verlag für Deutsche Wirtschaft AG“ schon wieder sensationelle Renditen an. Klar. Ist ja wieder Suppe da. Nachgefüllt aus deutschen und internationalen Steuergeldertöpfen. Zahlen dürfen die Doofen, kassieren tun die, die weder Gewissen, noch Anstand noch Moral haben.

Das sind die oberschlauen Anbieter.(Die Adresse ist durchaus einschlägig bekannt, gell Herr Rentrop?):

VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Theodor-Heuss-Str. 2-4
53177 Bonn

Stade Zeit, Beaujolais primeur und viel Holz vor der Hütt´n

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Jez is da de stade Zeit,
wo ma se hod so lang drauf g´freit…
Ruhig besinnlich staad,
draus´d a Winterlüftal waad.
Kinder basteln, Mamas back´n,
zwischendrin hörst Nüsse knack´n.
In´da Stubn wird’s kuschlig g´macht,
und jeder wart auf d´Heilige Nacht…….

Nach vier, fünf Schnapsal (Beaujolais) hoste gfanga,
irgendwann san d´Leut hoamganga.
Rumlieng doad nur der Rest,
vonám fast perfekten Weihnachtsfest.
Legst di ins Bett und denkst wie imma,
es hätt sei kenna no vui schlimma.
I sog des jez a moi ganz kess,
des oiss kimmt nur vom Weihnachtsstress.

I pfeiff auf jedes helle Licht
genauso wia aufs Weihnachstg´dicht,
dann brauchti a koa brennad Kerzn,
wenn des ois ned kimmt von Herzen.
S´hoast ned nur so Stille Nacht,
da hodse scho jemand Gedankn gmacht.
Drum is mei Wunsch ganz fromm und frei….
lasz Weihnachten wieder Heilger´ Abend sei…

Zu meiner bayerischen Zeit konnte ich das sogar in die deutsche Sprache übersetzen. Aber der Reihe nach, bevor es zum beaujolaischen Filmriß im Bielefelder Südwesten kam, den heute in der Früh um Achte das laute Geknatter des Rettungshubschraubers jäh unterbrach. Das Zeugs ist ja auch süffig „wie rot gefärbte Plörre“, wie eine böse Zunge ausplauderte. Wenn da nich Allohol drin wäre….

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Gestern gegen Mittag kippte ein Extremgeländegänger aus Halle/Westfalen einen riesigen Haufen Buchenholz vor die Garage, kassierte und weg war er. Ist es eine Schande, erst die Hälfte aufgestapelt zu haben?

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Dann der Arminenkick gegen Hoppenheim. Ohne große Probleme überstanden,. Die Knochen spürte ich aber schon. Und die wohlige Wärme des Buchenholzfeuers. Ich weiß noch, da war auf 3SAT so ein Dirigent. Aids-Gala. Einer sang „Nessun dorma…“ (Turandot. „Keiner schlafe“). Ich nahm das einfach nicht wörtlich….

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Ja, so ist sie, die „stade Zeit“. Ach, Sie wollen es erklärt haben? bayrisch / österreichisch: wörtlich: die stille Zeit; die Advents- und Weihnachtszeit

Schönen 1. Advent.

Professor Martin Haase in BI über „Neusprech“

„Politiker, die Terrorfurcht schüren und sich dadurch Zuspruch
erhoffen, versuchen ihre unpopulären Pläne euphemistisch zu
verpacken. Positiv erscheinende Aspekte werden hervorgehoben,
Negatives wird ausgeblendet. Damit einher geht die inhaltliche
Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung,
Videoüberwachung usw. Negative Worte werden durch positive ersetzt
und rhetorische Muster werden verwendet, um die Hybris zu vertuschen.“

Wer?

Martin Haase. Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Engagiert sich für freies Wissen und IT-Grundrechte, unter anderem im Chaos Computer Club. Seit 2003 arbeitet er mit bei Wikipedia und war von 2005 bis 2007 Mitglied im Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. Sein Vortrag beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George Orwells Buch „1984“ als „Neusprech“ bezeichnet werden kann.

Wo und wann?

Sonntag, 7. Dezember 2008, 15 Uhr (bis etwa 18 Uhr) Bunker Ulmenwall, Kreuzstr., Bielefeld. Eintritt 5 Euro (Jugendliche unter 18 Jahre frei)

Veranstalter?

FoeBud e.V. Bielefeld

Interessant?

Aber klar. In Zeiten der Widerauferstehung von Gestapo und Stasi als „Stasi 2.0“ als Ergebnis paranoiden Denkens eines deutschen Innenministers auf jeden Fall.

Keine Chance beim Dorfclub

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Eben noch den seinerzeitigen Tabellenführer Leverkusen geschlagen und nun bei Hoppenheim unter die Räder gekommen. Der Eliteclub der Metropole hatte beim Tabellenführer der Fubabuli keine Chance. Leider gewann Mitabstiegsfavorit Cottbus bei ebenfalls Abstiegskandidat Mönchengladbach.

„Let´s keep the candles burning“. Der Advents-Kick-off

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Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet am 30. November 2008 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungs – bereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum das Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden. Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich.>

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2008.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating. Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden. Es lautet: „Let’s keep the candles burning“ und ersetzt das bisherige „Frohe Weihnachten“.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate Redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Shareholder Value, und würdigte das Know-How seiner Investor-Relations-Manager.

Gelesen in einem Diskussionsforum von T-online. Passt aber auch in unsere Gegend.

Toys are „Peng“

Neues aus dem Land der Bekloppten und Waffenfanatiker. Das ging über die Ticker: Am „Black Friday“, einem der belebtesten Einkaufstage in den USA, sind gestern drei Menschen ums Leben gekommen. In einem Spielzeugladen im kalifornischen Palm Desert gaben zwei Männer nach einem Streit tödliche Schüsse aufeinander ab. In New York kostete der Kaufrausch von Kunden eines Discountladens einen Verkäufer das Leben. Der 34-Jährige wurde von den Schnäppchenjägern überrannt, als diese am frühen Morgen die Eingangstür eindrückten und in den Laden stürmten, berichtete der Lokalsender New York One. Bei der Schießerei in einer Filiale der Spielwarenkette Toys R Us hatten sich nach Augenzeugenberichten zunächst zwei Frauen heftig beschimpft. Dann griffen deren männliche Begleiter zu Waffen und erschossen sich gegenseitig, berichtete die „Los Angeles Times“. Die Ermittler fanden Pistolen neben den Leichen.

„Es ist ein Wunder, dass dies die einzigen beiden Toten in dem vollen Spielwarenladen waren“, sagte Polizeichef Daniel Wilham. Die Männer waren schießend durch die Gänge gelaufen. Eltern und schreiende Kinder seien in Panik auf die Straße gerannt, hieß es. Dutzende suchten in benachbarten Geschäften Zuflucht. Am Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag beginnt in den USA offiziell das Weihnachtsgeschäft. Einige Läden lockten Schnäppchenjäger schon um Mitternacht mit Sonderangeboten an.

Man stelle sich vor: IKEA am Südring. Im Småland werden 20 kostenlose Mahlzeiten mit Köttbullar, Pommes und Mjölk ausgerufen. Waffen haben bei uns ja eher Wenige. Aber man könnte Stuhlbeine abreißen, Stoffmusen werfen und auch sonst in den engen Gängen Rabatz machen.

Jetzt geht die Story in die Vollen

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Was haben wir uns doch nach sowas gesehnt. Die Nation guckt nach Ostwestfalen. Zum Glück nur nach Jöllenbeck und nicht nach Deppendorf. Die Schöne und der Aufschläger. Er sagt: „SMS stimmt nicht“, sie legt nach: “ Die Kinder so gut wie nicht gesehen“. Wow, welch Hype. NW-Aussagen gegen BILD-Meinungen. Dabei ist es – bei Licht betrachtet – ungefähr so interessant wie ein Klops. Außerdem: Unsern Bundes-Äntschie simst ja auch ständig. Scheint Mode zu sein in Zeiten der Sprachlosigkeit.

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Bekloppt. Bekloppter. RTL.

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Man kann den Finger getrost an der Stirn lassen, wenn man RTL und BILD verfolgt: Jetzt nimmt der Wahnsinn um Schäfer Heinrich neue Züge an: Der TV-Bauer will zum Grand Prix nach Moskau fahren. Sein kultiges „Schäferlied“ ist nicht nur seit der Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ in aller Munde, sondern auch schon auf CD erschienen. Alle wollen Heinrich – ob auf Dorffesten oder im Internet, der einsame Schäfer aus dem Sauerland ist überall der Renner. Und wer soviel Erfolg hat, darf auch nach Höherem streben: „Ich will Deutschland mit meinem Schäferlied beim Grand Prix 2009 in Moskau vertreten!“. Wem hat er´s verraten? Natürlich Diecki-Kais BLÖD. Auuuaaaa, Auaaaaa……. Der Mann ist Elite. Ihr Bielefelder Profs und Studenten, merkt Euch das!

Wäre ich sein Manätscher, würde ich die Mama zum Playboy schicken. „Germanys next Topmodel“.

Was Spammer können kann Wolfgang S. auch

Hallo XXXXXXXXX,

du hast eine Freundschaftsanfrage von deiner Nachbarin und Bekannte
Tanja erhalten. Tanja scheint dich wohl zu kennen und will mit dir Kontakt
aufnehmen.

Schaue nach ob du Tanja kennst. Hier geht es direkt zu Tanja’s Profil:
http://www.e-mail-tracker.com/servlet/rl?r=AQAAAAAAAAUgAC_w2AAABBQfTg

In deinem Postleitzahlenbereich haben wir neben deiner Bekannten Tanja,
weitere 108 Nachbarn gefunden.

Sicher findest du hier auch weitere Freunde und Bekannte.

Ich liebe diese „netten“ Mails. Wenn man sie aufmacht, kriegt man wahrscheinlich Besuch vom Bundestrojaner oder anderen Spammern. Danke, Wolfgang S.

Der Bläser im Westen

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(Bild: Susanne Freitag)

Ein tiefer, langgezogener Ton dringt aus dem Garten von Eberhard Abker. Die Vermutung, dass sich ein Schiffsdampfer in den Bielefelder Westen verirrt haben könnte, erweist sich als falsch. Stattdessen steht der ahnungslose Besucher plötzlich vor einem Alphorn. Auf Hochglanz poliert und über vier Meter lang, nimmt das Schweizer Nationalsymbol einen guten Teil des Abkerschen Grundstücks ein. „Einst wurden sie zur Nachrichtenübermittlung von Alm zu Alm benutzt“, klärt der stolze Besitzer auf. „Heute werden sie nur noch zum Spaß gespielt.“ Der 77-Jährige Bielefelder ist vermutlich einer der wenigen Menschen außerhalb Süddeutschlands, der die großen Blasinstrumente nicht nur spielen, sondern auch herstellen kann.

Rund 260 Stunden Arbeit stecken in dem selbst gebauten, etwa 5 Kilogramm schweren Instrument. Kaufen kam für den gelernten Tischler und Drechsler nicht in Frage. „Die Bauanleitung habe ich mir von einer Alphorn-Truppe aus Thüringen besorgt“, so Eberhard Abker. Kennengelernt hatte er die Thüringer bei einem Jagdhornwettbewerb im sauerländischen Olpe. „Sie hatten einen Gastauftritt bei dem Wettbewerb. Ich war von der Musik sofort begeistert und habe zu meiner Frau Ruth gesagt, dass ich das unbedingt auch einmal ausprobieren möchte.“ (Quelle: Bielefeld-Marketing)

Hofminister. Protzig prunkend

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Es ist eine eigene kleine Welt in den ganzen putzigen Bauernvorörtchen der Metropole. So mancher Hahn dort ist durchaus vergleichbar mit denen, die in Düsseldorf oder Berlin laut krähend über dem Mist stehen, den sie produzieren. Da gehts uns hier in Puddingtown ja noch richtig goldig.

Verkehrte Sicht der Dinge

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Während sich unsere lokale NW-BILD-Ausgabe gewohnt boulevardesk gibt, kommentiert das Westfalen-Blatt den Anschlag und endet mit einem Satz zu GWBush, der nachdenklich macht:

Wer geglaubt hat, alle Facetten des Terrorismus weltweit zu kennen, ist mit den schrecklichen Anschlägen von Bombay eines Besseren, oder besser gesagt eines Schlechteren belehrt worden. Diese rücksichtslose und todbringende Hatz gegen unschuldige Einheimische, ausländische Touristen in Luxushotels und Patienten in Krankenhäusern offenbart noch einmal eine neue Qualität des Terrorismus. Die blutige Terrornacht von Bombay lässt nicht nur eine erschütterte indische Bevölkerung zurück. Auch weltweit muss aufgehorcht werden. Wenn die genauen Hintergründe der Anschläge und die Herkunft der Terroristen auch gestern noch nicht bekannt waren, eines ist aber doch klar: Der Terrorismus weltweit ist noch lange nicht besiegt.
Noch nicht einmal in Ansätzen. Es soll nur niemand mit der alleinigen Erklärung daher kommen, in Indien gebe es häufig Anschläge mit lokalem Hintergrund. Auch wenn unbestritten ist, dass es immer wieder Attentate von indischen Separatisten und anderen muslimischen Extremistengruppen gegeben hat. Oder er führt den Ursprung der Anschläge auf die Feindseligkeiten der beiden benachbarten Atommächte Indien und Pakistan zurück.
Islamistische Terroristen aus Pakistan haben immer wieder Angst und Schrecken auf indischem Boden verbreitet. Auch wenn in Islamabad prompt vor jeglichen Schuldzuweisungen gewarnt worden ist. Möglich ist schon, dass die Attentäter, die ihren Tod bei der Aktion in Kauf genommen haben, den fragilen Friedensprozess torpedieren wollten. Ihnen sind die seit fünf Jahren andauernden schleppenden Verhandlungen der früheren Erzfeinde ein Dorn im Auge. Was auch immer die Gründe sein mögen. Eines haben die Terroristen mit ihrer von langer Hand vorbereiteten Aktion auf jeden Fall erreicht:
Sie haben die Nation in einen Schockzustand versetzt und aufgezeigt, wie hilflos die Sicherheitskräfte dort nach wie vor dem Terrorismus
gegenüberstehen. Ohne Zweifel wird das friedliche Zusammenleben in Indien in nächster Zeit auf eine harte Probe gestellt. Doch das Signal der brutalen Anschläge geht weit über das asiatische Asien hinaus. In Luxushotels wurden mehrere Touristen verschiedener Nationen getötet und Ausländer
als Geiseln genommen, vor allem Israelis. Warum sollten Terroristen nicht an einem anderen Ort der Welt wiederholen, was in Bombay möglich war? Die Geißel Terrorismus ist noch lange nicht ausgerottet. Die internationale Gemeinschaft muss weiter wachsam sein und noch näher im Kampf gegen den Terrorismus zusammenrücken. An viel positives des scheidenden US-Präsidenten George W. Bush wird sich die Welt nicht erinnern. Es bleibt aber sein Verdienst, immer wieder auf die Gefahren des Terrorismus aufmerksam gemacht zu haben. Doch die Welt hat dabei zuletzt nur noch selten hingehört. Das war ein Fehler, wie die Terrornacht von Bombay zeigt.

War es nicht grade jener GW Bush, der die Welt mit Kriegen überzogen hat? War es nicht jener GW Bush, der es in zwei Amtsperioden nicht geschafft hat, den Nahen Osten einigermaßen zu befrieden? Mal ganz abgesehen von der weltweiten Finanzkrise, die ebenfalls ihren Anfang im Bushland nahm…..

Grüne machen Party:

In ihrem Jubliäumsjahr zum 20 jährigen Bestehen präsentierenen die Seltaebs  ihre absolut abgedrehte Show irgendwo zwischen kontrolliertem Chaos und wohlklingenden Cover-Versionen von AC/DC über Robbie Williams und Celine Dion, bis hin zu The Clash, Billy Idol und Fischer Z. Der Balanceakt zwischen „Aua Aua“ und „Super!“ ist durchgehend spannend und sorgt für samtige Weihnachtsstimmung mit Erlebnisgarantie.

Was Neues im Westen

Das Konsulat im Westen

Tja, das war´s dann wohl.

Das Sounds ist nicht mehr. Nie mehr!

Eine der letzten Bastionen für gestrandete, hoffnungslose Existenzen ging nach tausend Jahren Regentschaft zu Ende.

Leise, unauffällig und ohne Bescheid zu sagen, denn wenigstens die Homepage der kleinen Eckkneipe mit Traditionswurzeln im Bielefelder Westen hält sich eisern und tut so als wär nix. Weiß wohl noch nichts von der Übernahme durch das Establishment.

Das hat jetzt einen Namen zum neuen Gesicht bekommen: KONSULAT.

 

Nach wochenlangen Umbauarbeiten beginnt nun wohl eine neue Ära an der Siegfriedstraße. Der Versuch, aus dem gammeligen Haus am Eck was Ansehnliches zu basteln nimmt so langsam Formen an. Außer einiger (immer noch ziemlich speckig-gilber) Fassadenüberreste, sieht das neue Kleid bis jetzt doch ganz gut aus.  

Das Interieur lässt sich, dank neu eingesetzter grooooßer Fenster, auch schon erspähen.

Schön, schön, schön.

Alles so hell und nett da.

Gar nichts erinnert mehr an das versiffte Loch, das da vor kurzem noch stand. In das regelmäßig donnerstags (und eigentlich auch irgendwann an allen Wochentagen) die Studenten-Horden und einsamen Säufer-Seelen aller Himmelsrichtungen Bielefelds pilgerten, um sich ordentlich abzuschießen und gegen 8 Uhr morgens (oder später) auf der Straße weiterzumachen.

Aber…das Sounds war auch ein Sinnbild für Bielefeld…(so, das könnte man jetzt eigentlich so stehen lassen…)

Das Sounds war ein fester Bestandteil vom Bielefelder Westen und hatte mal, auf eine besondere Art und Weise, wirklich Stil. Und Mittwochs wirklich köstliche Burger! Im Sounds sah man schon weltliche Prominenz aus TV und Musik. Saß mit ihnen Tisch an Tisch, und es war als wären sie wie Du und ich…

Ja, ja, so was gabs nur im Sounds. Es war schön, und manchmal hat es sogar Spaß gemacht…

Tja, jeder Spaß hat mal ein Ende. Das dachten sich dann wohl auch die Betreiber, und machten aus der lauschigen Kneipe kurz vor´m Siggi etwas… Anderes…

Das hat nicht funktioniert.

Welche gewichtigen Gründe sonst noch zum Untergang des Eckkneipen-Titans führten, lässt sich für ehemalige Besucher relativ leicht erahnen, soll aber an dieser Stelle nicht weiter beachtet werden…

 

Denn:

Das KONSULAT ist jetzt da.

Es tritt kein leichtes Erbe an, hier im elitären Bielefelder Westen.

Es möge sich beweisen…und halten.

 

Heilige Allianz: BLÖD-Kai und Überwachungs-Lidl

Der uns allen in der Metropole ja äußerst bekannte BLÖD-Chefredaktor Kai Diekmann kann zwar weder besonders gut formulieren noch ist sein täglicher Gossenkram sehr weit vom nächsten Abwasserkanal entfernt, aber dafür ist er grandios im Umsetzen von Ideen, die man eines schlechten Tages in weitere bundesweite Überwachungsmaschinerien für Stasi 2.0 Wolfgang S. ummünzen kann. Mercedes Bunz beschreibt im Berliner „Tagesspiegel“, was Geelhaar-Kai da wieder auf der Pfanne hat:

Am 4. Dezember bringt die Handelskette Lidl eine Leserreporterkamera auf den Markt und zwar in Zusammenarbeit mit ihrem Gspusi „Bild“, also mit jener Zeitung, die komischerweise nicht über die Überwachung der Lidl-Mitarbeiter berichtete. Für relativ günstige 70 Euro. Dafür ist man dann an Bild gekoppelt: Wenn man das Gerät an seinen Rechner anschließt, öffnet sich ein Programm, mit dem die Filme direkt an das Online-Portal Bild.de geschickt werden können. Fies. Und irgendwie clever. Allerdings nicht neu: Geklaut hat Kai Diekmann die Idee bei Flip, einer kleinen, schnuckeligen Plastikkamera, die in Amerika in den großen Ketten vertrieben wird und die, an den Computer angeschlossen, ihr Material direkt zu Youtube hoch schießt. Elegant, einfach zu bedienen und also gut.

Verraten hat Diekmann diesen Trick ausgerechnet der Journalismus Professor Jeff Jarvis, der in New York an der Graduate School of Journalism unterrichtet und das Medienkritik-Blog Buzzmachine betreibt. Er setzte Diekmann diesen Floh ins Ohr, als er ihm vor einem knappen Jahr in Davos mit dem Prinzip von Flip bekannt machte. Mehr noch, Jeff Jarvis hat das Ganze sogar aufgenommen, mit der Flip natürlich, und dann auf Youtube hochgeladen und darüber berichtet – und zwar hier. Ob er dem Journalismus damit wirklich einen Gefallen getan hat, ist jedoch noch die Frage.

Solche Ideen hat einer, der zwar schwer einen an der Klatsche hat, aber ganz genau weiß, was er tut. Die welke „Rose der Uckermark“ wird es ihm danken. Ihm, dem servil-devoten Diener seiner Friede, Liz und Angela. Dann tätscheln sie den lieben Buben wieder beim Kaffee in Tante Angelas Kanzlerzimmer mit dem guten geblümten Geschirr aus Kahla/Thüringen. Das erinnert Angela immer an ihre wahre Heimat: Hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen. Ein paar von den Zwergen haben die Wende überlebt: Der Egon Krenz zum Beispiel. Ihren ehemaligen Chef von der FDJ könnte sie jetzt eigentlich mal heim ins Reich, äh, in die Union holen. Die ganzen Blockflöten aus DDR-Zeiten haben sich ja wunderbar aklimatisiert. Darüber wird Kai D,. ganz bestimmt sehr wohlwollend schreiben. „Auferstanden aus Rosinen und der Zukunft zugewandt….“

Kik hin und sing ein Lidl

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Wenn etwas der Inbegriff des Ramschens ist, dann sinds die KiK-Läden in der Metropole. Hunderte von Rundständern im von Billigstlöhnern bewachten Laden, etliche außerhalb der Schaufenster. Wühlware, billigster Schund. Zusammengeschustert von Menschen in Bangladesch, die mit 30 bis 50 Euro im Monat nach Hause gehen. Die „Kampagne für saubere Kleidung“ zeigt in der obigen Grafik, das die Lohnkosten lediglich 1% ausmachen. “ Gewinne und Kosten dieser unsäglichen Einzelhandelsform liegen aber bei 50%. Eine entsprechende Politik ist der beste Promoter: „Haste nichts, kannste nichts, kaufste billigst“. Kleidung clever kaufen und Klick. Bei Marie Antoinette durften die Armen wenigstens noch Kuchen essen, wenn es kein Brot gab.

Die Lidl-Gruppe tut offiziell entsetzt und „will das strengstens prüfen“. Hahahahahahahaha. In den Neckersulmer Hallen der Kette hub grad ein gewaltiges Lachen an, das man über den Neckar bis na Stuagart hören konnte.

Bielefelder Wissenschaftler geht auf die Barrikaden

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Wenn der Nobelpreis für Medizin 2008 am 10. Dezember in Stockholm an den deutschen Wissenschaftler Harald zur Hausen überreicht wird, sitzt der Bielefelder Gesundheitsexperte Ansgar Gerhardus mit einer Gruppe Kollegen in seinem Studierzimmer und macht sich so seine Gedanken. Nicht, weil er Kollege zur Hausen den Nobelpreis mißgönnen würde, den der für die Entdeckung von zwei Virustypen, die Gebär – mutterhalskrebs auslösen, bekommt. Es geht um die perfide, mit gewaltigem Geld – und emotionalen Druck erzeugendem Einsatz der von der Pharma – industrie gepushten Impfung. Motto: „Kein Mädchen mehr ohne Impfung“. Dazu besorgte – natürlich von Film – und Fernsehen bekannte – Müttergesichter, barmende Stimmen und der ständige Druck. Alles erweckt den Eindruck, „Wer sich nicht impfen läßt, stirbt ganz sicher an Krebs. Gebärmuterhalskrebs“.

Ich habe lange Zeit mit der Pharmaindustrie, ihren Verbänden und der einschlägigen PR-Maschinerie zu tun gehabt. Mir erzählt man da insofern nichts Neues, als jetzt ans Licht der Öffentlichkeit kommt, mit welch perfiden Methoden, Mauscheleien und Verkrustungen wie Verknüpfungen von Wissenschaft, Genehmigungsinstanzen, Ärzten und Herstellern da gearbeitet wird. Es geht um nichts anderes, als „jede Menge Kohle“. Dem Lobbyistensystem in einem völlig indiskutablen, da korrupten, Gesundheitssystem ist kein Mittel unrecht, das dazu führt, Mädchen, Mütter und wohl auch Väter derart zu verunsichern, daß sie nicht anders können, als „impfen zu lassen“.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb dazu gestern:

Die Daten aus Studien stünden „in deutlichem Widerspruch zu vielen sehr optimistischen Verlautbarungen“. Zu den Unterzeichnern gehören so namhafte Fachleute wie Martina Dören von der Berliner Charité, Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg und Wolf-Dieter Ludwig von der Arzneimittel – kommission der deutschen Ärzteschaft. Mit Rolf Rosenbrock und Ferdinand Gerlach sind auch zwei Mitglieder des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen dabei. „Wir wissen noch nicht, ob diese Impfung Nutzen stiftet, trotzdem wird sie massenhaft eingesetzt“, sagt Norbert Schmacke, Gesundheitswissenschaftler an der Universität Bremen. „Das ist zu früh.“

Die 13 (Anm.: Wissenschaftler, darunter Ansgar Gerhardus) haben ein klares Ziel: Die Ständige Impfkommission (Stiko) müsse ihre Entscheidung überdenken, mit der sie im März 2007 – so schnell wie nie zuvor bei einem neuen Impfstoff – die Impfung für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfahl. Damit zwang die Stiko letztlich die Krankenkassen zur Erstattung und löste eine Kostenexplosion aus: Einer der beiden Impfstoffe war 2007 die umsatzstärkste Arznei in Deutschland.

Das Manifest der 13 Wissenschaftler, das die Wirksamkeit des Impfstoffes „Gardasil“ (Hersteller Sanofil) findet sich auf der Website der medizinischen Fakultät der Uni Bielefeld.

Die Impfung von Mädchen zwischen 12 bis 17 Jahren gegen HPV-Viren kostet 400 Euro. Da ist es für die Pharamindustrie richtig lohnend, ihre perfiden und charakterlosen Methoden in aller Breite einzusetzen. Dazu gehören eben auch Angst machende Spots und Infiomaterial, das nur den einen Schluß0 zukläßpt: „Ohne Impfung geht das Leben bald nicht weiter“. So macht man Lobbyarbeit in der Gesundheitsindustrie. Wobei das Wortanhängsel „Industrie“ bereits alles sagt. Nicht „Menschlichkeit und Hilfe“ sind wichtig sondern „Industrie, Rendite und Kohle“. Blöd, daß ausgerechnet Ratiopharm- „Helfer“ Merckle kürzlich durch ebenso pikante wie dämliche Finanzzockereien auffiel. Der Milliardärs-Bube verdient einfach zuviel Kohle mit nachgemachten Arzneimitteln.

Westfalen-Blatt: „Besser Piraten jagen“

Deutschland überrascht mit immer höheren Zahlen bei den Vorschlägen zur Bekämpfung der Piraterie vor Ostafrika. 1400 deutsche Soldaten und 500 Schiffe vieler Nationen seien notwendig, heißt es aus Berlin und Potsdam. Verteidigungsminister Franz Josef Jung soll sogar die Einschiffung
von Marineangehörigen auf Frachtern unter deutscher Flagge vorgeschlagen haben. Und vom Einsatzführungskommando vor den Toren der Bundeshauptstadt werden Konzepte gestreut, wonach der bislang geplante multinationale Verband aus drei bis vier Fregatten plus Begleitbooten kaum etwas auszurichten vermag. In der Tat können Kriegsschiffe nur in Radien von vielleicht 30 Meilen den schnellen Zugriff der Kaperer unterbinden. Vor 3000 Kilometern Küsten allein des Nicht-Staates Somalia, der schon lange nicht mehr über eine eigene Marine verfügt, ist selbst mit einem noch so »robusten Mandat« etwas auszurichten. Allein die Masse macht’s. Schon der Überfall auf den saudischen Supertanker Sirius Star erfolgte 800 Seemeilen vom üblichen Operationsgebiet entfernt vor Tansania. Und wer sagt eigentlich, dass andere Weltmeere wirklich sicherer sind? Langsam schwant der westlichen Welt, dass ihre Versorgungsadern angreifbarer sind als bislang geglaubt. Längst gibt es Szenarien der Sicherheitsdienste, in denen zu allem entschlossene Selbstmordtäter explosive Fracht direkt auf Manhattan, Hongkong oder andere Metropolen zusteuern. Eines haben die deutschen Zahlenspiele bereits bewirkt. Sie haben den Blick abgelenkt von jener erbärmlichen Zuständigkeitsdebatte, wonach deutsche Marinesoldaten eigentlich gar nichts dürfen, geschweige denn schießen, wenn es ernst wird. Das jüngst praktizierte Piraten-Erschrecken mit großen Hubschraubern wird sich schon bald als zahnloses Manöver harmloser Deutscher in den einschlägigen Kreisen herumsprechen. Die von Jung ins Spiel gebrachte hohe Kopfzahl von 1400 Soldaten zeugt im übrigen von einer im Kosovo bereits erfolgreich angewandten Praxis. Dort durften bis zu 8500 Soldaten eingesetzt werden, ohne dass man jedes Mal das Parlament um eine Erhöhung anrufen musste. Tatsächlich waren dort niemals mehr als gut 6000 deutsche Soldaten zeitgleich eingesetzt. Auch rechnet Jung pro Fregatte mit 500 Mann, obwohl die Besatzung bei 220 liegt. Er hat die Ablösung gleich mit
eingerechnet. Deutschlands Zahlenspiele sollen aber noch etwas signalisieren. Wer sich am Horn von Afrika und auf den Weltmeeren stark macht, muss
weniger Bodensoldaten nach Afghanistan schicken, könnte das Kalkül lauten. Denn schon haben US-Militärs eine Aufstockung der Schutztruppe am Hindukusch um 20 000 angemahnt, selbst aber nur 5000 Soldaten in Aussicht gestellt. Barack Obama könnte im Frühjahr seinen Worten aus dem August Forderungen folgen lassen und »größere Beiträge« Europas anmahnen. Dem baut Deutschland vor. Besser Piraten als El Kaida jagen.

So weit das Westfalen-Blatt Bielefeld in einem Kommentar. Ein in Augustdorf vor unseren Toren stationierter Bekannter in Befehlsrang sagte kürzlich nach seiner Rückkehr vom „Feld der Ehre “ am Hindukusch: „Noch nie so einen hanebüchenen Blödsinn gemacht“. Er sollte es wissen. Dann lieber Piraten jagen. Aber richtig und wie unsere Politiker immer so schön in ihrer wachsweichen Unverfänglich-Sprache formulieren: Nachhaltig und auf Augenhöhe.

Mamma Mohn kappt Lycos-Tropf

„Aus“ für Mohn-Sohn Christoph und seine Minuscompany „Lycos“. Mamma Mohn kappt die finanziellen Bertelsmann-Versorgungsleitungen. Ist wohl zu dolle geworden mit dem jahrelangen Minus des Mohn-Sohnes und seiner Company, die wirklich niemand braucht. Lycos Europe steht nach Jahren der Verluste vor der Aufgabe. Das Domaingeschäft, das Geschäft mit Internet-Shopping sowie das dänische Portalgeschäft, die zusammen zwei Drittel des Umsatzes abbilden, sollen verkauft werden. Das teilte Lycos heute in Gütersloh mit. Die restlichen Geschäfte Webhosting und Portal inklusive Sales will das Unternehmen „geordnet abwickeln“. 500 der 700 Mitarbeiter werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Die notwendigen Beschlüsse sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Dezember getroffen werden. Hauptaktionäre von Lycos sind die Konzerne Bertelsmann und Telefonica. Die Aktionäre sollen eine Auszahlung von 50 Millionen Euro erhalten. Einer Unternehmensmitteilung zufolge hatte Lycos auch einen Komplettverkauf erwogen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Haarlem in den Niederlanden. In Gütersloh arbeiten rund 230 der insgesamt 700 Mitarbeiter.

Ja, da müssen wir jetzt mal überlegen, was wir dem Mohnbuben zu arbeiten geben. Die Wege auf Pappis Bauernhof an der Steinhagener Grenze fegen? Aber so viele sind das nicht. Hecken sind auch in einer Woche geschnitten, außerdem hat der Gärtner keine Lust, den Job aufzugeben. Er könnte aber auch zur Bertelsmann-Stiftung stiften gehen und Fahrer von Mamma Elisabeth und Schwester Brigitte werden, wenn sie Mohnkuchen mit Sahne einholen gehen. Hat ja viele viele Millionen gekostet, der Bub mit seinem Lycos.

Von wegen „Bio“ bei Edeka, Rewe, usw.

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Sie kaufen die Frühstückseier bei EDEKA, REWE, Discountern? Man kann ihn ja nicht umgehen, den vollmundigen Slogan der EDEKA-Kaufleute: „Wir lieben Lebensmittel“. Das Frühstücksei müßte den Verantwortlichen eigentlich jetzt im Hals steckenbleiben, wenn sie diese AP-Meldung lesen:

Die Tierschutzorganisation Peta hat nach eigenen Angaben einen Betrug mit Bio-Eiern aufgedeckt. Laut PETA soll ein Eierproduzent in Brandenburg täglich 300.000 Eiern einen falschen Stempel aufdrücken. So werden diese Eier aus Käfighaltung angeblich als Bio-Eier deklariert und teuer verkauft und zwar in sämtliche Supermarktketten wie Rewe oder Edeka. Die Tierschützer verdächtigen den Eierproduzenten des Betrugs und haben Strafanzeige gestellt. Die Tierschützer haben mehrere Wochen die Betriebe der Firma Landkost im brandenburgischen Spreenhagen und Bestensee beobachtet. Laut PETA zeigen Videoaufnahmen, dass dort Hühner in Käfigen gehalten werden und keinerlei Auslauf haben.

Weitere Ermittlungen von PETA ergaben, dass die Eier aus diesem Betrieb in Berliner Supermärkten als Bio-Eier verkauft werden. Bei Kaiser’s Tengelmann unter der Marke „Freiland Landkost“ und bei Edeka unter der Marke „Freiland Luisenhof“.Laut PETA werden die Käfig-Eier auch über einen Biohof in Deersheim (Sachsen-Anhalt) vertrieben. Von dort gehe es dann weitere an verschiedene Supermärkte wie Rewe unter der Marke „Füllhorn“ und Edeka unter der Marke „Bio-Wertkost“. Außerdem an Coop unter der Eigenmarke „Bio Coop“ und an Penny unter der Marke „Naturgut“. Außerdem solle der Biohof auch den Babykosthersteller Hipp beliefert haben. Auch diesen Bio-Hof haben die Tierschützer angezeigt. Gegenüber der Zeitung „Die Welt“ dementierte der Bio-Hof die Anschuldigungen.

Ach ja „Bio“. Wie hießen die minsteriellen Protagonisten doch noch gleich? Kühnast/GrüneB90 und Horst „Kindermacher“ Seehofer/CSU. Offensichtlich ist da, wo „Bio“ draufsteht ebenso selten „Bio“ drin wie in Ministern, die das Etikett „Grundehrlich, anständig, verantwortungsvoll“ tragen. Aber wahr scheinlich haben ja nur nachgeordnete Chargen vergessen, das zu kontrollieren, was die Knallchargen da in tolle Ideen und Verordnungen und Sigel gossen. Da sag noch einer, nur VW-Personalvorstände, Bankster und ehemalige Postvorstände hätten kriminelle Energie…..

Heut schon illegal abgebucht bekommen?

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Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man lachen und jubeln: „Tritratrallalaa. Der nächste Teledumm-Skandal ist da“. Da geht aber leider grad was über die Ticker, was nicht lustig ist. So langsam muß dem (D)Obermann an der Spitze des halbstaatlichen Komplotts der Arsch doch auf Grundeis gehen. Also, „stern“ und ein paar Andere werden Morgen berichten:

Die Deutsche Telekom hat erneut mit einem Datenskandal in erheblichem Ausmaß zu kämpfen. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am morgigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Danach verschafften sich dubiose Adresshändler und Callcenter offensichtlich Zugriff auf Namen, Adressen, Vertragsdaten und Bankverbindungen von mehreren tausend Festnetzkunden. Insider berichten, es würden derzeit viele zehntausend streng vertrauliche Kundenprofile auf dem Schwarzmarkt angeboten; anders als bei früheren
Datenmissbrauchsfällen bei der Telekom beinhalten die Datensätze diesmal alle Bank- und Geburtsdaten. Einige Kunden beschweren sich bereits über illegale Abbuchungen von ihren Konten.

Es gab da kürzlich eine ganze Reihe dubioser Anrufe. Auf Nachfrage hieß es stets: „Wir sind von der Deutschen Telekom autorisiert“. Die Anrufnummer war unterdrückt. Als wir den/die Namen wissen wollten, wurde die Leitung grundsätzlich unterbrochen. Kann aber auch sein, daß Stasiroller 2.0 und seine BKA-Mannen noch dööfer als doof sind und ein Kompetenzgerangel mit der Teledumm um die bekloppteste Anrufmethode austragen.

ER rollte also schon durchs Lipperland

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Das ist ein geheimes Zeichen. Von BKA-Zielfahndern unter großer Anteilnahme der Bevölkerung einer lippischen Ortschaft auf die Strasse gesprüht. ER war da. Genau hier. Genau an diesem Zeichen radierte das rechte Rad des Rollis den lippischen Boden. Dem Schäuble Wolfgang, legitimer Nachfolger von Stasi 1.0, entgeht nichts. Selbst nicht im Örtchen Schlangen. Das liegt hinter Paderborn, fast im Niemandsland. Ideal für Terrorhelfer. Nahe Autobahn A 33, Airport Paderborn-Lippstadt umme Ecke. Jetzt war der Staatsrolli mit seinen BKA-Zuarbeitern in diesem Lipper Örtchen und hat einen mutmaßlichen „Terrorhelfer“ dingfest gemacht. Daselbst einen weiteren im Baden-württembergischen Biberach („Hanoi. Desch hätte ma nich gedacht. E Terrorischt in unserm Muschterländle. Ob des de Oeddinga gewusst het?“). Die Blätter der Metropole machen mit dieser schröcklichen Gefahr natürlich auf Seite 1 auf:

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Mal abgesehen davon, das wir in Deutschland immer noch die Unschuldsvermutung haben und die Blättchen infolgedessen auch „Mutmasslicher Terrorhelfer“ hätten titeln müssen, geht einem die ganze Schäublesche Paranoia gewaltig auf den Zeiger. Dem mit gewaltigen Aufwand an Beamtenschaft Festgenommenen wird vorgeworfen, „ausländische terroristische Vereinigungen unter anderem mit der Veröffentlichung von Propagandamaterial unterstützt zu haben“. Wahrscheinlich hat sich der rollende Paranoiker noch nie Webseiten rechtsradikaler Parteien angeguckt. Steht ja auch nicht in den Anweisungen, die Bush noch aus Washington geliefert hat. Also schreiben sie nie „Ahle Keita“ auf der Website und Verlinken sie nicht mit zB. dem Touristenbüro von Dubai. Sie kommen unweigerlich ins Fadenkreuz des Berliner Rumpelstilzchens.

Passt alles in die gegenwärtige Diskussion politischer Schwachköpfe, die von „Pogrom“ bis „Terrorgefahr“ reichen. Das wirklich gefährliche daran sind die handelnden Personen. Ein Herr Schäuble zB. Schon verdammt nah am berühmten Original eines Tausendjährigen Reiches. Aber Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich.

Sie schütten uns zu

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Wer mehrere Zeitungen abonniert hat, der fängt des Morgens beim Kaffee mitnichten damit an, die Revolvernachrichten zu lesen. Händeweise befördert man die Beilagen aus den Gazetten. „Kauft, kauft, kauft“ schreit es aus jedem Winkel. Wie Ertrinkende im Strudel der Lutter kobern die Händler um Kundschaft. Pünktlich zu diesem Werbetsunami läuft auch die Propagandamaschine an. Die meldet: „Leute kauffreudig“. Dann gibt es die wissenschaftlichen Unken, die jeden Furz untersuchen, wenden und der Seelenanalyse zuführen: „Schlimmste Kreise seit 60 Jahren“. Möglich aber auch, das Volk sagt: „Wißt Ihr was? Ihr könnt uns mal. Wir lassen uns doch nicht verarschen“. Wir werden bald hören, was unser Einzelhandelsverband hierzulande sagt. Noch sind die Stirnen leicht gerunzelt. Hoffen wir mal, dass die 5. Digicam, der 22. WMF-Topf und die gehäkelten Topflappen vom Ramscher des Vertrauens doch Käufer finden.

Wir machen das wie all die Jahre: Nicht mehr. Nicht weniger. Also gleichbleibend wenig. Schenken tun wir dafür das ganze Jahr. Wenn es Zeit und angebracht ist. Dafür brauchts keine Klingelglöckchenaufforderung mit zarten Schellenklängen aus Nanjinger Porzellan. Handgeklöppelt. Irgendwie bekloppt, der Kaufwahn. Aber über Weihnachten kann man ja nicht mal mehr nach Grönland. Da hat die Kanzleuse die Eisflächen grün geguckt und anschließend in Brüssel für die hohe Steuerförderung der größten CO2 -Schleudern plädiert.