Archiv für den Monat: Oktober 2008

Warum?

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Da liegt ein völlig zertrümmerter Audi am Rande der B 61 in Gütersloh. Drei junge Menschen sind in ihm gestorben, drei weitere schwer verletzt. Alle unangeschnallt. Ein trauriges Ereignis. Und, sehen Sie, „rechts auf dem Bürgersteig liegt ein Motorblock“.

Warum die NW Bielefeld daraus aber den Aufmacher ihrer Titelseite macht, bleibt dem Leser nicht nur verborgen sondern wirft auch bezeichnende Fragen an die Verantwortlichen auf. Wer als junger Mensch an einer der großen deutschen Zeitungen volontiert hat, kann darüber auch heute im Zeitalter des Massenkompatiblen Dumpf“journalismus“ nur den Kopf schütteln.

Warum erst jetzt?

Was verbindet die Fußballprofis Kevin Kuranyi und Torsten Frings mit dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann? Alle drei sind in ihrem Beruf hoch qualifiziert. Sie werden exorbitant bezahlt und genießen eine herausragende Stellung in unserer Gesellschaft. Sie sind Vorbilder – so oder so. Was konnte die Gesellschaft zuletzt von Kuranyi, Frings, Ackermann und anderen Wirtschaftseliten dieses Landes lernen? Egoismus: Das eigene Interesse geht vor. Wenn der persönliche Nutzen nicht sicher oder zu gering scheint, lohnt sich der Einsatz nicht. Davonzulaufen war für Kevin Kuranyi bequemer, als zu kämpfen. Eine Pleite könnte für manchen Bankvorstand lukrativer sein als ein auf 500 000 Euro gedeckeltes Gehalt. Arroganz und mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik: Das Leistungsprinzip gilt nur so lange, wie es mir nützt. Zeigt es mir Grenzen auf, betrachte ich das als Herabsetzung meiner Person. Das hat ein Torsten Frings nicht nötig. Für eigene Fehler mache ich andere verantwortlich. So haben die Bankkunden versagt, die die risikoreichen Produkte gekauft haben. Sie sind zu gierig gewesen und an ihrem Dilemma selbst schuld, meint Hilmar Kopper, der Ex-Chef der Deutschen Bank.
Verantwortungslosigkeit und mangelnde Reue: Es ist unprofessionell und altmodisch, sich für Fehler zu entschuldigen. Vergeblich wartet man auf die Anzeigenkampagne in allen deutschen Tageszeitungen und TV-Sendern, in der die Banken ihr Versagen eingestehen, Regierung und Steuerzahlern für die Hilfe im Rekordtempo danken und Wiedergutmachung versprechen. Stattdessen wird das Desaster schöngeredet: Commerzbank-Chef Martin Blessing nannte die Leistungen seiner Branche »suboptimal«. Hochmut und Eitelkeit: Triumphierend verkündet Josef Ackermann, dass er sich schämen würde, staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Daraus lässt sich schließen, dass die Deutsche Bank besser gearbeitet hat als viele ihrer Konkurrenten – das verdient Anerkennung. Vielleicht hat sie sich aber auch einfach nur früh genug von den faulen Papieren getrennt. In jedem Fall steckt in Ackermanns Aussage Spott für die Wettbewerber. Gut möglich, dass eine oder mehrere Banken zögern, die Hilfen anzunehmen, um nicht am Branchenpranger zu stehen. 14 Millionen Euro hat der Deutsche-Bank-Chef allein 2007 verdient. Eine Summe, die auch mehrere Otto-Normalverbraucher im ganzen Erwerbsleben nicht zusammenbekommen. Kann die Arbeit eines Einzelnen so viel wert sein? Kaum. Wenn doch, dann nur wegen herausragender Leistungen, von denen die Allgemeinheit in reichem Maße profitiert. Während Hartz-IV-Detektive im Einsatz sind, damit Arbeitslose sich keine Leistungen ermogeln, lassen Teile der Eliten jeglichen Anstand vermissen und kommen ihrer Verantwortung nicht nach. Sie sind elitär im Nehmen, nicht aber im geben. Die Gefahren, die der Gesellschaft aus solch einem unmoralischen Verhalten erwachsen, stehen denen der Bankenkrise in nichts nach.

Alles schön, gut und richtig, was das Westfalen-Blatt da kommentiert. Aber es sind genau die Medien, die jahrelang gejubelt haben ob der Millionen – einkommen. Die es in keiner Story – und sei es nur ein simpler Fußball Bericht – genauestens die Millioneneinkommen aufgelistet und eben nicht hinterfragt haben. Wie sonst kann sich so ein gequirlter Blödsinn halten wie die „“Forbes-Liste“ oder diverse TV-Stories a la „Millionäre“? Die Medien sind Spiegel der Gesellschaft. Komisch, dass sie jetzt erst anfangen, ihren Laden zu putzen. Oder ist grad die „andere Richtung“ jetzt angesagt? Sie haben ebenso versagt wie die jetzt Angeprangerten, mit denen man allerdings kein Mitleid haben muß.

NW berichtet untertänigst vom Gütersloher „Bertelshofe“…..

Aus „NW-online“ vom Samstag:

Gütersloh (ram). Tritt Liz Mohn auf, dann ist Frank Kleintopf nicht weit. Seit sieben Jahren ist er ihr Büroleiter. Doch obwohl der stets gut gekleidete Frank Kleintopf immer an der Seite der mächtigen Bertelsfrau ist, bleibt der gelernte Verlagskaufmann, der auch BWL studiert hat, immer dezent im Hintergrund. Anders in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Park Avenue. Die wendet sich unter dem Titel „Verkehrte Welt“ sechs mächtigen Frauen zu, die einen Mann im Vorzimmer haben – unter ihnen Liz Mohn.

Und so tritt Kleintopf auf zwei Seiten samt großem Foto von sich und seiner Chefin aus dem Schatten seiner Arbeitgeberin. Die 67-Jährige sagt anerkennend über ihre rechte Hand: „Ich schätze seinen Einsatz, sein Können, aber auch seine Lebensfreude“. Kleintopf und sie hätten gar einen ähnlichen Geschmack, blätterten schon mal gemeinsam in Antiquitätenkatalogen.

Kein Wunder, denn sein Tag beginnt um sieben Uhr. Kaum ist er wach, wissen die Autoren der Geschichte zu berichten, telefoniere er das erste Mal mit seiner Chefin über „was so anliegt“. Im Büro in der Bertelsmann-Stiftung treffen dann beide ab neun Uhr aufeinander.

Auaahh. Tut das weh. Elisabeth und Frank (1 cm unter der Grasnarbe) beim gemeinsamen Jubel über altwestfälische Mohntöpfe im spätklassischen Leinenarbeiter-Stil. Das Kleintopf-Bild als „Glitter“-Kopist kann man hier betrachten….. Man braucht sich wirklich nicht weiter zu fragen, warum OWL Ostwestfalen-Lippe als „tiefste Provinz“ angesehen wird.

Monarchismus im SPD-Blatt

KREIS HÖXTER: Gloria von Thurn und Taxis zu Besuch in Willebadessen
Willebadessen (tyl). Fürstlicher Besuch im Kreis Höxter. Gloria von Thurn und Taxis nahm am Freitagabend als Schirmherrin an einer Benefiz-Gala zugunsten des Frauen- und Kinderschutzhauses in Höxter teil. Veranstalter war die Frauenunion (FU) im Kreis Höxter. Zuvor stattete die 48-jährige Fürstin aus Bayern der Baronin Alexandra Freifrau von Wrede einen offiziellen Besuch ab.

So wirft es unser aller NW an die interessierte Öffentlichkeit (?) und will nicht wahrhaben, dass es in Deutschland zum Glück seit 1920 keine „Fürsten“ mehr gibt. In einigenTagen jährt sich zum 90. Mal die Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann (SPD). Zuvor hatten „Fürsten“ und „Könige“ Europa in einen so nie dagewesenen Krieg gestürzt; die neue Republik lehnten sie naturgemäß ab und ließen keine Gelegenheit ungenutzt, ihr Scheitern zu betreiben. Ach, NW, wagt doch mehr Demokratie!

Über die bayerische Schnackselprinzessin und Ratzingerfreundin könnte man noch einige Bände schreiben, aber das verkneife ich mir heute mal.

Der 4. November

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Die Zeitumstellung beginnt zu wirken. Die Schatten werden schon früh am Tage länger und die letzten Rosen verfeuern noch einmal, was sie noch an Kraft haben. Am 4. November wählen die US-Amerikaner. Wer favorisiert hier in der Metropole wen? Verschwörungstheorien, GWBush könnte den „Patriot act“ ziehen und den Regierungslöffel nicht abgeben, machen die Runde. Nun ja. Dem Typen wäre auch das zuzutrauen…..

Im Pressedienst der Stadt Bielefeld lesen wir:

Am Freitag, 31. Oktober, von 16 bis 18 Uhr veranstaltet die Zentralbibliothek am Jahnplatz (Sitzungssaal, 4. Etage) eine Lesung aus den Büchern von Barack Obama in deutscher und englischer Sprache. Der Eintritt ist frei. Eine Gruppe von Amerikanern, die in Bielefeld leben, möchte dazu beitragen, dass interessierte Menschen in Bielefeld die Chance haben, etwas mehr über Barack Obama zu erfahren, und zwar von ihm selber, in seinen eigenen Worten. Die Akteure lesen Auszüge aus zwei Büchern von Barack Obama vor („Dreams From My Father“ und „The Audacity of Hope“), die einen Einblick in die Lebensgeschichte und Gedankenwelt Obamas geben. Anschließend wird es Zeit für Kommentare, Fragen und Diskussionsbeiträge geben. Zu der Gruppe gehören Beatrix Loghin, Gilbert Miller und William Rotsel sowie Kollegiaten des Oberstufenkollegs.

In Zeiten der Not bauen die Leute ja gern eine Wagenburg und rücken am Lagerfeuer eng zusammen. Dann machen Bücher von Obama die Runde. Die anderen gehen zu einem Schnelless-Restaurant und kaufen eine große Portion „McCain“. Das sind dünne Pommes, gesalzen. Ich glaube, die Meisten machen sich etwas vor. Egal, wer gewinnt, die Politik der USA wird sich noch lange Zeit nicht sehr wesentlich ändern. Die Strippenzieher hinter den Kulissen werden beide Marionetten tanzen lassen. Nach ihrer Pfeife.

Die Zeitumstellung

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Ttstststs. Die 60 Minuten sind schon längst wieder weg:

– Lange Schlangen bei den Bäckern
– Umstellung aller Uhren, die sich nicht automatisch an die Winterzeit anpassen

Sommer/Winterzeit. Unnötig wie ein Kropf….

Westfalen ungastlich?

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Ungastlich oder nicht?

In Westfalen

Ungastlich hat man dich genannt,
Will deinen grünsten Kranz dir rauben,
Volk mit der immer offnen Hand,
Mit deinem argwohnlosen Glauben;
O rege dich, daß nicht die Schmach
Auf deinem frommen Haupte laste,
Und redlich, wie das Herz es sprach,
So sprich es nach zu deinem Gaste:

»Fremdling an meiner Marken Stein,
Mann mit der Stirne trüben Falten,
O greif in deines Busens Schrein,
Und laß die eigne Stimme walten.
Nicht soll bestochner Zeugen Schar
Uns am bestochnen Worte rächen,
Nein, Zeug‘ und Richter sollst du klar
Dir selbst das freie Urteil sprechen.

Fühlst du das Herz in dir, nicht heiß
Doch ehrlich, uns entgegen schlagen,
Dein Wort kein falsch und trügend Gleis,
Befleckend was die Lippen tragen,
Fühlst du ein Gast dich, wie er lieb
Dir an dem eignen Hausaltare,
Dann frisch heran – nicht wie ein Dieb,
Nein, frisch, mit fröhlicher Fanfare!

Wer unsres Landes Sitte ehrt,
Und auch dem seinen hält die Treue –
Hier ist der Sitz an unserm Herd!
Hier unsres Bruderkusses Weihe!
Wer fremden Volkes Herzen stellt
Gleich seinem in gerechter Wage –
Hier unsre Hand, daß er das Zelt
Sich auf bei unsern Zelten schlage!

Doch sagt ein glüh Erröten dir,
Du gönntest lieber einer andern
Als deiner Schwelle gleiche Zier –
Brich auf, und mögest eilends wandern!
Wir sind ein friedlich still Geschlecht
Mit lichtem Blick und blonden Haaren,
Doch unsres Herdes heilig Recht
Das wissen kräftig wir zu wahren.

Die Luft die unsern Odem regt,
Der Grund wo unsre Gräber blühen,
Die Scholle die uns Nahrung trägt,
Der Tempel wo wir gläubig knieen,
Die soll kein frevler Spott entweihn,
Dem Feigen Schmach und Schamerröten,
Der an des Heiligtumes Schrein
Läßt eine falsche Sohle treten!

Doch einem Gruß aus treuem Mut,
Dem nicken ehrlich wir entgegen,
Hat jeder doch sein eignes Blut,
Und seiner eignen Heimat Segen.
Wenn deine Ader kälter rinnt,
So müssen billig wir ermessen:
Wer könnte wohl das fremde Kind
Gleich eignem an den Busen pressen?

Drum, jede Treue sei geehrt,
Der Eichenkranz von jedem Stamme;
Heilig die Glut auf jedem Herd,
Ob hier sie oder drüben flamme;
Dreimal gesegnet jedes Band
Von der Natur zum Lehn getragen,
Und einzig nur verflucht die Hand,
Die nach der Mutter Haupt geschlagen!«

Annette von Droste-Hülshoff 1797-1848

Westfalen. Das ist schon ein eigenartiger Landstrich. Schwermütig. Wortkarg. Korn – und Wacholderschwanger. Wen wunderts da, dass Ostwestfalen-Lippe als Kombi schon gar keine Chance hat?

Das Barmen um OWL hat begonnen

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Die NW Bielefeld macht sich zum An – und Wortführer einer Truppe aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die noch vor Kurzem („Stichwort: Powerbrands“) über diese wundervolle grüne Region das Füllhorn des Schönen, Wahren, Guten ausgegossen hat und jetzt so ziemlich das Gegenteil verkündet. Im Gefolge der „Weltwirtschaftskrise“ (Ist es wirklich eine oder eher eine Herbeigeschriebene?) hat die große Zeit der Kaffeesatzleser, Untergangsstimmler, Jammerer, Krisenherbeiseher, Ängstlichen und politisch von Düsseldorf Abgehängten begonnen.

Über 2 Millionen Menschen leben in der Kunstregion OWL. 1947 gewaltsam zusammengestückelt aus Ostwestfalen und Lippe. Sitz der Bezirksregierung ist das ebenso beschauliche wie provinzielle Detmold. 55 Milliarden Euro Bruttoinlandsprodukt wird in dieser Region erwirtschaftet. Das ist ungefähr das Niveau von Staaten wie Litauen, Kenia oder Slowenien. Politisch gesehen kam aus dem Lipperland jener Gerhard Schröder, dessen Politik fundamental scheiterte und schließlich von einer Dame aus der Uckermärkischen Provinz noch verschlimmbessert wurde. Jetzt rüstet sich mit Frank-Walter S. ein weiterer Lipper, Kanzler werden zu wollen. Im Geiste seines Ziehvaters GAZgerd. Offensichtlich ist das Lipper Denken nicht sonderlich förderlich für die deutsche Befindlichkeit.

Persönlich kann ich es durch lange Jahre Zusammenarbeit mit lippischen Unternehmen und Unternehmern bestätigen. Die geistige Langsamkeit, das tiefe Verwurzeltsein in einem grundlegenden provinziellen Geiz, das „selten über den Tellerrand schauen“ und die Ängstlichkeit vieler mittelständischer Unternehmen, aus der handwerklichen Versenkung aufzutauchen, waren und sind symptomatisch und haben bei vielen letztlich zur Insolvenz geführt.

Es hilft also wenig, sich jetzt über das mangelnde Interesse der Düsseldorfer Regierung zu beschweren, deren Zusammensetzung hier bei den letzten Wahlen sogar stark gefördert wurde. Es hilft nichts, über bekannte dämliche Imagekampagnen der Vergangenheit nachzudenken, wenn es wieder exakt die Personen sind, die sich jetzt zu Wortführern machen. Sie haben in der Vergangenheit zu wenig getan und wollen jetzt „den Karren aus dem Dreck“ ziehen. Dabei genügen wenige Blicke auf OWL – und Bielefeld-Marketing, IHK und Handwerkskammer, um zu sehen, wo der OWL-Hase im Pfeffer liegt: Jeder kocht sein eigen Süpplein. Die große, zusammenhängende Linie fehlt völlig. Und „Gallionsfiguren“ gibt es hier praktisch nicht. Auch wenn sich Elmar Brok in Brüssel, Ute Schäfer/SPD oder Gudrun Kopp/FDP für solche halten.

Will man diese Region wieder nach vorne bringen, bedarf es ganz anderer Anstrengungen, eines geschlossenen Marketingkonzeptes und Personen und Unternehmen, die für das stehen, was eine Region erst zu einer „Marke“ macht. So lange wir hier sogar stolz-tumb mit „Ostwestfalen, Idioten“ in Zusammenhang mit dem Fubabulisten Arm. Bielefeld (Ein Name wie ein Programm) hantieren, uns an „Leineweber“, „Weihnachtsmarkt“ und „Mittelalter auf der Sparrenburg“ kindlich freuen, wird es sicher nicht positiver. Man sollte bereits bei dem überaus dämlichen und nichtssagenden Begriff „OWL“ beginnen, wollte man diese nicht gleich wieder sprichwörtlich nach Athen tragen.

„Hermannsland“ ist ziemlich angekokelt. Könnte es der Mann auf dem Denkmalssockel bei Detmold, er würde mit seinem Schwert dreinschlagen wie einst gegen den Römer Varus.

Unsere Lena will „OWL aufwecken“

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Das ist unsere Lena. Mitglied des Bundestages für die CDU. Präsidentin unserer Handwerkskammer. Vielseitig vernetzt. Unsere Lena möchte jetzt aufwachen. Das ostwestfälische Kind liegt aber schon im Brunnen der politischen Abseitsstellung in NRW und kommt da so schnell nicht mehr raus. Die Düsseldorfer Landesregierung bevorzugt ganz offensichtlich die „Rheinschiene“. Unsere Lena sagt, das sei nicht gut für OWL. Deshalb wachen wir jetzt alle auf. Weil wir doch viele Jahre geschlafen haben, seit der gute Onkel Johannes Rau mit einer Bielefelder Enkelin des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann verheiratet war und hier in der Metropole starke Wurzeln hatte. Das waren noch Zeiten. Da war hier richtig politisch was los.

Jetzt stehen wir mit OWL im Abseits. Komisch, dabei gibts doch jetzt „Powerbrands“.

Herbststimmung

Kastanie und Morgenrot

Holder Lenz, du bist dahin!
Nirgends, nirgends darfst du bleiben!
Wo ich sah dein frohes Blühn,
Braust des Herbstes banges Treiben.

Wie der Wind so traurig fuhr
Durch den Strauch, als ob er weine;
Sterbeseufzer der Natur
Schauern durch die welken Haine.

Wieder ist, wie bald! wie bald!
Mir ein Jahr dahingeschwunden.
Fragend rauscht es aus dem Wald:
„Hat dein Herz sein Glück gefunden?“

Waldesrauschen, wunderbar
Hast du mir das Herz getroffen!
Treulich bringt ein jedes Jahr
Welkes Laub und welkes Hoffen.

Nikolaus Lenau (1802-1850)

Da hängt auch die Spasskasse drin ….

Ob die West LB oder die LBBW die zweite Bank wird, die in den (noch) prall gefüllten Rettungs-Topf greift, ist eigentlich egal. Weil es klar ist, dass beide reinfassen werden.

Denn die Zahlen der Landesbanken, die im wirtschaftquerschuss-Blog gerade aufbereitet werden, sind schier unglaublich. Über die LBBW, bei der die Risikopositionen etwa 75% des deutschen BIPs ausmachen, hatte ich gestern schon geschrieben (Nummer Zwei: LBBW). Im Kommentar bei wirtschaftsquerschuss habe ich geschrieben, dass sich die West-LB auch bedienen wird (zur West-LB habe ich Kontakte, auch wenn die nicht so hochreichen, dass ich das als Nachricht schreiben würde, aber der Flurfunk ist in solchen Extremphasen ziemlich zuverlässig).

Und naja, was ergibt die Bilanzanalyse der West-LB? Die Derivatepositionen machen nicht „nur“ 75% des deutschen BIPs aus, sondern 105%. Die Derivatepositionen übersteigen die Wirtschaftsleistung, die ganz Deutschland in einem ganzen Jahr erwirtschaftet!

Wow!
Wow!
Wow!

Wenn sich also schonmal jemand gefragt hat, wer die CDS hält, deren Gesamtsumme die Summe aller BIPs der Welt übersteigt, bekommt langsam die Antwort.

Über solche Details wie einen Hebel von fast 55% muss man da gar nicht mehr reden …

Gelesen auf dem Blog „egghat´s“. Was das mit Bielefeld zu tun hat? Nun ja. Unsere Spasskasse, die wo „öffentlich“ ist, hängt in dem Sumpf irgendwie, irgendwo mit drin, wenns ans Nachschießen geht. Das hat nichts mit Gewehren zu tun sondern bedeutet: Macht mal weitere Kohle locker, der MerkelSteinbrücksche „500 Mrd.-Rettungsschirm“ hat große Löcher. Richtig schöne Aussichten. Das Ganze zeigt eigentlich nur, welch Gauner in den Banken sitzen: die in der Mehrzahl mittelständischen Unternehmen mit großen Sprüchen und Basel II drangsalieren und selbst jeden Tag säömtliche Vorschriften bewußt und vorsätzlich mißachten. Im öffentlichen Ansehen haben Banken und Banker jetzt die unterste Stufe erreicht. Selbst die Mafia wird als ehrenwerter angesehen.

Lazarett zu Besuch beim Paris-Besieger

Soso, Ex-Nutellaboy Kurany kann sogar noch Tore schießen. 3:1 besiegten die GAZgesponserten Schalker Paris St. Germaine und nun kommt das Arm. Bielefelder Lazarett. Himmel, wer da alles mal wieder verletzt ausfällt. Ist der Rasen des Übungsgeländes an der Friedrich-Hagemann-Straße besonders holprig? Kriegen die Arminen von Vertragsbäcker Bührenkemper nicht das richtige Brot? Fragen über Fragen. Morgen Abend sind wir schlauer. Dann stecken die Almbuben entweder noch tiefer im Abgrund oder singen fröhlich darüber.

In die Herbstsonne

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Dramatische Bilder an diesem frühen Herbstmorgen. Bei gefühlten 2 Grad rollen die Fahrzeuge in die gleißende Sonne, die Hand des Fahrers schützend an der beschlagenen Windschutzscheibe…… Dauert halt, bis Autoheizungen wirken. Oder: manche haben keine.

Kleine Chance für Arminia

Wenn am Samstag Arm. Bielefeld in Schalke aufläuft haben die seit Legionen von Spieltagen gefühlten „Meister der Herzen“ in Königsblau das heutige UEFA-Cup-Spiel gegen Paris St. Germain in den Beinen. Kann ein Vorteil sein. Vielleicht flüchtet ja auch Ex-Nutellaboy Kevin „Memme“ Kurany in der Pause, weil Michael „Großmaul“ Ballak aus Chelsea angerufen und neue Anweisungen gegeben hat, die gestern Abend auch nach dem Bremen-Spiel „Mädchen“ Frings so köstlich ins Mikro trötete. Mal sehen, was BLÖD, die Hauspostille von rund 80 Millionen Bundestrainern heut dazu schreibt. Wahrscheinlich wird der Tenor lauten: „Spieler müsche auamoal de Mund aufmache dürfe“. Klar. Aber nicht über die Medien. Wahrscheinlich hat Miki Ballack im dichten Londoner Nebel sein Samsung-Handy verloren.

Gut, daß es sowas noch nicht bei Arminia gibt. Man stelle sich vor, „Rübe“ Kauf würde Samstag und Montag per Westfalen-Blatt oder NW mit Michael Frontzeck „konferieren“.

Ansonsten: http://www.youtube.com/watch?v=RF7zAshZ08w

Westfalen-Blatt: Absturz vom Bildungsgipfel

Jeder Bergsteiger weiß: Es mag schwer sein, einen Gipfel zu erklimmen, heil herunterzukommen ist schwerer. Diese Erfahrung mussten gestern auch Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der 16 Bundesländer beim Bildungsgipfel machen. Geradezu ins Uferlose waren in den vergangenen Tagen die Erwartungen an das Treffen in Dresden gewachsen. So kam es, wie es kommen musste: viele wohlklingende Worte und Absichtserklärungen, ein paar gute Ansätze, kaum Wegweisendes – Symbolpolitik. Dass es nun einer »Strategiegruppe« bedarf, um die Finanzierung der Beschlüsse zu
klären, und die für diese Arbeit ein Jahr Zeit bekommt, lässt Böses ahnen. Der Bildungsgipfel ist vom 8000-er im Himalaja zum Erdhügel in der norddeutschen Tiefebene geschrumpft. Schuld daran tragen alle Beteiligten. Zu allererst muss man die Bundeskanzlerin nennen. Angela Merkels Formulierung von der »Bildungsrepublik Deutschland« mag stimmen, war für die Zusammenkunft aber mehr Bürde als Würde. Das Motiv der CDU-Chefin ist
nachvollziehbar: Sie will das Feld keinesfalls der Konkurrenz überlassen. Schließlich ist der Bundestagswahlkampf nicht mehr weit, da heißt es eben: »Bildung ist Chefsache« – das klingt gut! Dummerweise nur spielt der Bund in Sachen Bildungspolitik allenfalls die zweite Geige. Bildung ist Ländersache. So konnte es kaum verwundern, dass sich die Gipfel-Begeisterung der Ministerpräsidenten von vornherein in Grenzen hielt. Von »Das machen wir selbst« bis »Die sollen uns lieber mal mehr Geld geben« reichten die zuletzt auch offen geäußerten Unmutsbekundungen. Dabei machten die Landesfürsten
der Union keine Ausnahme. Genau dieser Bund-Länder-Streit um Geld und Einfluss lähmt die deutsche Bildungspolitik seit Jahrzehnten. Es geht zu oft um Macht- und nicht um Sachfragen. Es wird blockiert statt reformiert, parteipolitisch taktiert statt inhaltlich debattiert. Früher war es – zynisch gesagt – egal, dass nicht alle Talente ausreichend gefördert worden. Qualifizierten Nachwuchs gab es trotzdem genug. Heute wissen wir, dass der Fachkräfte- mangel bald Realität wird. Und seit der ersten PISA-Studie im Jahr 2001 ist offensichtlich, dass unser Bildungssystem verbesserungsbedürfig ist. Wir brauchen mehr staatliche Angebote für frühkindliche Bildung. Wir müssen verhindern, dass die Auslese vornehmlich von sozialen Kriterien bestimmt wird. Wir brauchen mehr Wettbewerb im Schulsystem sowie größere Durchlässigkeit, auch im Bereich der Hochschulen. Einige der gestrigen Beschlüsse mögen diesen Erkenntnissen Rechnung tragen, der große Wurf aber ist ausgeblieben. Signalwirkung wird der Bildungsgipfel nicht entfalten. Es bleibt beim bildungspolitischen Klein-Klein. Noch vor dem Bund-Länder-Treffen hatten die Kultusminister eine Fortsetzung angemahnt. Davon war nach dem Gipfel
keine Rede mehr. Warum auch? Wenn man den Weg ins Tal nur mit Ach und Krach geschafft hat, muss man ja nicht gleich wieder rauf.

Ungewöhnlich scharfe Töne vom gewöhnlich der Regierung gegenüber freundlich gesonnen Westfalen-Blatt angesichts der gestrigen Propaganda-Farce oim herbstlichen Berlin.

Arm. BI auf 16

Nicht gespielt und doch verloren. Da im Nachholspiel der Fubabuli Ex-Armine Heribert Bruchhagens Eintracht Frankfurt am Abend den KSC mit 2:1 besiegte, rutschte Arminia auf einen altbekannten Platz: 16. Abstiegsplatz Nr. 1. Shit happens.

Butterbrot wird teurer

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Sie steigen unaufhaltsam weiter: Bei Brot und Brötchen drohen erneut deutliche Preiserhöhungen, obwohl Backwaren schon in den zurückliegenden zwölf Monaten teurer geworden sind. Zahlreiche Großbäckereien wollten in den Jahresgesprächen mit den Handelskonzernen höhere Abgabepreise durchsetzen, dabei gehe es um eine Größenordnung von ungefähr zwei bis drei Prozent, schätzt der Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Helmut Klemme. Klemme erwartet harte Preisverhandlungen der Backunternehmen mit den Handelskonzernen, die sich laut Medienberichten heftig gegen Preiserhöhungen stemmen.

Unsere hiesigen Bielefelder Bäcker haben ja schon vorgebaut, indem sie dem NRW-Innungsverband gar nicht mehr angehören. Da ist doch sicher noch viel Luft in den Löhnen nach unten, oder? Notfalls kann sich ja die ARGE per „Aufstockung“ um einigermaßen anständigen Lohn kümmern. Dann noch 15% auf die Brot – und Brötchenpreise drauf und der Laden stimmt wieder. Komfortable Situation, denn grad die Großbäcker sind es, die die Aldis, Lidls, Plus, Penny etc. beliefern und jetzt draufschlagen wollen. Da ließe sich bequem im Windschatten was machen.

Schön, wenn der gefühlte Aufschwung direkt auf dem täglich Brot angekommen ist. Guten Appetit.

Erwischt: Porsche testet in OWL Einmann-Ei

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Wendelin Wiedeking, Porsches 100-Mio.-Euro/anno-Wunderknabe, sprach auf der letzten HV von einem „unglaublichen Fortschritt in der Technologie der einspurigen Eier“. Und siehe da: Heute entdeckte ich den Erkönig in Bejing-Gelb kurz vor Gütersloh. Das Kennzeichen und der Porsche-typische Sound verrieten das flotte Gefährt. Als Beigabe zum Cayenne S turbo sicher ein kommender Renner, der Porsches Flottenverbrauch entscheidend senken wird.

Die „Flaneure“ waren in Manhattan

Heute ist der Tag der Abreise. Ein schlimmes Schicksal! Wir wollen es durch ein Frühstück in einem fabelhaft gestalteten Diner mildern. Schon vor zwei Tagen fiel uns der Laden auf; wenn das Essen dort so gut ist wie das Design, dann haben wir ein Goldstück entdeckt. Wir entern den weitläufigen Speiseraum und bestaunen das starke Interieur. Intuitiv halten wir Ausschau nach Quentin Tarantino – das muss sein Filmset sein! Geht hier gleich eine Schießerei los? Leider nein. Aber wir werden sofort entschädigt, denn uns begrüßt der Sieger des jüngsten Robert De Niro-Ähnlichkeitswettbewerbs. Es ist Alex, der freundliche Empfangschef. Mit zügigem Schritt geleitet er uns zu einem prima Tisch an der großzügigen Fensterfront und überreicht uns schwungvoll die Speisekarten. Tja, Bielefeld, so elegant kann Service sein.

Die „Bielefelder Flaneure“, unsere Metropole-Lieblingsfressblogger, verlassen NY-Manhattan wieder. Lesenswerte Erlebnisse. Wer ein „Flaneur“-Schild in Manhattan entdeckt, weiss: Sie waren da.

„Deleveraging“ oder betretene Gesichter an der Herforder

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Lange Gesichter im Schalterraum der Deutschen Bank an der Herforder. Grund ist nicht etwa das laute Platzen von Millionen faulen Lehman-etc.-Papieren. Grund ist ein Ereignis, das die FAZ ausgebreitet hat. „Deleveraging“ heißt der Begriff. Platt könnte man sagen „Bank hat bald fertig“. Vornehm ausgedrückt, lesen wir, was auch den DB-Mitarbeitern an der Herforder Straße schlaflose Nächte bereiten wird:

Laut der FAZ hat Josef Ackermann in einer Videokonferenz mit 200 Führungsmitarbeitern, die Hosen heruntergelassen und erklärt, das die Deutsche Bank „deleveraged“ werden müsste, was nichts anderes bedeutet, das die Kredite um bis zu 40 Prozent zurück gefahren werden sollen. Ackermann soll sogar gesagt haben, dass es nicht mehr um Rendite, sondern um das Überleben der Deutschen Bank geht. Eine späte Einsicht die ihm aber wohl nichts mehr nützen wird. Ackermanns Großkotzigkeit über die wir heute morgen schon berichteten findet in der harten Wirklichkeit ein jähes Ende. Es geht der Deutschen Bank eben gar nicht gut.

Nein, schadenfroh bin ich nicht. Dafür hängt zuviel davon ab, vor allem auch für mittelständische Unternehmer dieser Region, die so gar nicht in Ackermanns ebenso großspuriges wie arrogantes Weltbild passten. Jetzt haben die amerikanischen Peanuts die Bank, die „aus Leidenschaft leistet“ und mit 5,25% auf Anlegergelder massivst wirbt, eingeholt.

Großer Ärger bei Jobis-Mitarbeitern

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Am 3. Juli 2008 verkaufte Bielefelds Hemdenkönig Seidensticker seine Damenmode-Tochter Jobis an die Damo GmbH in Düsseldorf. Gerüchte von schwachen Erträgen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten machten schon damals nicht nur am Stadtholz die Runde durch die grauen, abgeliebten Gebäude. Jetzt bangen 112 Mitarbeiter um ihren Job, die Oktober-Gehaltszahlungen sollen in Gefahr sein. Angeblich stapeln sich unbezahlte Lieferantenrechnungen und die Kreditversicherer winken ab. Alarmzeichen an jeder Ecke. Aber bis heute hat der Betriebsrat keinen Einblick in den Kaufvertrag nehmen können. Das wirft kein gutes Licht auf die smarten Seidensticker-Boys, die wohl schon im Dezember 2007 genau wußten, was sie da verkloppen wollen…..

Unterschiedliche Widersprüche

Die NW berichtet über den vorgetäuschten Mordanschlag an der Finkenstraße (in Wirklichkeit war es ein „Unfall“ beim Hantieren mit einer illegalen Schusswaffe) und übertrifft sich wieder selbst:

Die Widersprüche bei den Vernehmungen von Opfer, Freund und drei weiteren Bekannten, die ebenfalls am Tatabend (8. Oktober) in der Wohnung der 24-Jährigen gewesen sein sollen, seien völlig unterschiedlich gewesen, erklärte Staatsanwalt Christoph Mackel.

Warum haben alle Medien  einem bekanntermaßen kriminellen Klan die Lügengeschichte kritiklos als Fakt abgekauft und kolportiert?

„Cihan M.“ ist wegen diverser Drogendelikte vorbestraft, sein Vater und Großvater wurden bereits früher wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Damals wurden zudem 8 Kilo Haschisch im durchsuchten Haus der ostanatolischen Großfamilie sichergestellt. Warum ist diese kriminelle Bagage nicht längst aus Deutschland ausgewiesen worden? Ich wünsche diesen netten Menschen eine gründliche Untersuchung ihrer Machenschaften durch die gewissenhaften Behörden im Heimatland.

OWL „abgehängt“?

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Die NW macht die ostwestfälische Dramatik heute zu ihrem Aufmacher.

Wie anders liest sich das doch auf der Website der neuen Kampagne „Powerbrands OWL“:

Ostwestfalen-Lippe gehört zu den wachstumsstärksten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 50 Milliarden Euro steht die Region besser da als viele Bundesländer. 700.000 Arbeitsplätze – Tendenz steigend – bietet Ostwestfalen-Lippe und ist Heimat großer Marken, wie Melitta und Miele, Phoenix Contact und Schüco, Bertelsmann und Oetker, Gerry Weber und Windsor.

Wachstum mit Rückgang? Oder gibt es zu wenig Geburten? Was ist los hier in OWL, was ist los in der Metropole? Sind wir hier wirklich „in NRW abgehängt“?

Der 21. Oktober

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Das große Fest gestern wirkt nach. Da verspricht ja Regen in Bielefeld wahre Wunder. Er reinigt die Luft, der Blick wird klar. Der Hauptbahnhof verschwindet im Regenschleier. Weniger ICE´s als sonst fahren durch den Capitalenbahnhof. Mal wieder die Achsen. Der Blick Richtung Stadtwerke verheißt auch nur: Bonjour tristesse….

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Der Rasen in der Hauptkampfstätte der Arm. Bielefeld liegt eher ermattet da, geziert von dem einen oder anderen braunen Flecken. Ob das was mit dem Tabellenstand und grade mal 6 Punkten bisher zu tun hat? Am Wochenende Schalke. Ex-Nutellaboy Kurany ließe sich ja sicher ausschalten….

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Vielleicht hat das Ganze aber auch mit dem dräuenden Dach der neuen Haupttribüne zu tun. Hinter einem der erleuchteten Fenster doziert der Chefbanker der Arminen, R. Kentsch, über „Nicht nur Tore zählen“ und verrät, daß der DFB demnächst einen Hilfspunkt für „Schönheit im Aufbau durch geordnetes Mittelfeld“ vergeben will…..

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Hier, wo die Treuesten der Treuen seit Jahrzehnten hoffen, würde es sie freuen…. Aus dem Autoradio schallen die häßlichen Nachrichten des Tages:

– OECD erklärt Deutschland zum Schlußlicht, was die Distanz zwischen Armut und Reichtum angeht. In den letzten 5 Jahren hat sich dieses Land
da ganz nach oben bzw. nach unten gespielt. 5 Jahre. GAZgerd und Dr. Angela M. Traurig
– Die Finanzkrise zieht weitere Kreise. Nun sind auch Schwellenländer, wo ohnehin schon die Ärmsten der Armen leben (müssen) betroffen. Der häßliche
Turbokapitalismus im Verein mit der kriminellen US-Regierung hat wirklich ganze Arbeit geleistet.

Wahrlich kein schöner Tag in Bielefeld, OWL.