Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mi
22
Okt '08

Arm. BI auf 16

Nicht gespielt und doch verloren. Da im Nachholspiel der Fubabuli Ex-Armine Heribert Bruchhagens Eintracht Frankfurt am Abend den KSC mit 2:1 besiegte, rutschte Arminia auf einen altbekannten Platz: 16. Abstiegsplatz Nr. 1. Shit happens.

Butterbrot wird teurer

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Sie steigen unaufhaltsam weiter: Bei Brot und Brötchen drohen erneut deutliche Preiserhöhungen, obwohl Backwaren schon in den zurückliegenden zwölf Monaten teurer geworden sind. Zahlreiche Großbäckereien wollten in den Jahresgesprächen mit den Handelskonzernen höhere Abgabepreise durchsetzen, dabei gehe es um eine Größenordnung von ungefähr zwei bis drei Prozent, schätzt der Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Helmut Klemme. Klemme erwartet harte Preisverhandlungen der Backunternehmen mit den Handelskonzernen, die sich laut Medienberichten heftig gegen Preiserhöhungen stemmen.

Unsere hiesigen Bielefelder Bäcker haben ja schon vorgebaut, indem sie dem NRW-Innungsverband gar nicht mehr angehören. Da ist doch sicher noch viel Luft in den Löhnen nach unten, oder? Notfalls kann sich ja die ARGE per “Aufstockung” um einigermaßen anständigen Lohn kümmern. Dann noch 15% auf die Brot – und Brötchenpreise drauf und der Laden stimmt wieder. Komfortable Situation, denn grad die Großbäcker sind es, die die Aldis, Lidls, Plus, Penny etc. beliefern und jetzt draufschlagen wollen. Da ließe sich bequem im Windschatten was machen.

Schön, wenn der gefühlte Aufschwung direkt auf dem täglich Brot angekommen ist. Guten Appetit.

Erwischt: Porsche testet in OWL Einmann-Ei

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Wendelin Wiedeking, Porsches 100-Mio.-Euro/anno-Wunderknabe, sprach auf der letzten HV von einem “unglaublichen Fortschritt in der Technologie der einspurigen Eier”. Und siehe da: Heute entdeckte ich den Erkönig in Bejing-Gelb kurz vor Gütersloh. Das Kennzeichen und der Porsche-typische Sound verrieten das flotte Gefährt. Als Beigabe zum Cayenne S turbo sicher ein kommender Renner, der Porsches Flottenverbrauch entscheidend senken wird.

ARRRRGGGGHHH!!!! …

Ausriss aus der NW von gestern:

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Wie verstört muss man sein, um die Leserschaft durch solche Anweisungen in eine tiefe Krise stürzen zu wollen???

Calli un die Aminnia

Alles über Arminia von R. Calmund:

http://www.youtube.com/watch?v=IlOlf3KII90

Die “Flaneure” waren in Manhattan

Heute ist der Tag der Abreise. Ein schlimmes Schicksal! Wir wollen es durch ein Frühstück in einem fabelhaft gestalteten Diner mildern. Schon vor zwei Tagen fiel uns der Laden auf; wenn das Essen dort so gut ist wie das Design, dann haben wir ein Goldstück entdeckt. Wir entern den weitläufigen Speiseraum und bestaunen das starke Interieur. Intuitiv halten wir Ausschau nach Quentin Tarantino – das muss sein Filmset sein! Geht hier gleich eine Schießerei los? Leider nein. Aber wir werden sofort entschädigt, denn uns begrüßt der Sieger des jüngsten Robert De Niro-Ähnlichkeitswettbewerbs. Es ist Alex, der freundliche Empfangschef. Mit zügigem Schritt geleitet er uns zu einem prima Tisch an der großzügigen Fensterfront und überreicht uns schwungvoll die Speisekarten. Tja, Bielefeld, so elegant kann Service sein.

Die “Bielefelder Flaneure”, unsere Metropole-Lieblingsfressblogger, verlassen NY-Manhattan wieder. Lesenswerte Erlebnisse. Wer ein “Flaneur”-Schild in Manhattan entdeckt, weiss: Sie waren da.

“Deleveraging” oder betretene Gesichter an der Herforder

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Lange Gesichter im Schalterraum der Deutschen Bank an der Herforder. Grund ist nicht etwa das laute Platzen von Millionen faulen Lehman-etc.-Papieren. Grund ist ein Ereignis, das die FAZ ausgebreitet hat. “Deleveraging” heißt der Begriff. Platt könnte man sagen “Bank hat bald fertig”. Vornehm ausgedrückt, lesen wir, was auch den DB-Mitarbeitern an der Herforder Straße schlaflose Nächte bereiten wird:

Laut der FAZ hat Josef Ackermann in einer Videokonferenz mit 200 Führungsmitarbeitern, die Hosen heruntergelassen und erklärt, das die Deutsche Bank “deleveraged” werden müsste, was nichts anderes bedeutet, das die Kredite um bis zu 40 Prozent zurück gefahren werden sollen. Ackermann soll sogar gesagt haben, dass es nicht mehr um Rendite, sondern um das Überleben der Deutschen Bank geht. Eine späte Einsicht die ihm aber wohl nichts mehr nützen wird. Ackermanns Großkotzigkeit über die wir heute morgen schon berichteten findet in der harten Wirklichkeit ein jähes Ende. Es geht der Deutschen Bank eben gar nicht gut.

Nein, schadenfroh bin ich nicht. Dafür hängt zuviel davon ab, vor allem auch für mittelständische Unternehmer dieser Region, die so gar nicht in Ackermanns ebenso großspuriges wie arrogantes Weltbild passten. Jetzt haben die amerikanischen Peanuts die Bank, die “aus Leidenschaft leistet” und mit 5,25% auf Anlegergelder massivst wirbt, eingeholt.

Großer Ärger bei Jobis-Mitarbeitern

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Am 3. Juli 2008 verkaufte Bielefelds Hemdenkönig Seidensticker seine Damenmode-Tochter Jobis an die Damo GmbH in Düsseldorf. Gerüchte von schwachen Erträgen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten machten schon damals nicht nur am Stadtholz die Runde durch die grauen, abgeliebten Gebäude. Jetzt bangen 112 Mitarbeiter um ihren Job, die Oktober-Gehaltszahlungen sollen in Gefahr sein. Angeblich stapeln sich unbezahlte Lieferantenrechnungen und die Kreditversicherer winken ab. Alarmzeichen an jeder Ecke. Aber bis heute hat der Betriebsrat keinen Einblick in den Kaufvertrag nehmen können. Das wirft kein gutes Licht auf die smarten Seidensticker-Boys, die wohl schon im Dezember 2007 genau wußten, was sie da verkloppen wollen…..

Unterschiedliche Widersprüche

Die NW berichtet über den vorgetäuschten Mordanschlag an der Finkenstraße (in Wirklichkeit war es ein “Unfall” beim Hantieren mit einer illegalen Schusswaffe) und übertrifft sich wieder selbst:

Die Widersprüche bei den Vernehmungen von Opfer, Freund und drei weiteren Bekannten, die ebenfalls am Tatabend (8. Oktober) in der Wohnung der 24-Jährigen gewesen sein sollen, seien völlig unterschiedlich gewesen, erklärte Staatsanwalt Christoph Mackel.

Warum haben alle Medien  einem bekanntermaßen kriminellen Klan die Lügengeschichte kritiklos als Fakt abgekauft und kolportiert?

“Cihan M.” ist wegen diverser Drogendelikte vorbestraft, sein Vater und Großvater wurden bereits früher wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Damals wurden zudem 8 Kilo Haschisch im durchsuchten Haus der ostanatolischen Großfamilie sichergestellt. Warum ist diese kriminelle Bagage nicht längst aus Deutschland ausgewiesen worden? Ich wünsche diesen netten Menschen eine gründliche Untersuchung ihrer Machenschaften durch die gewissenhaften Behörden im Heimatland.

OWL “abgehängt”?

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Die NW macht die ostwestfälische Dramatik heute zu ihrem Aufmacher.

Wie anders liest sich das doch auf der Website der neuen Kampagne “Powerbrands OWL”:

Ostwestfalen-Lippe gehört zu den wachstumsstärksten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 50 Milliarden Euro steht die Region besser da als viele Bundesländer. 700.000 Arbeitsplätze – Tendenz steigend – bietet Ostwestfalen-Lippe und ist Heimat großer Marken, wie Melitta und Miele, Phoenix Contact und Schüco, Bertelsmann und Oetker, Gerry Weber und Windsor.

Wachstum mit Rückgang? Oder gibt es zu wenig Geburten? Was ist los hier in OWL, was ist los in der Metropole? Sind wir hier wirklich “in NRW abgehängt”?