„Stiehlt einer ein Geldstück, dann hängt man ihn. Wer öffentliche Gelder unterschlägt, wer durch Monopole, Wucher und tausenderlei Machenschaften und Betrügereien noch so viel zusammenstiehlt, wird unter die vornehmen Leute gerechnet“.
(Erasmus von Rotterdam, Humanist, um 1500)
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Die immer noch stolzen Zinnen der “Raspi”.
“Auswärtige” fragen mich häufig nach der doch sehr interessanten Industriegeschichte der Metropole. Die begann nicht etwa mit der Abfüllung von Vanillezucker oder Pudding in Tüten sondern der Textilinustrie. Die stolzen Zinnen der ehemaligen Ravensberger Spinnerei mitten in der Stadt zeugen heute noch vom einstigen Stolz ihrer Betreiber. Sie machten “Bielefelder Leinen” zu einem weltweiten Exportschlager. Ähnlich verlief es im “Speckgürtel” um Bielefeld mit den Brennereien. Der Rest der ehemaligen Steinhäger-Brennerei “Schichte” ist heute noch am Ortsausgang Steinhagens zu sehen.
Was ich unter dem Begriff “Speckgürtel” um Bielefeld verstehe, zeigt diese Karte:
Das hat allerdings wenig mit “Speck” und “Gürtel” zu tun. Wikipedia definiert es so:
Unter dem Umland, Vorortgürtel oder umgangssprachlich „Speckgürtel“ versteht man die suburbane Umgebung einer Stadt. In der Regel bezieht sich der Begriff auf politisch selbständige Gemeinden außerhalb der Stadtgrenzen einer Kernstadt. Kernstadt und Umland bilden zusammen ein organisches Ganzes, die Stadtregion. Das Verhältnis zwischen Stadt und Umland, das sich in den Industriestaaten seit Jahrzehnten durch den Prozess der Suburbanisierung zugunsten des Umlands verändert, ist eines der wichtigsten Forschungs- und Arbeitsfelder der Regionalplanung.
Wer mehr über die industrielle Geschichte Bielefelds und Ostwestfalens erfahren will, kann sich hier schlau machen.




Artikel kommentieren »