Neue Hoffnung für Bielefelder Rechtsträger und Linksschlürfer (Rechts McDoof, links die Nuckelflasche mit dringend unterwegs benötigtem Magnesium im Sprudelwasser). Neue Studie: Sich unterwegs mit Essen und Getränken zu versorgen, gehört zum Lifestyle vieler Europäer dazu und ist längst nicht so stereotyp wie angenommen. Der Latte Macchiato zum Mitnehmen oder das belegte Brötchen schnell zwischendurch auf die Hand: Nur was für gestresste Großstädter im Business-Anzug?
Weit gefehlt! Eine aktuelle Studie der Professur für Convenience & Marketing an der European Business School in Oestrich-Winkel zeigt, dass Europäer grundsätzlich gerne unterwegs essen und trinken. Und nicht etwa Zeitdruck und Stress bringen Menschen dazu, zwischendurch zu Schokoriegel & Co. zu greifen: Der wichtigste Einflussfaktor ist die Freude an der Unterwegsversorgung - und der Genuss! “Viele Menschen genießen es, unterwegs einen Kaffee zu trinken oder ein Sandwich zu essen”, erläutert die Inhaberin des Lehrstuhls, Prof. Dr. Sabine Möller. “Für sie gehört Unterwegsversorgung einfach zum modernen Lifestyle dazu.”
Für die Studie wurden insgesamt über 2.300 Konsumenten aus Deutschland, den Niederlanden und Rumänien befragt. Dabei wollten die Wissenschaftler in erster Linie drei grundsätzliche Fragen beantworten: Wer konsumiert unterwegs? Wo wird unterwegs konsumiert? Warum wird unterwegs konsumiert? Die Studie überprüft systematisch die gängigsten Annahmen über die Unterwegsversorgung. Wichtigstes Fazit: “Den” typischen Convenience-Konsumenten gibt es nicht, denn Unterwegsversorgung hat viele Gesichter und ist in allen Bereichen der Gesellschaft fest etabliert. Prof. Sabine Möller, Inhaberin der Professur für Convenience & Marketing, erläutert: “Egal ob junge Frau, Familie mit Kindern oder älteres Ehepaar - fast alle Alters-
und Bevölkerungsgruppen kaufen sich unterwegs gerne etwas zu essen oder trinken.”
Männer mögen’s schneller, Frauen gesünder. So sind es typischerweise nicht nur Männer, die schnell zum Snack für unterwegs greifen. Statistisch gesehen mögen Männer und Frauen Unterwegsversorgung in etwa gleich gern: Rund 60 Prozent geben an, sich regelmäßig unterwegs mit etwas zu essen oder trinken zu versorgen. Kleine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt es aber dennoch: “Frauen achten eher auf den Preis und gesunde Zutaten als Männer”, fasst Sabine Möller die unterschiedlichen Vorlieben der Geschlechter zusammen. 55,1 Prozent der Frauen sagen, dass sie auch
beim schnellen Genuss unterwegs darauf achten, sich gesund zu ernähren. Bei den Männern sagen dies nur 41,2 Prozent. So erklären sich auch die unterschiedlichen Vorlieben bei der Wahl des Einkaufsorts: Männer gehen am liebsten in Tankstellenshops, Imbissbuden oder Fast-Food-Restaurants, Frauen bevorzugen meist Supermärkte oder Bäckereien und Metzgereien.
Nicht nur die Jugend isst gerne unterwegs. Die Studie räumt mit einem weiteren verbreiteten Vorurteil auf: “Nicht nur junge Menschen versorgen sich gerne unterwegs”, so Sabine Möller, “auch mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen gönnt sich beispielsweise unterwegs gerne einen kleinen Snack.” Allerdings legt die ältere Bevölkerung dabei großen Wert auf Stil - Fast-Food-Restaurants sind eher bei den unter 30-Jährigen beliebt. In allen Altersgruppen findet jedoch die Mehrheit der Befragten Unterwegsversorgung nützlich und empfindet gleichviel Freude und Genuss beim essen und trinken unterwegs.









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