Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
11
Okt '08

Das Schweigen der Lämmer (-Medien) …

Schweigen!
Was mir auffällt, ist, wie sehr sich die alten Mainstream-Medien von der Finanzkrise abgewandt haben. Die Münchner Boulevardblätter titeln entweder mit irgendwelchen Blutbädern und schaurigen Unfällen, oder mit dem Blech, das die die CSU gerade verzapft — sorry mixed metaphor!

Die Fernsehnachrichten machen auch nicht damit auf, und selbst beim SPON findet auch anderes statt.

Ich frage mich ernsthaft, ob es ein Stillhalte-Moratorium zwischen Politik, Finanzwesen, und Presse gibt — aber ich habe keine Möglichkeit, das rauszufinden, weil niemand die jämmerlichen Pressemitteilungsabschreiber in meiner Sklaverei als ‘Journalisten’ zählen und ihnen so etwas mitteilen wird. De facto erfolgt gerade die Kernschmelze des Status Quo, geschätzte 1 Billion Euro fahren in den Orkus, und die Wahrheit der Märkte, die seit den 1980er Jahren das Denken beherrscht hat, wird tot von der Oberfläche des Mempools abgefischt: – alles nur noch Giftmüll!

Aber in der Zeitung gips rauchende Leichen und sowas. Da fragt man sich doch, ob es sich um eine Extremmaßnahme handelt, um einen Bank Run von der unteren Mittelschicht (ex-Arbeiterklasse) zu verhindern?

– Only the paranoid survive…

cut&pasted  von http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1239413/#1240621

Russendisko im Westfalenstadion

russenherbst-in-dortmund.jpg

Ich kenne Einen, der Einen kennt, der welche kennt, die heute Abend in die Russendisko gehen. So nannte er Westfalens größtes Stadion in Dortmund. Da spielen nämlich die Deutschen gegen die Russen um Punkte zur Qualifikation der nächsten Fußball-WM. Mal sehen, ob die Tore fallen wie derzeit die Blätter in unseren wunderschönen Teutowäldern. Ach ja, bei Paderborn gegen Arminia gestern im neuen Paragonstadion zu Paderborn, schaffte der Erstligist Arminia gegen den Tabellenführer der dritten Liga nur ein 2:2. Einen Klassenunterschied soll man nicht gesehen haben. Mal spekuliert, Arminia stiege ab und Paderborn auf, gäbe es endlich wieder Derbies. Hier im 28.000-Mann-Stadion, da in der 15.000-Mann-Arena. Und beide in der zweiten Liga.

Was einem beim Anblick welker Blätter doch alles so einfällt….. Im Tor der Deutschen steht übrigens ein junger Adler.

Der Rat zur Finanzkrise. Kauft im Speckgürtel der Metropole

Die Finanzminister der wichtigsten Industriestaaten schauen hilflos in die Kameras. Das Paket, das die Hütchenspieler auffangen soll, ist geschnürt. Deutschbanker Ackermann kriegt sein Absicherungsnetz, um weiter zu zocken. Was bleibt den Bürger hier im Raum? Hier eine Liste, die sich auf Spiegel online fand:

- Informationen verbreiten: http://forum.spiegel.de/showpost.php…postcount=2902
- der Regierung die rote Karte zeigen
- Konsum auf das Nötigste reduzieren
- Konsum außerhalb des Geld- und Steuersystems abwickeln www.bambali.net, www.tauschticket.de, www.mitfahrgelegenheit.de
- tauschen statt kaufen
- gebraucht kaufen, statt neu (An- und Verkaufsläden)
- reparieren statt wegwerfen und neu kaufen
- Inititativen unterstützen www.humanwirtschaftspartei.de
- Falschangaben bei Umfragen, Preisausschreiben usw. machen
- keine persönlichen Daten rausrücken
- keine Bonussysteme verwenden
- kein Plastikgeld benutzen
- keine Kredite aufnehmen (außer selbsteliminierende Kredite)
- Schulden zurückzahlen
- Auto stehen lassen, ein kleineres gebrauchtes kaufen oder ganz abschaffen
- Euro bis auf eine kleine Reserve abstoßen
- alle Papierwerte abstoßen
- keine Markenartikel kaufen, Info unter www.markenhersteller.de
- Nachbarn kennenlernen
- Fernseher wegwerfen
- Zeitungsabos kündigen
- Versicherungen bis auf das Nötigste kündigen
- Militär nicht unterstützen, das auch nicht in der Familie dulden
- Lebensmittel lokaler Herkunft mit möglichst niedriger Verarbeitungsstufe konsumieren
- das Denken nicht anderen überlassen

Sind schon eine Menge Maßnahmen. Man muß einfach nur sofort damit anfangen, statt Fluggurken aus Taiwan zu kaufen.

Fernöstliche Baumarktansicht

toom.jpg

“Du kannst es Dir vorstellen.
Also kannst Du es auch bauen”.

Ok. Der Baumarkt am Südring ist anders. Der sagt nämlich: “Wir sind kein Baumarkt”. Er ist eine buddistische Andachtstätte. Eine Fuge in Steinarrangement. So wie Bielefeld wahrscheinlich heimlich sagt: “Ich bin gar keine Stadt”. Spinnen wir das mal einfach nicht weiter aus. Könnte fürchterlich werden. Sagen wir es mit Kurt Tucholsky an diesem zauberhaften Herbsttag:

“Dürfen darf man alles – man muss es nur können”.

Frankfurt am Main nach dem Crash: PigCity !

Die nun bald leerstehenden Hochhäuser der Banken können nutzbringend für die Allgemeinheit wie folgt eingesetzt werden:

link: http://www.mvrdv.nl/_v2/projects/181_pigcity/index.html

Finale Visionen eines Innenministers… ;-)