Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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So
5
Okt '08

Große Kunst

yoko.jpg

Danke, Yoko!

.

HRE schlägt bis hier Wellen

Die Wellen des “Rettungsversuches” der in der Liquiditätsklemme steckenden Hypo Real Estate und ihrer in Irland beheimateten Zockertochter DPFE (Deutsche Pfandkreditanstalt”….was macht die in Irland? Ach ja. Spart als Institut, das staatliche Unternehmungen und Kommunen finanziert Steuer wie Kreisrumfahrer Schumi in der Schweiz) schlagen auch hier verbal an die Ufer. Wobei Banker und Steuerberater im Bekanntenkreis mit abenteuerlichen Be – gründungen – natürlich – zur Rettung beten und raten. Ein Blick auf die Homepage des ziemlich großkotzigen Institutes offenbart, das die Steuerzahler, denen per Hochstirn Peer Steinbrück eventuell die Bürgschaft von Minimum 50 Mrd € aufgedrückt werden könnte, mit genau dieser Bank eigentlich direkt nichts zu tun haben. Bitteschön, das steht da:

Hypo Real Estate Bank AG
Das Kompetenzzentrum für den deutschen Markt innerhalb der Hypo Real Estate Group ist die Hypo Real Estate Bank AG.

Mit Sitz in München und Niederlassungen in den deutschen Kernregionen begleitet sie ihre Kunden im professionellen gewerblichen Immobilienmarkt mit dem gesamten Produkt- und Leistungsspektrum des Immobilieninvestmentbankings.

Die Kunden der Hypo Real Estate Bank sind sowohl inländische als auch international agierende professionelle Immobilieninvestoren, Wohnungsunternehmen, Bauträger und Developer, Immobilienfonds und Immobiliengesellschaften.

Die Hypo Real Estate Bank bietet ihren Kunden keine Standardlösungen, sondern entwickelt für jede Transaktion individuelle, auf das Anliegen der Kunden abgestimmte Finanzierungen.

Um es mal salopp auszudrücken: Wenn Puddingabfüller Oetker sich windig verspekulieren würde, kämen da auch Hochstirn Steinbrück und der Stolz der Uckermark auf die Idee, eine Bürgschaft der Steuerzahler einzubringen? Wohl kaum. Das wäre dann “Eigenverantwortung der Unternehmer”.

Und deshalb: Laßt das Ding über die Wupper gehen. Und fertig. Die angebliche “Gefährdung der Bankenwelt” ist doch wohl ein schlechter Witz. Es sei denn, HRE hat ganz andere krumme Dinger gedreht. Aber das erfahren wir nicht. Da geht kein Staatsanwalt ran. Die haben genug damit zu tun, einen Zumwinkel vor laufenden Kameras zu präsentieren. Da ging es grad mal um 1 Mio. nicht deklarierte Ertragssteuer aus bereits einmal versteuertem Vermögen in einer Liechtensteiner Steuer. Kommen die Oberzocker der Landesbanken, der IKB, der KfW, der HRE jetzt auch vor Gericht?

Der Ostwestfalen-Lipper “an sich” ist besser als sein Ruf

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Kampagnenmotiv “Oktober” aus der Kampagne “Powerbrands OWL“.

Ja und da lesen wir dann neben vielen Lobpreisungen unserer Region Texte wie diesen:

Spröde und reserviert? Vergessen Sie es. Der Ostwestfalen-Lipper an sich ist besser als sein Ruf, der ihm oftmals vorauseilt. Und auch sein Humor wird zu Unrecht unterschätzt. Wie die nicht unbeträchtliche Anzahl der aus Ostwestfalen-Lippe stammenden Comedians belegt. Man denke nur an Rüdiger Hoffmann, Ingolf Lück, Jürgen von der Lippe (wie der Name schon sagt) und Ingo Oschmann. Oder Johann König, dessen trockener ostwestfälischer Humor nicht nur bei seinen Fans für Lacher sorgt, sondern auch beim Kassettendeck. Das Problem einer überalterten Gesellschaft kennt die Region nicht. Mehr als 20 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt. 2020 soll der Regierungsbezirk nach einer Prognose des Bundes gar der jüngste in Deutschland sein. Damit das auch eintrifft, arbeitet die hiesige Bevölkerung fleißig am Nachwuchs: auf 1000 Einwohner kommen 8,9 Neugeborene . Deutschlandweit sind es nur 8,2. Viele bekannte und berühmte Persönlichkeiten kommen aus Ostwestfalen-Lippe wie z.B.:

Politik: Barbara Sommer, Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier
Sport: Arne Friedrich, Reinhard Libuda, Ewald Lienen, Jörg Ludewig,
Kultur: Hertha Koenig, Peter August Böckstiegel, Iris Berben, Udo Vioff, Till Mette, Hannes Wader, Heinz-Rudolf Kunze, Wiglaf Droste, Hera Lind
Medien: Dieter Thoma, Fritz Pleitgen (zumindest seine Karriere begann in Ostwestfalen-Lippe)

Oder:

Ostwestfalen-Lippe – der Mix macht’s: Schöne Gegend. Günstige Wohnungen und Immobilien. Und attraktive Arbeitgeber. Egal, wo man wohnt: innerhalb kürzester Zeit ist man im Grünen oder in der City zum Ausgehen oder Shoppen. Der große Vorteil: Auch für Wohnungen und Häuser im gehobenen Genre zahlt man selbst in begehrten Lagen deutlich weniger als in Düsseldorf, Köln oder Münster. Viele Kommunen liegen mit ihren Preisen im unteren Bereich des deutschen Mietspiegels.

Ob denn schon einmal bei der betreuenden Agentur (Factory) aufgefallen ist, daß OWL bzw. Bielefeld eben nicht Düsseldorf, Köln oder Münster ist? Wahrscheinlich würde man der Kampagne und der Region mit “westfälisch-authentischer Ehrlichkeit” statt denglischer Scheinmodernität einen wesentlich größeren Gefallen tun. Wir werden sehen.

Na, kommts bekannt vor?

Donnerstag 04. Oktober 2007

Arminia gegen HSV mit Systemänderung

Nach drei Niederlagen in Serie will Ernst Middendorp Arminias Spielsystem ändern. Gegen den HSV wird der DSC-Trainer vom 4-4-2 auf ein 4-1-4-1 System umstellen. Dadurch soll die Mannschaft kompakter stehen. Auch personell kündigte Middendorp Veränderungen für das Spiel am Samstag an. Namen nannte er aber nicht. Nach den Trainingseindrücken gibt es mit Bollmann, Tesche und Zuma drei Kandidaten für die erste Elf. Für die Partie gegen den Hamburger SV sind noch rund 200 Restkarten erhältlich.

Ach ja. Und jetzt sind sie schon wieder geschieden. Welch “unternehmerischer Weitblick”:

Donnerstag 04. Oktober 2007

EU-Kommission billigt Sony BMG Fusion

Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss der Bertelsmann-Musiksparte BMG mit Sony Music erneut ohne Auflagen genehmigt. Die Fusion werfe keine Wettbewerbsprobleme auf, teilte die zuständige EU-Kommissarin mit. Ein EU-Gericht hatte die erste Billigung der Fusion gekippt. Unabhängige Musikfirmen hatten gegen sie geklagt. Sie wollen nun weitere gerichtliche Schritte prüfen. Durch den Zusammenschluss der beiden Firmen entstand das weltweit zweitgrößte Musikunternehmen Sony BMG.

Kann man alles in diversen Bielefelder Archiven nachlesen…..

Brigitte Bardot mit Volks-Tanga in Bielefeld beim Erntedankfest

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Es grenzt manchmal an schreiberische Debilität, wenn immer wieder von Zeilenschindern krampfhaft versucht wird, die Metropole mit irgendwelchen Absurditäten oder kruden Vergleichen in Abhängigkeit zu bringen. Versuchen Sie doch mal den oben angedeuteten Zusammenhang in diesem Machwerk zu ergründen. Mir ist es nicht gelungen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur chic, sich an der Diaspora am Teutoburger Wald aufzugeilen.

Beklopptheiten in Magenta

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Wer gedacht hatte, mit dem Herzallerliebsten der Flachtalkerin Maybritt Illner, Holger (D)Obermann an der Spitze des Magentakonzerns werde alles besser, liegt völlig daneben. Mehr Skandale denn je, mehr Auflösungen von Callcentern denn je, mehr Datenklau denn je. Irgendwie hat der junge Mann das Büdchen so überhaupt nicht im Griff. Sieht aber immer frisch rasiert und gut frisiert aus. Passt zum Schaumschlägerverein in Berlin-Mitte. Bewegt aber nichts. Außer die Höhe seines Bankkontos nach oben. Jetzt hat er vor, diverse Callcenterleute aus Detmold etc. in Bielefeld zusammenzufassen. Ist ungefähr so, als wenn Sie Ihre Emails von Bielefeld persönlich nach Detmold tragen. Dabei ist es doch grad die Teledumm, die uns per TV-Spot erzählt, was sie alles verbinden kann. Nur beim Zusammenhalten der sensiblen Daten und Dezentralisierung von Arbeitsplätzen klappts so gar nicht……

Hören Sie die massiven Schnarchgeräusche, die das laute “Nessun dorma” übertönen? Von wegen, keiner schlafe. Da schläft ein ganzer Vorstand samt Aufsichtsrat.

Passend zum Herbstgebäck

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Hmm, habense schon gebucht? Nein? Na dann aber los. Links schnell noch nen Dominostein halten, rechts buchen. Wer weiß, wann Weihnachten wiederkommt. Mit dem Westfalenblatt an die Geburtsstätten des Herbstgebäcks. Aber an Weihnachten backen die da schon wieder für Ostern. Und Pfingstochsen.

Banker werden niemals unternehmerisch denken lernen

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Lieber Uwe B. vom Westfalen-Blatt. Ihr Wort in Gottes Ohr. Offensichtlich haben Sie aber noch nie dabeigesessen, wenn ein Spasskässler oder ein Volks- bänkler das kleine Einmaleins des Unternehmerseins doziert. Da könnte Ihnen ob derart gravierender galoppierender Unkenntnis über das wahre Leben so richtig schlecht werden. Banker werden ebenso wie Steuerberater, Rechtsanwälte und Beamte niemals zu wahren Unternehmern werden. Da ist es doch viel leichter, mit anvertrauten Gelder zu spekulieren, jegliche Schuld bei falscher Steuererklärung von sich zu schieben und mit der Pension fest im Blick von der Kanzel herab Paragraphen zu predigen.

Schönen Sonntag in OWL und happy “V”

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Na, das war ja ein Samstag. Arm. BI hatte sein Waterloo ja bereits hinter sich. Da legte Bayern München was drauf, wurde Hoppenheim (kleiner Scherz :-) Tabellenführer, saß Uckermarks Prinzessin Rundschnitt bei NapoleonLuisdeFunesSarkotzy in Paris und versuchte die Rettung der Hütchenspieler mit rechtzeitig den Bürgern abgepressten Steuergeldern, wurde der Krankenkassenbeitrag zur GKV auf niemals geahnte Höhen geschraubt, saß Carla Bruni herzallerliebst bei Gottschalk auf der ZDF-Couch und genügten dem kriminellen Komplott um “V”-Mann und Kanzlerinflüsterer Ackermann die zuvor abgejammerten 35 Milliarden für die Hypo Real Estate und ihre in Irland (!) angesiedelte Supertochter Depfa nicht.

Draußen jagt der Herbststurm um die ostwestfälischen Kemenaten. Und europaweit läuft das sogenannte “Börsenspiel” der Spasskassen. Ja, richtig gelesen. “Wenns um Geld geht, Spasskasse”. Das richtet sich – wie jedes Jahr – an die Schüler der 11.Klassen. Aufgabe ist es, im Vergleich mit anderen Schulen den größtmöglichen Profit an der Börse innerhalb 3 Monaten mit Grundeinsatz 50.000.- Spielgeld, zu erwirtschaften. Werden so vernünftige “Anleger” geschaffen? Da kann doch nur gezockt werden, wenn man den Hauptgewinn (eine Reise nach Luxemburg !!!) gewinnen möchte. Siehe:
http://www.planspiel-boerse.com/topl…tsch/index.htm

Aber was soll man von Nieten in dunklen Anzüge erwarten? Nichts. Hoffen wir mal, das die Geldautomaten der Spasskasse Quelle an der Carl-Severing-Straße gefüllt sind, wenn die Omas und Opas heute ihre Ersparnisse ziehen wollen, weil sie Panik bekommen haben angesichts der Gesichter der Merkels, Steinbrücks, Ackermanns…… Zeigen wir denen doch mal das “V” = “Versager”. Ein “E” ginge aber auch = “Erpresser”.