Archiv für den Monat: September 2008

The Story of „Stuff“

Da der Bielefeld-Blog längst mehr als nur ein Stadtblog ist, sondern vielmehr auch eine politische Platform, hier ein sehr sehenswerter Film:

http://www.storyofstuff.com/

(einfach diese website öffnen, der film wird automatisch abgespielt)

Leider nur auf Englisch, aber trotz allem sehr empfehlenswert, da es um die Vernichtung unserer natürlichen Ressourcen geht… durch uns selbst.

What is the Story of Stuff?

From its extraction through sale, use and disposal, all the stuff in our lives affects communities at home and abroad, yet most of this is hidden from view. The Story of Stuff is a 20-minute, fast-paced, fact-filled look at the underside of our production and consumption patterns. The Story of Stuff exposes the connections between a huge number of environmental and social issues, and calls us together to create a more sustainable and just world. It’ll teach you something, it’ll make you laugh, and it just may change the way you look at all the stuff in your life forever.

Auch das ist Finanzkrise: Kein Geld mehr für McDonalds

Die Kredite für den Fastfood-Riesen McDonals/USA wurden im Zuge der Finanzkrise gestoppt. Obwohl so mancher Amerikaner jetzt warmen Kaffee und ein billiges Brötchen brauchen könnte. Doch für das Geschäft mit der Krise brauchen die Franchisenehmer Espressomaschinen, Milchschaumdüsen, Kaffeemühlen. Die kosten Geld, doch plötzlich gibt es keinen Kredit mehr. Eigentlich hat McDonald’s mit der Bank of America längst ein Darlehensprogramm namens „Eagle“ ausgehandelt, doch seit vergangener Woche ist alles anders. „Die Ankündigung, eine Investmentbank zu kaufen und die Volatilität der Kreditmärkte, vor allem in der vergangenen Woche, haben es für die B of A schwierig gemacht, noch die schnelle Lösung hinzubekommen, die wir geplant hatten“, schreibt die McDonald’s-Finanzabteilung in einer E-Mail, die der Nachrichtenagentur Bloomberg zugespielt wurde.

Wie das wohl hier bei uns aussieht? Wir haben ja auch etliche Schnellbrater hier….

„Baden gegangen“ in Baden-Württemberg

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Eiderdaus, da hat der NW-Klusmeyer, Rainer, in seinem Bericht vom DFB-Pokalaus der Arm. Bielefeld ein nettes Wortspiel gefunden. „Baden gehen in Würtemberg“. Was hätte er bloß geschrieben, wären die Almbuben zB. beim SC Baden-Baden angetreten? So kams wie eigentlich erwartet. Dafür gehts am Sonntag im Ligaspiel bei der bisher sehr matten Eintracht Frankfurt von ehemals-Armine Bruchhagen schon um sehr viel mehr. In Frankfurt könnten die Alm-Dudler sowieso eher „in Äbbelwoi“ ertrinken.

Offenbarungseid der Bundespolitik: Kaum Wachstum im Handel

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Ob es wirklich noch „Fünf vor Zwölf“ ist, mag bezweifelt werden. Alle Anzeichen stehen auf „Orkan“, die Politik unter der Kanzlermimin rudert hilfslos über den See und der Handel in Bielefeld und Ostwestfalen hat gar nicht so viele Decken, um sich vor der anstehenden Konjunkturkälte zu schützen. Dazu eine Pressemitteilung der GfK Nürnberg, die hier im örtlichen Handel weitaus negativer gesehen wird:

Sinkende Rohölpreise haben im September den Abwärtstrend der Verbraucherstimmung – zumindest vorerst – gestoppt. Der Indikator prognostiziert nach revidiert 1,6 Punkten im September einen Wert von 1,8 Punkten im Oktober. Trotz der aktuellen Stabilisierung erwartet die GfK vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse auf den Finanzmärkten in diesem Jahr kein reales Wachstum des Konsums mehr und revidiert die Prognose von 0,5 auf 0 Prozent.

Trotz steigender Rezessionsängste sowie einer sich deutlich abzeichnenden wirtschaftlichen Flaute in Deutschland schätzen die Verbraucher derzeit ihre Situation etwas zuversichtlicher ein. Vor allem sinkende Energiekosten sorgen momentan dafür, dass die Konsumenten ihre Kaufkraft weniger gefährdet sehen. Nach zwei Monaten mit deutlichen Verlusten zeigen sich die Konjunkturaussichten der Verbraucher im September wieder etwas positiver. Der Indikator gewann gut 6 Punkte hinzu und weist -15,7 Zähler auf. Dennoch bleibt im Vorjahresvergleich immer noch ein Minus von rund 56 Punkten.

Bereits zum zweiten Mal in Folge verbessert sich die Einkommenserwartung der Bundesbürger leicht. Im September war ein Plus von 2,7 Punkten zu verzeichnen. Allerdings bewegt sich der Indikator nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, was das Minus von 16,4 Punkten im Vergleich zum Vorjahr belegt. Die deutlichsten Zuwächse konnte im September die Anschaffungsneigung verzeichnen. Der Indikator legte um 15,1 Punkte zu und weist aktuell -12,8 Punkte auf. Dennoch bleibt das Niveau der Konsumneigung mäßig, denn im Vorjahresvergleich werden noch immer mehr als 10 Punkte weniger gemessen.

Der Gesamtindikator prognostiziert für Oktober einen Wert von 1,8 Punkten nach revidiert 1,6 im September. Da allerdings die Finanzmarktkrise noch nicht ausgestanden ist und sich zuletzt sogar noch dramatisch verschärft hat, haben sich auch die Konjunkturaussichten weiter eingetrübt. Die Rezessionsgefahr ist deutlich gestiegen. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass dieses auch künftig Auswirkungen auf das Konsumklima haben wird.

Rüttgers-Regierung ebenso Plan – wie Kopflos

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Jürgen Rüttgers, selbst ernannter „Robin Hood des sozialen Gewissens“, Führer der schwarzgelben Landesregierung, nuschelnder Gegenspieler der Berliner Kanzlermimin, stolpert von einem Misthaufen zum nächsten. Gibts mal einen Tag lang kein Sommertheater wegen verfehlter Schulpolitik, macht er ein neues Jauchefaß auf. Ab 1. Oktober zahlt die Landesregierung keine Zuschüsse mehr für die rund 130 Beratungsstellen und redet sich wortreich mit der „eigentlichen Zuständigkeit der Optionskommunen und Argen“ heraus.

Nun ja, lieber „Landesvater“. Milliarden in die von Nieten-Kumpels kaputt „geführte“ Landesbank WestLB zu stecken ist natürlich wichtiger, rettet man dadurch doch die korrupten und unfähigen Ärsche von befreundeten Hütchenspielern, um weiter mit ihnen am Stammtisch über eine güldne Zukunft an den Fleischtöpfen zu parlieren.

Natürlich betrifft das auch in unserer Gegend eine ganze Reihe von Beratungseinrichtungen und Arbeitslosen. Den Betroffenen wird das Lachen ob des Herrn Rüttgers „sozialem Sendungsbewußtsein“ im Halse steckenbleiben.

Sie „machten den Weg frei“. Für charakterlose Banker

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Die auf grenzenloser Gier, unsäglicher Doofheit und unbegrenzter Charakterlosigkeit der beteiligten Hütchenspieler basierende internationale Bankenkrise erreicht nun auch die Volksbanken, deren vollmundiger Slogan „Wir machen den Weg frei“ lautet. Statt sich um die finanzielle Abfederung des Handwerks, Mittelstandes und der an den Volks- und Raiffeisenbanken beteligten Genossen zu kümmern, machte man in faulen Papieren der Pleite gegangenen Lehman-Bank. Über eine Milliarde soll es sein, die man da in den Wind schreiben muß. Ach, was heißt Wind, der Obertrottel von Steuerzahler kommt nach dem grandiosen US-Entwurf dafür auf. Geht ihn zwar absolut nichts an, aber die ebenso superklugen wie noch dusseligeren Politiker werden das schon richten. Was für eine Idiotie, welch Unfähigkeit. Womit wieder mal bewiesen ist: „Trau keinem Banker. Laß Dir nichts aufschwatzen“. Was die DusselInnen in Nadelstreifen verkaufen, dient nur ihrer eigenen Provision, neutrale Beratung gleich Null. Das ist hier in Bielefeld nicht anders als in South Carolina.

Maultäschle schlagen Pickert 2:0

Nichts zu holen gabs für Arm. Bielefeld im DFB-Pokal heut Abend beim VfB Stuttgart. Vor rekordver – dächtiger Minuskulisse von nicht mal 10.000 Besuchern (hat Arm. BI derart mangelnde Zugkraft?) waren die Schwaben klar überlegen. Wie meinte doch die bessere und schönere Hälfte halb abgestürzt vor ihrem Mininotebook? „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. Hm. Dann hätten die Almdudler eigentlich siegen müssen. Schwacher Trost: Wunderteam Hoffenheim ist auch draußen.

Emnid weiß, was Deutsche denken…..

Die Erwartungen der Deutschen an ihre eigene wirtschaftliche Situation hat sich angesichts der Finanzkrise deutlich getrübt. Noch im April 2008 gaben 52 Prozent an, ihre wirtschaftliche Lage sei „gut“, nun sind es nur noch 46 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24. Angesichts der Diskussion um staatliche Hilfen in Zuge der Bankenkrise ist die Meinung der Bundesbürger eindeutig: 81 Prozent finden, dass der Staat in keiner Weise für die Verluste spekulativer Bankgeschäfte aufkommen solle.

Was würden wir bloß machen, wenn wir unsere Bielefelder Kassandra TNS Emnid nicht hätten? (Antwort;: Den gezielt gekauften Umfragen von Forsa lauschen :-))

Und wie ist es wirklich?

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In der NW findet sich heute eine große Anzeige, die auf die „desolate wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser“ hinweist. Parallel läuft über die Ticker eine Pressemeldung:

Die gesetzlichen Krankenkassen haben den Kliniken im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 140 Millionen Euro pro Tag überwiesen. Insgesamt beliefen sich die Krankenhausausgaben 2007 auf rund 51 Milliarden Euro. Verglichen mit 2004 – dem Startjahr der Fallpauschalen – sind die Ausgaben für die rund 2.100 Kliniken in Deutschland damit um rund sieben Prozent in die Höhe geklettert. Die Kostendynamik in der stationären Versorgung zeigt sich auch an den so genannten Landesbasisfallwerten, die mittlerweile in allen 16 Bundesländern für 2008 verhandelt und vereinbart wurden. Der Fallwert ist die maßgebliche rechnerische Größe, die bei der Bezahlung der Krankenhausleistungen nach Fallpauschalen seit 2005 in jedem
Bundesland zugrunde gelegt wird. Im Bundesdurchschnitt ist der Basisfallwert seit 2005 kontinuierlich angestiegen. Er liegt in diesem Jahr bei rund 2.788 Euro (plus 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Regional betrachtet unterscheiden sich die Preise für vergleichbare Krankenhausbehandlungen – ob unkomplizierte Blinddarm-OP oder aufwändige Herztransplantation – jedoch weiterhin sehr stark. Statistisch gesehen sind die Behandlungen in Rheinland-Pfalz am teuersten, dicht gefolgt vom Saarland und Berlin. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegen am unteren Ende der Skala. Das Preisniveau lässt sich an den aktuellen
Basisfallwerten der Bundesländer ablesen. Die Spanne reicht von rund 2.957 Euro für Rheinland-Pfalz bis 2.682 Euro für Schleswig-Holstein und macht damit einen Unterschied von mehr als zehn Prozent aus.

Ja verdammt nochmal, warum werdet Ihr denn auch einfach so krank? Wo Ihr doch lediglich ein „Fallwert“ seid, eine „rechnerische Größe“ bei der Krankenkasse. Würde mich n icht wundern, wenn uns kurzfristig unsere Freunde von Bertelsmann-Arvato aus dem Straßendorf Gütersloh mit einer Meldung beglücken: „Arvato übernimmt alle Krankenhäuser in Deutschland und sortiert Patienten nach wirtschaftlicher Leistungfähigkeit aus“.

Der 24. September 2008

39. Kalenderwoche

268. Tag des Jahres

Noch 98 Tage bis zum Jahresende

Sternzeichen: Waage

Namenstag: Gerhard, Hermann, Mercedes, Rupert, Virgil

Fußball: Arm. BI spielt im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart

Cinestar: Exclusive Vorpremiere „Der Baader-Meinhoff-Komplex“.

Bielefeld. Die Frauen-Stadt

1,11 Frauen kommen in Bielefeld auf einen Mann. Hat jetzt die EU-Kommission bekanntgegeben. Errechnet hat diese eklatante Größe des europäische Statistikamt Eurostat mit Hilfe nationaler Institute. 321 Städte auf dem europäischen Kontinent wurden unter die statistische Lupe genommen. Die Metropole ist ganz hinten beim „Müll-Recycling“, wie immer sich das auch definiert. Leider wurde eine Größe nicht erhoben: Die Abhängigkeit der Auf – und Abstiege des Fußballtopclubs in Relation zur Größe der Brachflächen und der Kleinkariertheit des Streites in der Kunsthalle, multipliziert mit den im Orte produzierten Puddingpulvertüten. Da wäre unser Metropölchen sicher die Nummer 1 in Europa geworden.

Guck mal, wer da hämmert

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Sinnvoll. Und rechts auf dem NW-Bild hat Gregor Brachfläche schon mal wieder Hammer und Meißel im Anschlag. Wie wir in fast einem Jahrzehnt Baudezernat gelernt haben, sind das Bielefelds wichtigste Werkzeuge in der Metropolverwaltung. So wurde das Oberzentrum zu einem bundesweit bekannten Beispiel für schnellsten Abriß und extrem langsamen Wiederaufbau. Nicht die menschliche Birne bestimmt hier den Takt der Zeit sondern die Abrißbirne.

Und schon wieder ist es Sommer

Kein/e MinsterIn der so vollmundig seinerzeit angetretenen Schwarzgelben Landesregierung von NRW steht derart im Mittelpubnkt wie die Bielefelder Schulministerin Barbara Sommer. Gäbe es derzeit Zeugnisse für die Damen und Herren der Rüttgersschen Regierung, wäre wohl niemand versetzt worden. Goldhaar Barbara aber hätte die Schule wohl wegen mehrfachen Sitzenbleibens verlassen müssen. Die Wogen schlagen hoch, die NRW-Presse kommentiert nahezu unisono negativ. So auch die „Kölnische Rundschau“:

Wenn die Schulministerin mit der Reduzierung der Kopfnoten den Eindruck planlosen Wurschtelns verwischen wollte, ist ihr das gründlich misslungen. Was ist davon zu halten, wenn innerhalb von wenigen Tagen die bislang sechs Noten wie auf dem Basar verhandelt werden, der Koalitionsausschuss der Landesregierung sich auf vier einigt, die CDU-Fraktion dann aber doch nur zwei will und am Ende drei rauskommen?

Wenig ist davon zu halten. Das Ganze erinnert an die Mehrwertsteuer, die die eine Partei der großen Koalition in Berlin um zwei Prozentpunkte
erhöhen wollte, die andere gar nicht, und der Kompromiss waren dann drei Prozentpunkte Erhöhung. Künftig soll es eine Note für „Zuverlässigkeit“ geben. Ein weicherer Begriff ließ sich vermutlich nicht finden. Es bleibt dabei: Die Kriterien für die charakterliche Beurteilung sind unklar, der Willkür Tür und Tor geöffnet. Niemand kann ernsthaft etwas dagegen einwenden, dass die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle bei der Einschätzung ihrer beruflichen Chancen spielen soll. Das lässt sich aber auch in Bemerkungstexten machen, die eine abgewogene und wesentliche aussagekräftigere Beurteilung ermöglichen. Diese und viele andere Einwände sind von der großen Mehrheit der Erziehungswissenschaftler bereits
vor Einführung der Kopfnoten erhoben und von der Politik kaum beachtet worden. Eine wissenschaftliche Begleitung im Sinne einer Erprobungsphase findet auch nicht statt. Das Geschacher um die Zahl der Noten, das nun in Düsseldorf stattgefunden hat, beweist erneut, wie schlecht das
System vorbereitet wurde. Und weil das so ist, können sich Arbeitgeber und Eltern, die doch vor allem von den Kopfnoten profitieren sollten, kaum auf sie verlassen. Bislang entwickelt jede Schule ihre Kriterien selbst. Bei einer Bewertung von ohnehin schwer greifbaren Qualitäten sind die Noten deshalb
kaum zu gebrauchen. Was bisher Symbolpolitik war, sollte nun endlich fundiert werden.

Was wollte Oberregierer Rütgers seinerzeit nicht alles verändern, vorantreiben, „sozialer“ machen. Obwohl er einen riesigen CDU-Landesverband hinter sich weiß, kommt er gegen die Handkantenschläge der großen Gestalterin („In der Ruhe liegt die Kraft, hihi. Zwei Schritt vor, einer seitwärts. Bloß nichts bewegen. Und immer schön Schröders Agenda weiterwursteln“) aus Templin nicht an. Was hat die Kanzleuse wohl im Keller liegen, das Rütti hindert, aufzutrumpfen?

NW lässt fünf entführte deutsche Touristen frei

Alle Achtung: Was keinem gelang, die NW macht es vor: heute morgen ließ das für seine vorbildlichen investigativen Recherchen bekannte Weltblatt auf Seite 1 die fünf entführten deutschen Touristen frei. Und nennt sogar die Lösegeldhöhe: 6 Mio. Euro.
Jetzt rätselt die angeschmierte Leserschaft, warum im Sudan immer noch fünf entführte deutsche Touristen schmachten.
Ein klarer Fall fürs Lehrbuch des schlampigen Husch-Husch-Journalismus…

Großer Auftritt for Hoeneß´Hirnverband

Am Sonntag, 9. November, finden die 16. offenen Bielefelder Stadtmeisterschaften für Freizeitmannschaften im Hallenfußball statt. Aufgrund von Renovierungsarbeiten an den Sporthallen der Carl-Severing-Berufskollegs, sind die neuen Austragungsorte die Sporthallen Rosenhöhe I und II.
Der Sieger wird mit einem Pokal des Oberbürgermeisters ausgezeichnet. Darüber hinaus warten auf die vier erstplatzierten Mannschaften Siegerurkunden und Sachpreise. Die Startgebühr beträgt 20 Euro pro Mannschaft.

Interessenten für das Turnier können sich bis spätestens 17. Oktober beim Sportamt der Stadt telefonisch unter 0521 / 51-2906 oder per E-Mail unter sportamt@bielefeld.de anmelden. Es wird dann umgehend ein Anmeldevordruck zur Meldung der Mannschaftsaufstellung zugesandt.

Ich freu mich auf „Hoeneß´Hirnverband“ gegen FC Lunge.

Beim Schlendern durch Herbstgärten

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Geht ohne Farbe in den Winter. Da könnte man ja jetzt eine ganze Philosophie drauf aufbauen. So vom Leben, vom Vergehen, von der Politik. Lass ich aber lieber. Hinterher heißt es noch: „Soso, aha….“. Ach so, ja. Morgen Abend spielt Arm. Bielefeld im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart. Einfach mal siegen, sach ich mal.

Rainer erklärt uns die Finanzwelt

SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend (Bielefeld) zu BILD: „Ich finde es schon schlimm genug, dass der amerikanische Steuerzahler für die Sünden der Spekulanten einstehen muss.“ Wend befürchtet schwächeres Wirtschaftswachstum wegen der US-Krise. Aber: „In Deutschland brauchen wir keine Steuererhöhungen, weil wir – anders als in den USA – privaten Banken nicht mit Steuermitteln aus der Patsche helfen.“

Das ist der Rainer. So kennen wir ihn. Ein kluges Kerlchen. Wer bitteschön, sagt einer „Staatsbank“, sie solle in den USA spekulieren???? KfW zum Beispiel heißt „Kreditanstalt für Wiederaufbau“……

„Angst essen Seele auf“

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„Was liest Du das Negative auch jeden Morgen“, tadelte die bessere und schönere Hälfte mich, als sie mitbekam, das ich mich über diese Headline des anderen Dorfblattes ein wenig echauffierte. Abgesehen davon, das sich das Lesen der Titelseite schlecht vermeiden läßt, liegt ein Körnchen Wahrheit in ihrem Tadel. Denkt man weiter, wird hier ein Volk auf einen „Kriegswinter bei Steckrüben und Energiezuteilung“ eingestimmt. Glaube doch niemand, das der beste Freund der Bundeskanzlermimin seinen Finanzminister nicht in Kürze in Berlin anklopfen und um 100 Milliarden zur „Abfederung der weltweiten Folgen der Bankenkrise“ fordern läßt. Irgendwer muß die angezettelten Kriege des texanischen Idioten im Weißen Haus ja letztlich bezahlen. Hochstirn Bufinami Steinbrück hat ja schon angedeutet, das die amerikanische Idee „nicht die Schlechteste“ sei. Klar, so kann er elegant seinem Zockerfreund Joe Ackermann die faulen Papiere unbemerkt aus dem Keller einer Deutschen Bank heben helfen.

Ganz schlechte Nachrichten für die bayerische Staatspartei vor dem Urnengang am Sonntag. „Angst essen Seele auf“ und lassen das Kreuzlein schneller von Schwarz nach Nichts wandern, als den beiden abgehalfterten Politmumien der Spitze der CSU lieb sein kann.

Pfeifen im Möbelwalde

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Immobilien und Möbel – lateinisch: mobiles – sind nicht nur sprachgeschichtlich miteinander verbunden. Wo die Immobilienbranche boomt, weil Neubauten aus dem Boden schießen und die Menschen häufig umziehen, da werden auch viele Möbel verkauft. In Deutschland war dies, abgesehen vom Mehrwertsteuer-Vorzieheffekt-Ausnahmejahr 2006, lange nicht der Fall. Der Wohnungsbau und mit ihm der inländische Möbelmarkt schleppen sich
nur dahin. Wenn die Branche, allen voran die ostwestfälisch-lippische Küchenindustrie, trotzdem positive Zahlen erwirtschaftete, dann, weil
sie rechtzeitig mobil wurde und die Tür in den Export aufstieß. Das zahlt sich bis heute aus, auch wenn spätestens seit Juni die Bestellungen in vielen Ländern West-, Nord- und Südeuropas zurückgehen. Die Warnsignale aus dem Wohnungsbau kamen rechtzeitig, wenn auch nicht einheitlich aus einer Richtung. So ist der Krise des spanischen Immobilienmarktes ein langer und am Ende überhitzter Boom vorausgegangen. Demgegenüber hat die stockende Konjunktur in Frankreich, Benelux und vor allem England ihre Ursachen mehr in der internationalen Finanzkrise und der Kreditklemme, unter der mehrere nationale Märkte leiden. Zum Glück trifft dies nicht auf alle Länder zu. Die Welt ist groß. Vor allem in Russland und anderen ost – europäischen Staaten haben Immobilien und Mobiliar auch weiter Konjunktur.

Liebes Westfalen-Blatt. Dein Wort in Gottes Ohr und ein paar tausend Arbeitsplätze in OWL sind gesichert. Leider leben die osteuropäischen Staaten nicht auf einem eigenen Stern. Die amerikanische Zockerkrise wird sie sie in irgendeiner Form ebenso erreichen wie die restliche Welt.

Auszeichnung für „Vornesitzer“

Drei weitere Unternehmerinnen aus Ostwestfalen-Lippe haben den Unternehmerinnenbrief NRW erhalten. Damit ist die Zahl der ausgezeichneten Unternehmerinnen seit Jahresanfang 2008 auf zwölf gestiegen. Das Expertenteam um die regionale Koordinatorin Marlies Pelster-Wend, erwartet für dieses Jahr weitere Bewerberinnen mit eigenen Gründungs- oder Wachstumskonzepten, die in das landesweite Netzwerk aufgenommen werden. Das Projekt wird vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration gefördert. Drei Geschäftsideen sind jetzt vom Expertenteam als höchst überzeugend bewertet worden. Die drei Frauen haben ihre Unternehmen in Bielefeld angesiedelt.

Eine Fahrschule der besonderen Art hat Anke Minga gemeinsam mit Yvonne Rieke im Umweltzentrum in der August-Bebel-Straße eröffnet. Das Unter – nehmen „Vornesitzer“ betont seine Verantwortlichkeit für die Umwelt. Die Fahrlehrerinnen geben den Unterricht in umweltfreundlichen, gasbetriebenen Autos. Sie wollen auch Spät- oder Wiedereinsteigern helfen, angstfrei Fahren zu lernen. Auf den „pädagogisch wertvollen“ Unterricht hat sich besonders Verkehrspädagogin Anke Minga spezialisiert, die ursprünglich Lehrerin war und zurzeit ihr Studium der Diplom-Pädagogik abschließt. „Unsere Methoden setzen auf positive Konditionierung, also auch auf viel Lob. Bei uns wird niemand vorgeführt.“

Thomas kriegts bei Karstadt nicht gebacken

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Wir hier in der Metropole sind ja auch in der glücklichen Lage, ein Karstadt-Haus an der Bahnhofstraße goutieren zu dürfen. Man könnte stundenlang durch die Muffigkeit der 60er laufen, hier anfassen, da wühlen und schließlich im Parterre von den vielen Sonderangeboten mitnehmen. „Die Stadt jubelt wieder“ heißt der Slogan der Kampagne des Essener KarstadtQuelle-Konzerns. Da passt es nicht gut, wenn Chef Ex-Bertelsmann Thomad Middelhoff von „Abspaltung der Kaufhäuser“ spricht und der Suche „nach starken Partnern“. Das Bertelsmannsche Grundsatzseminar von Reinhard himself bei Mohnkuchen und Kaffee im heimeligen Gütersloh hatte er doch auch mitgemacht. „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, gemeinnützig bleiben, auch wenn man es nicht ist“. Mann Thommy, bei der Lehre solltest Du das aber locker hinkriegen. Kennst doch fast jede Heuschrecke auf der Welt.

Guck mal, in einem Eurer größten Häuser haste doch auch so ein wunderbares Raucherkabuff von 10 mal 20 Metern hingekriegt. Setz Dich mal rein, Tür zu und dann gib Dir die Reval. Kommste auch auf jubelnde Gedanken. Wie Deine Mitarbeiter.

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Lächerlich

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Man muß sich das mal reinpfeifen. Da schwirren Kohorten von Zollbeamten aus, verpuffen Benzin, Strom und belegte Brote. Und kommen mit grad mal 5,5 Millionen Euro Bargeld heim in die Amtsstuben, von denen man nicht mal weiß, ob sie wirklich unrechtmäßig transportiert wurden. Die Meldung dazu aus dem Bundespresseamt und dem Bundesfinanzministerium nimmt dann unser glorioses Metropoleblatt und macht daraus einen gewaltigen Aufmacher. Parallel zu dieser grandiosen Aktion schiebt der ebenso großmäulige wie unfähige Bundesfinami Peer S. locker 12 Milliarden Steuergelder in Hütchenspieler – banken, deren Aufsicht ihm keine Mühe wert war. Ist die Presse eigentlich schon so gleichgeschaltet, das sie willenlos mit dem aufmacht, was ihr die Berliner Regierung hinwirft oder vorschreibt?

Dazu passt dann noch diese Meldung, die eben über die Ticker rauschte:

Die Millionen-Überweisung der Staatsbank KfW an die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers ist laut einem Zeitungsbericht nicht aus Versehen erfolgt. Das legen nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erste interne Auswertungen des Vorfalls nahe, die Basis für die Entscheidungen des Verwaltungsrates am vergangenen Donnerstag waren. Zwei Vorstände und der Bereichsleiter für das Risikocontrolling waren daraufhin suspendiert worden. Die Überweisungspanne könnte die KfW bis zu 350 Millionen Euro kosten.

Da darf man doch mal ungestraft den Vogel zeigen. Oder?

Hohoho. „Tut uns das nicht an“

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11 Uhr. Sonntag. Im Speckgürtel an der B 68, Richtung Halle. „Blumen-Brockmeyer“ öffnet seine Hallen. Herbstlich dekorieren war unser Behufe, zu dessen Zweck ein paar Acessoires angeschafft werden sollten. Vor der Tür ein Wachmann in staatlichem Blau. (Warum? Ist ein Blumenladen klaugefährdet? Oder lags daran, das der Schreiber vor ein paar Jahren mal wegen „unberechtigten Fotografierens“ angegangen wurde?) An der Längswand der Hauptverkaufshalle lockten „Hohoho“ Weihnachtsmänner, Engel, Kerzen, Tannenbäume. Was fehlte, war das Weihnachtsoratorium.

Auf einem Pult lag ein Gästebuch. Ein Schild lud ein, „Die Meinung“ zu sagen. Das hatten offensichtlich ganz viele getan.

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In diesem Tone erging sich fast das ganze Buch. Uns entlockte es ein kleines, schamhaftes „Ach, na ja“. Die Weihnachtsausstellung taten wir uns noch nicht an. Im Kofferaum wogte dafür Herbstliches. Fotografiert wurde mit der Handy-Kamera. Ätsch :-))))

Jubeltag in Puddingtown

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Es war irgendwo zwischen der Metropole und dem Engerschen Outback, als uns die Autoradiokunde erreichte, Artur W., Arminias schmaler Sturmtank, habe das 2:0 für die Almbuben geschossen. Am Ziel ausgestiegen, bestätigte ein Bezahlsender in bewegten Bildern das Wunder von der Alm. Was ist schon ein Bayern-Luca-Toni gegen Arminias Artur und den ebenfalls schmalen Dänen Jonas Kamper, der den ersten Sieg in der noch jungen Fubabuli-Saison eingeleitet hatte. Bei Bavaria Munich werden sie nun wieder Buddhas über das Training der Starkicker wachen lassen und Maultäschle Klinsmann ist gehörig in die Schußlinie der Journaille geraten. Das blieb „Cäptn Huck“ am späten Abend erspart, als er in der Seidensticker-Halle den Titel des Europameisters erboxte.

Die Stadt jubelt also nicht nur bei Karstadt. Schönen Sonntag noch!