Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
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Sep '08

Unsinn auf Rädern. Von NW gefeiert

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Da baut die bayerische Vierringe-Schmiede ihrem häßlichen Audi Kuh 7 einen 500 PS-Zwölfzylinder-Diesel hinter den perversen Grill und was macht das etwas größere unserer lokalen Blättchen? Jubelt in seiner Autobeilage, was das Zeug hält. Der Motorredaktor hat das Ding “schon mal probegefahren”. Wahrscheinlich im 6. Gang mit 10 km/h am Kamener Kreuz auf der Querspange nach Frankfurt. Mannomann, gegen das Ding ist ja der Maybach gradezu zierlich, wenn auch ebenso nicht mehr zeitgemäß. Darüber liest man aber bei der NW wenig, auch wenn der Autor am Ende seiner Probefahrt abschwächt: “Sinn und Unsinn stehen hier nicht nur Diskussion….” Doch, stehen sie. Wie wir grade eben gelernt haben, richtet es “der Markt” leider nicht, weil der Verstand aussetzt. Ein paar Bielefelder Blondies werden die überdimensionale bayerische Gucci-Tasche “im trendigen Weiß” demnächst sicher an den Gehrenberg stellen und ihre Kinderchen mit Sweeties “vom Schortscho Amanni” behängen. Auah.

Stiftsmarkt und “Handmade”

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Die schönere und bessere Hälfte zog es bis in Bielefelds Ortsteil unterm Eisenbahnviadukt mit Obersee, Schildesche. “Stiftsmarkt” ist angesagt an diesem Wochenende. Mehr Un-als mögliches gabs auf dem Flohmarkt zu sehen. Offensichtlich sind doch noch nicht alle Schildescher Keller und Dachböden bei ebay gelandet. Die Freunde “boarischer Gaudi” kommen übrigens heute Abend bei “Bayrischer Music Power” auf ihre Kosten. Beckstein wird allerdings nicht dirigieren. Die “Abrocker” taten das allerdings schon gestern Abend mit der Band Micream.

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Dann noch ein Trip in die Stadthalle, wo sich rechtzeitig zum Start in die Bastelsaison zahlreiche Aussteller aus dem Hobby- und Bastelsektor mit aktuellen Kreativ-Trends auf der “handmade” präsentieren . Besonders umfangreich ist der Bereich der Mode und Accessoires mit individuellen Kreationen vertreten, die man meist vergeblich sucht. Wer mag, kann auch am morgigen Sonntag noch in die Stadthalle schlendern.

Ein Tag. Kurz vorm Ideal.

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Jeder Versuch, den Herbsthimmel heute über Bielefeld zu malen, würde am Original scheitern. Überhaupt ein schöner Tag. Da Arm. BI heute nicht spielt, können sie auch nicht verlieren. In “Gottes eigenem Land” rüsten sie sich für die Bayernwahl. In “Gottes einzigem Land” USA lieferten sich Obama und McCain ein wertloses TV-Duell. Die Bankenkrise, die der Steuerzahler bezahlen soll, ist noch nicht ausgestanden, kann aber am Wochenende eher wenig anrichten. Wenn da nicht privat ein ausgebissener Zahn wäre – ein idealer Tag. Nächste Woche sehen wir weiter.

Ab 1. Januar 09 auch hier: Einheitsblödsinnskrankenkassenbeitrag

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Diese Abbildung einer Tabelle der kommenden Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge in der Region ist mit völliger Absicht unscharf und grobkörnig. Ich möchte den Lesern einfach ersparen, genau sehen zu können, was sie dank der grandiosen-stümperhaften “Reform der Krankenkassen” und dem kommenden Einheitsbeitrag bezahlen müssen. Auch hier bei uns trifft es praktisch jeden Versicherten. Und zwar nicht weniger sondern mehr. Vor allem die Betriebskrankenkassen von Oetker, GildemeisterSeidensticker und Bertelsmann mit ihren bisher eher moderaten Beitragssätzen müssen heftig draufsatteln.

Inzwischen dürfte jeder Versicherte in Deutschland verstanden haben, dass die Einführung des Gesundheitsfonds, das größte sozialpolitische Experiment der vergangenen Jahrzehnte, vor allem eines bedeutet: mehr Kosten. Schon vor seinem Start steckt der Fonds in finanziellen Nöten. Die Mehrausgaben für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel summieren sich nach Expertenschätzungen auf 15 Milliarden Euro. Im Abschwungjahr 2009 sinken zusätzlich die Beitragseinnahmen. Der Staat wird vier Milliarden Euro beischießen. Doch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ficht all das nicht an. Sie folgt unerbittlich ihrem Lieblingsprojekt und der politischen Logik der Stimmenmaximierung. Vor der Bundestagswahl soll der Beitragssatz auf jeden Fall unter der magischen Grenze von 16 Prozent bleiben. Durch die Entlastung beim Arbeitslosenversicherungsbeitrag kann die große Koalition so vielleicht sogar die Sozialabgabenquote unter 40 Prozent halten. Ein Taschenspielertrick. Denn Schmidt weiß, dass die Beitragshöhe nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. Die Folge: Die Kassen verlangen ihren Versicherten den Zusatzbeitrag ab. Eine kranke Entwicklung. So bleibt das Urteil des Sachverständigen – rats von 2006 hochaktuell: “Der Gesundheitsfonds ist eine Missgeburt.

Diesem Kommentar der ansonsten recht Regierungsfreundlichen Rheinischen Post/Düsseldorf ist nichts hinzuzufügen.