Nichts zu holen gabs für Arm. Bielefeld im DFB-Pokal heut Abend beim VfB Stuttgart. Vor rekordver - dächtiger Minuskulisse von nicht mal 10.000 Besuchern (hat Arm. BI derart mangelnde Zugkraft?) waren die Schwaben klar überlegen. Wie meinte doch die bessere und schönere Hälfte halb abgestürzt vor ihrem Mininotebook? “Der Pokal hat seine eigenen Gesetze”. Hm. Dann hätten die Almdudler eigentlich siegen müssen. Schwacher Trost: Wunderteam Hoffenheim ist auch draußen.
Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!
Die Erwartungen der Deutschen an ihre eigene wirtschaftliche Situation hat sich angesichts der Finanzkrise deutlich getrübt. Noch im April 2008 gaben 52 Prozent an, ihre wirtschaftliche Lage sei “gut”, nun sind es nur noch 46 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24. Angesichts der Diskussion um staatliche Hilfen in Zuge der Bankenkrise ist die Meinung der Bundesbürger eindeutig: 81 Prozent finden, dass der Staat in keiner Weise für die Verluste spekulativer Bankgeschäfte aufkommen solle.
Was würden wir bloß machen, wenn wir unsere Bielefelder Kassandra TNS Emnid nicht hätten? (Antwort;: Den gezielt gekauften Umfragen von Forsa lauschen :-))
In der NW findet sich heute eine große Anzeige, die auf die “desolate wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser” hinweist. Parallel läuft über die Ticker eine Pressemeldung:
Die gesetzlichen Krankenkassen haben den Kliniken im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 140 Millionen Euro pro Tag überwiesen. Insgesamt beliefen sich die Krankenhausausgaben 2007 auf rund 51 Milliarden Euro. Verglichen mit 2004 - dem Startjahr der Fallpauschalen - sind die Ausgaben für die rund 2.100 Kliniken in Deutschland damit um rund sieben Prozent in die Höhe geklettert. Die Kostendynamik in der stationären Versorgung zeigt sich auch an den so genannten Landesbasisfallwerten, die mittlerweile in allen 16 Bundesländern für 2008 verhandelt und vereinbart wurden. Der Fallwert ist die maßgebliche rechnerische Größe, die bei der Bezahlung der Krankenhausleistungen nach Fallpauschalen seit 2005 in jedem
Bundesland zugrunde gelegt wird. Im Bundesdurchschnitt ist der Basisfallwert seit 2005 kontinuierlich angestiegen. Er liegt in diesem Jahr bei rund 2.788 Euro (plus 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Regional betrachtet unterscheiden sich die Preise für vergleichbare Krankenhausbehandlungen - ob unkomplizierte Blinddarm-OP oder aufwändige Herztransplantation - jedoch weiterhin sehr stark. Statistisch gesehen sind die Behandlungen in Rheinland-Pfalz am teuersten, dicht gefolgt vom Saarland und Berlin. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegen am unteren Ende der Skala. Das Preisniveau lässt sich an den aktuellen
Basisfallwerten der Bundesländer ablesen. Die Spanne reicht von rund 2.957 Euro für Rheinland-Pfalz bis 2.682 Euro für Schleswig-Holstein und macht damit einen Unterschied von mehr als zehn Prozent aus.
Ja verdammt nochmal, warum werdet Ihr denn auch einfach so krank? Wo Ihr doch lediglich ein “Fallwert” seid, eine “rechnerische Größe” bei der Krankenkasse. Würde mich n icht wundern, wenn uns kurzfristig unsere Freunde von Bertelsmann-Arvato aus dem Straßendorf Gütersloh mit einer Meldung beglücken: “Arvato übernimmt alle Krankenhäuser in Deutschland und sortiert Patienten nach wirtschaftlicher Leistungfähigkeit aus”.
39. Kalenderwoche
268. Tag des Jahres
Noch 98 Tage bis zum Jahresende
Sternzeichen: Waage
Namenstag: Gerhard, Hermann, Mercedes, Rupert, Virgil
Fußball: Arm. BI spielt im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart
Cinestar: Exclusive Vorpremiere “Der Baader-Meinhoff-Komplex”.
1,11 Frauen kommen in Bielefeld auf einen Mann. Hat jetzt die EU-Kommission bekanntgegeben. Errechnet hat diese eklatante Größe des europäische Statistikamt Eurostat mit Hilfe nationaler Institute. 321 Städte auf dem europäischen Kontinent wurden unter die statistische Lupe genommen. Die Metropole ist ganz hinten beim “Müll-Recycling”, wie immer sich das auch definiert. Leider wurde eine Größe nicht erhoben: Die Abhängigkeit der Auf - und Abstiege des Fußballtopclubs in Relation zur Größe der Brachflächen und der Kleinkariertheit des Streites in der Kunsthalle, multipliziert mit den im Orte produzierten Puddingpulvertüten. Da wäre unser Metropölchen sicher die Nummer 1 in Europa geworden.
Sinnvoll. Und rechts auf dem NW-Bild hat Gregor Brachfläche schon mal wieder Hammer und Meißel im Anschlag. Wie wir in fast einem Jahrzehnt Baudezernat gelernt haben, sind das Bielefelds wichtigste Werkzeuge in der Metropolverwaltung. So wurde das Oberzentrum zu einem bundesweit bekannten Beispiel für schnellsten Abriß und extrem langsamen Wiederaufbau. Nicht die menschliche Birne bestimmt hier den Takt der Zeit sondern die Abrißbirne.
Nicht nur die NW fragt sich, warum neulich die drei OB-Kandidaten auf dem Podium saßen und irgendwie bei der Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mitdiskutierten und aneinander kuschelten. Ob sie eine 3er-Junta für Bielefeld bilden wollen?
Kein/e MinsterIn der so vollmundig seinerzeit angetretenen Schwarzgelben Landesregierung von NRW steht derart im Mittelpubnkt wie die Bielefelder Schulministerin Barbara Sommer. Gäbe es derzeit Zeugnisse für die Damen und Herren der Rüttgersschen Regierung, wäre wohl niemand versetzt worden. Goldhaar Barbara aber hätte die Schule wohl wegen mehrfachen Sitzenbleibens verlassen müssen. Die Wogen schlagen hoch, die NRW-Presse kommentiert nahezu unisono negativ. So auch die “Kölnische Rundschau”:
Wenn die Schulministerin mit der Reduzierung der Kopfnoten den Eindruck planlosen Wurschtelns verwischen wollte, ist ihr das gründlich misslungen. Was ist davon zu halten, wenn innerhalb von wenigen Tagen die bislang sechs Noten wie auf dem Basar verhandelt werden, der Koalitionsausschuss der Landesregierung sich auf vier einigt, die CDU-Fraktion dann aber doch nur zwei will und am Ende drei rauskommen?
Wenig ist davon zu halten. Das Ganze erinnert an die Mehrwertsteuer, die die eine Partei der großen Koalition in Berlin um zwei Prozentpunkte
erhöhen wollte, die andere gar nicht, und der Kompromiss waren dann drei Prozentpunkte Erhöhung. Künftig soll es eine Note für “Zuverlässigkeit” geben. Ein weicherer Begriff ließ sich vermutlich nicht finden. Es bleibt dabei: Die Kriterien für die charakterliche Beurteilung sind unklar, der Willkür Tür und Tor geöffnet. Niemand kann ernsthaft etwas dagegen einwenden, dass die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle bei der Einschätzung ihrer beruflichen Chancen spielen soll. Das lässt sich aber auch in Bemerkungstexten machen, die eine abgewogene und wesentliche aussagekräftigere Beurteilung ermöglichen. Diese und viele andere Einwände sind von der großen Mehrheit der Erziehungswissenschaftler bereits
vor Einführung der Kopfnoten erhoben und von der Politik kaum beachtet worden. Eine wissenschaftliche Begleitung im Sinne einer Erprobungsphase findet auch nicht statt. Das Geschacher um die Zahl der Noten, das nun in Düsseldorf stattgefunden hat, beweist erneut, wie schlecht das
System vorbereitet wurde. Und weil das so ist, können sich Arbeitgeber und Eltern, die doch vor allem von den Kopfnoten profitieren sollten, kaum auf sie verlassen. Bislang entwickelt jede Schule ihre Kriterien selbst. Bei einer Bewertung von ohnehin schwer greifbaren Qualitäten sind die Noten deshalb
kaum zu gebrauchen. Was bisher Symbolpolitik war, sollte nun endlich fundiert werden.
Was wollte Oberregierer Rütgers seinerzeit nicht alles verändern, vorantreiben, “sozialer” machen. Obwohl er einen riesigen CDU-Landesverband hinter sich weiß, kommt er gegen die Handkantenschläge der großen Gestalterin (”In der Ruhe liegt die Kraft, hihi. Zwei Schritt vor, einer seitwärts. Bloß nichts bewegen. Und immer schön Schröders Agenda weiterwursteln”) aus Templin nicht an. Was hat die Kanzleuse wohl im Keller liegen, das Rütti hindert, aufzutrumpfen?





Artikel kommentieren »