Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

September 2008
M D M D F S S
« Aug   Okt »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Di
9
Sep '08

["I'm in Love with Bielefeld!" (Yoko Ono)]

Wenn das Zitat mal nicht ein merkfähiger Slogan mit Zukunft ist!

Danke, Yoko!yokkko_omo180.gif

Das war’s wert.

“Ich bin ein Berliner” und “Du bist Deutschland” haben ausgedient!

.

Kreisch. Gröhl. Bravo?

immonsunentgleist.jpg

Jaja. Im Wettbewerb mit BLÖD gerät man schon mal in einen Monsun. Aber ein Hotel in Tokio gleich auf Seite 1? Ennweh, Ohweh.

Einherbstbote

nocheinherbstbote.jpg

Jetzt hält die stacheligen Kastaniengesellen im Park der Raspi (Ravensberger Spinnerei) wirklich nichts mehr auf den Bäumen. Zeit für unsere Ordnungsämtler, um jede Kastanie ein ordentliches rotweisses Band zu spannen und “Vorsicht, Fallfrüchte” aufzustellen. Dazu noch Verordnungsschilder, “gemäß Gemeindeordnung haftet die Stadt Bielefeld nicht für herunterfallende Herbstfrüchte”.

Warum muß ich an einem solchen Tag, an dem man glatt nochmal einen Parteivorsitzenden intrigant stürzen könnte, bloß auf solche Gedanken kommen?

Energiesparlüge

energiespargeschwafel.jpg

Wer mit offenen Augen durch die Metropole an der reißenden Lutter geht, entdeckt immer wieder Ungereimtheiten. Womit ich nicht die Brachflächenorgie meine. Es ist die offensichtliche Diskrepanz zwischen dem, was unsere Politiker aller Couleur predigen und dem, was sie letztlich tun. Locker ließe sich eine mitteldicke Schulkladde mit Orten füllen, an denen keine Energiesparlampen eingebaut sind und an denen Lampen brennen, auch wenn es unnötig ist. Was nützt es also, wenn man daheim treudoof brav all den tollen Verordnungen folgt und die “öffentliche Hand” weit geöffnet Energie zum Fenster herauspulvert?

Vorwärts Genossen. Es geht zurück!

seitsamstepartei.jpg

Da sitzen sie nun im Angesichte der Gallionsfigur, die SPD-Granden. Da die NW heute vollmundig von einem “neuen Ziel der SPD” schreibt, lassen wir mal den Blogger “Oeffinger Freidenker” zu Wort kommmen, der das Dilemma der “Seltsamsten Partei Deutschlands” schön auf den Punkt bringt:

Franz Müntefering ist zurück! Ihr wisst schon: DER Franz Müntefering. Die große Hoffnung der Sozialdemokraten. Der Mann, der nach Schröder der Hauptverantwortliche für den dramatischen Mitgliederschwund, die verlorenen Wahlen seit 2004 und all das andere Elent ist. Das ist ein großartiger Moment. In Bayern tritt er im Wahlkampf auf, zusammen mit Franz Maget, der kategorisch die Zusammenarbeit mit der LINKEn ausschließt, damit sicher ist, dass die SPD dort auch wirklich nie regieren wird. Natürlich wird er von der Hofpresse bejubelt und darf kritiklos seine Phrasen vom “großen Erfolg” der Agenda 2010 in die Welt hinausposaunen, erklären, dass sie “alle stolz sein” könnten auf dieses Werk und überhaupt dass jetzt alles besser wird. Und der Saal jubelt, denn Franz Müntefering ist zurück. Wahnsinn. Ab jetzt geht es aufwärts! Das Schlimme ist vermutlich, dass das stimmt, denn so ansehlich die Bilanz des Scheiterns Münteferings ist, so armselig ist das restliche SPD-Personal. Endlich mal wieder jemand, der reden kann! Ein Aufatmen geht durch die Reihen. Nichts wird besser gehen, aber man verkauft es endlich wieder. Wahlziel 20%+x. Wer niedrige Ansprüche setzt, kann nicht enttäuscht werden.

Gleichzeitig, quasi im Windschatten, hat Ypsilanti in Hessen ihre Bedingungen für die Zusammenarbeit mit der LINKEn formuliert. Darin findet sich ein Ausschluss derselben aus Bundesratsabstimmungen und Personalfragen sowie eine Absetzung vom DDR-Erbe der Partei (nur vernünftig), und, eher konfliktträchtig, ein Bekenntnis zum ausgeglichenen Haushalt 2009/10 und den Infrastrukturprojekten. Insgesamt aber wie auch bei den Bedingungen der LINKEn keine unüberwindbaren Hürden. Dumm nur, dass diese Zusammenarbeit in die genau entgegengesetzte Richtung läuft, die derzeit Steinmeier, Steinbrück (der genau wie Clement Ypsilanti beleidigt hat), Müntefering und Co begehen. Die SPD rennt gleichzeitig in zwei verschiedene Richtungen und denkt auch noch, dass sie irgendwie innovativ einen dritten Weg bestreite. Bisher verharrt sie in rasender Geschwindigkeit auf der Stelle, während zwei gegensätzliche Kräfte an der Partei zerren. Die Frage ist nur, ob sie darüber stärker wird oder sich zerreißt.