Archiv für den Monat: September 2008

Westfalen-Blatt: Ostwestfalen doch Idioten

Nachkarten ist zwar schlechter Stil, aber es scheint etwas dran zu sein: Ostwestfalen = Idioten. Rheinland und Ruhrgebiet haben offenbar stets die bessere Lobby, ob es nun um Zuschüsse für Projekte und Bauwerke geht, oder eben darum, als Stadt die Spiele einer Weltmeisterschaft im Frauenfußball ausrichten zu dürfen. Durchsichtig sind die Entschuldigungen von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, man habe die Bielefelder (und auch die Magdeburger) Bewerbung »aus rein regionalen Gründen« ablehnen müssen. Wahr ist: Der Fußballverband Westfalen hat sich gegenseitig blockiert, im Hintergrund mögen die politischen Kräfte, die nur vordergründig die Bielefeld-Bewerbung unterstützt haben, kräftig Lobbyarbeit betrieben haben. Bei Leverkusen hatte die DFL nämlich noch etwas gut zu machen: Die Stadt hatte bei der Männer-WM 2006 in die Röhre geschaut. Und – welche Überraschung – die Zahl der Gastgeberstädte wurde von acht auf neun aufgestockt. Ob Bielefeld, wie sich so mancher erträumt hat, durch die Frauen-WM weltweit berühmt geworden wäre, das sei dahingestellt. Für die Region aber wäre es gut gewesen, hätte es doch gezeigt, dass Ostwestfalen an einem Strang ziehen kann, wenn es um etwas Wichtiges geht. Die Grundstimmung war positiv. Ostwestfalen = Idioten. Ohne eigene Schuld. Schade!

Nein. Nicht „die“ Ostwestfalen in toto sind Idioten. Sondern die, die sich hinstellen und lauthals „für diese Region“ Marketing machen, tönen und große Sprüche klopfen. Dietmar Hopp kauft eben nicht nur Fußballer für seinen Sinsheimer Dorfclub TSG Hoffenheim und dessen dünsthäutigen Ex-Schalker Trainer Rangnick sondern auch manchmal einzelne DFBler. Was sonst hat WM-Fußball in Sinsheim zu suchen, fernab jeglicher Traditionen? Armer Dr. Zwanziger, erst ihre Auftritte mit der „Perle der Uckermark“. Jetzt das….. Meinen Respekt haben Sie seit heute gänzlich verloren.

Metropole wird keine Frauenfußball-WM-Stadt

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Hans-Rudolf Holtkamp ist dennoch entspannt und optimistisch. „Wir haben einen guten Eindruck beim Organisationskomitee hinterlassen. Sie haben gesehen, dass in Bielefeld Stadt und Verein an einem Strang ziehen.“ Zweimal war das Komitee des DFB in Bielefeld, um sich ein Bild zu machen von Stadion und Stadt. Die Bilanz fiel beide Mal positiv aus. „Außerdem haben wir in Bielefeld schon bewiesen, dass wir große Veranstaltungen stemmen können“, sagt Holtkamp. Der oberste Stadtwerber verspricht sich von dem Ereignis internationales Renommee für Bielefeld. Das sagte unser Oberstadtmarketer vor der Vergabe der Spielorte heute in Anwesenheit der Perle der Uckermark Dr. Angela M. Doch es kam ganz anders:

Leverkusen, Bochum (lacht nicht über die kleine graue Stadt), Sinsheim (ja, lacht nicht. Das Stadion ist grad erst im Bau. Ungefähr 50 Hopp-Millionen richten es), Augsburg (lacht nicht, der Bau ist noch nicht mal begonnen), Dresden (lacht nicht, der Bau ist noch nicht einmal begonnen), Frankfurt, Berlin,Mönchengladbach, Wolfsburg (lacht nicht, da stecken die Millionen des komischen Autobauers drin) heißen die Spielorte. Bielefeld und Magdeburg gingen leer aus.

Da verkneif ich mir jetzt mal einen Kommentar. Aber so wirklichkeitsfremd wie offenbar der Oberstadtmarketer agiert, so wird diese immerhin zwölftgrößte deutsche Stadt eben wahrgenommen. Sinsheim, Bochum, Leverkusen und Wolfsburg haben da einen ganz anderen Stellenwert. Und Bielefeld spart 2 Millionen. Euro. In gewisser Weise ist es aber auch eine Imageniederlage der Arm. BI, die so viel Kohle in den Ausbau des Stadions gesteckt hat.

Westfälische Omma

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Hätte ich eine ostwestfälische Oma (Hatte keine) würde sie sich an den Kopf greifen und unter stetigem Schütteln ungefähr so sagen: „Chea, bei den Wetta chehse auffn Bottanischen Chatten fotochrafieren?“. So ungefähr. Die entsprechende Kamera vorausgesetzt, macht das sogar Spaß. Jetzt bin ich m al gespannt, wie reale westfälische Omas mein Ostwestfälisch zurechtrücken. Können aber auch junge Omas sein oder sogar Nochnichtomas.

Auch Bielefeld bei „cross border leasing“ lustig dabei

In Bielefeld finanzierte die Stadtwerke-Tochter Mobiel 1997 den Kauf von 30 Stadtbahnwagen mit Hilfe einer „US-Bankengruppe“, deren Namen die Stadtwerke verschweigen. In einer zweiten Tranche folgten weitere 34 Wagen. „Die Geschäfte befinden sich in der Endphase der Vertragslaufzeiten. Für einen Teil der Fahrzeuge wurde die Kündigung der Verträge bereits Ende 2007 eingeleitet“, heißt es. Diese Fahrzeuge würden 2010/11 durch neue Stadtbahnwagen ersetzt. „Auf der Basis eines ausgeprägten Risiko-Controllings unter Einbeziehung externer Kompetenz sehen wir aktuell kein Risiko.“ Eine Versicherung haben die Stadtwerke nicht abgeschlossen.

Gucken wir uns das mal genauer an. In der öffentlichen Märchenversion ist Cross Border Leasing (CBL) folgendes: Städte verkaufen für mindestens 30 Jahre ihre wertvolle Infrastruktur wie Kanalisationen, Schienennetze, Wasserwerke, Müllverbrennungsanlagen, Messehallen, Straßenbahnen u. ä. an US-amerikanische Investoren und mieten die Anlagen zurück. Die Investoren erhalten in den USA für diese staatlich geförderte Auslandsinvestition 30 Jahre lang einen Steuervorteil. Die Städte bekommen dafür am ersten Tag eine bare Einmalzahlung (»Barwertvorteil«) in Höhe von vier bis fünf Prozent des Kaufpreises; mit diesem einfachen Trick können sie auf schwerelose Art ihre Verschuldung mindern.

Weil darin natürlich ein Risiko steckt, enthalten die Verträge weitsichtig folgende Regelung: Wenn die in den USA lizenzierten drei großen Ratingagenturen Standard&Poors, Moody’s oder Fitch die Investoren herabstufen, müssen die Städte umschulden und eine neue Bank suchen. Zu den einschlägigen Banken gehören vor allem europäische Banken wie vor allem die United Bank of Switzerland (UBS), Barclays, Dexia und deutsche Landesbanken, darunter am häufigsten die SachsenLB, die WestLB und die BayernLB, ebenso die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die in Mannheim, Bonn, Nürnberg und Düsseldorf den Treuhänder spielt. Mit diesen Banken wird teilweise schon seit vielen Monaten über einen Wechsel verhandelt. Dem muß allerdings auch immer der Investor zustimmen.

Na clickts? Mindestens KfW, SachsenLB, WestLB, BayernLB sind ja im Zuge des Hütchenspielens der supertaffen Nieten in Nadelstreifen im verein mit ihren Politiklakaien inn den Städtchen auf den Arsch gefallen. Mal sehen, wann in der Metropole mit den grandiosen Weisen in Rathaus und Stadtwerken Eselskarren Straßenbahnwagen ersetzen. Da es zum Zeitpunkt der Neuanschaffung der Wägelchen garantiert kein „cross border leasing“ mehr gibt, werden wohl „Volksanleihen“ und „Sparrencent“ dafür herhalten müssen.

Katzenstreu macht Autobahn zu

Heute Morgen auf der Autobahn 2 in Höhe Bielefeld-Sennestadt: Gegen 6.50 Uhr fuhr ein Lkw auf ein umherschleuderndes Auto auf. Der 55-jährige Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Der Verkehr in Richtung Dortmund staute sich zwischenzeitlich auf zehn Kilometern Länge.

Der Lkw war kurz nach der Auffahrt Sennestadt nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der eingeklemmte Fahrer musste durch Rettungskräfte aus seinem Führerhaus befreit werden. Die in dem Laster geladene Katzenstreu musste nach dem Unfall komplett umgeladen werden. Die Staus reichten bis in die Mittagsstunden. Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 80.000 Euro geschätzt.

Lampe geht ein Lichtlein auf

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Der Mann von der Oetkerschen Lampe-Bank am Alten Markt zu Bielefeld hatte im Gespräch auf den News-Ticker der Bank hingewiesen. Der sei derzeit „extrem hoch frenquentiert“. Ansonsten sei er leider „auch ziemlich verzweifelt und ratlos“. Aber deshalb seine Depots auf eine Deutsche Bank am Waldesrand der Metropole umschichten? Wo sie ungeschützt und jederzeit Ackermännisch zugreifbar auf einen Verhau von undurchsichtigen Tannen lugen? Niemals. Dann lieber unters ostwestfälische Kopfkissen. Cayman ist momentan nämlich auch keine Lösung.

Das ist die Lampesche News-Meldung übrigens. Da geht einem ja nicht nur eine Lampe sondern ein ganzes Licht auf. Wenn auch ein schummriges:

Nach dem Ausverkauf an den Börsen ist jetzt wohl Sicherheit gefragt!

Was für ein Wochenstart! Der 29. September 2008 wird als „schwarzer Montag“ in die Börsengeschichte eingehen. Nach dem überraschenden Scheitern des 700 Milliarden Dollar-Rettungspakets für die US-Finanzbranche sind die Aktienmärkte regelrecht eingebrochen. Der Dow Jones verbuchte zumindest absolut betrachtet den größten Kurssturz, den es jemals gab. Und in Europa wird es heute wohl auch weiter bergab gehen, nachdem schon gestern vor allem die Banken die Indizes nach unten gezogen hatten.

Szurbrüggen

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Schon mal die neuen Radiospots des selbsternannten „Möbel-Riesen“ Zurbrüggen gehört und darüber nachgedacht, warum der Kerl so lispelt? Vielleicht liegt schon Szneee an der Herforder Sztrasze und man kommt nicht in die Bude rein. Dasz wär ein Grund.

Auaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh

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Bitte mal auf der Zunge zergehen lassen:

„Stellst du dich oben auf den Teuto,
drehst im Kreis dich herum,
blickst du vom Nordkap bis nach Feuerland
und OWL liegt mittendrin“.

Dazu die Musik „Ist denn der alte Holzmichl tot?“………. Dabei hat OWl genau auf diese Hymne gewartet. War ja auch eine schlimme Zeit ohne. Der Bünder/Lemgoer Volker Radmann und Frank Justus von der Combo „Triad Elements“ haben uns dieses Kleinod deutschen, ja germanischen Musikschaffens geschenkt. Was ist da noch die Bayern-Hymne dagegen? Wenn zukünftig die Clubs aus den germanischen Stammländern bei Arm BI. und SC Paderborn zu dieser Hymne die Punkte abräumen, wissen wir, was die Stunde geschlagen hat. Provinz. Du bist so herrlich, wenn du singst.

Zuviel im Kreis drehen macht dumm und läßt immer nur den Blick auf sich selbst zu.

Naives Westfalen-Blatt

Mit Beschwichtigungen ist das so eine Sache. Natürlich ist in der Krise keinem geholfen, wenn die Fachleute stets nur die schlimmsten Aussichten an die Wand malen. Weil ringsum alle Beteiligten sich darauf einstellen, treten die Folgen dann um so leichter ein. Mit den Beschwichtigungen ist das aber auch deshalb so eine Sache, weil sie nur begrenzt glaubhaft sind. Wie oft schon wurde in der jetzigen Finanzkrise betont, dass der Höhepunkt überstanden sei und dass Deutschland weitgehend verschont bleibe. Schon gar nicht werde der Verbraucher unter der Krise leiden. Aber die Krise zieht trotzdem noch größere Kreise. Und der Verbraucher ist schon deshalb betroffen, weil er als Steuerzahler für die Subventionen des Staates zu Gunsten von IKB und KfW nun für die Milliarden-Bürgschaften zur Stützung der Hypo Real Estate geradestehen muss. Gern tröstet man sich, dass Bürgschaften nicht gleich kassenwirksam werden. Doch eine solche Beschwichtigung trägt nur so lange, bis das Loch in der Bankenkasse mit echten Scheinen aufgefüllt werden muss. Leider kann keiner versprechen, dass die Zeit der Hiobsbotschaften schon zu Ende ist. Einzig die Art, wie die Regierung diesmal im Verein mit den privaten Banken den Problemfall Hypo Real Estate angegangen ist, stiftet ein bisschen Vertrauen. Auf die Wahrheit über das ganze Ausmaß der Krise müssen wir noch warten.

Liebes Westfalen-Blatt. Möchtest Du uns weissmachen, auch nur ein einziger Politiker erzählte uns auch nur einen Bruchteil der Wahrheit? Grad der Bufinami Peer S. – einer der begnadetsten, die je diesen Stuhl drückten – hat sich doch in den letzten Monaten x-mal widersprochen, gelogen, getrickst, rumgehampelt.

Die Tonne zum reinkloppen

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Wir haben es geahnt. Es kündigte sich an. Das epochale Ereignis beginnt heute. Dann kloppen wir doch mal in die Tonne: Weltweite Gaunerbanken, Erwin Huber, Jürgen Klinsmann. Das Wetter. Singlehaushalte werden sich freuen. Halbe Tonnengröße. Gleicher Preis. 30. September 2008. Ab heute wird die Welt nicht mehr so sein wie gestern noch.

Gemeinden wollen Google-Wagen rauswerfen. Und hier?

Grad auf dpa gelesen:

Aufstand gegen Google: Die Gemeinde Molfsee bei Kiel will laut einem Zeitungsbericht dem Unternehmen Fotoaufnahmen auf ihren Straßen untersagen. Die sollten eigentlich für die virtuelle Rundfahrt Street View abgelichtet werden, die Google demnächst auch in Deutschland anbieten will. Für den Internet-Konzern ist das ein attraktiver neuer Dienst, Datenschützer warnen hingegen vor den neugierigen Kameras. Deshalb wollen nun auch andere Gemeinden Google aussperren.

Hier fahren die Karren des Datenkraken ja auch durch die Straßen und filmen, was das Zeug hält,. Es wird wirklich Zeit, dem amerikanischen Schwachsinnsunternehmen mal ebenso zu zeigen, wo der Hammer hängt wie den Hütchenspielern in den Banken und ihren wohlfeilen Staatslakeien, die frisches Spielgeld der Steuerzahler nachschieben.

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde. … Auch in Bielefeld

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Eigentlich hatte ich vor, heute Morgen nur ein paar Aufnahmen im neugestalteten – und endlich mal vom Unkraut befreiten – Skulturenpark hinter der Kunsthalle zu machen. Dafür ist der frühe Morgen gut, an dem Rathauschef David noch nach dem neuesten Schuldenwurm angelt (Na, was habt Ihr an der Allgemeinheit gehörendem Gut an die US-Heuschrecken verleast und zurückgekauft und müßt nun nachlegen, weil deren „moderne “ Finanzinstrumente kläglich der Gier zum Opfer gefallen sind?).

Auf der Bank hinter der Kunsthalle sitzt eine kleine Gestalt. In städtisches Politessenblau gewandet, das Sparrensymbol der Obrigkeit („Hi Pudding allwege“) auf dem Ärmel und boebachtet den Parkplatz an der Stätte des Geistes und der Kunst. Denkste, dachte ich mir und befolgte einen Rat der schöneren und besseren Hälfte („Folge Deinem Unterbewußtsein“), indem ich 50 Cent in den Parkautomaten warf und das Schildken hinter der Scheibe des Maybach plazierte. Wir werden noch sehen, warum das Unterbewußtsein mich gesteuert hat.

Weiter ging der Weg in den Skulpturenpark. Die Weltmetropole, der am Nebelswall grade frisches Bitburger angeliefert wurde, spiegelte sich fast überirdisch schön im neuen Wasserbecken der Halle der Künste.

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Der Blick gewinnt Raum, färbt sich in Sepia, nicht ohne den Nebelswall bis hinauf zur Sparrenburg einen kleinen Moment in historische Farbe zu tauchen. So muß es am Rats ausgesehen haben, als die Stadt noch mit Leinen viel Geld verdiente und das Wort „Schulden“ nicht kannte.

Der Wunsch, den Helene Franz an Yoko Onos „Wunschbaum“ vor der Kunsthalle gehängt hat, wird sich wohl nicht erfüllen, solange die Politik – nicht nur im Biotop unter der Sparrenburg aus ziemlich vielen unfähigen Menschen gespeist wird……

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Die kleine Gestalt im städtischen Blau mit dem Sparren auf dem Ärmel kam vom Parkplatz hinter der Kunsthalle und entfernte sich Richtung Nebelswall. Herr, laß Hirn auf diese Stadt regnen. Vor allem am Niederwall. Die Frau hatte tatsächlich 15 Minuten regungslos auf der Parkbank mit Blick auf den geparkten Maybach gewartet. Eilig schritt sie von dannen. Das angeblich leere Stadtsäckel aufzufüllen, war ihr in dieser frühen Stunde noch nicht gelungen. Aber einen vernichtenden Blick darf man städtischen Bediensteten ja hinterherwerfen, oder?

Insofern hatte die bessere und schönere Hälfte Recht behalten. „Folge Deinem Unterbewußtsein“.

Junioraußenminister Frank-W. S. blamiert sich im TV

Das grausamste Ergebnis bis jetzt lieferte der menschenverachtende Steinmeier. So wie er mit Kurnatz umgegangen ist und so tief, wie er Deutschland in diverse Angriffskriege verwickelt hat, hat er heute seine persönliche und politische Dummheit veröffentlicht. Er glaubt wirklich, das die SPD Verluste in Bayern ein Sieg sind.

Das ist so etwas von vollständig blöde, wie es bisher nur Franz Müntefering hinbekommen hat. Die Menschen in Deutschland wollen eine neoliberale SPD nicht haben. Sie wollen keinen Frank-Walter Steinmeier, der deutsche Bürger in Guantanamo verrecken lässt. Steinmeier und Müntefering haben diese Wahl in Bayern vergeigt und sie werden jede Wahl verlieren zu der sie sich stellen müssen. Arschloch und Verräter will niemand. Funktionär und gekaufte Pfeife auch nicht.

Es ist die SPD die diese Wahl zu Recht verloren hat. Es hat auch keinen Sinn an die SPD zu appellieren. Die sind viel zu weit von den Menschen entfernt um überhaupt noch etwas zu merken.

Das lesen wir auf dem Blog „Duckhome“ zum Auftritt unserer ostwestfälisch-lippischen Geistesgröße und SPD-Hoffnung für den Kanzlerstuhl nach der Bayernwahl. Ich habe es auch gesehen und mir verwundert die Augen gerieben. Warum kopiert dieser Mensch in Duktus und Stimme ständig seinen Exchef und Mentor GAZgerd Schröder? Vielleicht ist er aber auch nur ein lippischer Klon. Soll es in dieser Gegend neben Spökenkiekern auch geben.

Reinhard hat fertig

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Klar, Reinhard, es hat schon lange gedauert und man sah das Licht in Deinem Gehöfte häufig nachts brennen, wenn Du diktiertest und auf Konzernpapier ausdrucken liessest, die Stellen, in denen es um das tausendjährige Reich und die Verstrickung Eures Imperiums ging, sorgfältig ausstrichst und schwärztest. Vergeben. Vergessen. Die NW widmet Dir ja heute nicht nur einen Platz auf dem CSU-Titel sondern eine fast ganze Seite. Schreibt ja nicht jeder ein Buch. Verlegt ja auch nicht jeder selbst gedruckte Bücher. Verwandelt ja auch nicht jeder Steuerwasser mittels einer Stiftung in Wein. Kauft sich ja auch nicht jeder nahezu alle Politiker der Republik und macht willfährige „Wissenschaftler“ zu devoten Mietmäulern. Am schönsten fand ich im großen Abdruckdiener des lokalen Käseblättchens den Satz „…Während sich unser Sohn Christoph durch große Eigenständigkeit auszeichnet….“. Wieviele hunderte Millionen macht nochmal sein Lycos an Minus seit Jahren? Von all den anderen Bigotterieren um Liz usw. wollen wir hier mal schweigen.

Wenn alte Männer sich ausheulen, sollten sie es ohne Buch tun. Schon schlimm genug, wenn die Kanzlermimin in Kürze „das Buch verschlungen hat“ und der jetzige Präsident des Bundesverfassunsgerichtes in die Dienste Eurer Stiftung tritt. Er hat es ja bereits wunderschön formuliert, um was es in der Gütersloher Welt der Bigotterie, Traktatdruckerei, langer Verleugnung eines gewissen Reiches wirklich geht: eigene Macht mehren, nur die eigene Meinung zulassen. Alles andere zerstören. Sozusagen „Hartz 4 für alle Erfolglosen und die, die uns nicht anschließen wollen, können“:

„Der Staat kann nicht alles richten“, sagte er. „Der Staat kann sich nicht zum Vollversicherer für alle privaten und gesellschaftlichen Risiken entwickeln. Wir müssen die Selbstverantwortung stärken.“ Wenn der Staat immer mehr Aufgaben an sich ziehe, diese aber mangels finanzieller Mittel nicht zufriedenstellend erledigen könne, „schwindet noch mehr Vertrauen in die Demokratie“.

Deutschlands oberster Richter forderte eine umfassende Übertragung von Staatsaufgaben in private Hände: „Die Frage, was genauso gut von gesellschaftlichen Einrichtungen übernommen werden kann, stellt sich in vielen Bereichen. Wir müssen die Zivilgesellschaft stärken. Damit meine ich etwa Familien, karitative Einrichtungen, Sozialverbände, Bürgerstiftungen.“ Zu den Aufgaben, die nicht zwingend vom Staat übernommen werden müssten, zählte Papier beispielsweise die Kinderbetreuung oder die Pflege älterer Menschen.

Sagt der Träger des Bundesverdienstkreuzes, Papier. Nur richtig blöd und doof, wenn man in die USA schaut, wo der blöde unfähige Staaat grad blöden, gierigen, charakterlosen Bankern Milliarden in das Maul wirft, damit sie weiterzocken können.

Ersparen Sie mir den Vergleich mit Bertelsmann, lieber Reinhard. Sie können jetzt Ihre Hecken wieder schneiden lassen. Da sehen Sie auch schneller, wenn Liz anrollt und neue Weisungen abholt. Schließlich muß der Mohn am Hindukusch ja mit deutschen Soldaten gesichert werden. Und wer ist besser dazu geeignet, eine Bundeswehr halb zu verstaatlichen als Euer „arvato“. Der Staat kann ja schließlich nicht alles machen. Doch. Kann er und muß er. Weil der Neoliberalismus und der Kapitalismus Eurer Prägung mal wieder mal an die Wand gefahren ist.

Bayern befreien sich aus lebenslanger CSU-Geiselhaft

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Da ich mit „Gottes eigenem Land“ eine gewisse und nicht immer sehr erfreuliche längere Zeit meines Lebens verbinde, komme ich nicht umhin, mich nicht nur klammheimlich sondern offen zu freuen und die doofen Rattengesichter der Becksteins und Hubers anzuschauen. Wie Bayern München nach dem 0:1 in Hannover :-))

Auf gehts. Gsuffa.

Unsinn auf Rädern. Von NW gefeiert

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Da baut die bayerische Vierringe-Schmiede ihrem häßlichen Audi Kuh 7 einen 500 PS-Zwölfzylinder-Diesel hinter den perversen Grill und was macht das etwas größere unserer lokalen Blättchen? Jubelt in seiner Autobeilage, was das Zeug hält. Der Motorredaktor hat das Ding „schon mal probegefahren“. Wahrscheinlich im 6. Gang mit 10 km/h am Kamener Kreuz auf der Querspange nach Frankfurt. Mannomann, gegen das Ding ist ja der Maybach gradezu zierlich, wenn auch ebenso nicht mehr zeitgemäß. Darüber liest man aber bei der NW wenig, auch wenn der Autor am Ende seiner Probefahrt abschwächt: „Sinn und Unsinn stehen hier nicht nur Diskussion….“ Doch, stehen sie. Wie wir grade eben gelernt haben, richtet es „der Markt“ leider nicht, weil der Verstand aussetzt. Ein paar Bielefelder Blondies werden die überdimensionale bayerische Gucci-Tasche „im trendigen Weiß“ demnächst sicher an den Gehrenberg stellen und ihre Kinderchen mit Sweeties „vom Schortscho Amanni“ behängen. Auah.

Stiftsmarkt und „Handmade“

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Die schönere und bessere Hälfte zog es bis in Bielefelds Ortsteil unterm Eisenbahnviadukt mit Obersee, Schildesche. „Stiftsmarkt“ ist angesagt an diesem Wochenende. Mehr Un-als mögliches gabs auf dem Flohmarkt zu sehen. Offensichtlich sind doch noch nicht alle Schildescher Keller und Dachböden bei ebay gelandet. Die Freunde „boarischer Gaudi“ kommen übrigens heute Abend bei „Bayrischer Music Power“ auf ihre Kosten. Beckstein wird allerdings nicht dirigieren. Die “Abrocker” taten das allerdings schon gestern Abend mit der Band Micream.

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Dann noch ein Trip in die Stadthalle, wo sich rechtzeitig zum Start in die Bastelsaison zahlreiche Aussteller aus dem Hobby- und Bastelsektor mit aktuellen Kreativ-Trends auf der „handmade“ präsentieren . Besonders umfangreich ist der Bereich der Mode und Accessoires mit individuellen Kreationen vertreten, die man meist vergeblich sucht. Wer mag, kann auch am morgigen Sonntag noch in die Stadthalle schlendern.

Ein Tag. Kurz vorm Ideal.

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Jeder Versuch, den Herbsthimmel heute über Bielefeld zu malen, würde am Original scheitern. Überhaupt ein schöner Tag. Da Arm. BI heute nicht spielt, können sie auch nicht verlieren. In „Gottes eigenem Land“ rüsten sie sich für die Bayernwahl. In „Gottes einzigem Land“ USA lieferten sich Obama und McCain ein wertloses TV-Duell. Die Bankenkrise, die der Steuerzahler bezahlen soll, ist noch nicht ausgestanden, kann aber am Wochenende eher wenig anrichten. Wenn da nicht privat ein ausgebissener Zahn wäre – ein idealer Tag. Nächste Woche sehen wir weiter.

Ab 1. Januar 09 auch hier: Einheitsblödsinnskrankenkassenbeitrag

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Diese Abbildung einer Tabelle der kommenden Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge in der Region ist mit völliger Absicht unscharf und grobkörnig. Ich möchte den Lesern einfach ersparen, genau sehen zu können, was sie dank der grandiosen-stümperhaften „Reform der Krankenkassen“ und dem kommenden Einheitsbeitrag bezahlen müssen. Auch hier bei uns trifft es praktisch jeden Versicherten. Und zwar nicht weniger sondern mehr. Vor allem die Betriebskrankenkassen von Oetker, GildemeisterSeidensticker und Bertelsmann mit ihren bisher eher moderaten Beitragssätzen müssen heftig draufsatteln.

Inzwischen dürfte jeder Versicherte in Deutschland verstanden haben, dass die Einführung des Gesundheitsfonds, das größte sozialpolitische Experiment der vergangenen Jahrzehnte, vor allem eines bedeutet: mehr Kosten. Schon vor seinem Start steckt der Fonds in finanziellen Nöten. Die Mehrausgaben für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel summieren sich nach Expertenschätzungen auf 15 Milliarden Euro. Im Abschwungjahr 2009 sinken zusätzlich die Beitragseinnahmen. Der Staat wird vier Milliarden Euro beischießen. Doch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ficht all das nicht an. Sie folgt unerbittlich ihrem Lieblingsprojekt und der politischen Logik der Stimmenmaximierung. Vor der Bundestagswahl soll der Beitragssatz auf jeden Fall unter der magischen Grenze von 16 Prozent bleiben. Durch die Entlastung beim Arbeitslosenversicherungsbeitrag kann die große Koalition so vielleicht sogar die Sozialabgabenquote unter 40 Prozent halten. Ein Taschenspielertrick. Denn Schmidt weiß, dass die Beitragshöhe nicht ausreicht, um die Kosten zu decken. Die Folge: Die Kassen verlangen ihren Versicherten den Zusatzbeitrag ab. Eine kranke Entwicklung. So bleibt das Urteil des Sachverständigen – rats von 2006 hochaktuell: „Der Gesundheitsfonds ist eine Missgeburt.

Diesem Kommentar der ansonsten recht Regierungsfreundlichen Rheinischen Post/Düsseldorf ist nichts hinzuzufügen.

Hopp und kein Ende. Darf der das?

Hopp hat gegen keine Regularien verstoßen, und man darf ihm zugutehalten, dass er sein Geld schlauer hat ausgeben lassen als viele andere. Die Mannschaft von Cheftrainer Ralf Rangnick spielt Fußball, wie man ihn gerne sieht, und in der Region wird er bestens angenommen. Aber all das macht die Anwesenheit Hoffenheims nicht zu einem Projekt im Dienste der Menschheit oder zu einem, das dem Besten des Fußballs dient.

Es sorgt dafür, dass die Menschen im Rhein-Neckar-Gebiet Bundesliga-Fußball schauen dürfen und dafür in der Lausitz oder in Ostwestfalen bald nicht mehr. Und es dient Dietmar Hopp, der sich den Traum erfüllen kann, wie ihn wohl jeder Fußballfan hat: den eigenen Club erfolgreich zu machen. Dazu darf man ihn beglückwünschen, applaudieren muss man ihm aber nicht.

Das lesen wir auf SPIEGEL online zum Thema „Hoffenheim und der Milliardensponsor“. Es ist generell schwierig, mit Mllionenschweren Spritzen aufgepushte Clubs gut zu finden. Siehe FC Chelsea, wo ein Oligarch Kohle versenkt, von der man nicht einmal genau weiß, wo sie entstanden ist und wirklich herkommt. Hier in unserer Gegend sind die potentiellen Sponsoren eher weniger auf Fubabuli gut zu sprechen. Sie profitieren dann lieber von dem bißchen Imagegewinn, das Arm. Bielefeld – so einigermaßen erfolgreich – der Region und ihnen bringt. Kaviarschnittchen auf der neuen halbleeren haupttribüne im VIP-Bereich sind halt chic, wenn einer der Topclubs da ist und Punkte abholt. Und um noch etwas drauf zu setzen: Einen „Dietmar Hopp“ hätten wir hier durchaus auch. Er heißt Reinhard Mohn. Ist aber vom Fußballsponsern so weit entfernt, wie Arm. Bielefeld von der Champions League. Er steckt „sein“ Geld – ermöglicht durch eine gemeinnützige Stiftung – lieber in die extrem defizitäre Firma Lycos seines Sohnes. Der muß ja auch was zu tun haben. In seinem Alter. Da hatte Dietmar Hopp schon fast seine erste Milliarde. Und die Mannheimer Adler-Eishockeyer eine veritable Eissportthalle. Durch ihn.

Achtung: Bitte keine Abschiedsbriefe schreiben und wegfliegen wollen….

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Um einfach mal ein klein wenig dem idiotischen medialen paranoiden Hype dieser Stunden und Tage zu entgehen, den Hund geschnappt, einen Abschiedsbrief geschrieben („Hallo Wolfgang „Rolli“ S., Konspiration auf der Hünenburg“) und Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Da der Hund keine Lust auf Hollandse Matjes hatte, fuhren wir zu „Peter auf´m Berg“, wo ein Schild bereits des morgigen Großereignisses „Boeckstiegel-Lauf“ kündete.

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Steil gehts hier hinauf Richtung Hünenburg oberhalb der Metropole, wo lichte Buchenwälder grüßen und so mancher Buchenstamm von Woche zu Woche mehr und mehr von seinen mindestens 150 Jahresringen zeigt.

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Die Vermessung der Welt muß hier ihren Anfang genommen haben. Ein Jogger behagte dem Hund nicht, ein jüngeres Ehepaar schob einen Kinderwagen den steilen Weg hinauf (Kinderwagen? Sicher Tarnung, da ist eine Bombe drin….), zwei alte Damen tasten sich stockernd den Weg hoch. Ein BKA-Beamten jagte langsam mit letzter Kraft auf dem Mountainbike gen Nebelgrenze…

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Ein roter Hubschrauber umkreiste uns immer und immer wieder. Ob Wolfgang „Rolli“ S. im piefigen Berlin schon Nachricht von uns hatte? Schließlich hatte ich einen Abschiedsbrief geschrieben und den Hund mit der Pfote signieren lassen und außerdem ein Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Der Verdacht, den ich hegte, verdichtete sich oben auf der Hünenburg. Lauschantennen der Teledumm sendeten die Nachricht unserer Ankunft alsbald nach Berlin ins Reichsministerium des Inneren (Sta si 2.0).

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Hier oben auf der Höhe der vorgermanischen Schutzburg (Hünenburg) suchten wir kurz Schutz vor der sengenden Höhensonne im Unterstand, der dem Untergang über Bielefeld bereits preisgegeben ist. Nicht, ohne ein garstig Lied mit begleitendem Gebell gen der Berliner Idiotia zu schicken.

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Die Antennen lauschten weiter. der Hubschrauber schraubte sich tiefer, kreiste…. Hatte Wolfgang „Rolli“ S. Wind bekommen? Schließlich sieht der Bundesanwalt keinen Grund, uns festzuhalten. Trotz Abschiedsbrief und Flugticket nach Amsterdam.

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Wieder zuhause angekommen, erwartete uns „Königs Kuchen“, ein Zwiebelkuchen

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aus jenem alten, grasgrünverkachelten Bielefelder Feinkosthaus. Die schöne und bessere Hälfte hatte dafür länger anstehen müssen, weil Frau Direktor XXsens Wochenendbrot Scheibe um Scheibe einzeln abgeschnitten und verpackt wurde. Schließlich möchte man in Direktorenkreisen seinen Geiz hegen und pflegen, der jetzt allerdings durch Fannie Maes und Merrylls Gelynche überseeisch erheblich gefährdet ist. Wohin jetzt mit all dem schwarzen Geld?

Ich weiß. Das ist alles Blödsinn. Trotz Abschiedsbrief und KLM-Flugticket nach Amsterdam. Der rote Hubschrauber flog dann davon, Richtung Windelsbleiche. Die Metropole hat ja auch einen Airport. Man sollte weniger über all diesen Scheiß nachdenken und vor allem lesen. Die Paranoiker, Kaffeesatzleser und Kassandras haben ohnehin die Macht übernommen. Dabei passiert doch in diesem unserem Lande ohnehin niemand etwas, der einen Ankunftsbrief schreibt, Handgranaten im Gepäck hat und über Köln-Bonn einfliegt. Umgekehrt ists gefährlich. Gell Wolfgang „Rolli“ S.? So lange wir von Bekloppten und Halbirren regiert werden, passiert wirklich nichts. Wie auf jedem Friedhof.

Arm. Bielefeld auf Gegnersuche?

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26. September 2008. 9:26:03 Uhr. Die Frisur hält. Melanchthon-Straße. Bielefeld. Webcam der AlmSchücoArena. Die Scheiben der „Skyoffices“ sind so verhangen wie der Blick auf die ersten 4 Tabellenplätze der Fubabuli. Da die Almbuben in Hessen weilen und erst am Sonntag bei Eintracht Frankfurt in den Kampf um die Europacup-Plätze eingreifen werden, können sie es nicht sein, die Nebelkerzen geworfen haben. Vielleicht probieren die Assistenztrainer aber auch nur eine neue Taktik aus, die bei Rückstand im eigenen Stadion helfen soll?

Werbung wirkt

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Auf der Eckendorfer stadtauswärts. Vor mir ein Passat mit einer jungen Frau am Steuer und drei kleineren Kindern im Fond. Kaum war dieses Plakat erreicht, gingen die Blicke nach rechts, die Kinder wurden hektisch. Panisch bremste die Frau, setzte in letzter Sekunde den Blinker und bog in den Parkplatz des amerikanischen Bulettenbraters ein. Geschafft. Werbung wirkt.

Nur ein böser Traum?

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Diese Meldung, die gestern über die Ticker kam und heute in der NW steht und auch kommentiert wird, bescherte mir einen seltsamen Traum. Ich stand vor dem Reichstag. Aus dem Gebäude, dessen Portal die Inschrift „Dem deutschen Volke“ ziert, strömten über 600 Männer und Frauen. Jeder hatte einen Kapuzenpullover an, wie ihn Rapper gerne tragen. Vorne auf der Brust prankten Buchstaben: „V“, „L“, „B“, „K“, „H“. Als Letzter kam der Bundestagspräsident, ein gewisser Dr. Norbert Lammert. Ich fragte ihn, was das zu bedeuten habe. Langsam und gequält hob er den Kopf und dozierte mit brüchiger Stimme: „V steht für Versager. L für Lügner. B für Betrüger, K für käuflich, H für Hinterbänkler“. Auf die Frage, warum das so sei, zuckte er resigniert die Schultern und meinte im Davonschlurfen: „Das hat uns das deutsche Volk eingebrockt als Antwort auf unsere phantastische Idee, Steuersünder mit dem Entzug des Führerscheins, Ehebrecher mit dem Abhacken des Schniedel, Kinderschänder mit dem Ersäufen, Diebe mit dem Verlust des rechten Fußes zu bestrafen. Wo kommen wir hin, wenn jetzt plötzlich das Volk in Deutschland entscheidet?“. Dann war er weg.

Im Raum blieb die Frage, ob wir im Reichstag nur noch Menschen ohne Verstand sitzen haben und die Politik noch mehr am Ende ist, als wir allgemein annehmen. Ich habe als juristischer Laie mal gelernt, das Strafen im Zusammenhang mit der Tat stehen müssen, sollen sie Sinn machen.