Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

Themen anzeigen:

August 2008
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
22
Aug '08

Da schleuderte Peer Hochstirn richtig was raus was ihm nicht gehört

Das darf doch nicht wahr sein! Da werden erst zehn Milliarden Euro in die nach Spekulationsgeschäften eigentlich schon insolvente IKB-Bank gepumpt. Und dann verschleudert die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau das Institut für läppische 100 Millionen Euro. Man mag ja seit Hilmar Kopper nicht mehr von »Peanuts« reden. Aber in diesem Zusammenhang ist der Begriff tatsächlich angebracht, zumal die Bundesregierung weitere 600
Millionen Euro an Kreditrisiken absichert - aus Steuerzahlergeld, versteht sich. Die Geschichte vom Niedergang der IKB und den sich anschließenden
Rettungsversuchen ist eine Mischung von Horrormeldungen und Ammenmärchen. Der Gipfel wäre allerdings erreicht, wenn tatsächlich stimmte, dass der russische Investor Lebedew mehr als 600 Millionen Euro und damit sechs Mal so viel wie Lone Star geboten hat. In dem Fall wären personelle Konsequenzen nicht mehr zu umgehen. Die Mitverantwortung der Politik für das Bankensystem kann nicht bedeuten, dass erst wild spekuliert werden darf. Dass der Staat dann mit Steuerzahlergeld die Verluste glattstellt. Dass aber die Gewinne, allein dem privaten texanischen Fonds zugute kommen. Warum diese Eile beim Verkauf? Soll da etwas unter dem Teppich bleiben, was durch einen Untersuchungsausschuss vielleicht hervorgekehrt würde?

So weit sind wir schon, das das Regierungsrichtigfreundliche Westfalen-Blatt so stocksauer ist. Peer Steinbrück, die in NRW so total als Finanzminister und Minipräses gescheiterte Seeheimer SPD-Null hat jetzt so richtig einen rausgehauen. Fällt eigentlich niemand auf, das da einer am Werk ist, der zusammen mit dem Schweizer Obergauner Ackermann (”25% Rendite bei der DB” als Ziel) nur ein Ziel kennt: Diesen Staat so richtig gründlich fertig machen. Man sollte der schwafelnden Arroganznull Peer S. einen derartigen Fußtritt versetzen., das er bis an den Ural fliegt. Da kann ihn sein Lippisch-Seeheimer Freund GAZgerd aufsammeln und als Kontrolleur für die Ostseepipeline einsetzen. Wenn er dann am Hahn sitzt, der Deutschland die Energie abdreht, hat er endlich mal was gewonnen. Und zu dem Allen grinst die Datscheuse dümmlich und guckst sich im westfälischen Löhne eine Vorzeige-Grundschule an, von der gehobene Einkommen ihre Kids gezielt fernhalten. Na gut, von Wirtschaft, Bruttonetto und ALG II sowie Hartz 4 und ganz vielen anderen Dingen in diesem Lande hat sie ja keine Ahnung. Weltreisen kosten Zeit und entfernen einen vom Geschehen. Ach ja, wie sagte US-FED-Bank-Chief Bernanke doch heute?

Bernanke: Krise noch nicht ausgestanden.

Bernanke sieht Orkan auf Finanzmärkten
Die Kreditkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Die Folgen wirken sich weiterhin auf das Wachstum und die Arbeitslosigkeit aus.

Peer S. und Angela Dorothea M. haben in Deutschland den Schuß wohl noch nicht gehört…..

Bielefeld-Blog-Startseite

Irgendwie langweilig und häßlich dieses Bild auf der Startseite. (So schlimm ist es auch nicht, hier.)
Könnte Herr textexter dieses Bild evtl. mal ändern. :-)))

hochhaus.jpg

Z.B. mit diesen hier. DANKE

Schnellste Apotheke auf zwei Beinen

Hat zwar nichts mit der Metropole zu tun, aber dennoch die Frage in die Runde geworfen: Glaubt jemand hier, das der Jamaica-Schnelljogger Bolt ungedopt ist? Bei Karstadt-Feinkost sagte mir vorhin zwar eine ebenso junge wie doch ansehnliche Dame, das komme “von den jamaicanischen Süßkartoffeln”. Klar. Die Prinzessin Turandot hat Paul Potts auch nicht über die Klinge springen lassen. Zu schön singt er im Auftrag der Teledumm sein “Nessun dorma”. Ungedopt. Würde ihn gerne Bielefeld-Marketing empfehlen für das Singspiel “4 vom Teledumm-Hochhaus”.

Also? Ist der Jamaica-Jogger ebenso gedopt wie ein paar hundert Andere? So richtig trau ich den Plastikspielen der Partei in Kina nämlich nicht. Süßkartoffeln mag ich auch nicht, seit mir eine Lübecker Tante die - mit gar zierlichen Semmelbröseln bestreut - im zarten Alter von 5 Jahren als “Kartoffeln mit Marzipan” zu Kasselerbraten verkauft hat. Das vergißt man nicht. Niemals. Wer weiß, was aus meinen läppischen 10,8 über 100 noch geworden wäre.

Vincero! und schönes Wochenende. Nicht vergessen. Aminnia spielt im Berliner Olympiastadion und “second place is first loser”. Wie beim Jamaica-Jogger Bolt. Deshalb gewinnt er lieber. Mit Süßkartoffeldoping. Wir für unseren Teil haben heute Garnelen vom Grill an Knoblauchöl plus Ciabatta.

Sie tun es schon wieder!

Auf dem Jahnplatz werfen Bielefelder Bürger heute wieder bereitwillig Ihre Daten in ein aufgestelltes Auto:

einwurf.jpg

Brav auszufüllen:

tnkart2kl.gif

Soll hinterher keiner jammern, er hätte von alledem nichts gewusst:
kleingedr.gif

Gedanken beim Bulettenessen

bulettenessen.jpg

Eigentlich wollte ich es ja unter der Kategorie “Unerfreuliches im Einzelhandel” abhaken. Ablegen. Vergessen. Aber beim langsamen Kauen der Buletten kribbelte es doch. Die Story:

Tatort ein ALDI-Laden im tiefen Süden der Metropole. Es fehlte eine Kleinigkeit. Geführt wird die Butze von einem sehr jungen Filialleiter, der vor allem durch einen stets schmuddligen altweißen Kittel hervorsticht und die Fähigkeit, bestimmte Bestandteile des ohnehin nicht breiten Sortiments des Discounters aus Essen-Krey (TV-Comedian Atze kommt da weg) nicht vorrätig zu haben. An der Kasse zwei lange Schlangen. Kassiererin 1, groß, blond, Typ “Zicke” tönt über die gesenkten Köpfe der Abzukassierenden hinweg: “Ehh, also ich bin froh, das die Alte erstma in Urlaub ist. Die dicke Nuß ging mir eh so auf den Senkel”. Kassiererin 2, ein dunkel gefärbtes, meist naiv-tumbes Mädel breiten Ausmaßes, ruft über die Köpfe der immer noch Wartenden - wenn man ratscht, gehts Kassieren langsamer - unter gnädiger Entgegennahme eines devot hingestreckten Fuffzigers: “Boaeh, ich erst. Die hat mich ja gestern nochma voll angemacht, die Tusse”.

Durch Meetings ab und zu bei ALDi-Nord in Essen und Kennen der Filiale mit den Verhältnissen Vertrauter, weiß man, um welche Person es geht: Die stellvertretende Filialleiterin. Beim nachdenklichen Zerteilen der Buletten überlege ich mir, wie das wohl wäre, wenn wir in einem Meeting in Anwesenheit von Kaiser Theo so agieren würden…..

Ich habe mir erlaubt diese Story mit diesem Unternehmen zu verlinken. Obwohl mir bewußt ist, das Höflichkeit gegenüber dem Kaufenden im Einzelhandel ein eher rares Gut ist.

Gehirnjogging…..

Ab September bietet die Volkshochschule Bielefeld ein sechsteiliges Seminar zum Ganzheitlichen Gedächtnistraining für Kinder der 3. und 4. Grundschul- klassen an. Kinder entdecken Wissen und die Welt in jedem Alter auf ganz eigene Art. Sie suchen Herausforderungen. Sie brauchen aber auch Ruhe- pausen, damit das Erlernte und Erlebte verarbeitet werden kann. Beim ganzheitlichen Gedächtnistraining werden diese Erfordernisse einbezogen. In diesem Kurs sollen alle Sinne angesprochen und die Kinder ermutigt werden, eigene Lern- und Lösungsstrategien zu finden.

Im Kurs erfahren die Kinder außerdem, welchen Einfluss Ernährung, Bewegung und Entspannung auf ihre Merkfähigkeit und Konzentration haben. Spielerisch werden sie die Leistung des Gehirns durch ein ausgewähltes Übungsprogramm steigern. Dabei steht die Freude am Lernen im Vordergrund und auch das Lachen soll nicht zu kurz kommen.

Wieso habe ich beim Lesen dieser Pressemitteilung der Metropole immer Assoziationen zu dem hier? Wäre ja denkbar. Dazu noch ameriikanische Brause, italienische Haselnußcreme aus dem Glas (”Wie Kurany”) und mittägliche Fußwaschungen mit Lóreal, weil sie es sich wert sind. Ich plädiere für Bandenwerbung in den Schulhöfen. Studiengebühren haben wir ja schon.

Wasser genug?

owlregen.jpg

Ich bin mal gespannt, welche Geschichte zur nächsten Preiserhöhung uns die Energie- und Wasserversorger von der neoliberalen Front demnächst auftischen werden. Gefühlt haben wir hier in OWL jedenfalls wieder das, was uns auch angeblich auszeichnet: reichhaltige Niederschläge. Nach neuesten Forschungen über die sogenannte “Bielefeld-Verschwörung” sei es aber so, das die Dichte und Größe der Brunnenbetriebe hier das Wasser so schnell absauge und in Flaschen verpacke, das unterm Strich zu wenig für uns übrig bleibe. Wenn man an Verschwörungstheorien glaubt, ungefähr so wahr wie die Behauptung, Bielefeld gäbe es gar nicht. Dabei spüren, fühlen, schmecken wir das kleine irre Haufendorf unter der Burg doch jeden Tag. Vielleicht ist es aber auch nur eine Inkarnation schildaesken Ausmasses?

Mohnkuchen wird langsam verteilt

Johannes Mohn (58), der älteste Sohn von Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn (87), will das Gütersloher Familienunternehmen voraussichtlich Ende dieses Jahres verlassen. Derzeit werden die Ausstiegsformalitäten verhandelt. Der Blogger “Duckhome” ist ja bekannt für seine deftigen Beiträge. Jetzt hat er mal wieder ein Schmankerl aus unserer etwas erweiterten Heimat aufgegriffen, das sich mit dem Bertelsmann-Mohn im benachbarten Strassendorf Gütersloh befasst:

Jetzt beginnt der schon lange absehbare Kampf um die Nachfolge Reinhard Mohns. Christoph Mohn der Lycos Chef dürfte auch nicht in Frage kommen. Die besten Chancen hat zur Zeit Brigitte Mohn, wobei es aber auch möglich ist, das die 67 jährige Liz Mohn das Unternehmen noch eine Zeitlang selber führen will. An der Haltung des Unternehmens und der Familie, Deutschland und die Menschen in Deutschland als ihren Privatbesitz zu betrachten, wird dies nichts ändern. Brigitte Mohn steht keinesfalls für eine gemässigtere Linie. Ob sie fähiger ist als ihr Bruder Christoph, muss sie erst noch beweisen, allerdings dürfte es auch nur wenige Leute geben die unfähiger als Christoph Mohn sind.

Wie schreit da schon wieder die spitzeste Zunge Ostwestfalens aus dem Off? “Die Ratten verlassen das sinkende arvato-Schiff”. Zunge, kannste nicht mal aufhören, zu lästern?

Nichts Gutes aus Bielefeld

In Deutschland wächst die Angst vor einem neuen Kalten Krieg zwischen Russland und dem Westen: Die Hälfte der Teilnehmer (50 Prozent) einer Infratest dimap-Umfrage für das ARD-”Morgenmagazin” macht sich deshalb sehr große oder große Sorgen, meldete der Sender am Freitag. 37 Prozent der Befragten haben demnach haben wenig, 11 Prozent gar keine Befürchtungen, dass es zu einem neuen Kalten Krieg kommen könnte. Eine Nato-Mitgliedschaft Georgiens, wie sie vor allem die USA vorantreiben, befürworten 26 Prozent der befragten Bundesbürger. 58 Prozent sind eher dagegen.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap (unter anderem in Bielefeld) hatte am 19. und 20. August 1000 Bundesbürger befragt.

Lassen wir das mal so stehen. Es gruselt einem. Sollte der US-Trottel im ovalen Office am Ende seiner Tage doch noch mal die Welt so richtig aufgemischt haben? Die Raketen in Polen werden ihre psychologische Wirkung ebenfalls nicht verfehlt haben. Solche Präsidenten braucht die Welt. Die passende Kanzlerin haben wir ja schon.

Besseres Stadtmarketing?

bremen.jpg

Zugegeben, Bremen und Bremerhaven haben städtetechnisch weitaus mehr zu bieten als unsere Metropole an der Lutter. Wenn man sich aber die heutige Beilage in den Gazetten anschaut, vermarkten sie sich eben auch anders. Was mich an ein Gespräch mit einer Bremer Agentur erinnert, die eben diesen Auftritt mit betreut. Natürlich ist Bremen ebenso wie Bielefeld kein Hort überbordender Werbekreativität, kriegt aber doch immer noch besser die Kurve als unsere Königin der Brachflächen zwischen grünen Teutohügeln. Vielleicht wagt man aber auch mehr, kreiert Neues, Anderes. Was hierorts unter Stadtmarketing verstanden wird, könnte auch in Hintertupfingen ablaufen: Ein paar Festchen, ein bißchen Tralala. Das wars. Bielefelder Außendarstellung? Außer Arm. BI fällt mir da nicht viel ein. Es gab mal einen zaghaften Ansatz der Agentur JK am Niederwall, die sich in ihren besseren Jahren mit dem Claim “Sie haben den Löffel. Wir haben das Rezept” auf die puddingtechnische Bedeutung der Metropole einließ.

jkpudding.jpg

Das Runde verdrängte das Eckige

neuwebarmbi.jpg

Unser Elite-Fußballclub Arm. BI hat seinen Webauftritt modernisiert. Rund und recht gelungen. Nur die neue Navigation ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mal gucken, wie das bei den Fans ankommt.