Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
18
Aug '08

google street view

Schönen Guten tag.

Im tristen Bielefelder regen is mir heute nähe Uni, ein (silbernes?) Fahrzeug mit Kennzeichen Hamburg, und einem sehr erschreckenden Kamera aufbau aufgefallen.

ist es jetzt soweit das unsere Regenmetropole bei Google street view aufgenommen wird?

Wollte ja noch ein Foto davon machen, aber das ließ der verkehr nicht zu…

Olympiatrauer auch in OWL

Na, das war ja ein rabenschwarzer Olympiatag in Peking für die Deutschen. Die Basketballer abgeschmiert, die Handballer mit TBV-Lemgoern draußen, die leichten Athleten schleichen sich so dahin. Und am schmerzhaftesten für den hiesigen Pferdelandstrich ist wohl die Reiterpleite. Nichts mit Märediss, Shutterfly, Allinclusive im Nationenpreis.

Starbucks gommt nach Leibzisch

Starbucks kommt (nach Leipzig)!

10.08.2008

Für mich als Addicted ist es wie Weihnachten: Starbucks kommt nach jahrelanger Ankündigung endlich in die Messestadt. Und zwar direkt ins Zentrum. In den kommenden Wochen wird am Brühl 52 in Leipzig eine Filiale geöffnet.

Tsssst. Da freut sich der Blogger “Thomas Gigold” über etwas, was wir in der Metropole gar nicht haben wollen. Aber in Leipzisch ticken die Uhren wohl anders…. War da nicht was mit Jahnplatzumbau??????

Präsidiallogik

prasidiallogik.jpg

Stell Dir einfach vor, Du bist Präses von einem Fußballeliteverein und hast grad um den Preis eines kompletten neuen Sturm oder Mittelfeldes großer Güte eine neue Tribüne gebaut. Ständig bleiben um die 2500 Plätze – wohlwollend gerechnet – leer. Vorwürfen, die Preise seien zu hoch, begegnest Du mit dem Argument, man müsse “ja schließlich die neue Tribüne finanzieren”. Das kostet Dich dann in einer Saison bei 17 Heimspielen um die 1,5 Millionen, großzügig gerechnet. Senktest Du Deine Preise auf das Niveau der früheren Hauptttribüne, kriegste zwar ein paar Hunderttausend Euronen weniger, hast aber immer noch satt über 1 Mio. eingenommen. Weil Du häufig die Bude ganz voll hast. Arminen-Altpräses HH Schwick, immer schon für deftige Schoten bekannt, rechnet so nicht. Oder kann gar nicht rechnen. Was wahrscheinlicher ist.

Was will uns das sagen?

kryptologie.jpg

Kryptologie am frühen Montagmorgen. Gefunden in der NW.

arvato wartet schon

Die Telekom kommt nicht zur Ruhe. Seit April 2007 hat der ehemalige Staatskonzern 11 500 Stellen hier zu Lande abgebaut, bei T-Systems sollen 4000 Arbeitsplätze wegfallen. Nun sind wohl Mitarbeiter der Call-Center an der Reihe. So tragisch dies für die Betroffenen ist – überraschend kommen die
Einschnitte nicht. Sie sind auch eine Konsequenz des Kundenschwunds. Allein zwischen April und Juni gingen der Telekom 653 000 Festnetzanschlüsse verloren. Nach einer Studie wird 2013 nur noch jeder zweite Haushalt einen Festnetzanschluss bei der Telekom haben, derzeit sind es mehr als 70 Prozent. Aus rein ökonomischen Gesichtspunkten mag Telekom-Chef Rene Obermann mit der Neuausrichtung der Call-Center Recht haben. Dennoch sendet der schwer imagegeschädigte Konzern aus Kundensicht kein gutes Signal aus. Viele von ihnen werden denken: Der Service war eh’ schon mies,
nun wird er noch schlechter. Sollte es wirklich so kommen, dann kann Obermann noch mehr Standorte einmotten – weil ihm die Kunden ausgehen.

Lieber Herr (D)obermann, abgesehen davon, das Güterslohs Bertelsmann-Ableger arvato sich schon freut, Ihre Leute für weitaus billiger Geld zu übernehmen, sollten Sie mal auf die Leistungen Ihrer Teledumm achten. Daran haperts gewaltig.

Eine Frage der Sichtweise

Arbeitslose werden zu Pflegehelfern – auf diese Ankündigung reagierten die Pflegeverbände mit einem Aufschrei der Entrüstung. In der Tat wäre es ein Skandal, wenn geistig verwirrte alte Menschen künftig nicht mehr von Fachpersonal, sondern nur mehr von angelernten Billigkräften versorgt würden.
Das aber ist nicht geplant. Die künftigen Pflegeassistenten sollen zusätzlich eingestellt werden und den Demenzkranken ein wenig mehr Zuwendung verschaffen. Wenn die Pflegeverbände das nicht wollen, müssten sie mit derselben Konsequenz auch die Beschäftigung von Zivildienstleistenden ablehnen. Zudem brauchen die Pflegeheime immer mehr Personal. 1,1 Millionen Demenzkranke werden derzeit in Deutschland betreut, im Jahr 2030
könnten es nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums wegen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft bereits 1,7 Millionen sein. Warum also sollte es unter den mehr als drei Millionen Arbeitslosen nicht Menschen geben, die in der Pflege helfen können und das vor allem auch wollen?
Ohne diese Voraussetzungen allerdings geht das nicht. Dass tatsächlich bis zu 10 000 Pflegehelfer gefunden werden, erscheint deshalb illusorisch.

Das schreibt das Bielefelder Westfalen-Blatt in einem Kommentar. Ob es wirklich sinnvoll ist, meist ziemlich frustrierte Menschen mit diesen Aufgaben zu beauftragen? Ein richtig guter Neoliberaler würde das mit einem Kopfschütteln und 1 € die Stunde “menschlich” regeln…. “Sozial ist, was Arbeit schafft”, hat mal die Datscheuse in einer ihrer rhetorischen Sternstunden gefaselt.

Eine gute Nachricht zum Wochenanfang

wend.jpg

Siehste. Unterm Strich hat es sich für den “Wirtschaftsexperten” gelohnt, zur Zerschlagung der SPD entscheidend beizutragen, im Bundestag starke Lobbyarbeit zu leisten, kräftig an der Verschärfung von Hartz 4 zu basteln, richtig auf die Pauke zu hauen, wenns um die Beziehungen zur “Linken” geht, für die Diätenerhöhung zu stimmen und im Kreditausschuss der Bielefelder Spasskasse zu sitzen. So kommste zu was. Jetzt ein hoch bezahlter Job in der Energiewirtschaft und der Lebensabend ist vergoldet. Dann hat sich das Aussitzen im Bundestag für die paar Peanuts gelohnt.