Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
5
Aug '08

SinnLeffers insolvent

Schock auch im erst kürzlich mit Millionenaufwand ebenso elitär wie marktfern-abstoßend umgebauten Bielefelder Haus auf der Bahnhofstraße: Die Manager der Bekleidungskette SinnLeffers gehen zum Insolvenzrichter. Nach den Warenhäusern Wehmeyer Anfang Juli und Hertie in der vergangenen Woche steckt damit innerhalb von einem Monat die dritte ehemalige Tochter von KarstadtQuelle tief in der Krise. Die Eigner wollen das Unternehmen in Eigenregie sanieren.

Na, wohl bekomms. Das haben alte Handelsleute schon lange vorhergesagt. Diese Konzepte der Hagener Douglas-Kette mit ihren “Inhouse-Shops”, den in jeder Stadt gleich langweiligen Häusern und den mächtig angezogenen Verkaufspreisen scheinen potentielle Käufer eher abzustoßen, denn anzuziehen. Wie das wohl der “alte” Leffers auf Gut Bökel sieht?

Die Berliner Datscheusenpolitik der “verbrannten Nachfrage” im Verein mit den Begehrlichkeiten der Energiespekulanten und die Bertelsmann-Gene des Karstadt-Chefs Middelhoff haben ganze Arbeit geleistet. Kein Wunder, das Mohns Ziehkind heute lieber hochtrabend-nichtssagend neoliberal “Arcandor” heißen will und die Zentrale grad von Essen nach Düsseldorf an den Flughafen verlegt. Da sei man “näher dran”. An was? An den Wahnsinnsaktionen der weltfernen Elitenieten in Nadelstreifen, die unisono keine Ahnung haben, wie das Leben so auf einer Bahnhofstraße wirklich ausschaut?

1,279 EUR am 27.02.2007. Super!

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Das Jahr 2007 muß für Hochstirn Steinbrück aufbereitet werden, damit der nette Bufinami wieder Kohle zum Stopfen der staatsbeaufsichtigten Hütchenspiellöcher hat. Sei´s drum. Was sich beim Fertigmachen der Belege für den Steuerberater so alles findet: 1,278 EUR kostete der Liter Super am 27. Februar letzten Jahres… Viva le Speculation!

Musik aus bei Bertelsmann

Das das hier aus Gütersloh grad über den Ticker ging, ist keine sensationelle Neuigkeit: Die internationalen Medien- und Entertainment-unternehmen Sony Corporation und Bertelsmann AG haben sich darauf geeinigt, dass Sony den bisher von Bertelsmann gehaltenen 50-Prozent-Anteil an Sony BMG übernimmt. Das Musikunternehmen, das künftig unter dem Namen Sony Music Entertainment Inc. (SMEI) firmiert, wird zu einer 100-Prozent-Tochter der Sony Corporation of America. Sony und Bertelsmann hatten das Joint Venture Sony BMG im August 2004 gemeinsam gegründet.

Beim Anhang der Meldung kann ich allerdings ein Kichern nicht unterdrücken: Grundlage des Erfolges von Bertelsmann ist eine Unternehmenskultur, die auf Partnerschaft, Unternehmergeist, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung basiert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, kreative, zukunftsträchtige Ideen zur Marktreife zu bringen und Werte zu schaffen

Klar. Siehe Arvato, siehe Lycos, siehe Buchclub. Was wär das alles ohne den Übertrick “Gemeinnützige Stiftung”. (Die Arbeitsminister Scholz gleich die Gesetze so schreibt, wie sie sie haben will).

5. August

5. August 1888: Ohne Wissen ihres Mannes Carl setzt Berta Benz sich mit ihren beiden Söhnen Richard und Eugen in den bereits patentierten Motorwagen und fährt 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim. Diese erste erfolgreiche Überlandfahrt trägt wesentlich dazu bei, die noch bestehenden Vorbehalte von potentiellen Kunden zu zerstreuen und ermöglicht in der Folge den wirtschaftlichen Erfolg der Firma.

5. August 1955: VW Käfer1955: Der millionste VW Käfer läuft im Volkswagenwerk in Wolfsburg vom Band.

5. August 2008: Der Bielefelder Kesselbrink liegt da wie immer.

Starke Kritik an Michael Vesper

Der in Bielefeld nicht unbekannte jetzige Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes und frühere MdL Bündnis 90/Die Grünen, Michael Vesper, steht in starker Kritik wegen seiner halbgaren Äußerungen zur chniesischen Olympia-Zensur des Internets. Dazu schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner morgigen Ausgabe:

Der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Peter Danckert (SPD), hat den Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper, scharf kritisiert. “Ich finde es merkwürdig, dass der DOSB in Gestalt seines Generalsekretärs Erklärungen anbietet, anstatt Forderungen aufzumachen”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch-Ausgabe). “Allein Vespers Vergleich verbietet sich schon. Wir sprechen hier doch nicht über Internetseiten mit strafrechtlich relevanten Inhalten. Wir sprechen über Amnesty International.” Danckert attackierte darüber hinaus das Internationale Olympische Komitee wegen seiner Zurückhaltung in Fragen der Menschenrechte und der Pressefreiheit. “Ich finde es schade, dass das IOC so seicht reagiert. Die würden am liebsten die Füße unterm Tisch halten.” Vesper hatte in der ARD-Sendung “Weltspiegel” gesagt: “In jedem Land der Welt, auch in der Bundesrepublik Deutschland, werden Internetseiten gesperrt. Bei uns sind es rechtsradikale Seiten, die
gesperrt werden. Und es ist natürlich auch in China so, dass einzelne Seiten gesperrt werden.” Grünen-Politiker Volker Beck hatte den Vergleich wie Danckert kritisiert und ihn “aberwitzig” genannt. Einige Sportfunktionäre übernähmen “die Argumentation der chinesischen Staatsführung. Das ist
teils eins zu eins chinesische Staatspropaganda”, so Beck.

Es geht um viel Kohle. Da macht das IOC schon mal einen Kotau. War anno 1936 auch nicht wesentlich anders….

Beim Schnippeln der grünen Bohnen

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So richtig viel los ist noch nicht in der Weltmetropole unter der Sparrenburg. Und weil das Tagewerk gemacht ist, konnte ich ruhig mal erledigen, was die schönere und bessere Hälfte seit Tagen aufgetragen hatte. Beim Ritt über die B 68 aus der Stadt hinaus links abbiegen und hinunter zum Hofladen derer Meyer zu Bentrup fahren. Frische grüne Bohnen waren dort zu kaufen. Gesagt, getan und den Mengenbonus ausgenutzt, den die schlauen Agronomen auslobten: “Rabatt ab 3 Kilo”.

3 Kilo Bohnen putzt ein Profi ziemlich flott, verpackt sie in Einfrierbeutel “Außen Toppits. Innen Geschmack” und versenkt sie in der Gefriertruhe. Wer bei Oma oder Mama in Deppendorf, Jöllenberg oder Groß-Dornberg noch “Bohnen an Mehlschwitze” goutieren lernte, wird erstaunt sein über Frische und Wohlgeschmack. Kosten auch nicht mehr als auf dem Siegfriedmarkt.

Hatte ich Ihnen bereits erzählt, das der rechte Daumen jetzt ein frisches Pflaster vom Schnitt hinein trägt? Dafür gibts jetzt am Wochenende “frische Bohnen”.

“Die Andienung”. Haitzinger bringts auf den Punkt

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Da knien die Genossen vor dem arroganten Zyniker Wolfgang C. Und der ist undankbar und will nicht. So ist das, wenn man für ein paar Silberlinge und ein paar Regierungsstühle unter der Datscheuse die Seele der Partei, das “S” verkauft hat. Bleibt doch nur die Auflösung. Wolfgang C. geht mit allen Seeheimern – einschließlich dem lippischen Steini – in die CDU, Nahles & Co. heuern bei Oskar L. an. Schon hätte die Datscheuse ein paar ministrable neoliberale Menschenverachter mehr. Was widerum bedeutet, das “hängende Mundwinkel” von der Chefin bis zum dicken Netzwerker Gabriel Regierungs – mode bleiben.

Horst Haitzingers Karikatur in der heutigen NW hat eben noch mehr Wahrheiten….

Ein richtiger Mohn ginge jetzt stiften

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Keiner braucht Lycos. Keiner will Lycos. Aber mit irgendwas muß sich Mohnsohn Christoph in Gütersloh ja beschäftigen. Bevor jetzt der Großaktionär die Deckel zuschlägt über dem Konstrukt sollte sich der Sohn an die alte Fähigkeit der Bertelsmänner erinnern: stiften gehen. Sozialisiert Verluste, privatisiert Gewinne.

Wie schreibt der Blogger “Duckhome” heute denn auch so schön? Vermutlich würde der Michel Glos einfach ein paar Hundert Milliönchen hinterherschieben und alles wäre gut. Im Aufsichtsrat ist der frühere Leiter der Steuerabteilung der Bertelsmann AG, Dr. Dieter Ulrich Bohnert, der jetzt schamhaft als Seniorpartner der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek angepriesen wird.

Schließlich sitzt im Aufsichtsrat von Lycos noch ein anderer Liebling der deutschen Politik. Rolf Eberhard Buch Vorstandsmitglied bei der Bertelsmann Tochter arvato AG. Jener Arvato die heute schon Teile der Nato Logistik stellt und gerade monatelang bestreikt wurde. Die in Zukunft darüber entscheiden will, wer in Deutschland noch Ausweise und Führerscheine bekommt und schon jetzt alle Adressen fast aller Deutschen hat die Printerzeugnisse beziehen hat.

Bedenkt man jetzt noch das die Familie Mohn sich anmaßt die Kinder der Deutschen zu erziehen, dann ist es einfach notwendig sich mit den Produkten der Erziehung von Reinhard Mohn zu beschäftigen.

Sein Sohn Christoph Mohn ist mit all seinen Kontakten, seinem Background, dem Zugriff auf die Bertelsmannstiftung, der Möglichkeit sich ständig der Werbemaschine des Bertelsmannkonzerns zu bedienen nicht in der Lage eine Juxbude wie Lycos zum Erfolg zu führen. Das ist für sich genommen eine Höchstleistung. So dumm kann man sich eigentlich gar nicht anstellen.

Tja, so ist das, wenn Liz M. an der Datscheuses Tischlein zusammen mit der allerliebsten Friede Springer die neusten Geschenke auskungelt. Es lebe die Bananen-Republik Deutschland.