Schock auch im erst kürzlich mit Millionenaufwand ebenso elitär wie marktfern-abstoßend umgebauten Bielefelder Haus auf der Bahnhofstraße: Die Manager der Bekleidungskette SinnLeffers gehen zum Insolvenzrichter. Nach den Warenhäusern Wehmeyer Anfang Juli und Hertie in der vergangenen Woche steckt damit innerhalb von einem Monat die dritte ehemalige Tochter von KarstadtQuelle tief in der Krise. Die Eigner wollen das Unternehmen in Eigenregie sanieren.
Na, wohl bekomms. Das haben alte Handelsleute schon lange vorhergesagt. Diese Konzepte der Hagener Douglas-Kette mit ihren “Inhouse-Shops”, den in jeder Stadt gleich langweiligen Häusern und den mächtig angezogenen Verkaufspreisen scheinen potentielle Käufer eher abzustoßen, denn anzuziehen. Wie das wohl der “alte” Leffers auf Gut Bökel sieht?
Die Berliner Datscheusenpolitik der “verbrannten Nachfrage” im Verein mit den Begehrlichkeiten der Energiespekulanten und die Bertelsmann-Gene des Karstadt-Chefs Middelhoff haben ganze Arbeit geleistet. Kein Wunder, das Mohns Ziehkind heute lieber hochtrabend-nichtssagend neoliberal “Arcandor” heißen will und die Zentrale grad von Essen nach Düsseldorf an den Flughafen verlegt. Da sei man “näher dran”. An was? An den Wahnsinnsaktionen der weltfernen Elitenieten in Nadelstreifen, die unisono keine Ahnung haben, wie das Leben so auf einer Bahnhofstraße wirklich ausschaut?







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