Archiv für den Monat: August 2008

„Grünes Band der Sympathie“ erwürgt die Dresdner Bank

Wenn zwei heiraten, ist es üblich, dass andere gratulieren. Doch wer sollte im Falle von Commerz- und Dresdner Bank Anlass haben, Glückwünsche auszusprechen? Die Mitarbeiter sicher nicht. Die Schätzungen, wie viele Stellen nun den »Synergien« zum Opfer fallen, reichen von 9000 bis 12 000. Beispiel Ostwestfalen-Lippe: Von 18 Standorten, an denen mindestens eines der beiden Geldinstitute vertreten ist, machen sie sich an 14 Konkurrenz. Klar, dass da eine Reihe von Filialen geschlossen werden. Für Flitterwochen besteht aus Sicht der Belegschaften kein Anlass. Ob die Kunden gratulieren, wird zunächst davon abhängen, ob sie bislang ihr Konto bei der gelben oder bei der grünen Bank geführt haben. Bei der Dresdner Bank hätte die Alternative, also die Übernahme durch eine chinesische Staatsbank, sicher manchen Firmenkunden vertrieben. Wer gibt einer Diktatur, in der Partei- und Wirtschaftsinteresse Hand in Hand gehen, schon gern Einblick in seine Unterlagen? Wenn zwei, die zusammengehen, vorher ungefähr das Gleiche getan haben, schwächt das im Allgemeinen den Wettbewerb. Für den Kunden reduziert sich die Auswahl. Dabei darf die jetzige Hochzeit nicht isoliert gesehen werden. In den vergangenen Jahren haben bereits die schwedische SEB die BfG (im Jahr 2000), die italienische Unicredito die HypoVereinsbank (2005) und die Postbank die Hamelner BHW-Bank (ebenfalls 2005) aufgekauft. Dazu kamen in jüngerer Zeit die Übernahme der Berliner Landesbank durch die deutschen Sparkassen, der Sachsen-LB durch die Stuttgarter LBBW, der Noris- und der Berliner Bank durch die Deutsche Bank, der deutschen Citibank-Tochter durch die französische Crédit Mutuelle und ganz aktuell der IKB durch den Investmentfonds Lone Star.

Der nächste Heiratskandidat steht auch schon fest: An der Postbank dürften außer der Deutschen Bank auch russische sowie möglicherweise wieder chinesische Geldinstitute interessiert sein. Dass die Schweizer und US-Großbanken derzeit nicht so offensiv als Brautwerber in Erscheinung treten, dürfte etwas mit den Folgen der amerikanischen Finanzkrise zu tun haben. Hier lauert auch eine Gefahr für die Commerzbank, die die Folgen der Krise bisher besser wegsteckte als ihr künftiger Partner. Für den Kleinanleger und kleinen Kreditkunden wichtiger als diese Bankenhochzeit ist die Zukunft der Sparkassen und Volksbanken. In Westfalen-Lippe haben die kommunalen Geldinstitute einen Marktanteil von 60 Prozent. Trotzdem ist ihre Position weniger komfortabel, seit sie auch für die Schulden der West-LB aufkommen müssen. Zusätzlich drängen Brüssel und die FDP auf eine Öffnung dieses bislang weitgehend abgeschotteten Sektors. In Deutschland gibt es derzeit ungefähr 2000 Banken und Sparkassen. Verglichen mit dem Ausland ist das eine für den Verbraucher noch recht komfortable Ausstattung. Nur waren es Anfang der Neunziger fast doppelt so viele.

Das schreibt das Westfalen-Blatt in einem Kommentar in der Montag-Ausgabe zum Thema „Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerz-Bank“. Das wars dann wohl für das „Grüne Band der Sympathie“ und die „Berater-Bank“. Die Dummen sind die Mitarbeiter und letztlich auch die Kunden. Aber interessieren die überhaupt?

99 Kriegsminister…

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Die Antwort auf die Frage von „OWL am Sonntag“, einem Derivat aus der Westfalen-Blatt-Schmiede, ist sehr leicht beantwortet: noch sehr lange. Das bestimmt nämlich in unserer Parteiendemokratur nicht das Volk sondern eine Regierung ohne jegliche Bodenhaftung. Getreu einem der dämlichsten Sprüche, die je aus einem Politikermunde kamen: „Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt“. Komisch nur, das jener Struck und Kriegsminister Jung nicht am Hindukusch Leopard-Panzer fahren. Große, sich selbst für hochintelligent haltende Jungs müssen doch auch mal spielen.

Man sollte ihnen Nenas Lied von den „99 Luftballons“ so laut in die Ohren brüllen, das sie aufwachen. Aber selbst dann werden sie noch ebenso bescheuert wie besinnungslos „Hindukusch“ brüllen…..

Maisland

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Die Metropole ist bis in ihre Außenbezirke von gewaltigen Maisfeldern umgeben. Natürlich kein Mais, wie man ihn Buttergeschwenkt und gegrillt zu T-Bonesteaks zugibt sondern Mais für die Tiere. Wahrscheinlich auch Stängel und Blätter für die Bioversprittung. Hat irgendwie was von Monokultur….

Metropolenhimmel

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Samtweißblauer Himmel über der Metropole. Flieger ziehen ihre Bahn. Die Eiscafés sind voll. Die Arminia-Buben barmen beim Auslaufen nochmal über ihr Schicksal. Derweil hat der Kämmerer der Metropole ganz andere Sorgen. Sehen irgendwie nach „verkalkuliert“ aus. Jeder halbkluge Banker predigt seinen Kreditabhängigen, „richtig zu planen“. Weil, Banken das ja bekanntlich so genial gut können. Aber das nur mal als Seitenhieb.

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Bei den Autohändlern stapeln sich die Fahrzeuge. Nichts fließt ab. Im Gegenteil: der neue Golf steht in den Startlöchern.

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Ein ganz so ruhiger letzter Augusttag kann es also für eine ganze Reihe Bielefelder nicht sein …..

Da kriegt ein NW-Bild aber gewaltige Risse…..

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Es ist gradezu lächerlich, verfolgt man die verzweifelten Versuche, unseren lippischen Büro – und Technokraten Frank-Walter S., Hilfsaußenminister, neoliberaler Seeheim-Anhänger und Mitarchitekt des menschenverachtenden Hartz4 – unter Templins größtem Stolz, zum Kanzlerkandidaten hochzustilisieren. Jetzt kriegt dieses Bild des jovialen Apfelessers in fastschonweiß noch einmal gewaltige Risse.

Gegen 16:30 Uhr ging diese Eilmeldung bezüglich Georgien und seinem abgefahrenen Präsidenten Sackwilli (Empfängt schon mal nachts bedeutungs- losen BLÖD-Reporter und lügt US-gesteuert wie gedruckt) ) über die Ticker:

Die georgische Regierung am Pranger: Nach Presse-Informationen hat die OSZE Hinweise darauf, dass die Führung in Tiflis den Krieg mit Russland verschuldet hat. In Berlin beschäftigte man sich schon vor Monaten in internen Szenarien mit den Folgen einer aggressiveren Außenpolitik Moskaus.

Hamburg – In der Zentrale der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) häufen sich offenbar Hinweise auf ein massives Fehlverhalten der georgischen Führung, das zum Ausbruch der Krise beigetragen hat. Nach Informationen des SPIEGEL sind auf informellen Kanälen Berichte von OSZE-Militärbeobachtern aus der Kaukasus-Region an verschiedene Regierungsstellen in Berlin gelangt.

Im Klartext: Möchtegernkanzler Frank-Walter S. und seine grandiose Chefin wußten von dem Überfall Georgiens auf Südosschetien. Sämtliche Krokodilstränen und Aussagen und Vor-der-Kamera-Drohungen („Rußland muß bestraft werden“) waren reines Theater. Schmierenschauspiel. Schön, wenn das Volk derart verarscht wird. Wie wärs mit einem „Change“ auch bei uns? Aber wir können uns ja nicht einmal zwischen Obama oder McCain entscheiden bei den „Leuchten“, die uns in Poberl („Politisches Berlin“) mit viertklassiger Besetzung ihr neustes Stück vorspielen: „Verlogene Amateure in der Regierungskuppel. Ratlos“. Ich glaube auch nicht, daß die von Georgiern eingesetzten deutschen Heckler & Koch-Gewehre illegal dahin gelangten…

H. Geißler in der falschen Partei?

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Immer, wenn ich etwas von und über den CDU-Mann Heiner Geißler höre, sehe oder lese, habe ich gespaltene Ansichten über ihn. Wie jetzt auch nach der Lektüre eines Interviews in der NW. Geißler geißelt den „Markt als Idee des Frühkapitalismus“. Geißler geißelt „den Kapitalismus pur“. Geißer geißelt die „Nichtbeteiligung der Arbeitnehmer am Produktivitätsfortschritt“. Geißler geißelt, das die „Zahl der geringfügig entlohnten Jobs auf 8 Millionen angestiegen“ sei. Oh Heiner, entweder läßt Dich der größte Stolz Templins im Berliner Führerhauptquartier als „toleriertes soziales Scheingewissen der CDU“ einfach reden oder nimmt Dich nicht ernst. Obwohl Du wahrlich Recht hast.

Ihre Majestät lädt zu Weinen ein

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Aus einer Pressemeldung von „Bielefeld-Marketing“:

Von Dienstag, 2. September 2008, bis zum Sonntag (7. September) laden Bielefeld Marketing GmbH und das Deutsche Weininstitut dazu ein, deutsche Weine und Sekte in stimmungsvoller Umgebung zu probieren und zu genießen. Ort des Geschehens: Die Bielefelder Altstadt, vom Alten Markt bis zum Altstädter Kirchplatz. Kleine kulinarische Köstlichkeiten aus der Küche ergänzen das Angebot der zahlreichen Stände.

Offiziell eröffnet wird die diesjährige Veranstaltung am Dienstag, 2. September 2008, um 12.00 Uhr, auf dem Alten Markt durch Oberbürgermeister Eberhard David und der Deutschen Weinkönigin Evelyn Schmidt. Unterstützt werden sie dabei durch die Königinnen der Anbaugebiete und den „Jazz Cats“ mit New Orleans- und Dixieland-Jazz.

Na dann, wohl bekomm´s!

Schon mal an die Patienten gedacht?

»Eenmaol lachen helpt biätter es dreimaol Medzin niemen.« Dieses plattdeutsche Sprichwort aus dem Münsterland (»Einmal lachen hilft besser als dreimal Medizin nehmen«) soll daran erinnern, dass jeder einer möglichen Krankheit vorbeugen kann. Eine gesunde Lebensweise sowie sportliche Aktivitäten sind nur zwei Rezepte, die helfen, Ausgaben im Gesundheitswesen zu reduzieren. Zunächst sollten wir Bürger aktiv werden, bevor wir »Schwarzer Peter« spielen und Schuldige für eine Kostenexplosion unter Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und Politikern ausmachen. Fakt ist, dass die knapp 150 000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten mindestens 2,5 Milliarden Euro mehr bekommen – ein Plus von zehn Prozent. Gezahlt wird das Geld von den gesetzlichen Krankenkassen, verteilt von den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen und aufgebracht wird es von den Versicherten. Es ist unausweichlich, dass die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen, obwohl die Behandlung der Kranken nicht verbessert wird. Sind die 2,5 Milliarden Euro nun ein Schlag ins Gesicht der Versicherten oder eine berechtigte Honoraranhebung? Im Schnitt verdienen Ärzte ein Jahresgehalt von 120 000 Euro. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede. So bekommt ein Radiologe mit 17 416 Euro pro Monat mehr als doppelt so viel wie ein Allgemeinmediziner (8666 Euro). Auch regional gibt es Unterschiede, im Westen gibt es mehr Honorar als im Osten und im Süden mehr als im Norden. Ob die zehn Prozent eine Luxuszulage sind, muss bezweifelt werden. Denn derzeit bekommen die Ärzte nur 80 Prozent ihrer Leistungen bezahlt. 20 Prozent schreiben sie in den Wind, da das Geld für die Bezahlung schlicht und einfach fehlt. Zudem werden Ärzte nach einer Gebührenordnung bezahlt, die mit den Krankenkassen ausgehandelt wurde. Mit der Honoraranhebung im ambulanten Bereich ist es jedoch nicht getan. Auch die Krankenhäuser fordern mehr Geld. Von einer Finanzierungslücke in Höhe von sieben Milliarden Euro ist die Rede, die die Kliniken allein nicht schließen können. Somit wird der Versicherte von den Krankenkassen doppelt zur Kasse gebeten: einmal für die Haus- und Fachärzte und einmal für die Kliniken, damit diese ihre Mediziner bezahlen können. Im nächsten Jahr wird das Geld im Gesundheitswesen neu verteilt. In diesem Herbst wird der Bundestag einen einheitlichen Beitragssatz für alle 250 gesetzlichen Krankenkassen festlegen. Im Gespräch sind 15,5 Prozent. Derzeit beträgt der Beitrag im Durchschnitt 14,9 Prozent. In Zukunft darf der Beitragszahler somit nicht geschröpft werden. Denn der Satz des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719 – 1803) »Der beste Arzt ist jederzeit des Menschen eigne Mäßigkeit« bestärkt nicht nur das Anfangs zitierte Sprichwort aus dem Münsterland. Mäßigung gilt aber nicht nur für uns Bürger, Maßhalten muss für alle Beteiligten im Gesundheitswesen bindend sein.

Das schreibt das Westfalen-Blatt und dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer: Die sogenannten „Reformen“ dieser Groko sind stets der Griff in die Tasche der Versicherten. Leistungen runter, Vergütungen rauf. Leistungen runter,. Medikamente so teuer wie sonst nirgends. Leistungen runter, Krankenhauskosten rauf. Und das schreibt hier einer, der im engeren Umfeld erlebt, wie mit Krankheiten richtig Kohle gemacht wird. Und noch eine Untersuchung und noch eine völlig unnötige Operation. Wollen Sie nicht noch 2 Tage zur Beobachtung bleiben? Klar. Bringt wieder 2000 Euro. Privatpatient. Lukrativ. Erzähle mir keiner, es ginge noch um den „Patienten an sich“.

Ein schöner Spätsommertag

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Natürlich wird jetzt wieder der eine oder andere Mitleser hier aufjaulen, aber sei´s drum. Das Wetter ist nun mal fester Bestandteil menschlichen Denkens. Kachelmann hat sogar eine ganze Industrie daraus gemacht. Also hier ist ein zum Teil blauer Himmel und das Hoch „Arminia“ sorgt für einen Sonnnentag. Wie meinte doch gestern Manni Breuckmann vom WDR? „Arminia schlägt den HSV 2:1″. Ja und der sollte das ja wissen.

Panikmache

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NW vom 30.08.2008

Manchmal fragt man sich dann doch, was einen headlinenden Politikredakteur der NW zu einem solchen Aufmacher bewegt. Wahrscheinlich liest er zu viel BLÖD. Anders ist diese Panikmache vor dem Hintergrund der Übergriffe gegen völlig überflüssigerweise in Afghanistan weilende deutsche Soldaten und deren sicher aus verständlicher Angst erfolgter angeblicher Überreaktion nicht zu deuten. Deutschland hat nun mal am Hindukusch nichts zu suchen.
Was auch für Georgien gilt. Gell Frau Bundeskanzlerin?

Wie wärs mit moderaten, distanzierten oder gegen den Einsatz kritischen Tönen? BLÖD zu übertreffen, gelingt weder der NW noch dem Westfalen-Blatt.

Danke der guten Seele

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Einge gute Seele brachte Pflaumenkuchen aus dem Speckgürtel mit. Das Café in Steinhagen – etwas versteckt nahe der B 68 – ist bekannt und berühmt dafür. Warum er in Papier mit Westfalen-Blatt-Aufdruck eingepackt ist, weiß ich nicht. Vielleicht ist der Bäcker(/Konditor ein Fan des anderen lokalen Regionalblattes. Sei´s drum. Schwarze Farbe war nicht auf dem Kuchenstück.

Randale beim Bankverein Werther. Gajus Julius Caesar ante portas.

„Werthers Leiden“ ist zwar von J.W. Goethe. Hat aber mitnichten mit dem kleinen gleichnamigen Ort jenseits der großen Metropole zu tun. Beim dortigen „Bankverein“ gehts heftig zu. Passend dazu kam grad eine Pressemeldung auf den Tisch:

Bei der seit 10.00 Uhr tagenden Hauptversammlung der Bankverein Werther AG in Bielefeld wird Vertretern und Bevollmächtigten der Gaius Iulius Caesar Invest GmbH (GIC Invest) der Zutritt verweigert. „Unter Berufung auf unübliche Formalitäten wurde unserem Team der Zutritt verweigert.“, so Oliver DEUTSCH, Geschäftsführer der GIC Invest. „Man versucht, uns von der Hauptversammlung fern zu halten, um kritische Stimmen auszuschließen und so die Beteiligungspläne des Vorstandes in Bezug auf die Net Mobile AG auf Biegen und Brechen durchzusetzen. Dies trotz unseres für die Aktionäre wesentlichattraktiveren Sanierungsplanes.“

Gleich mehrere Anwälte wurden aufgebracht, um den Zutritt der GIC Invest zu verhindern. So wurde behauptet, die Gaius Iulius Caesar Invest GmbH sei nicht Aktionärin; man verwies auf die depotführende Bank als Aktionärin und forderte etwa eine Vollmacht durch den Vorstand dieser Bank. „Vielleicht formaljuristisch korrekt, aber allemal fernab der Gepflogenheiten.“, so DEUTSCH.

„Das ganze ist eine Lächerlichkeit.“, so DEUTSCH, „Wie sollten wir wohl zu den Karten kommen? Glücklicherweise hatten wir zumindest zwei Karten, die aus formalen Gründen nicht in Zweifel gezogen werden konnten.“ So konnten zumindest zwei Vertreter in die Hauptversammlung entsandt werden. Einem bevollmächtigten Rechtsanwalt als Begleitung wurde der Zutritt weiterhin verweigert.

Aktuell laufen Bemühungen, den Zutritt der restlichen sechs anwesenden Personen durch eine Stellungnahme der depotführenden Bank noch zu ermöglichen. Bis zum Ende der Hauptversammlung ist ein Unternehmenssprecher vor Ort und steht für Presseauskünfte zur Verfügung.

Soweit DEUTSCHENS Pressemeldung aus dem Lager des Gajus Julius Caesar. Werden wir, die wir hier römisch-germanisch Geschichtsbelastet sind, final hören: „Varus Werther, gib mir meine Penunzen wieder?“ Es bleibt spannend um römischen Krieg um BV Werther. Warum DEUTSCH sich so schreibt und nicht so: Deutsch, entzieht sich meiner Kenntnis.

Der eigentliche Skandal heißt „Kommune“ oder „Stadtverwaltung“

Ein neuer Skandal im Zusammenhang mit illegalem Adresshandel ist aufgedeckt worden. Mindestens acht Unternehmen haben offenbar rechtswidrig mit Millionen von Daten aus kommunalen Melderegistern gehandelt. Die Landesinnenministerien von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bestätigten dies nach einem Bericht der „taz„.

Dabei handele es sich um Vermittler, die für Firmen Anfragen bei Meldeämtern übernehmen, um beispielsweise Kundendaten zu überprüfen. Doch statt die Angaben nach Erhalt lediglich an den Auftraggeber weiterzuleiten, behielten die Vermittler sie demnach in eigenen Datenbanken, um damit erneut Geld zu verdienen.

Dem Bericht der „taz“ zufolge werden mindestens acht Firmen beschuldigt. Eines dieser Unternehmen besitze eine Datenbank mit 72 Millionen Datensätzen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Schleswig-Holstein. Von den übrigen Händlern lägen zwar keine konkreten Zahlen vor. „Aber auch dort dürften Datensätze im vielfachen zweistelligen Millionenbereich vorgehalten werden“, sagte der Sprecher.

Es schlägt wirklich dem berühmten Faß den Boden aus. Warum geben Kommunen und Stadtverwaltungen überhaupt „Vermittlern, die für Firmen Anfragen bei Meldeämtern übernehmen“ unsere Daten? Was gehen – außer Meldeamt und anderen staatlichen Stellen – Private oder Gewerbliche unsere Daten an? Wer hat das in welche Gesetzesform gegossen? Wer hat es erlaubt? Welche Vermittler übernehmen welche Anfragen für wen?

Grandios: Man unterschreibt ellenlang irgendeinen Scheiß zum Datenschutz und die Mafiosi in Verwaltung und Gaunerwirtschaft kungeln unsere Daten weiter? Bananenrepublik Deutschland läßt grüßen. Schon mal gewundert, woher eine Schufa oder eine Erpressungorganisation wie GEZ unmittelbar nach einer Adressenänderung das bereits weiß? Aus eigener Erfahrung kenne ich mindestens 2, heute pensionierte, Personen aus der Stadtverwaltung, die locker „mal eben nachguckten“, wenn es um den Wusch nach Daten ging. Ich selbst habe das nicht genutzt, aber genügend Andere.

Dazu die Innenministerien: Die Innenbehörden in Kiel und in Nordrhein-Westfalen verschickten demnach einen Runderlass an ihre kommunalen Meldeämter, der ihnen verbietet, den entsprechenden Firmen Auskünfte zu erteilen. Auch die Innenverwaltung des Saarlands prüft derzeit eine solche Weisung. Scheint ja bei den Schwachköpfen in den Verwaltungen nichts geholfen zu haben.

500 000 Jugendliche ohne Schulabschluß arbeitslos…..

Das ohnehin auf tönernen Füßchen stehende Lügengebäude der Berliner Groko bekommt jeden Tag neue, Existenzgefährdende Risse. Nach der Aufschwunglüge erreicht uns nun die Lehrstellenlüge. Dazu schreibt das Westfalen-Blatt:

Das Konjunkturklima kühlt sich ab, die Verbraucherlaune ist mies – da müssten doch auch dunkle Wolken über dem Arbeitsmarkt aufziehen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Zahl der Arbeitslosen ist sogar deutlich stärker gesunken, als es die Experten vorgesagt hatten. Eitel Sonnenschein also – aber warum? Zum einen ist die Wirtschaft stabiler, als es die jüngsten Konjunkturdaten glauben machen. Die Wachstumsdelle im zweiten Quartal kam nicht unerwartet nach dem Boom in den ersten drei Monaten. Mehr als 400 000 offene Stellen sind den Arbeitsämtern derzeit gemeldet – die Nachfrage nach Arbeitskräften ist damit ungebrochen hoch. Der zweite Grund für die stetig sinkende Arbeitslosigkeit aber gibt eher Anlass zur Sorge. Nach Be- rechnungen der Bundesagentur für Arbeit gehen dem Arbeitsmarkt durch die zunehmende Zahl von Ruheständlern Jahr für Jahr 100 000 Arbeitskräfte verloren. Schon heute können Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe 1400 Stellen nicht besetzen, weil Fachkräfte fehlen. Da ist es nicht nur gesell- schaftspolitisch, sondern auch volkswirtschaftlich unerträglich, dass 500 000 junge Leute ohne Schulabschluss in der Arbeitslosigkeit verharren. Politik wie Wirtschaft müssen alles daransetzen, diesen jungen Leuten doch noch eine Berufsperspektive zu eröffnen. Das erfordert erhebliche An- strengungen – von allen Beteiligten. Doch eine Alternative gibt es nicht.

Alles Bio? Von wegen

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Wenn die weltfremden, von Lobbyisten höchst beeinflussten und zu allem Überfluß auch noch glänzend bezahlten Schwachköpfe der Brüsseler EUrotokratie zuschlagen, bleibt einem meist die Luft weg. Jetzt werden nach Gurken, Währung, Abgasen auch die Grenzwerte für zB. Pestizide vereinheitlicht, sprich: nach oben gezogen. Da kaufst Du hier bei uns dann im REWE Bio, das auf einmal höhere Grenzwerte für alles Mögliche haben darf.

Dabei darf ich nicht einmal an den von unserer Datscheuse so rührend gegen das Volk verteidigten „Vertrag von Lissabon“ denken…..

„Aufschwung nicht angekommen“

Während die Unternehmen in der guten Konjunkturlage ihre Gewinne stark gesteigert hätten, seien die realen Nettolöhne pro Arbeitnehmer zwischen den Jahresenden 2004 und 2007 insgesamt um 3,5 Prozent gesunken. An diesem Wert habe sich seit Jahresbeginn nichts geändert. „Es ist nicht nur ein mehrheitliches Gefühl der Bevölkerung, dass sie vom Aufschwung nicht profitiert. Es ist Realität. Trotz eines gut dreijährigen Konjunkturaufschwungs ist die reale Einkommenssituation vieler Haushalte heute schlechter als zuvor“, schreiben die Konjunktur-Forscher Camille Logeay und Rudolf Zwiener. Im Auftrag der Stiftung hatten sie die Aufschwungphase mehrfach untersucht.

Das teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung mit. Sie hatte die Entwicklung vom Herbst 2004 bis ins erste Quartal 2008 untersuchen lassen. „Der Zuwachs an Wirtschaftsleistung ist in den vergangenen drei Jahren ganz überwiegend den Beziehern von Gewinn- und Vermögenseinkommen zugeflossen.“ Daran hätten auch die verhältnismäßig hohen Tarifabschlüsse der vergangenen Monate nichts geändert. Die Konjunktur hat sich im zweiten Quartal 2008 abgekühlt.

Gelesen auf T-online. Ja da bin ich aber mehr als überrascht. Wollen uns doch die hiesigen Staatsparteien-Auguren weißmachen, es sei anders. Gell Herr Wend, da reiben Sie sich aber die Augen, Sie „Experte“ was? Und was die „mächtigste Frau der Welt“ in Abwesenheit anderer uns über die Konjunktur weismachen wollte, hat eher mit ihrem nur rudimentär vorhandenen Rechenvermögen, BruttoNetto und der erhöhten Märchensteuer zu tun, die keineswegs neutral ist.

PS. Gestern habe ich einen Bericht über ein Auswandererehepar in Costa Rica gesehen. Im Interview sagten sie, das sie ihren Angestellten Stundenlöhne von 3,50 bis 5 €/Stunde zahlten. Und das beim Preisniveau Costa Ricas. Mehr kriegen viele hier in der Bundesrepublik auch nicht.

TvH wirft Clubberern die Brocken vor die Füße

Thomas von Heesen, in Bielefeld wohl bekannter Ex-Spieler, Trainer, Manager, Trainer hat dem ebenso weißhaarigen wie kleinen wie selbstherrlichen Präses des Zweitligisten 1. FC Nürnberg nach nur einem halben Jahr Dasein in der Stadt des Christkindls die Brocken hingeworfen. Angeblich kam er damit einem Rauswurf aus dem Traineramt des Chaosclubs zuvor. Wen hat der ungefähr 3 Bierkästen hohe Fußball-Cäsar Michael A. (Aro) Roth nicht schon alles als Trainer verschlissen. Bei jeder Feuerung gabs Seltsamkeiten. Der Vorgänger prozessiert jetzt noch mit dem Club. So lange Roth da das Sagen hat, werden die nicht aus den Puschen kommen.

In Erwartung des Herbstes

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Der Herbst wird kommen. Das steht fest. Aber heute hats hier nochmal an die 24 Grad. Grad recht vorm Samstagsspiel der Arm. BI. Wo ein unaufgeregter Trainer Zecki der versammelten Weltpresse heute nur sagt, das man so spielt wie man bisher gespielt hat. Aus Hamburg kommen derweil von Sportverein fast stündlich neue Wasserstandsmeldungen mit neuen Spielern. Die werden dem Poffertje auf der Hamburger Trainerbank, dem Martin Jol (Schreibt man Jo(h)l(en) nicht mit „h“?, aber noch nichts helfen. Da fehlts noch an Laufwegen, da kommt der tiefe Pass noch nicht an, da wirds den Hanseaten so gehen wie den Königsblauen. Heute hört man, es habe da eine Geschichte gegeben nach der Pause. Der Bordon habe den Nutella-Kurany gefragt, warum das Tor der Madrilenen im Dunkel liege. Der Kurany, so kolportiert man, habe drauf geantwortet, es sei doch egal, wohin man spiele. So wirds den Hanseaten am Samstag gehen, wenn sie vor der wiederum nicht ausverkauften Haupttribüne des Clubs von der Melanchthonstraße unter Absingen des Liedes „Allweil furchtlos, weil ich an der Elbe Strand leb´“ versuchen, sich die Angst zu nehmen vor dem Club der Teutoburger.

Aber das ist ja alles egal an diesem Herbstherbstvortag. Wo der halben Asbest-Uni der Abriß und Neuaufbau droht. Man sollte die Chance nutzen, schon mal über einen langen, schlanken hohen verglasten, versolarten Baukörper nachzudenken. Licht und Luft für Lehre und Forschung. Nach der SchücoArena nun die SchücoUni? Lassen Sie sich übrigens Samstag bis Mitternacht auch das Geld aus der Tasche ziehen? „Mitternachtsshopping“ heißt die Droge, der ich mich verweigere.

Macht endlich ernst!

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Endlich haben die Verantwortlichen begriffen, wo es langgehen muss: „Ich kann nicht ausschließen, dass wir große Gebäudeteile komplett abreißen“ …
Stehen bleiben würden dann nur die Treppentürme der sogenannten Zähne, die Halle und die Brücken.
(Quelle: NW)

Richtig so!

Rückbau jetzt!


Wie Frank-Walter Apfelessen und Kaukasuskrise managt

Im Obstgarten von Gut Schmerwitz sitzen drei kleine Jungen. Jeder hat einen grünen Apfel in der Hand, neben ihnen steht einladend eine Holzkiste mit noch mehr Obst. Sie warten darauf, dass der hohe Besuch sich zu ihnen setzt. Doch noch ist es nicht soweit. „Erst mal Afghanistan“, bestimmt eine Frau. Die Reisegruppe ist an „Bildpunkt 7“ angelangt: Im Hintergrund ein bröckelndes altes Gutshaus, davor der Außenminister im Mikrofonwald.

Vor einem Jahr war noch bezweifelt worden, ob der Technokrat Steinmeier je ein Vollblutpolitiker werden kann. Inzwischen hat er sich immerhin als Bierzelt-tauglich erwiesen. In Hessen und Bayern versetzte er im Wahlkampf ganze Säle in Stimmung. In Belzig zeigt er, dass er auch das älteste Erfolgsrezept verinnerlicht hat. „Wo sind die Kinder?“, ruft er. Bei jedem Stopp lässt er sich mit Nachwuchs ablichten – vor dem Feuerwehrauto, auf der Skate-Bahn, neben Pferden.

Steinmeier muss sich nicht anstrengen, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Der gebürtige Westfale glaubt, eine ähnliche Mentalität bei Westfalen und Brandenburgern festgestellt zu haben. Beide seien schnörkellos, sagt er. Trotz aller Leutseligkeit umweht seine Auftritte immer noch ein Hauch von Staatsbesuch. Die Ehrfurcht ist groß. Die Betriebsleiterin auf Gut Schmerwitz begrüßt ihn gleich zweimal mit „Herr von Steinmeier“. Zumindest in der brandenburgischen Öffentlichkeit entlang der Route scheint sich die Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass Steinmeier Kanzlerkandidat wird. „Wenn nicht er, wer dann?“, fragt ein Dorfbewohner in Schmerwitz.

So macht der SPIEGEL, die neue BLÖD für leicht gehobene Intellektuelle aus dem Hause SpringerGrunerundJahr mal wieder zwischen den Zeilen Stimmung gegen die SPD, nachdem sie die Quantenphysikerin auf dem Berliner Regierungsthron zur „mächtigsten Frau der Welt“ erkärt. Abgeschrieben aus Forbes! hat man das und mangels Konkurrenz – ist Angela Dorothea eben konkurrenzlos. Jedenfalls ist jetzt der eigentliche Aussenminister, unser Lipperländer Frank-Walter, dran und kriegt die bestellte Häme der C- und D-Journaille aus Hamburg ab.

Ob er überhaupt das Zeug zu einem Bundeskanzler hätte, möchte ich nicht beurteilen. Schlechter als Templins ganzer Stolz würde er es sicher nicht machen. Zumal doch demnächst CDUCSUSPD eine einzige Partei werden: „Staatspartei des demokratischneoliberalen Aufschwungs“. Da kann man dann ruhig mal Apfelessen, Kaukasus Sackarschwilli, Bush, Obama locker auf ein iPhone packen (Spöonsert by Telekom?)

Da würde ich lauthals lachen….

Mit Jansen als flinkem Linksverteidiger, dem robusten Abwehrmann Silva, Mittelfeldmotor Theves und dem schon vor einigen Wochen verpflichteten Stürmer Mladen Petric haben die Hamburger nun die idealen Verstärkungen, um den Bayern ernsthaft Paroli zu bieten. Jansen hat übrigens in seinem Vertag eine Zusatzklausel: Sollte der HSV deutscher Meister werden, wird eine Sonderzahlung von einer Millionen Euro an seinen Ex-Klub Bayern München fällig. Ein Betrag, den HSV-Boss Hoffmann sicher gerne schon in dieser Saison überweisen würde. Schreibt heute das von BLÖD journalistisch befeuerte T-online in seinem Sportteil.

Was ist, wenn, also nur nur mal ins Unreine geschrieben, also wenn, ja wenn Arm. Bielefeld am Samstag auch den Hanseaten wieder ein Bein stellt? Oder gar gewinnt? Poffertje Rutten von Schalke 04 ist schon still, das kann Martin Jol vom Hamburger SV auch passieren. Große und vor allem teure Namen allein gewinnen noch kein Fußballspiel.

Herzlichen Glückwunsch, Bernd Landgraf

Der neue Oberbürgermeister der charmanten, grünen, kreativen, heimeligen Metropole der Brachflächen unter der Sparrenburg dürft Bernd Landgraf von der CDU heißen. Denn: Die Grünen haben es getan und stellen mit Marianne Weiß eine eigene OB-Kandidatin auf. Dagegen ist nichts zu sagen. Steht jeder Partei frei. Man muß sich aber mal fragen, warum die einst mit Jutesäckchen und „Atomkraft nein Danke“ durch die Lande gezogene Partei und heute „Neue FDP“ das tut. Eigentlich klar. Die SPD soll nicht unterstützt werden, Piet Clausen keine Chance bekommen. Das hat dann hier auch schon sowas von „Hamburger Verhältnissen“, wo die Grünen sich an die CDU heranrobbten und jetzt auffliegen, weil diverse „geheime“ Zusatzprotokolle zu den Koalitionsvereinbarungen die Basis kochen lassen.

Hoffen wir mal, das in der Metropole alles seinen rechten Weg geht.

Tapas tanzte Gazprom aus

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„Es ist Nacht, Bordon. Kein Törken zu sehn“.

Immer dann, wenn ein Club aus dem Westfälischen um höhere Aufgaben spielt, halten Westfalen zusammen. Oder zum „Ewigen Meister der Herzen“, Schalke 04. Selbst die derben Flüche von Ober-ALDI-LIDL-Billigfleischhauer Tönnies und seinem Steuerberater Schnusenberg – gleichzeitig Präses von Schalke – aus dem nahen Rheda-Wiedenbrück verpufften nach einiger Spielzeit an den Mauern des Straßendorfes Gütersloh. Gestern Abend spielte Schalke bei Atletico Madrid um den Einzug in die Championsleague-Runde und die großen finaziellen Fleischtöpfe. Es wurde ein grausames Spiel und meist sahen die Königsblauen das, was wir oben zeigen. Kevin Kurany, nach eigenem Bekunden und Anspruch einer der Topstürmer der Eliteliga irrte über den Platz mit Knoten in den Beinen und zuviel Nutella im Blick. Das Poffertje auf der Trainerbank wurde still und stiller, ging ihm doch wohl das Licht auf, Twente Enschede, sein alter Club, könnte stärker als die halbrussischen Vorstadtkicker sein. Am Ende taten sie einem nicht mal mehr leid. In dieser Form gehen sie gemeinsam mit Bayern München und Werder Bremen unter. Da sorgt schon Hoffenheim dafür.

Mehr Berufssoldaten? Oder Wehrpflicht ausdehnen? Murren in Augustdorf

Gestern hatte ich ein Gespräch mit zwei leitenden Offizieren der Augustdorfer Kaserne in der Senne vor den Toren Bielefelds. Momentan hat sie Truppen für Afghanistan abgestellt, die am Hindukusch das deutsche Grundgesetz und unsere Freiheit verteidigen. Gegen was auch immer. Saugefährlich ist es auf jeden Fall.

Der Major: „Wir brauchen viel mehr Zeitsoldaten. So macht das alles keinen Sinn mehr“
Der Unteroffizier: „Ausdehnung der Wehrpflicht. Aufstockung der Bundeswehr. Viel mehr und modernes Material“

Da passt dieser Kommentar aus der heutigen „Rheinischen Post“ sehr gut dazu:

Immer mehr Soldaten kehren der Bundeswehr auch wegen des Afghanistan-Einsatzes den Rücken. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ verlassen rund zehn Prozent aller Offiziersanwärter die Bundeswehr bereits wieder vor dem eigentlichen Beginn ihrer Karriere. Immer häufiger werde in letzter Zeit der Afghanistan-Einsatz als eine Begründung genannt, erfuhr die Zeitung aus Offizierskreisen. Abwanderungstendenzen gebe es zudem bei
Ärzten und Piloten. Vor allem qualifiziertes Flugpersonal ziehe nach langen und anstrengenden Afghanistan-Einsätzen lukrative Angebote ziviler Airlines vor. Nach Informationen der Zeitung ist Luftwaffeninspekteur Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz wegen des Aderlasses bei seinen Piloten bereits bei Bundeskanzlerin Angela Merkel vorstellig geworden. Regelrechte Einbrüche seien bei der Zahl der Meldungen zum freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr zu verzeichnen. Im Jahresvergleich sei die Nachfrage junger Männer hier um rund 60 Prozent zurückgegangen, berichtet die Zeitung aus einer
internen Statistik der Bundeswehr.

Eigentlich müßte der Generelleutnant bei St. Angela gute Karten haben, ist sie doch begeisterte Anhängerin weltweiter deutscher Militäreinsätze. Mehr noch natürlich bei Peter Struck, der den Hindukusch zur südlichsten Grenze Deutschlands gemacht hat. Kriegsminister Franz-Josef Jung verschweigen wir hier mal lieber.

Deshalb mag ich Bayreuth und Wagner nicht

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(NW 28.08.2008)

Nein, nein. Es ist nicht das „Familienseits-dahingeschleppt-worden“ zu sein. Es ist dieser braune Geruch, der über dem grünen Hügel liegt. Er verzieht sich einfach nicht richtig. Obwohl sie ja „Steuermann, halt die Wacht“ singen. Wen sie wohl meinen, wenn alljährlich die Chicen und Schönen, die tief Ausgeschnittenen, die „A-dabei´s“ oder einfach nur die Kamerageilen sich da ein Stelldichein geben? Ab und zu gibts ja auch schwebende Handtaschen zu bewundern.

Liebe Angela….

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(Aus NW von heute)

Liebe Angela,

verehrte Frau Bundeskanzlerin,
verehrte Frau Dr. Angela Dorothea Merkel,
und wie nennt man das „Einfrieren“ bilateraler Beziehungen zwischen Nato und Russland? Einstellung der Sandlieferungen für den gemeinsamen Spielkasten?

Herzlichst
Ihre ob Ihrer stets gewaltigen Wortwahl staunenden letzten kritischen Ostwestfalen-Stimmen

Wurde die Abordnung aus Bethel in Berlin von einem Kanzlerinnen-Double geneppt?

Unlängst berichtete die NW mit Foto von der Begegnung einer Gruppe aus Bethel mit der Kanzlerin beim Tag der offenen Tür im Kanzleramt.

Hier

Wurden die Menschen und die anwesende Weltpresse von einem Kanzlerinnen-Double hinters Licht geführt? Die echte Angela Merkel sieht in den Medien irgendwie anders aus! Gemeint sind nicht die retuschierten Propagandafotos, sondern Bilder wie dies:

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Oder dieses oder dieses oder dieses!

Hier zum ganz genauen Vergleich die Kanzlerin in groß!

(Wenn man bedenkt, dass am Tag der offenen Tür Frau Merkel auch noch fürs ZDF-Interview aufgezeichnet wurde, liegt die Vermutung nahe, dass die volksnahe Kanzlerin zum Anfassen nicht echt war. Wäre ja nicht das erste Mal, dass der Bürger getäuscht wird.)

Dankeschön vom Umfrager

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Neulich einem Umfrager einen Katalog von Fragen beantwortet.

– Mögen Sie Frau Dr. Merkel? (Sehr/Weniger/Geht so/Gar nicht/Unentschieden)
– Leben Sie gerne in Ihrer Region? (Sehr/Weniger/Geht so/Gar nicht/ Unentschieden)
– Wie stehen Sie zum nordrhein-westfälischen Bildungssystem? (Sehr gut/Geht so/Schlecht)
– Mögen Sie klassische Musik? (Sehr/Weniger/Geht so/Gar nicht)

Wahrscheinlich habe ich Lied Nr. 1 „Das Bildnis ist bezaubernd schön / Zauberflöte“ in Bezug auf die Frage nach Frau Dr. Merkel und meiner Antwort falsch gesetzt. Dann hätten wir jetzt sicher eine ganze Opernsammlung auf DVD mehr. Der bekannte Umfrager veröffentlicht nämlich immer die bekannten Werte.

Das hier ist sein Dankeschön: 11 „Schönste Stimmen der Klassik“. Ich vermisse „Nessun dorma“ in der Besetzung Telekom/Potts und bei der Arie der Butterfly hängt die Scheibe……