Archiv für den Monat: Juli 2008

Entgegen Bauernbarmen: Mehr Spargel + Erbeeren denn je

Na, das Bauernbarmen um angeblich „unwillige H4-Empfänger“, „ausbleibende Polenpflücker“ und „überhaupt schlechte Lage“ in Sachen Spargel und Erdbeeren noch im Ohr? Dann muß man einfach mal lesen, was unser geliebtes „Statistisches Bundesamt“ da meldet. Gilt auch für unsere SpargelErdbeer-lastige Region:

Die Spargelernte 2008 hat nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit bundesweit durchschnittlich 51 Dezitonnen je Hektar (1 Dezitonne = 100 Kilogramm) wieder ein sehr gutes Ernteergebnis erbracht. Der Ernteertrag von Spargel liegt damit um 14% über dem Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre. Trotz einer bundesweit nicht einheitlich guten Witterung, die regional durch ein kühles Frühjahr, durch Trockenheit und durch starke Regenschauer gekennzeichnet war, konnten vor allem durch den verstärkten Einsatz von Folientunneln und teilweise Bewässerung
wieder sehr gute Ernteerträge erzielt werden.

Auf Basis der freiwilligen Ernteschätzungen von Ende Juni dieses Jahres sind auch bei Erdbeeren mit knapp 119 Dezitonnen je Hektar hohe Ernteerträge zu erwarten. Hier zeigen die ersten Schätzungen eine durchschnittliche Steigerung des Hektarertrages von etwa 9% gegenüber dem sechsjährigen Mittel von 2002 bis 2007. Nur in den Jahren 1999, 2006 und 2007 wurden bei Erdbeeren ähnlich hohe Hektarerträge erzielt.

Die Anbauflächen beider Kulturen sind in den letzten 15 Jahren in Deutschland kontinuierlich gestiegen und haben bei Spargel im Jahr 2007 mit 18 600 Hektar ertragsfähiger Spargelfläche und bei Erdbeeren im Jahr 2006 mit 14 100 Hektar Erdbeeren ihre vorläufig größte Flächenausdehnung erreicht. Aktuelle Angaben über die Anbauflächen 2008 werden voraussichtlich Anfang November vorliegen.

Ob die SpargelErbeerleure wohl alle Kinder angegagiert haben? Oder nächtens bei Flutlicht durchs Grün streiften?

Johadility

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Otto, der Ostfriesische und der Schreiber haben was gemeinsam: die ostfriesische Herkunft. Und weil wir ja hier in der Metropole und in OWL auch in einer Exklave des brüllenden Humors leben, ein herzliches „Schönen Geburtstag“ an den 60-jährigen.

Humor ist, wenn es trotzdem kracht.

Leitbildprozessansatzsennestadt

Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW hat aktuell eine Gesamtdokumentation zum kooperativen Leitbildprozess im Stadtumbaugebiet Sennestadt vorgelegt. Unter dem Titel „Die Sennestadt hat Zukunft“ beschreibt die Broschüre die bisher erarbeiteten Ergebnisse des Stadtumbau-Prozesses aus den Workshops und dem Aktionstag zu verschiedenen Themenfelder wie Wohnen und Freiraum, Freizeit und Soziales. Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW gibt Empfehlungen für den weiteren Prozess. Die Broschüre ist auf www.bielefeld.de unter Stadtbezirke/ Sennestadt erhältlich.

Aufbauend auf den Ergebnissen des Leitbildprozesses wird derzeit als weiterer Prozessbaustein ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet. Das Konzept soll die Stadtumbaumaßnahmen in der Sennestadt konkret beschreiben. Mit der Ausschreibung des Stadtteilmanagements schafft die Stadt Bielefeld die organisatorischen Voraussetzungen den Prozess vor Ort in der Sennestadt zu stärken. Das Stadtteilmanagement soll ab 1. Oktober 2008 die Arbeit aufnehmen. Weitere Informationen zum Stadtteilmanagement unter www.bielefeld.de (Rubrik Rat & Verwaltung, Bekanntmachungen, Ausschreibungen).

Die Stadt Bielefeld hat im Juni 2007 mit dem Stadtumbauprozess in der Sennestadt begonnen. Ziel ist es, die Sennestadt an die Herausforderungen des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel anzupassen. Mit Aufnahme des Stadtteils in das Bund-Länder-Förderprogramm Stadtumbau West begleitet die Innovationsagentur Stadtumbau NRW aus Düsseldorf den Stadtumbauprozess als Modellprojekt.

Aus einer Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Welch hochintellektueller Ansatz ……

Nessun dorma

Paul Potts, der Gewinner der Castingshow „Britain’s Got Talent“ von 2007, ist durch den bekannten Telekom-Werbespot in aller Munde. Dies will sich auch die Deutsche Fußball Liga zu Nutze machen und plant, den 37-jährigen Briten beim Eröffnungsspiel zwischen Bayern München und dem HSV in der Allianz-Arena am 15. August in München singen zu lassen.

„Nessun dorma“ – „Keiner schlafe“. Was fällt uns denn da für Arm. Bielefelds Start am 16. August gegen Werder Bremen ein?

„Oh Abstiegskampf. Vom ersten Tage an“?
„Am Brunnen vor dem Tore?“
„Wenn wir erschwindeln klimmende Höhen?“

Nun Büris Brötli

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Wenn man das Wochenende ziemlich durchgearbeitet hat, weil einem jemand ein verbales Kuckucksei gelegt hat, will man Montagfrüh nicht gleich wieder an den Arbeitstisch. Deshalb heut der neulich ausgefallene Bürenkemper-Brötchentest. Teig müssen sie im Vorzimmer des Queller Jibi wohl auch rechtzeitig bekommen haben. Die fertigen Brötchen lagen jedenfalls in der Auslage. Statt der dynamischen Blondine letzte Woche bediente eine ebenfalls blonde reife Dame. Hier nun das Ergebnis des Tests:

Biß: 5 Points
Knackig: 5 Points
Abends noch knackig: 4 Points (alte Erfahrung)
Preis: 4 Points 27 Cent das Stück
Teig: zu fluffig, 4,5 Points

Alles in allem was für Freunde der 60 Grammler. Bißchen weniger Teig, mehr Knack rein, dann wären sie noch besser. Geschmack ist in Ordnung.

Trostlos

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Mit Sommer hat das ja nun wirklich nichts zu tun, was Petrus hier am Teuto und anderswo mit uns veranstaltet. Regen, Regen, Regen und dazu gefühlte 8 Grad. Eben an der Jibi-Kasse stand einer in beiger Windjacke, vielleicht so um die Mitte 70 und pfiff sich eins: „Wann wird es endlich wieder Sommer“. Ich meine, holländischen Akzent herausgehört zu haben. Er kaufte Käse von Antje.

Wenn Jubelperser der Datscheuse huldigen

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Das andere Bielefelder Lokalblättchen, das Westfalen-Blatt, stellt heute die Sonntagsfrage, wie zufrieden denn die Leute mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Merkel sind. Zwischen himmelhoher Bejubelung und krasser Ablehnung gibt es natürlich auch Claqeure und Jubelperser, bei denen man sich nicht sicher sein kann, ob es bestellte Parteifreunde sind. Zu dämlich die Wortwahl, zu offensichtlich der Jubel.

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Fakt ist: Es ist alles schief gegangen. Von der Mehrwertsteuerhöhung über Gesundheits“reform“, demokratorischer Zustimmung zum Lissabonpamphlet statt Volksabstimmung, Aushebelung der Verfassung im Innern, Hungerlöhnen, Wegfall der Pendlerpauschale, Inflation, Explosion der Energiekosten bei gleichzeitigem Festhalten an der Steuerlast, Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, usw.

Meinetwegen kann Templins bekannteste Datschenbesitzerin mit dem ungeklärten Stasihintergrund Außenministerin werden. Den Job übt sie ja heute schon aus.

Die bleierne Zeit

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt: Dieser Hoffnung sind das NRW-Umweltministerium und der Energieversorger RWE im Hinblick auf eine Schadstoff – belastung im Umkreis von älteren Strommasten. Über Regenwasser und bei Renovierungsarbeiten war der gefährliche Rostschutzanstrich in den Boden gelangt. Als RWE das Problem erkannte, musste der Energieversorger, wie vorgeschrieben, die Schadstoffbelastung nach dem Bodenschutzrecht
anzeigen und auch einräumen, dass der Bleiwert im Weidegras die Höchstwerte der Futtermittelverordnung in einigen Fällen überschreitet. Doch RWE tat mehr als vorgeschrieben. Das Unternehmen legte ein Handlungskonzept vor, um die neue Umweltgefahr kurz- und langfristig zu bannen. Auch der Energieversorger Eon Westfalen Weser hat angekündigt, seine Masten untersuchen zu lassen. Andere Unternehmen, wie ENBW und Vattenfall, sollten folgen. Zu denken gibt lediglich, dass RWE bei seinen 20 000 Höchstspannungsmasten lediglich 22 sensible Standorte benannt hat, die zum Beispiel in Wohngebieten, Privatgärten oder Kinderspielplätzen liegen. Diese geringe Zahl wird von Experten angezweifelt. Die Zweifel sollten schnell ausgeräumt werden.

Aus: Westfalenblatt. Soso, „doch RWE tat mehr als vorgeschrieben“. Ist das zuviel verlangt, angesichts der Abzockerpreise an der Stromtanke? Angesichts überalterter Strommasten? Angesichts minimaler Investitionen ins Netz? Oder steckt dahinter letztlich nur die „RoHS-Verordnung“ der Europäischen Union, die nur noch minimal zulässigen Bleigehalt von Installationen in der Elektotechnik/Elektronik vorschreibt? Vielleicht haben wir aber auch nur Glück gehabt, das uns RWE das nicht noch als Geschenk Gottes verkauft hat…..

Maxiking

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Er sollte sein Marketingstudium an den Nagel hängen und in Sterne-Cuisine machen. Maximilian S. („Das perfekte Dinner“ / „Kocharena“) gewann gestern Abend auch das Voxtheater „Unter Volldampf“ im Queller Schlichtehof. Buchstäblich im Schweiße seines Angesichts. Maxiking eben.

Außer Konkurrenz

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Leider außer Konkurrenz. Brötchen aus dem Speckgürtel. Von Welpinghus in Steinhagen/Borgholzhausen.

Biß: 5 Points
Knackig: 5 Points
Abends noch knackig: 6 Points
Preis: 4 Points
Teig: fluffig, 5 Points

Nützt aber alles nichts, da nicht in der Bielefelder Wertung.

Arm. Bi sucht „Einlaufkinder“

So stehst auf der Webseite von Arm. Bielefeld:

Einlaufkinder gesucht

Hand in Hand und neben Aaron Hunt. Für das erste Heimspiel der Blauen in der SchücoArena gegen Werder Bremen am Samstag, den 16. August, werden Arminis im Alter von 6-10 Jahren gesucht, die kurz vor Anpfiff Arminias Akteure auf das Spielfeld begleiten

Einlaufkinder? Gibts vorher ein Zäpfchen?

Nächstes Wochenende gaukelts wieder

Nächstes Wochenende (25. bis 27. Juli) wird in Bielefeld wieder das Mittelalter lebendig. Händler, Handwerker und Spielleute, Ritter, Gaukler und Narren in historischen Kostümen belagern an diesem Wochenende die „Feste Sparrenberg“ in Bielefeld und illustrieren den Besuchern das alltägliche Leben und die Kultur der Menschen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert. Etwa 200 Mitwirkende, rund 50 Marktstände, Tavernen und nicht zuletzt die Bühnen mit dem umfangreichen Programm sorgen für allerlei ‚Kurtzweyl’ und lohnen den durchaus nicht unbeschwerlichen Weg hinauf auf die Burganlage oberhalb der Bielefelder Altstadt.

Beim Pellen der Kartoffeln

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Ist heut Nacht Vollmond? Gibt es Schwingungen aus dem Norden? Fragen, die man sich gut beim Pellen der Kartoffeln vom Bauern aus dem Bielefelder Speckgürtel stellen kann. Ok. Es gibt so Tage. Da erfährt die bessere Hälfte schon am Abend zuvor, das dem Firmenbesuch aus der Türkei in Düsseldorf Papiere und Geld geklaut worden sind und sich folglich der heutige Besuch anders abspielen wird. Da gießt es in der Früh wie aus Kübeln, was den Hund zur großen blonden Wasserratte werden läßt. Und dann gibts da noch den Anruf aus einer Großstadt nördlich von uns, das irgendein geheimer Boß im Hintergrund deine Reportage – obwohl eng an die Fachterminologie der Branche angelehnt – nicht kapiert hat. Freude über Freude, weil das eng geplante Wochenende damit gründlich im Eimer ist.

Da bleibt nur das Pellen der Kartoffeln aus dem Speckgürtel, damit am Abend wenigstens westfälische Bratkartoffeln die Stimmung heben. Ein paar Gläser Wein – nein, nicht aus Jöllenbecker Kaltlage – werden ihre Wirkung auch nicht verfehlen. Der beste Trost aber: Der zusätzliche Aufwand kostet auch extra. Das hebt über die Nochmalarbeit hinweg.

Die bessere und schönere Hälfte hat dann wenigstens in einem guten Restaurant – auch im Speckgürtel – mit ihren Gästen ein schmackhaftes Mahl eingenommen. Mit Kartoffeln aus obiger Lage. „Angela“ sollen sie heißen, meinte der Kartoffelbauer. „Angela“? Dazu fällt mir dann nur ein am Geburtstag der Datscheuse
in Algier auf dem Rollfeld angebumster Bundes-Airbus ein. Zeichen über Zeichen. Noch kann ich sie nicht deuten.

David will „engeren Gürtel“

Die Bielefelder Stadtverwaltung muss den Gürtel ab sofort enger schnallen. Das zumindest meint Oberbürgermeister Eberhard David. Denn: Statt der eingeplanten 6 Millionen Euro Plus, sei für den städtischen Haushalt 2009 jetzt ein Minus von rund 67,5 Millionen Euro angemeldet. Da müsse noch einiges auf den Prüfstand, sagte David im Radio Bielefeld Interview. Die Ausgleichrücklage der Stadt in Höhe von rund 170 Millionen Euro müsse mindestens für die kommenden 4 Jahre reichen und dürfe durch weitere Ausgaben nicht in den nächsten ein- zwei Jahren aufgezehrt werden, so David. Er habe es sich zum Ziel gesetzt, in seiner Amtszeit bis Oktober 2010 noch die Haushaltskasse der Stadt fest im Auge zu haben. Deshalb gäbe es bestimmt noch Kürzungen in einigen Bereichen. Außerdem müsse man darüber nachdenken, die von der BfB geforderte Steuersenkung wieder rückgängig zu machen.

So hört sich das auf Radio Bielefeld an. Von was und an was will der kleine David denn noch sparen? Und: Amtszeit bis 2010? Ist mir da was entgangen? Nächstes Jahr soll doch gewählt werden ….. Das mit dem „engeren Gürtel“ können wir scnell mal erledigen: Werksverkauf Windsor. Da gibts welche aus 2. Wahl. Passt dann ja.

Irgendwie leer anner Tüte

Die Anfänge scheinen vielversprechend- aber das Problem an sich ist noch nicht gelöst. An der Bielefelder Stadthalle greifen die Maßnahmen gegen die Trinker- und Drogenszene, die sich dort in der Vergangenheit zunehmend breit gemacht hatte. Auf der Grünfläche und am Ausgang der Stadtbahnhaltestelle fand in den vergangenen Tagen keine Versammlung mehr statt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehr wohl. Die Polizei will jetzt genau beobachten, wo sich Alternativtreffpunkte entwickeln könnten. Die Stadt Bielefeld hatte bereits angekündigt, „mehr Geld für mehr Angebote für die Szene in die Hand nehmen zu wollen“.

Wie wärs mit netten Plantschecken in den Freibädern? Freibier, Steinhäger, Korn? Man könnte auch Paplik Juhink anbieten…..

2006 380 Euronen mehr als 2005

In Bielefeld ist die Kaufkraft in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2006 hatte durchschnittlich jeder private Haushalt 20.162 Euro im Jahr für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung. Das waren 380 Euro mehr als noch 2005. Laut des Landesamtes für Statistik kommt Bielefeld unter den 396 Städten und Gemeinden im Land damit auf Rang 103.

Soso. Ist ja wirklich umwerfend. Von der Städtegröße her Top 20, Kaufkraft wie´n Dorf.

Gesundheitskarte? Schon wieder Krake „Arvato“

„Mehrere 100 Millionen Euro wurden bereits für die elektronische Gesundheitskarte verbrannt – mehr als Pleiten, Pech und Pannen sind bei dem weltweit größten IT-Projekt nicht herausgekommen“, sagt Dr. Silke Lüder. „Dieses Projekt könnte als Milliardenruine der direkte Nachfolger des Transrapids werden“, ist die Sprecherin eines breiten Bündnisses aus Bürger-, Patienten- und Ärzteinitiativen gegen die Einführung der elektronischen
Gesundheitskarte sicher.

„Hier soll nicht Transparenz für Versicherte hergestellt werden, sondern es werden transparente Versicherte geschaffen – mit Datensätzen voller intimer Dinge auf zentralen Servern, die von bis zu zwei Millionen Menschen mit ‚Heilberufsausweisen‘ eingesehen werden können. Es geht dabei um medizinische Daten, die bislang nur denjenigen zugänglich waren, die auch direkt mit der Behandlung zu tun hatten“, warnt Joachim Trauboth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten und Mitglied im Aktionsbündnis.

In Testläufen habe sich gezeigt, dass die Patienten sich die sechsstellige PIN der Karte nicht merken konnten. „Daraufhin haben offizielle Datenschützer vorgeschlagen, dann sollten doch die Ärzte die PIN für ihre Patienten verwalten. Diese Idee ist der Offenbarungseid des Datenschutzes: Wo bleibt da die versprochene Sicherheit?“, fragt Trauboth.

Kai-Uwe Steffens aus Hamburg, als Vertreter des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung bei der Aktion „Stoppt die e-Card“, verweist auf die Risiken der geplanten Anhäufung von Patientendaten: „Die Diskussion über die Mautdaten zeigt doch, dass man den Datenschutzbeteuerungen des Gesetzgebers nicht mehr vertrauen kann. Spätestens im ‚Antiterrorkampf‘ wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die Medizindaten geöffnet werden würden“, warnt er.

Das Bündnis „Stoppt die e-Card“ hat vor wenigen Wochen eine Unterschriftenaktion gestartet, in kurzer Zeit kamen mehr als eine Viertelmillion Unterschriften zusammen. „Das ist erst der Anfang“, kündigt Dr. Silke Lüder aus Hamburg an: „Wir werden mehrere Millionen Unterschriften sammeln und den unverantwortlichen Umgang mit intimen Patientendaten zum zentralen Thema des kommenden Bundestagswahlkampfs machen“. Außerdem haben Patientenvertreter jetzt eine Patientenverfügung zum Datenschutz der eigenen Krankheitsdaten in die deutschen Arztpraxen gebracht: „Hier können die Patienten der Speicherung von Medizindaten außerhalb der Arztpraxen widersprechen“, erläutert sie.

So kam es eben über die Ticker. Und wer steckt dainher? Klar. Die BetslamnMohn-Krake mit der häßlichen Tochter Arvato. Schließlich gehts um einen Milliardenauftrag. Und sowas läßt sich doch kein Mohnkuchen entgehen. Umso besser kann man die Verluste, die der Mohnsohn mit Lycos fabriziert, wegstecken. Man ist ja „gemeinnützig“. Möchte jemand seine geheimen Daten von einer Mohnfirma verwaltet haben, die auch für Mobilfunker die Handys verschickt und mit dem logistischen Arm Militärgut weltweit vertickt?

Alles Quark, Oder?

Alles Quark oder was? Mit einem Anstieg von 31,1 Prozent stand das Molkereiprodukt im Juni an der Spitze der Preistreiber. An der Spitze heißt: Viele andere Produkte haben sich sehr viel weniger verteuert. Allerdings gibt auch der Durchschnittswert von 3,3 Prozent Anlass zu Besorgnis. Das Ärgerliche an der derzeitigen Inflation ist, dass sie von den Steigerungen bei Energie und Lebensmitteln angetrieben wird. Auf einen Flachbildschirm kann man eventuell noch eine Weile verzichten und den alten Fernseher vielleicht weiter benutzen. Aber beim Mittagessen das Stück Fleisch streichen? Das wollen – und müssen zum Glück – die meisten doch nicht. Was die Energiekosten betrifft, so sind auch im Privatbereich Einsparungen möglich – nur nicht in jedem Fall und nicht von heute auf morgen. Weil also die Steigerungen besonders in den Alltag einschneiden, sind
die gefühlte Inflation und die Betroffenheit gerade beim ärmeren Drittel der Bevölkerung viel größer als die statistischen 3,3 Prozent. Bei Haushalten mit weniger als 1750 Euro Monatseinkommen knabbert die Inflation direkt an der freien Spitze und damit an dem Geld, das für größere Anschaffungen (Auto, PC, Waschmaschine, Möbel, Reise) und kleinere Vergnügungen (Kneipe, Ausflug) zurückgelegt wird. Das tut weh! Also doch alles Quark? Nein, aber ein deutlicher Hinweis, dass Politiker, Unternehmer und Gewerkschafter nicht an die Inflation gewöhnen dürfen.

So kommentiert unser anderes lokales Blättchen, das Westfalen-Blatt. Heute schon Inflation gefühlt? Unsere Buta-Abgeordneten würden unisono tönen: „Dafür sanieren wir doch den Haushalt“. Jo. Klasse. Auf dem Rücken der Masse der Bürger. Und die revanchieren sich bei den Berliner Geistesgrößen durch erneute Kaufzurückhaltung. Da merkeln wir einfach mal auf: „Der Aufschwung, der ein Abschwung ist“.

Ich liebe es…

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Ja, das liebe ich. Strömender Regen auf der proppenvollen Autobahn zwischen Hannover und Bielefeld-Sennestadt. Heerscharen beim Abgreifen fettiger Pommes beim „Güldenen M“ in Bad Nenndorf. Schaler Blick beim Entdecken der Bruchreste im Schalenboden. So muß ein Hochsommertag sein. Und jetzt wartet jede Menge mitgebrachte Arbeit bei moderaten 16 Grad.

Schäfer’s musste dran glauben

Schäfer’s Brot u. Kuchenspezialitäten:

„Hallo, ich hätt gern zwei normale Brötchen.“

„(starker russischer Akzent:) Ja, welche denn?“

„Normale halt.“

„Normale oder Abendbrötchen?“

„Von jedem eins dann.“

Und nun liegen sie vor mir, den Unterschied konnte sie mir nicht erklären, den hab ich mir jetzt von der Tütenrückseite gesucht.

Brötchen

links das „normale“, rechts das anscheinend legendäre Abendbrötchen, immerhin wird ihm eine ganze Seite gewidmet.

Der Test:

Normale:

Kruste: 4, da kaum vorhanden

Geschmack; 5, geht gar nicht, quietscht sogar beim Kauen

Luftigkeit: 2, kein anderer Bäcker kriegt soviel Luft in sowenig Teig

Knackigkeit: 5, zuviel Latex im Brötchen

Verfassung nach 8 Stunden: nicht testbar da jetzt schon wie Gummi

Preis: 34(!!!!!)ct.

Abendbrötchen:

Kruste: 5, es geht tatsächlich noch laffer

Geschmack: 2, irgendwie „mehr“ von allem drin und angenehmer Brötchengeschmack trotz Belag

Luftigkeit: 3, man konnte ordentlich Teig rausprökeln 😉

Knackigkeit: 4-, auch ne ordentliche Portion Latex

Verfassung nach 8 Stunden: Nicht testbar weil es ABENDbrötchen sind 😉

Preis: 30ct

Mein Latexempfinden kommt daher, dass beide Brötchen beim Durchschneiden ordentlich gequietscht haben, keine Ahnung warum, am Messer lag es nicht.

Fazit: Bin froh das der Laden von meiner Liste schonmal weg ist 🙁

Nachtrag: Tütentext: Abendbrötchen: Unsere Abendbrötchen zeichnen sich durch ihre zarte Rösche aus. Eine Langzeitteigführung und der hohe Krustenanteil sorgen für den besonderen Wohlgeschmack.

Zutaten: 100% Weizenmehl, Pflanzenfett, Salz, Hefe, Wasser. Kalorien: ca. 265 kcal in 100g Brötchen.

Immer Frisch! Da von morgens bis abends laufend frisch im Ladenbackofen gebacken.

Rösche erinnert mich irgendwie an eine Mischung aus Rosette und Arsc*****, ich will nichts Genaueres wissen , den ersten Teil des zweiten Satzes versteh ich nicht, aber dem letzten Teil stimme ich durchaus zu.

Autokino – 25. UniVideoMagazin

Das Autokino findet am Freitag, den 18. Juli statt. Einfahrt ist um 21 Uhr, Beginn um 22 Uhr auf dem Parkplatz IV der Universität Bielefeld. Gezeigt werden die aktuellen kultigen Kurzfilme aus dem Seminar „Vorsicht Dreharbeiten!?“ zum Thema Verwandlung durch Studieren im Ausland, die im Sommersemester 2008 entstanden sind und die jeweils maximal fünf Minuten dauern, sowie Gastbeiträge. Auf dem Programm steht auch wieder die traditionelle Preisverleihung durch das Publikum. Die Tonübertragung übernimmt Hertz 87,9 CampusRadio Bielefeld. Der Eintritt ist frei.

Erster Brötchentest ein Reinfall

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Man kann sie ja praktisch nicht mehr umfahren, die laut ankobernden Bürenkämper-Filialen. So auch den auf der Carl-Severing-Straße. Zeit für den ersten vieler ultimativer Bielefelder-Brötchentests. Doch was sagte die dynamische Blondine hinterm Tresen auf die Bitte nach 2 Brötchen? „Dauert leider noch. Die haben mir den Teig geklaut“. Hmmm. Um dann noch anzufügen: „Na, mein Chef kann was erleben“.

Nun gut, ist ja noch nicht aller Brötchen Abend.

Bielefeld sucht „das ultimative Brötchen“

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Angeregt durch die explosive Vermehrung der Bürenkämper-Bäcker hat sich eine kleine aber feine Bielefelder Brötchenfan-Gruppe zum Ziel gesetzt, das „ultimative Bielefelder Brötchen“ zu finden. In die Auswahl kommen alle Bielefelder Bäckereien und Filialen, die auch vor Ort backen. In die Wertung von 1 = excellent bis 6 = ungenießbar kommen die Kategorien
Kruste
Geschmack
Luftigkeit
Knackigkeit
Verfassung nach 8 Stunden.

Und hier die Nominierten. Packerin Kathrin hat sich die Mühe gemacht, die Brötchenartisten Bielefelds aufzulisten. Wenn Ihr noch ein paar wisst, lasst es uns wissen. Mittesten kann jeder, der Brötchen mag. 1 Bild bitte, im Anbiß oder beim Zerteilen. Egal. Veröffentlicht wird hier im Bielefeld-Blog. Der Sieger wird nach Punktesystem gekürt und bekommt den Titel „Bielefelder Brötchenoskar“, wenn die Mehrheit der Liste abgearbeitet ist:

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