Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
7
Jul '08

Wie war das noch grad mit Siebenschläfer?

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Ein bißchen was von April hat es, was sich da Wettermäßig im Ostwestfälischen abspielt. Schauer, Sonne, Sonne, Schauer. Wäre man in alten Bauernregeln bewandert, ließe sich sicher ein Zusammenhang mit Siebenschläfer herstellen:

* Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
* Wenn’s am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
* Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
* Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
* Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen.
* Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
* Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.

Was passt denn nun?

…irgendwie ist es auch schön in Bielefeld

Tja, und irgendwie ist es auch schön in Bielefeld. Zur Zeit fühle ich mich wohl dort – ich bin glücklich. Während der ältere Herr ein weiteres Mal mit Heißgetränken und Wasser an mir vorbei jongliert, denke ich, dass ich ja schon in einigen deutschen und europäischen Städten war – viele von ihnen haben Fluss, die ihre Stadt sehr attraktiv machen. Bielefeld hat nur die Lutter und die macht sich eigentlich kaum bemerkbar.

Wenn es in Bielefeld 2 Wochen mal wieder nur zu regnen scheint, dann hab ich immernoch mein zu Hause ;-) – und wenn das Wetter dann wieder gut wird, dann merke ich es – heimlich hat sich diese Stadt in mein Herz geschlichen – ja heimlich bin ich verliebt, verliebt in Bielefeld. Sicherlich war es keine Liebe auf den 1. Blick, aber nach 3 1/2 Jahren, da ist die Freude auf zu Hause und auf Bielefeld ein ziemlich eindeutiges Zeichen, oder?! :-)

Gelesen auf dem Bog von Julia Emde. Vielleicht es es diese “Undercover-Liebe” zu Bielefeld, die so viele hier hält?

Kollektives Durchdrehen?

Was das mit der Bekämpfung der Schwarzarbeit zu tun hat, ist mir noch nicht ganz klar. Nach einem neuen Gesetzentwurf der überaus tüchtigen,
fähigen, charaktervollen, hervorragend geführten, überaus fairen Groko in Berlin soll jede Ladenkasse mit einem Sende-/Speicherchip ausgestatten werden, der sämtliche Kassenvorgänge aufzeichnet und abrufbereit vorhält. Das Bundesarbeitsministerium erhofft sich dadurch die Schwarzarbeit schneller bekämpfen zu können ????? Andererseits wird in einem Nebensatz gesagt, dass somit schneller für den Fiskus die MwSt-Einnahmen ermittelbar sind.
Hochstirn und Neoliberaler Bufinami auf der Suche nach weiteren Drangsalierungen der Bürger.

Und:

Der Suchmaschinenriese Google bringt seine virtuelle Stadtrundfahrt Street View nun auch nach Deutschland. In Berlin, Frankfurt und München wurden die Kamera-Wagen bereits gesichtet. Datenschützer melden jedoch Bedenken an und sehen die Privatsphäre der abgelichteten Passanten in Gefahr. Google wiegelt ab und will die Gesichter der Menschen anonymisieren. Wer dem Versprechen nicht traut, sollte sich in Zukunft auf der Straße benehmen – wer weiß schon , wann die neugierigen Kameras vorbei rollen. Wer braucht so einen Scheiß?

Und:

Zum ersten Mal in diesem Jahr lud das Oetker-Unternehmen am vergangenen Donnerstag wieder zum Bielefelder Tisch ein, und etwa 150 hungrige Menschen kamen. Zur Vorspeise gab es Suppe, als Hauptgang folgten Putengeschnetzeltes mit Butterreis, Tsatsiki und Krautsalat. Anschließend wurde dann zum Dessert »Wölkchen« und »Yofibra« von Dr. Oetker serviert. Eine gute Tradition aus Zeiten von Rudolf August.

Und:

Erstmals ist ein Hartz-IV-Empfänger vom Bielefelder Amtsgericht wegen Beleidigung seiner Sachbearbeiter und Hausfriedensbruch zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Bei Arbeitplus, der gemeinsamen Gesellschaft von Stadt und Arbeitsagentur, die sich um die Arbeitslosengeld-II-Empfänger kümmert, beklagen die Beschäftigten den zunehmend ruppigen Ton der Kundschaft. Wer weiß, was die Sachbearbeiter vorher per unsozialstem und menschenverachtendem Gesetz – erfunden von einem verurteilten Kriminellen und ins GAz geflüchteten lipperländischen Kanzlerversager – und SPD-Zerstörer – “verfügt” haben. Da ist verständlich, wenn die Hutschnur hochgeht.

Was für eine Melange an einem regnerischen Montag im Sonner 2008. Mal ganz abgesehen von G8-Gipfel in Japan, der wirklich mal wieder der Gipfel ist, summiert man die Unfähigkeiten der Versammelten. Abgesehen von Plänen aus dem Tiefen see, der Windparks en Masse bauen will und wahrscheinlich eine Speichermöglichkeit für den Strom gefunden hat. indem er mehr Bahn fahren läßt. Abgesehen auch von einem Wutausbruch des Kurt Beck, der die immer mehr zu Tage tretende Unfähigkeit der Templiner Datschenbesitzerin geißelt und selbst nach wie vor Probleme hat.

Nachdenken bei 17 Grad

Das wird eine Reisewoche. Erst in den Norden, dann der tiefe Süden. Aber egal wohin. Kühl ist überall. Das hält den Geist frisch bei den diversen Meetings.