Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jul '08

Die flotten Bürenkempers

Einweihung einer neuen Filiale des Bürenkemper-Backkonzerns im Bielefelder Speckgürtel. An und für sich nichts Sensationelles, da das im Franchiseverfahren arbeitende Bielefelder Unternehmen das alle Nase lang tut und mit der werblichen Andienung an die Bielefelder Arminia auch seinen Bekanntheitsgrad gesteigert hat. Wie gesagt, nichts Sensationelles. Wie auch die Produkte für unseren Geschmack durchschnittliche Ware sind. Wenn da nicht der vielleicht 75-jährige Opa gewesen wäre, der sich vor einer Armada von fünf Premiumautos aufgebaut hatte, die alle im Nummernschild was mit BI….B hatten und die Nummernschildverstärkungen ein verchromtes www.baeckerei-buerenkemper.de trugen. Nun gut, wer ein nagelneues Mercedes AMG 600 Coupé fährt, backt keine kleinen Brötchen. “Hat aber recht stolze Preise”, meinte der alte Herr und schleppte das Kuchen-Eröffungssonderangebot, offeriert von Bernhard Bürenkemper himself, “2 Stück für den Preis von 1″ ab.

Wenn die Bäckereiinnung Bielefeld demnächst wieder ihre große Jammerarie anhebt, werden wir mal genau hinter die Kulissen blicken. Das macht dann unser 75jähriger Kuchenabschlepper und Genauhingucker. Vor allem sind wir gespannt, ob denn Arm. Bielefeld mit den Bürenkemperschen Sauerteig – produkten in den Beinen eine bessere Tabellenposition einnehmen wird.

24.08.: “Figaros Hochzeit” vor der Sparrenburg

Was andere Städte schon sehr lange können, fängt Bielefeld nun an, zu können: Klassische Musik” vor “klassischer” Sparrenburg-Kulisse. Hier die Pressemeldung von Bielefeld-Marketing:

Premierenfieber! Ganz „unbeschwert“ können Bielefelds Generalmusikdirektor Peter Kuhn und die Bielefelder Philharmoniker dieser Tage nicht in ihre wohlverdienten Sommerferien gehen: Unmittelbar nach der großen Pause steht eine große und durchaus spannende Premiere für das Ensemble auf ihrem Programm.

Nicht ganz schuldlos daran ist die Bielefeld Marketing GmbH, die das Bielefelder Wahrzeichen – die Sparrenburg – in diesem Jahr erstmals auf eher ungewöhnliche Weise in Szene setzen wollten. Nachdem mit einem Bielefelder Autohaus im Luxus-Segment ein weiterer starker Partner gefunden wurde, steht nun fest: Am 24. August 2008 ist Premiere für „Klassik auf der Burg“. “Ein einmaliges Open-Air-Konzerterlebnis vor einer einzigartigen Kulisse“, das verspricht Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH.

Mozarts „Figaros Hochzeit“ in der konzertanten Aufführung ist das Thema dieses besonderen Erlebnisses klassischer Musik. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Peter Kuhn wird sich am Sonntag, 24. August, ab 18.00 Uhr, das Gelände – eine perfekte Naturtribüne – rund um das Bielefelder Wahrzeichen in einen großen Konzertsaal verwandeln. Die Geschichte rund um den nicht gerade tugendhaften Grafen Almaviva wird u.a. von Alexander Marco-Buhrmester, Melanie Kreuter und Cornelie Isenbürger auf als Solisten interpretiert.

Thorsten Wiesner vom Lexus Autoforum Bielefeld ist sich sicher, mit „Klassik auf der Burg“ ein zukunftsfähiges Veranstaltungsformat zu unterstützen: „Unsere Wunschvorstellung wäre eine jährliche Veranstaltung dieser Qualität. Sozusagen erstklassig, genau wie unsere Marke. Wir freuen uns dabei besonders, dass das musikalische Aushängeschild der Stadt – die Bielefelder Philharmoniker – den ersten Auftritt gestalten.“

Aber ob überhaupt „Klassik auf der Burg“ 2009 realisiert wird, hängt letztlich vom Gelingen der Premierenveranstaltung am 24. August ab. Hans-Rudolf Holtkamp: „Vom Konzept sind wir absolut überzeugt. Letztlich wird aber das Wetter – wie so oft bei Open-Air-Veranstaltungen – den Erfolg bestimmen.“ Und so wurde bereits jetzt ein Ausweichtermin bei Schlechtwetter terminiert: Freitag, 29. August 2008 (19.30 Uhr!).

Tickets zum Preis von 10,00 € (Stehplätze) bis 30,00 € (Sitzplätze 1. Kategorie) gibt es ab sofort im Vorverkauf in der Bielefelder Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, Telefon (05 21) 51 69 99. Der Einlass beginnt um 17.00 Uhr. Die Online-Bestellungen sind unter www.bielefeld-ticketservice.de möglich.

Grand Prix von Bielefeld

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Wer da glaubt, nur der Absperrslalom auf der Detmolder Straße lohne die Fahrt, wird auf der Brockhagener Straße auswärts Richtung Marienfeld eines Bessern belehrt. Immerhin ist man da schon anderthalb Jahr zugange. Bagger befördern Kaputtes aus dem Erdreich, gemütlich wird Neues wieder hineinverlegt. Immer aber ist es spannend, Wetten darauf abzuschließen, ob Gegenverkehr kommt oder nicht. Was die Bearbeitung und Bebauung der rund 50 Hektar Brachflächen der Metropole angeht, herrscht allerdings Funktstille. Und das, wo angeblich jährlich 50 Hektar der Stadt neu bebaut werden….. Der zuständige Baudezernent bewirbt sich derzeit in einer anderen Stadt. Vielleicht löst das auf absehbare Zeit das Problem?

Der Bertelsmann-Verstrickung nächster Teil

Es ist unglaublich, wie der so undurchsichtige Konzern aus unserem Nachbarkaff Gütersloh unsere genialen Politiker kauft nd seinen Einfluß auf dieses Land und diesen Staat systematisch weiter ausbaut. Auf “indymedia.de” finden wir diese unappetitliche Story, deren Folgen letztlich auch die Studierenden der Uni Bielefeld auszubaden haben, weil deutsche Bildungspolitiker extrem viel Mohnkuchen essen:

Als bundesweiter Vorreiter bei der Durchsetzung neoliberaler Hochschulreformen, insbesondere der Einführung von Studiengebühren, hat sich Jörg Dräger (parteilos im CDU Senat) nicht nur bei den hamburger Studierenden unbeliebt gemacht, die er zu Tausenden exmatrikulieren ließ. Der Hamburger Senator kassierte eine satte Fünf minus im Minister-Ranking der Landesbildungsminister. Dafür machte sich der ehemalige Unternehmensberater (Roland Berger Strategy Consultants) umso beliebter bei der Gütersloher Bertelsmann Stiftung (NRW), der Unternehmensstiftung von Europas größten Medienkonzern Bertelsmann. Dieser hat kürzlich den großen Einstieg in den Bildungsmarkt angekündigt: Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, will „neue Potenziale“ im „globalen Megatrend Bildung“ erschließen. Mit Einführung des Bezahlstudiums hat Dräger eine wichtige Investitionsvorausssetzung für das Geschäft mit der Bildung geschaffen, wie sie auch die Bertelsmann Stiftung und das ihr angegliederte Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) seit Jahren fordern. Jetzt bedanken sich die Bertelsmänner bei Dräger gleich doppelt: Ab 1. Juli 2008 wird er Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung „Bereichsleiter Bildung“ und zugleich einer von zwei Geschäftsführern des CHE. Zweiter Mann an der CHE-Doppelspitze wird Frank Ziegele, langjähriger CHE-Stratege und seit 2007 Geschäftsführer von CHE-Consult, einer offiziell kommerziell auftretenden Ausgründung des vorgeblich „gemeinnützigen“ CHE.

Wegen ihrer intransparenten, aber dafür umso effektiveren Einflussnahme auf die Bildungspolitik wurde die Bertelsmann Stiftung auch schon als „heimliches Bildungsministerium“ bezeichnet. Mit der Stiftung will Stiftungsgründer Reinhard Mohn (86) die Gesellschaft nach betriebswirtschaftlichen Modellen und im Sinne der Standortkonkurrenz umbauen.

Kein Finanzminister, kein Staatsanwalt, keine Justiz wagt, gegen diese Krake vorzugehen. Stattdessen trinkt die Berliner Kanzlerminim ihren Kaffee mit Elisabeth (Liz) Mohn und Elfriede (Friede) Springer. Die Ergebnisse dieser Gespräche kennen wir.

Du Blockadeglück Du!

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Wie können wir da bloß helfen? Liest ja nicht jeder/jede die NW.

“Bielefelder Flaneure” von Titanic geehrt

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Große Ehre für der Metropole umtriebige “Flaneure“. Titanic forderte seine Leser auf, ein “Piktogramm zu entwerfen, das unserem Lande noch fehlt”. Die Flaneure reichten ihr Erkennungszeichen (neudeutsch “Logo”), den “grünen Mann mit gezogenem Hut” ein. Die Leser entschieden sich für das in Bielefeld mittlerweile prominente Flaneure-Logo und man sprach den Jungs den ersten Preis – einen mit Gedicht des Titanic-Chefredakteurs Thomas Gsella verzierten Fünf-Euroschein – zu, Glückwünsch Flannis!

Auf ebay tobt nun eine Bieterschlacht um den einmaligen Preis. Der Erlös kommt der Anschaffung des weltweit einmaligen “Ich-Denkmals” zugute.

Globalisierungsgegner chancenlos: Citrus-Bockkäfer auf dem Vormarsch

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Der zugereiste “Grün-Lüstling” kennt auch bei einheimischen Gehölzen kein Erbarmen: “Ein Befall durch das schädliche Insekt sei für einen Baum das Todesurteil”, ist in der NW zu lesen.

Das schwarz-blaue Krabbeltier mit gelben Punkten hat keine natürlichen Fressfeinde und nistet sich in der ganzen Pflanze ein. Erstaunlich: Auch im toten Holz aus China könnte ihm mit Altstadt-Pflastersteinen als blinder Passagier die Einreise gelungen sein. Sind die Hänge des Teutos erst vom Citrus-Bock kahlgefressen, gehts mit der Bimmelbahn hinauf auf die Sparrenburg und mit der Sommer-Rodelbahn wieder ins urbane Zentrum zurück…