Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
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Jun '08

Ehemaliger Bielefelder Prof und Jogi Löws Taktik

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Mit Niklas Luhmann, dem prominentesten Verfechter der soziologischen Systemtheorie, hat die nationale Frage ob 4-5-1 oder 4-4-2 zwar nur bedingt zu tun, auch wenn “selbstreferenzielle Prozesse der Kommunikation” sogar bei Schweini, Poldi und Co. ablaufen. Aber das Hauptseminar “Aufstellungsvarianten im Fußball des 21. Jahrhunderts” im provisorisch hergerichteten Hörsaal 1 der deutschen Nationalmannschaft in Tenero ist dieser Tage überfüllt wie eine Einführungsveranstaltung für Erstsemestler.

Der von T-online zitierte Niklas Luhmann lehrte von 1968 bis 1993 als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld und wohnte bis zu seinem Tod 1998 in Oerlinghausen, nahe der Metropole. Zu Luhmanns Theorie heißt es auf Wikipedia:

Luhmanns „Systemtheorie“ versteht Gesellschaft nicht als eine Ansammlung von Menschen, sondern als operativ geschlossenen Prozess der Kommunikation. Die Systemtheorie thematisiert selbstreferenzielle soziale Operationen (Kommunikation). Selbstreferenziell soll heißen, dass sich Systeme nur auf ihre internen Operationen beziehen und trotzdem kognitiv offen sind. Die Leitdifferenz eines gesellschaftlichen Funktionssystems bezieht sich immer auf die System/Umwelt-Unterscheidung (beispielsweise „Das Recht/alles außerhalb des Systems des Rechts“ für das Rechtssystem). Die Leitdifferenzen von gesellschaftlichen Funktionssystemen bezeichnet Luhmann als Codes (im Beispiel „recht/unrecht “’ für das Rechtssystem). Die meisten Funktionssysteme orientieren sich an symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien, die Wirtschaft etwa an Geld.

Dann wollen wir mal schauen, wie die Lehre des Bielefelders auf Viererkette, Flügelzange und Banananenflanke angewandt werden kann.

Bielefeld begeistert tanzend

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Sie gebürtige Ostwestfälin, er Ex-Juniorenprofi von Fußballclub Paris St. Germain, bekannt in Bielefeld und darüber hinaus: In ihrem Tanzstudio DansArt Tanznetworks in Bielefeld (Am Bach 11) bietet das Ehepaar Agbetou Tanzkurse für Erwachsene und Kinder an. (Foto: Susanne Freitag)

Die einen bewegen sich am liebsten auf Zehenspitzen zu klassischen Klängen, die anderen verausgaben sich zu temperamentvoller Musik beim Salsa. Ballett, Modern, Jazz, Brasilianischer Tanz, Flamenco oder Bollywood – vom 29. Juni bis 12. Juli 2008 steht Bielefeld bereits zum 19. Mal ganz im Zeichen des Tanzes. 22 international erfahrene und professionell ausgebildete Tanzpädagogen werden dann rund 800 Menschen aus Deutschland und dem europäischen Ausland mit ihren unterschiedlichen Tanzstilen und Arbeitsweisen begeistern. „Die Auswahl an Kursen war noch nie so groß“, sagen Ulla und Tchekpo Dan Agbetou, die seit 2002 für die künstlerische Leitung des Bielefelder Tanzfestivals verantwortlich sind. „48 Workshops in 14 Tagen machen das Festival zu einem außergewöhnlichen Treffpunkt für Tanzbegeisterte aus ganz Europa.“

So weit eine Meldung von Bielefeld-Marketing zum Bielefelder Tanzfestival im Juni/Juli.

Deutsche Fahnen wegen EM. Sozialer Zusammenhang?

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Sehr, sehr wenig Fahnen an den Autos, selbst wenn man die erzwungen deppenzeichenfreien Cabrios und Oldtimer rausrechnet. Einer von hundert, und der dann, ich sage es wie es ist, mit ostdeutschem Kennzeichen. Ich vermute, es gibt einen Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und öffentlich transportierter Nationalstolzerei.

Das schreibt heute ein Blogger auf “Rebellen ohne Markt” aus seiner Zweitwohnung im Millionärsviertel am Tegernsee. Angesichts des hiesigen Fahnenmeeres eine anzweifelbare These.

Gehen wir mal die nahe Umgebung und die Zugehörigkeit der jeweiligen Autofahnen zum sozialen Status hier im Südwesten der Metropole durch und machen sozusagen die Fahnenprobe aufs Exempel:

1. Oberstudiendirektor. 2 Fahnen am Auto
2. Pensionierter ehemaliger Oberamtsrat. 1 Fahnen am Auto. 1 Fahne im Garten.
3. Übersetzerin deutsch/englisch/dänisch: 0 Fahnen. Hat aber auch nichts mit Fußball am Hut.
4. Emeritierter Uniprofessor. 1 Fahne am Auto der Frau. Wegen Enkel.
5. Einzelhandelskaufmann, Juwelier zu Bielefeld. 3 Fahnen. 2 an den Autos,
usw.

Und wir? Jeweils 1 Fahne an den Autos der Söhne. 1 Fahne an ihrem, 1 Band in SchwarzRotGold an seinem…. Bisher machten wir uns über unseren
sozialen Status wenig Gedanken. Aber jetzt?

“Gemeinsames Fest feiern”. Eine Chance

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Verständlich, das sich in der Metropole die Verantwortlichen vor dem EM-Spiel Deutschland-Türkei Gedanken machen und es sogar “Anregungen” gibt,. “Deutsche und Türken” zu trennen. Denkt man tiefer darüber nach, ist es eigentlich traurig. An welchen “Merkmalen” erkennt man Deutsche, woran Türken? Ich wünsche mir ein großes, ja riesiges Fest auf dem Jahnplatz oder auf der Alm und ein Zeichen, das es nicht um Nationalitäten und Nationen geht sondern um Fußball. Leider gibt es auf beiden Seiten ein paar Schwachköpfe, denen es genau darum nicht geht. Das wiederum zieht zwangsläufig massiertere Polizeipräsenz nach sich.