Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
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Jun '08

Wienobaaaaaaaaaaaaa

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Der Jahnplatz nach Spielende. Deutschland schlägt Österreich in einem Zitterendspiel um den Einzug ins Viertelfinale der Fußball-EM 1:0. Statt neuem Cordoba also Wienobaaaaaaaaaaaaaaaa. Aber Jungs: Gegen Ronaldo & Friends aus Portugal am Donnerstag ein paar Schippen drauflegen.

Blasen im Tierpark

Am Sonntag, 22. Juni, lädt der Bläserchor ´Hubertus Bielefeld Land` zu einem Konzert ein. Zwischen 11.00 und 12.00 Uhr ertönen die Fürst- Pless- und Parforce-Hörner der zwölf Chormitglieder an verschiedenen Stellen im Tierpark Olderdissen. Treffpunkt ist der Innenhof. Der Eintritt ist frei. Zusätzlich zum Konzert spendet der Bläserchor dem Heimat-Tierpark Olderdissen eine Parkbank.

Bambus Gigantus

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“Veronika, der Spargel wächst”. Ist zwar kein Spargel, was da aus dem Nichts bereits über 3 Meter erreicht hat und noch wächst. Es ist Bambus, aus der engeren Umarmung des Gartens im Bielefelder Südwesten geflohen, und nun hoffend, nicht gekappt zu werden. Denkste. Muß wohl ähnliche Ursachen haben, wie die angeblich geplante neue Weinbauern – Kommune ganz oben in Bielefeld, in den Jöllenbecker Bergen. Angeblich gibt es da schon Bauern mit geheimen Plänen. Sie wollen die Niederwall-Scheurebe anpflanzen und den ersten Bielefelder Wein im Barrique ausbauen.

An Fahnen mangelts nicht und Werbung wirkt kaum

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Bielefeld ist sowas wie eine Hauptstadt der Umfragen. Liegt an TNS Emnid, die hier ihren Sitz haben. Auch zum Fußball gibts natürlich Untersuchungen, Umfragen, Zahlen. Fußball und Werbung gehören zusammen. Zahlreiche Unternehmen nutzen auch dieses Jahr die Fußball-EM, um den eigenen
Bekanntheitsgrad und das Image zu stärken. Doch das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Befragten, die das Prüfungs- und
Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) von TNS Emnid hat durchführen lassen, ist eher ernüchternd. 40 Prozent aller Befragten
konnten kein Unternehmen nennen, das ihnen im Umfeld der EM aufgefallen ist. Einsamer Spitzenreiter in Sachen Bekanntheit mit 28 Prozent der Nennungen ist Adidas vor Coca Cola (17 %) und McDonald’s.

Die weiteren Platzierten: Nike, Puma, MasterCard, Continental Reifen, Mercedes, Hyundai und Nutella.

Aktuelle und tatsächliche Werbeschaltungen scheinen keine große Rolle zu spielen. Jutta Menninger, Markenexpertin und Partnerin bei PwC zu den Gründen: “Kontinuierliche Maßnahmen zahlen sich für Marken spürbar aus. Selbst bei intensiv beworbenen Großveranstaltungen können sie ihre führende Position behaupten. Wir erwarten, dass sich diese Wahrnehmung auch bis zum Ende der EM nicht verändern wird.” Die Umfrage wurde an den ersten beiden Tagen nach Deutschlands Auftaktsieg gegen Polen erhoben.

Lukas Podolski, Matchwinner dieser Begegnung, schoss sich mit seinen beiden Toren in die Herzen der Deutschen. Für 18 Prozent der Deutschen ist “Poldi” der beliebteste deutsche Kicker. Damit nimmt er Platz zwei ein. In der Gruppe der 14- bis 29-jährigen ist er sogar beliebter als sein Kapitän. Insgesamt hält Podolski aber einen gebührenden Abstand zu Michael Ballack, dessen grösste Fans in Berlin und Sachsen zu finden sind. Mit 35 Prozent der Nennungen überstrahlt sein Image die Beliebtheit aller deutschen aktiven und ehemaligen Nationalspieler. Dritter ist Philipp Lahm mit vier Prozent. Die ehemaligen Aktiven Franz Beckenbauer und Uwe Seeler landen auf der Beliebtheitstabelle der Deutschen immerhin noch unter den besten Zehn
und damit vor vielen aktiven Nationalspielern.

Die beliebtesten Fußballer:

1. Michael Ballack
2. Lukas Podolski
3. Philipp Lahm
4. Miroslav Klose
5. Oliver Kahn
6. Bastian Schweinsteiger
7. Jens Lehmann
8. Franz Beckenbauer
9. Uwe Seeler
10. Torsten Frings

Auf die Frage, für welche Produkte die Spieler am besten Werbung machen könnten, wurden am häufigsten Sportprodukte genannt. Bei einzelnen Stars unterscheiden die Deutschen jedoch sehr fein: Den zurückgetretenen Oliver Kahn bringen die Deutschen zum Beispiel am häufigsten mit Milchprodukten und Bier in Verbindung, Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger mit Kosmetik und Pflegeprodukten. Phillip Lahms Einsatz gegen Autobahn-Raser bescherten ihm als Werbeträger für soziale Werte Bestnoten, Lukas Podolski hingegen würde als Werbeträger für Autos gern gesehen. Gute Nachricht für unsere Nationalspieler: Nur zehn Prozent der Befragten sehen sie generell nicht als glaubwürdige Werbe-Ikonen.

Naja, wenn dann noch einer sagt, Heidi Klum könne eine wunderbare Kanzleuse geben …..

Immer wieder der Ostwestfale Steinmeier

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Herzlich unsympathische Mitglieder der deutschen Totengräbertruppe: Hindukusch-Verteidiger und Seeheimer Kreisanhänger (somit Steinmeier-Stützer) Struck (vorne) und der ehemalige Provinzanwalt und heutige CDU-Fraktionsvorsitzende “Unseriös Augenzukneif” Kauder (hinten).

Auch andernorts versuchen die Zeitungen, den ostwestfälischen Außenminister zum Kanzlerkandidaten hochzustilisieren. Ob der treue GAZgerd-Anhänger wirklich besser als Beck wäre, steht in den Sternen. Zumindest stünde er für die Fortführung einer Volksfeindlichen Totengräberpolitik, die SPD und Union an die 8 Millionen Wähler gekostet hat und noch etliche kosten wird. So kommentiert die Rheinische Post, Düsseldorf:

Es wird Zeit. Für die SPD, für deren Kanzlerkandidaten und also auch für Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Die gefühlte Wirklichkeit ist wieder einmal viel weiter als die deutsche Sozialdemokratie und treibt diese vor sich her: Niemand – auch in der SPD nicht – glaubt noch ernsthaft an einen Kanzlerkandidaten, der den Namen des SPD-Vorsitzenden Beck trägt. Dass die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles von einem möglichen Kanzler Beck spricht, der ihr am liebsten sei, ist nur eine Mischung aus Ablenkungsmanöver und Taktik: Die der SPD-Linken zuzurechnende Nahles will eine Gegenleistung für ihre Zustimmung zu einem Kanzlerkandidaten Steinmeier, der für den SPD-Reformflügel und für die Schröder-SPD steht.
Warum also zögert der SPD-Vize? Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sein Abwarten bis in den Herbst die SPD oder ihn selbst stärker machen könnte. Im Gegenteil: Steinmeiers Attacke auf den Vorschlag des (SPD-)Umweltministers Gabriel, eine Pendlerpauschale für Geringverdiener einzuführen, zeigt, dass sein Zaudern schon ein Machtvakuum hinterlässt. Sicher: Niemand tritt gern zur Wahl an, wenn die Aussichten gering sind. Als zupackender Politiker aber wäre Steinmeier immerhin eine Alternative, mit der die Kanzlerin rechnen müsste. Als Zauderer dagegen ist er von Beginn an chancenlos.

In der nächsten Großen Koalition könnte ja die Templiner Hobbydatschistin und heimliche Außenministerin ihr Hobby zum Beruf machen und Steinmeier bliebe als Kanzler daheim im Berliner Bunker. Zumindest für die nahtlose Fortführung der Hartz-Gesetze wäre das eine astreine Option.

Bereitet Austria ein Wienoba!

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Heute Abend wird der Jahnplatz beim Public viewing so voll wie 2006 zu WM-Zeiten. Und an den TV-Geräten hängt eine Rekordquote. Wir san ja net ghässig, aber der Austria-Seleccion ein Wienoba zu bereiten, das hätt was. Wird ja auch Zeit, das dämliche Cordoba aus den Köpfen zu ballern. Gestern hat die Türkei schon gezeigt, wie man gegen einen Favoriten ins Viertelfinale stürmt. Man rennt um sein Leben, gibt nicht auf und trifft.